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Essen und Trinken - Blog

DER KOMPOTTSURFER

Der Journalist und Autor Klaus Dahlbeck durchquert schon seit mehr als zwei Jahrzehnten die genussvollen Gebiete des Lebens. Sein persönliches Tagebuch öffnet den Blick in eine weite und spannende kulinarische Welt zwischen Versuchung und Verunsicherung.

30. Oktober 2014

12. rewirpower-Weintest, die besten Weine unter 6 Euro: Da sind sie, die Sieger!

Das Dutzend ist voll, die Tester waren es natürlich nicht, nach dem 12. rewirpower-Weintest, denn das Probieren der Verkoster geht bei uns nicht einher mit Trinken sondern mit Schlürfen und Spucken. Und das ist in diesem Fall auch gut so. Ganz nüchtern wird auch bewertet. Zum Verkostungsteam der als Blindprobe organisierten Veranstaltung im Velberter Haus Stemberg zählten Christine Dördelmann (Sommeliere), Stefanie Mensing (Sommeliere Hohoffs 800° Dortmund), Walter Stemberg (Patron des Velberter Haus Stemberg und Weinliebhaber), Markus Del Monego (Master of Wine / Geschäftsführer caveCo), Oliver Speh (Gastronomiefachmann und Weinliebhaber / Konen & Lorenzen) und meine Weinigkeit.

Die Weißweine mussten buchstäblich blanc ziehen, wir gestatteten ihnen kein Verstecken hinter kühlen 7-9° Celsius, Temperaturen mit denen man sie gerne in diesem Preissegment serviert, sondern sie mussten bei 11-12° Celsius alles zeigen was sie haben. Da wurde es wirklich ernst für die Kandidaten. Ein Riesling und zwei Grauburgunder machten hier das Rennen, zweimal sind Winzergenossenschaften die Produzenten.

Bei den Rotweinen überzeugten, wie schon im vergangenen Jahr, zwei Spätburgunder. Warum Spätburgunder? Weil sich diese Weine einfach richtig gut präsentierten und authentisch gemacht sind. Die wollen nicht mehr sehr sein als sie sind. Es fällt in der unteren Preiskategorie bis 6 Euro auf, dass einige Weine etwas aufgemotzt wirken, was die Tester eben nicht überzeugen konnte.

Ansonsten war es eine kurzweilige Veranstaltung, auch weil uns die Gastgeber im Haus Stemberg beste Bedingungen schufen und mit Herz und Professionalität dabei waren. Die Löffeldegustationen von Sternekoch Sascha Stemberg am Ende der Prtobe waren köstlich, und für diese großartige Erbsensuppe mit Mettwurst würde ich auch zu Fuß von Bochum nach Velbert pilgern. Blöd nur, dass erst im Januar wieder ein Tisch frei ist.

Und dann dieses Brot. Was für eine Entdeckung! Die Stembergs beziehen es von den Windrather Höfen. Enrique Rosales backt dort in seiner Backstube Brote von beeindruckender Aromatik und Textur.

Die besten drei Weißen und Roten gibt es wie immer im Probierpaket. Und zwar hier.

WEIßWEINE

1. 2012er Riesling
Produzent: Winzerverein Deidesheim
Erhältlich bei: Der Weinhof, Herne

2. 2013er Grauburgunder
Produzent:Franzmann
Erhältlich bei: Est Est Est, Wuppertal

3. 2013er Grauer Burgunder
Produzent: WG Bischoffingen
Erhältlich bei: Udos Weine, Bochum

4. 2014er Sauvignon blanc
Produzent:Du Toitskloof
Erhältlich bei: Weinwelt Scholz, Schwerte

5. 2013er Grüner Silvaner
Produzent: Vier Jahreszeiten Winzer
Erhältlich bei: Meyerhof GmbH, Bochum

6. 2013er La Salette
Produzent: SARL Nicolas Duffour
Erhältlich bei: Weinzeche GmbH, Essen

7. 2013er Silvaner
Produzent: Weingut Sander
Erhältlich bei:Sonnenschein GmbH, Witten

8. 2013er Riesling trocken
Produzent: Conde Pinel
Erhältlich bei: Casa del Vino, Essen

9. 2014er Chenin blanc
Produzent:Delheim
Erhältlich bei:Stendel Handels GmbH, Dortmund

10. 2013er Sauvignon blanc
Produzent: Dehesa de Luna
Erhältlich bei: Weine und Feinkost Christian Fenkse, Wuppertal

ROTWEINE

1. 2012er Oberrotweil Spätburgunder
Produzent: Weingut Landerer
Erhältlich bei: Feinkost Hedtstück, Gevelsberg

2. 2013er Spätburgunder Rotwein trocken
Produzent: Weingust Köster-Wolf
Erhältlich bei: Wein Grandinger, Bochum

3. 2013er Doppio Passo Salento
Produzent: Vecchia Torre
Erhältlich bei: Stendel Handels GmbH, Dortmund

4. 2013er Revelation
Produzent: Badet Clement + Cie
Erhältlich bei: Weinwelt Scholz, Schwerte

5. 2007er Campo Lindo Gran Seleccion
Produzent: Bodegas Roqueta
Erhältlich bei: Vinaglobo Weine von Welt, Bochum

6. 2012er Luccarelli Rosso
Produzent: Farnese Vini
Erhältlich bei: Sonnenschein GmbH

7. 2013er Rocca Antica Primitivo
Produzent: Di Camillo Vini
Erhältlich bei: Der Weinhof, Herne

8. 2011er Mas les Arts La Gourmette
Produzent: Domaine Lauriga
Erhältlich bei: Vinorium Weinhandel, Witten

9. 2013er Monastier Reserve
Produzent: : Winzergenossenschaft Cruzy
Erhältlich bei: Weinhof Rüttenscheid, Essen

10. 2011er Azabache Garnacha Rioja Tinto
Produzent: Vinedos de Aldeanueva
Erhältlich bei:Die Bodega, Castrop-Rauxel

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28. Oktober 2014

17. Busche Gala: Ex-Page Udo Lindenberg feiert Triumph im Breidenbacher Hof

Ein Raunen ging durchs Publikum als während der 17. Busche Gala im Düsseldorfer Ständehaus ein Typ an den vorderen Sitzreihen vorbeiging, der verdammt nach Udo Lindenberg aussah. Was soll denn das Udo Double hier, fragten sich viele. Eine Laudatio auf den Genießer des Jahres, Jan Josef Liefers halten? Spätestens als der Typ den Mund aufmachte und die ersten Nuschler herauspurzelten, war klar, das war kein Double, das war der echte Udo. Der Grund seiner Anwesenheit war von ihm selbst schnell erzählt, denn der Barde war vor seiner Musikerlaufbahn fest entschlossen Kellner zu werden und hatte bereits eine Ausbildung im Breidenbacher Hof begonnen, dem Vorzeigehotel der Landeshauptstadt. In Düsseldorf begann wenig später auch Lindenbergs Karriere als Schlagzeuger. Noch heute hängt seine Pagenjacke im Hotel, und sie passt ihm immer noch. Der Breidenbacher Hof erhielt im Rahmen der Gala die Auszeichnung Hotel des Jahres 2015, und so fand auch die Party am späteren Abend dort statt. Lindenberg, der bereits seit einem Vierteljahrhundert im Hamburger Atlantic Hotel Kempinski wohnt (mit einer kurzen Auszeit von einigen Wochen, weil dort umgebaut wurde), verbindet eine Freundschaft mit dem Breidenbacher Hoteldirektor Cyrus Heydarian, der zum Hotelmanager des Jahres gekürt wurde, zurecht, wie Udo findet. Wenn einer wissen muss, was ein gutes Hotel ausmacht, dann Udo Lindenberg.

In der atmosphärischen Capella Bar des Breidenbacher Hofs lässt es sich übrigens besonders gut aushalten, vor allem, weil nicht nur Ambiente und die erlesene Auswahl an Getränken stimmen, sondern auch das Personal beeindruckend feinsinnig und zugewandt agiert. Der kompottsurfer konnte sich gestern mal wieder ein Bild davon machen. Und der Wanderpokal für das beste Hotel hat auch schon seinen Platz dort gefunden.

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27. Oktober 2014

Mindesthaltbarkeit bei Lebensmitteln: Schmeckt das noch, oder lebt das schon?

Mindesthaltbarkeit: Lizenz zum Wegwerfen von Lebensmitteln?

Neulich las ich in der Holzausgabe des stern einen so unterhaltsamen wie erhellenden Beitrag des Kollegen Dirk van Versendaal über ein Lufthansa-Bordsandwich. Der mit Wurst und Remoulade belegte Doppeldecker war am 13. Januar 2013 auf einem Flug von Mailand nach Hamburg ausgegeben und von seinem Besitzer mit nach Hause genommen worden. Dort landete das Sandwich mit Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 19.1.2013 sogleich in der hintersten Ecke des Kühlschranks. Erst hunderte Generationen von Sandwichleben später wurde es wiederentdeckt, dann planmäßig noch eine Weile unter Beobachtung gehalten und im August 2014 an ein Labor geschickt und untersucht. Was hatte sich unter der Schutzatmosphäre des eingeschweißten Sandwiches wohl getan? Optisch sah das Ding nämlich auch nach eineinhalb Jahren Lagerung noch erstaunlich frisch und appetitlich aus.

Im Labor wurden Schimmel- und Hefepilze entdeckt, deren Anzahl oberhalb des Richtwertes für Sandwiches und belegte Brötchen der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie lagen. Vitamin C war noch vorhanden, Weichmacher wurden nicht nachgewiesen. Diese Fliegerstulle warf also keine tückischen Keimbomben ab, sondern brachte lediglich etwas erhöhten mikrobiologischen Fallout mit. Branntweinessig und Natriumnitrit als Konservierungsmittel sowie die luftdichte Verpacken machten es möglich. Der kompottsurfer hat lustigerweise genau einen Tag bevor das MHD des Sandwiches im Januar 2013 ablief, einen Beitrag über eine Tomate veröffentlicht, die in seiner heimischen Küche 37 Tage in einer Gemüseschale bei Temperaturen zwischen 17 und 20° Celsius überlebt hatte, obwohl man maximal von nur 14 Tage Haltbarkeit ausgeht. Allerdngs wurde die Tomate nicht in ein Labor geschickt.

Nun wird heute im Großen Haushalts-Check (ARD., 20.15 Uhr) die Moderatorin Yvonne Willicks gemeinsam mit dem Ernährungsminister ein Frühstück mit Produkten vertilgen, deren MHD abgelaufen ist. Und dabei feststellen: Alles ist noch bestens genießbar. Willicks wird auch Studienergebnisse der Fachhochschule Münster (Institut für Nachhaltige Ernährung und Ernährungswirtschaft) präsentieren, die belegen sollen, dass das MHD von Seiten der Hersteller nicht dafür eingesetzt wird, den Verbrauchern verlässliche Orientierung zu geben. Und zitiert Petra Teitscheid, Professorin der FH Münster mit den Worten: „Unternehmen und Handel haben natürlich auch Interesse zu verkaufen und […] da setzt man vielleicht das MHD knapper, um dann Nachkäufe zu erzeugen.“ Wird das MHD also gezielt eingesetzt, um den Verbraucher zu lenken? Yvonne Willicks wird der Frage nachgehen.

Der kompottsurfer hat das Thema MHD in den letzten Jahren immer mal wieder thematisiert. Zum Beispiel hier vor dem Hintergrund der gigantischen Lebensmittelvernichtung von 81,6 Kilogramm pro Bundesbürger, die nicht zuletzt mit dem MHD einhergeht. Und zehn Empfehlungen aufgestellt, um Abhilfe zu schaffen.

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23. Oktober 2014

Schlemmer Atlas kürt Jan Josef Liefers zum Genießer des Jahres und zeichnet Erich Schwingshackl als Kochaufsteiger aus

Genießer des Jahres 2015: Jan Josef Liefers (Foto: Sibbie - ipernity.com)

Sie ist wieder da, die Zeit der Auszeichnungen für besondere gastronomische Leistungen. Den Anfang macht, wie üblich, die Redaktion des Schlemmer Atlas aus dem Hause des Dortmunder Busche Verlages. Zum 16. Mal vergab sie nun – neben den üblichen gastronomischen Belobigungen – auch die Auszeichnung zum Genießer des Jahres. Für 2015 wurde Jan Josef Liefers auserkoren. Nun mag dem Titel durch die Prominenz der Würdenträger sicher auch ein üppiges Maß an PR-Effekt zur Bewerbung des Schlemmer Atlas zugrunde liegen, gleichwohl empfand der kompottsurfer die Wahl selten treffender. In seiner Rolle als Professor Börne im Tatort Münster spielt er die Rolle des Hedonisten vortrefflich, der gutes Essen und guten Wein zu schätzen weiß. Sicher, Börne garniert das zumeist mit einer Portion Hybris, aber das tut der Sache keinen Abbruch. Und seine Rolle als Testimonial von Raffaelo? Schwamm drüber. Wenn’s Tütensuppe wäre, müsste man natürlich aufbegehren ;-) .

Und das sind die weiteren Auszeichnungen des Schlemmer Atlas  2015:

Aufsteiger des Jahres: Erich Schwingshackl (Restaurant Schwingshackl / Tegernsee), Gastronom des Jahres: Thomas Althoff (Althoff Hotel Collection), Sommelier des Jahres: Christophe Meyer (Dollenberg / Le Pavillon, Bad Peterstal-Griesbach), Oberkellner des Jahres: Giacomo Fornelli (Romantik Seehotel Ahlbecker Hof in Ahlbeck/Heringsdorf), Pâtissier des Jahres: Ian Baker (Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München), Bar des Jahres: TheLiberate Bar Berlin, Weingut des Jahres: Wittmann (Rheinhessen), Neueröffnung des Jahres: Restaurant Buddenbrooks (Dirk Seiger /Travemünde), Concierge des Jahres: Kay Mischke (Palace/Berlin), Ausländisches Restaurant des Jahres: Toshi (München)

Als Deutschlands Spitzenköche des Jahres, die Besten der Besten wurden ausgezeichnet:
Christian Bau: Victor’s Gourmet-Restaurant Schloss Berg, Perl
Jean Claude Bourgueil: Im Schiffchen, Düsseldorf
Thomas Bühner: la vie, Osnabrück
Sven Elverfeld: The Ritz-Carlton, Wolfsburg – Aqua, Wolfsburg
Klaus Erfort: Gästehaus Klaus Erfort, Saarbrücken
Hans Haas: Tantris, München
Karlheinz Hauser: Süllberg Karlheinz Hauser – Seven Seas, Hamburg
Nils Henkel: Gourmetrestaurant Lerbach, Bergisch Gladbach
Martin Herrmann: Dollenberg – Le Pavillon, Bad Peterstal-Griesbach (neu)
Christian Jürgens: Gourmetrestaurant Überfahrt, Rottach-Egern
Claus-Peter Lumpp: Restaurant Bareiss, Baiersbronn
Thomas Martin: Louis C. Jacob – Jacobs Restaurant, Hamburg
Helmut Thieltges: Waldhotel Sonnora, Dreis
Heinz Winkler: Residenz Heinz Winkler, Aschau
Joachim Wissler: Grandhotel Schloss Bensberg – Vendôme, Bergisch Gladbach
Harald Wohlfahrt: Traube Tonbach – Schwarzwaldstube, Baiersbronn

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20. Oktober 2014

Paradox, aber üblich: Neue kulinarische Trends, die nicht neu sind.

Neue kulinarische Trends werden oft nicht durch Kreativität beim Kochen geboren, sondern durch besondere Namensgebung. Aktuell wird die Trendsau des Fast Casual Dining durchs Dorf getrieben. Pro Sieben und andere Kanäle machen es zum Thema, guckst du hier.

Fast Casual Dining beschrieb schon in den 1990ern einen Trend zum anspruchsvollen Fast Food in den USA. Schnelle Küche, die sich aber qualitativ deutlich abhebt von standardisierter Kettenverpflegung. Haben wir in Deutschland auch schon viele Jahre, heißt nur nicht Fast Casual Dingsda. In Bochum zum Beispiel war es Ende der 1990er Jahre das Fifty Fifty am Nordring, das mit saftigen Burgern, benannt nach Hollywood-Filmen, Regisseuren oder Schauspielern von sich Reden machte. Der Trend  ebbte auf und ab, war aber nie tot. Und ist jetzt breitenwirksam geworden, weil er einen Namen hat. Typisch für diesen Trend sind Lokale wie das Essener Hans im Glück, das im Gegensatz zu früheren Burgeralternativen systemgastronomisch betrieben wird (der kompottsurfer berichtete).

Der kompottsurfer findet es übrigens reichlich verkürzt, dieses Fast Casual Dining als ein gesundes Ding hinzustellen, wie es gerne gemacht wird. Abgesehen davon, das man schon reichlich exklusiv vernagelt sein muss, um Pommes aus dem Fast Casual Diner gesünder zu finden als die von Burger King oder Mc Donalds – schon meine Oma wusste, dass schnell futtern nicht gesund ist. Wer gesund essen will, sollte es sich nicht nur gut, sondern vor allem in Ruhe schmecken lassen.

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16. Oktober 2014

kompottsurfer überlebt drei weitere Stunden The Taste

Es hatte nicht ganz den Unterhaltungswert der Auftaktsendung, wo Mälzer und Rosin als Links- und Rechtsaußen passable Wortgefechte austrugen, aber insgesamt waren die drei Stunden Fernsehverköstigung von The Taste durchaus in Ordnung. Zugegeben, diverse Anzüglichkeiten waren nicht nach dem Geschmack des kompottsurfers, der sich unter “kulinarischem Sexspielzeug” kein Löffelchen mit Häppchen vorstellt und “gegenseitiges Befruchten” im Team eher für eine Eskapade aus dem Container von Big Brother hält.  Auch Mälzers angekündigter Kalauer konnte kaum mehr als ein müdes Lächeln auslösen. Wer das Image eines rotzfrechen Typen pflegt, wie Tim Mälzer, sollte die Eier haben, einen Kalauer ohne Vorwarnung rauzuhauen. Kann er besser. Seine Kollegenschelte bei der Bewertung der Löffeldegus zum Thema Norwegen, wo er von ,,brachialer Inkompetenz” schwadronierte, war jedenfalls eine köstliche Inszenierung. So macht Mälzer Spaß.

Apropos besser. Die Besetzung der Teams scheint besser gelungen als in Staffel 1, das Niveau höher. Bedauerlich nur für die Kandidaten, dass die Siegprämie wohl eingekocht wurde. So hieß es irgendwann in der Sendung, dass es für den Besten 50.000 Euro zu gewinnen  gäbe, also nur noch die Hälfte vom Preisgeld der ersten Staffel, wo es obendrauf noch ein Auto gab. Jetzt gibt es obendrauf ein Kochbuch, dass der Sieger herausgeben darf, oder besser muss. Aber bevor damit mal 50.000 Euro plus Auto verdient sind – von der zusätzlichen Arbeit abgesehen – müsste das Ding schon sehr erfolgreich werden.

Und sonst? Auf Facebook wird die Frauenquote diskutiert, weil Carine statt Wolfgang in Lea Linsters Team bleiben durfte. Interessanter Gedanke, den Carine mit einer Bemerkung während der Sendung befeuert hatte. Im Prinzip ging es sogar um mehr, wenn man es genau nimmt: nämlich Frauenquote gegen Altersdiskriminierung, denn Wolfgang bringt es immerhin schon auf 67 Jahre. Unter dem Stichwort Alterdiskriminierung ist auf Wikipedia übrigens folgendes zu lesen: “Der Ausdruck Altersdiskriminierung bezeichnet eine soziale und ökonomische Benachteiligung von Einzelpersonen oder von Personengruppen aufgrund ihres Lebensalters. Den Betroffenen wird es im Falle einer Diskriminierung erschwert, in angemessener Weise am Arbeitsleben und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.”

Ja, natürlich wurde bei The Taste auch gekocht, aber das Geruchs- und Geschmacksfernsehen ist noch nicht erfunden, also hält sich der kompottsurfer da lieber zurück. Im Moment zumindest noch ;-) . Der Zuschauerzuspruch blieb mit 1,82 Millionen in der zweiten Folge stabil im Vergleich zur Auftaktsendung (1,81 Mio.), wobei der Marktanteil bei 9,2% lag. Höher sei er lediglich beim Auftakt von Staffel 1 gewesen, schreibt das Quotenmeter heute.

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15. Oktober 2014

Sparst du noch, oder trinkst du schon? Unfassbar: Chateau d’Yquem jetzt beim Discounter.

Da musste ich schon zweimal hingucken, um sicherzugehen, dass mein Hirn keiner Fata Morgana erlegen und das Angebotsplakat im Fenster von LIDL tatsächlich da war. Kein  Zweifel, der Discounter lockt tatsächlich mit Wein vom legendären Chateau d’Yquem. Er ist der namhafteste Wein der Welt, auch Hollywood trug durch zahlreiche Filmklassiker zu diesem Image bei.

Nun also d’Yquem bei LIDL, und das aus dem Jahrgang 2011, der im Sauternes wahrlich kein schlechter war, im Gegenteil. Wie kann ALDI das toppen, denn es ist ja Teil des Spiels, Angriffe der Konkurrenz zu kontern? Auf dem Feld der Weine geht das kaum. Da müssten schon Autos kommen. Gibt es demnächst Ferrari Testarossa zu Ferrero Küsschen?

349 Euronen ruft LIDL für eine 0,75l-Flasche auf. Das ist kein unanständig niedriger Preis, sondern trifft das Marktniveau – immer vorausgesetzt, man will nicht aus irgendwelchen windigen Shops ordern, wo man nie sicher sein kann, ob die Flaschen keine Fälschungen sind. Denn das Geschäft der Kopisten floriert nach wie vor. Trotzdem fragt man sich als vinophiler Verbraucher, was diese Aktion bezwecken soll. Vermutlich geht es nur um Imagetransfer, denn das Preisgefüge ihres üblichen Programms sprengen solche Angebote mit Wucht.

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12. Oktober 2014

Rhabarberschorle im Jack Daniel’s Lemonade-Whisky-Humpen

Der kompottsurfer war schon ein wenig irritiert, als er neulich im Café röstart eine Rhabarberschorle in einem Humpen der Destillerie Jack Daniel’s serviert bekam. Ein üppiger, durstiger Schluck, und schon ist man vielleicht total besoffen, mittags um 13 Uhr. Aber nein, die Gläser waren nur Tarnung, drinnen war tatsächlich nur alkoholfreie Schorle, die trefflich nach Rhabarber schmeckte. Nur zu empfehlen der Stoff. Natürlich könnte man das Gemisch auch mal mit einem Schuss Whisky probieren. Wer weiß, vielleicht ergibt sich beizeiten mal die Gelegenheit. Lynchburg Lemonade ist übrigens ein Cocktail, der aus Jack Daniel’s Whisky Old No.7, Triple Sec, Sour Mix und Lemon Lime Soda gemischt wird.

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08. Oktober 2014

The Taste: Was wurde eigentlich aus Vorjahressiegerin Felicitas Then?

Pünktlich zum Start der neuen Staffel der SAT1-Kochshow The Taste bewirbt Vorjahressiegerin Felicitas Then ihr Kochbuch  mit dem schüchternen Titel Die fabelhaften Rezepte der Felicitas Then. Klassiker und neue Gerichte mit Wow-Effekt. Die Journalistin hat nach eigenen Angaben ihren ursprünglichen Redaktionsjob zugunsten des Kochens aufgegeben, und man kann durchaus den Eindruck haben, dass sie jetzt ihrer großen Leidenschaft folgt. Sicherlich kein schlechter Entschluss für die Lebensplanung. Hier ein Trailer zu ihrem Kochbuch:

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07. Oktober 2014

Kochshow The Taste mit neuer Staffel

Neun Monate ist es her, als Kandidatin Felicitas das Finale der aufwändig produzierten Kochshow The Taste gewann und 100.000 Euro Prämie sowie einen Opel einsacken konnte (der kompottsurfer berichtete). Angesichts eher mageren Zuschauerzuspruchs, der selbst beim Finale nicht über 2 Millionen hinausging, schien es alles andere als ausgemacht, ob das Format überhaupt noch in eine zweite Staffel geht. Die steht nun tatsächlich ab dem morgigen Mittwoch vor der wöchentlichen Ausstrahlung (20.15 Uhr / Sat 1) und gönnt sich damit ab übernächsten Mittwoch ein pikantes Quotenduell mit der zehnten Staffel von Greys Anatomie sowie diverse Scharmützel mit König Fußball aus der Champions League. Wenn das mal gut geht.

Bei The Taste treten Profi- und Hobbyköche teamweise gegeneinander an und werden dabei von namhaften Vertretern der Branche gecoacht. Diese Aufgabe übernehmen, wie auch schon in der ersten Staffel, Tim Mälzer, Lea Linster, Alexander Herrmann und Frank Rosin. Der kompottsurfer misst The Taste durchaus Unterhaltungswert zu, was für ein Show rund um das Thema Kochen nicht selbstverständlich ist, denn das Geruchs- und Geschmacksfernsehen ist halt immer noch nicht erfunden, und darum geht es ja, wenn gekocht und gekostet wird: mit allen Sinnen wahrnehmen können. Nur allzu ernst darf man das Ganze nicht nehmen, denn es geschahen in der ersten Staffel bisweilen merkwürdige Dinge.

Einen ersten Eindruck von der zweiten Staffel gibt’s hier.

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