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Essen und Trinken - Blog

DER KOMPOTTSURFER

Der Journalist und Autor Klaus Dahlbeck durchquert schon seit mehr als zwei Jahrzehnten die genussvollen Gebiete des Lebens. Sein persönliches Tagebuch öffnet den Blick in eine weite und spannende kulinarische Welt zwischen Versuchung und Verunsicherung.

27. Mai 2015

Rachs neues Format im ZDF und eine Fischsuppe mit Fleischeinlage

Da ist er wieder, der ehemalige Sternekoch und einstige Chef des Hamburger Restaurants Tafelhaus Christian Rach. Diesmal in Mission als Rach & die Restaurantgründer fürs ZDF. Rettete er seinerzeit für RTL Restaurants aus dem laufenden Betrieb zumindest kurzfristig vor dem Abgrund, so will er jetzt Restaurantgründer davor bewahren, gleich vom Start weg mit ungebremster Ahnungslosigkeit in die Katastrophe zu rauschen.

Aber sonderlich anders als der Vorläufer auf RTL schaut das trotzdem nicht aus, was da vom Mainzer Sender am Dienstag zur besten abendlichen Sendezeit ins Quotenrennen geschickt wird. Würde das kleine ZDF-Logo am Bildrand fehlen – der Zuschauer könnte glauben, er sähe eine alte Folge Rach, der Restauranttester. Entsprechend mau war auch das Einspielergebnis der ersten Folge, deren unterhaltsamste Szene für den kompottsurfer aus einem Zitat der geplanten Speisekarte bestand: Fischsuppe mit Fleischeinlage. Nur 2,49 Millionen Zuschauer wollten Rach in seiner leicht modifizierten Rolle sehen, was unter dem Senderdurchschnitt liegt.

Der kompottsurfer ist sicher, dass Rachs Knowhow vielen Gastronomen und solchen, die es werden wollen weiterhelfen kann. Aber die x-te Version dieser Idee ins Fernsehprogramm zu hieven ist nun wirklich überflüssig. Da ist der Rundfunkbeitrag, der für die Rechte zur Ausstrahlung der Champions-League aufgewendet wird, besser angelegt als der für die Produktion von Aufgüssen. Warum nicht mal was wirklich Neues in Sachen Ernährung & Genuss auf den Schirm bringen? Und warum sollte das nicht auch mit Rach gehen? Na ja, möglicherweise fehlt es in Mainz an Mut und Ideen.

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22. Mai 2015

Reifer? Teurer? Schmackhafter? Die Sache mit dem Flugobst, dem Ethylen und der Trick mit dem Nachreifen.

Fallobst, dieser Begriff dürfte zumindest Teilen der Baby-Boomer-Generation noch ein Begriff sein, die als Kinder vielleicht noch selbst unterwegs waren und die Pflaumen, Äpfel und Birnen einsammeln mussten, die im Garten überreif vom Baum gefallen und dann von Eltern und Großeltern zu Kompott, Konfitüren oder Saft verabeitet wurden. Eine Mühe, die sich heutzutage kaum noch jemand macht.

Lagerobst dagegen umschreibt in der Regel Früchte, die nachreifen, so genannte klimakterische Früchte. Ein erheblicher Anteil der Südfrüchte, die in Supermärkten und bei Obsthändlern hierzulande zu kaufen sind, ist nachgereift beziehungsweise noch im Prozess der Nachreifung. Avocados zum Beispiel, Bananen oder Mango. Letztere taugt sehr gut für einen Vergleich zwischen unreif und reif geerntem Obst. Der Händler meines Vertrauens erklärt jedem seiner Kunden, der sich über die deutlich unterschiedlichen Preise der von ihm angebotenen Mangos wundert, warum das so ist. Bei ihm hörte ich vor vielen Jahren zum ersten Mal die Begriffe Flugmango und Flugobst. Verkaufen tut sich das in Deutschland nicht sonderlich gut, denn die Deutschen knausern wie kaum ein zweites Völkchen in Europa beim Geldausgeben für Lebensmittel. Gerade mal knapp über 10 Prozent der Gesamtausgaben eines Haushalts entfallen auf Ausgaben für Lebensmittel.

Reif geerntetes Obst muss sehr viel schneller unter die Leute als nachreifendes, deshalb ist der Transport zumeist teurer und auch das Ausfallrisiko für verdorbene Ware muss eingepreist werden. Dafür bekommt man aber wirklich sensationelle Qualität. Die Saftigkeit einer Flugmango, ihr Aroma – einfach unvergleichlich. Natürlich ist es sinnvoll, soweit wie möglich auf regionale Obstsorten zu setzen, die reif geerntet verkauft werden. Auch der Umwelt zu Liebe, klar. Aber in Deutschland ist das Zeitfenster für derartige Angebote recht klein. Es beginnt mit den ersten Erdbeeren, Freiland frühestens Ende Mai zu haben, wenn das Wetter es zulässt, und endet mit Birnen und Äpfeln im Herbst. Dazwischen können wir uns noch an Pflaumen, Kirschen und diversen roten Beeren freuen, aber das war’s dann auch. Von Dezember bis Mai bleibt fast nur Importware, oder Lageräpfel und Eingemachtes.

Dass die Biosynthese von Ethylen (auch: Ethen) an die Reifung klimakterischer Früchte geknüpft ist und Enzyme stimuliert, die den Prozess in Gang bringen, wird vermutlich kaum jemanden interessieren, gleichwohl ist es insofern von Bedeutung als man diesen Umstand nutzen kann, unreife Früchte nachreifen zu lassen. Die Landwirtschaft tut das durch entsprechende Begasung in Gewächshäusern. Aber man kann sich den Umstand des natürlichen Prozesses auch höchstselbst und zu Hause zu nutze machen. Verpackt man zum Beispiel eine reife Avocado zusammen mit einer harten, unreifen Kiwi, wird man recht schnell eine weiche Kiwi haben. Früchte, die man beliebig untereinander paaren kann, um sie reifen zu lassen, weil sie beides können, nämlich sowohl Ethylen abgeben als auch nachreifen, sind: Aprikosen, Äpfel, Avocados, Birnen, Mangos und Pfirsiche.

Der kompottsurfer zieht aber weiterhin den Genuss reif geernteter Früchte vor, soweit sie denn erhältlich sind.

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18. Mai 2015

Foodblogger eifern Spitzenköchen nach – als Testemonials für eine Supermarktkette. Okay oder doof?

Natürlich sollen foodblogger machen können, was sie wollen, solange sie niemandem ernsthaft schädigen. So schlimm ist es aus Sicht des kompottsurfers also nicht, dass sieben von ihnen in einer heute beginnenden Aktionswoche für die regionalen Produkte von REWE werben. Aber in den sozialen Medien und unter Foodies wird die Geschichte trotzdem heiß und kontrovers diskutiert. Natürlich stellt sich die Frage, warum man als Foodblogger wirklich so nah und plakativ an eine Marke heranrücken will, die hauptsächlich vom Verkauf von Nahrungsmitteln lebt? Geld? Höhere Zugriffszahlen? Mehr Glaubwürdigkeit generieren, das wird es wohl kaum sein. Die muss einem schon reichlich Wurst bleiben, wenn man sich für eine große Handelskette ins Zeug legt.

Klar, jeder hat seine Schmerzgrenze. Das ist nicht anders als bei den Ablösesummen im Fußball. Käme, sagen wir mal, der Discounter LIDL auf den kompottsurfer zu und würde sagen: “Wir bieten dir eine Million Euro pro Saison und dafür erklärst du unseren Kunden, woran man guten Käse erkennt”, ja verdammt, natürlich wäre das ein Grund ins Grübeln zu kommen. Anders herum, würde ich dann noch glaubwürdig sein, wenn ich Spitzenköche ins Gebet nähme, die für industriell verarbeitete Nahrungsmittel werben? Denn machen wir uns nichts vor, es geht bei der regionalen Kampagne von REWE, die im Grunde ja völlig in Ordnung ist, nicht nur um frisches Grünzeug sondern auch um industriell verarbeitete Ware wie eben Käse, Milch und Wurst, die haltbar gemacht werden muss. Und da ist es aus Sicht des kompottsurfers viel interessanter und aussagekräftiger, auf die Liste der Zusatzstoffe zu sehen als auf den Herkunftsort. Regional ist eben nicht automatisch gut, bei Obst und Gemüse aber, soviel sei zugestanden, gibt’s immerhin einen Frischevorteil. Zumindest dann, wenn die Abteilung im Supermarkt gut gepflegt wird.

Aus Sicht von REWE ist es selbstverständlich klug, sich mit Foodbloggern Glaubwürdigkeit heranzuholen und neue Verbreitungskanäle zu schaffen. Nur ist es mit der Glaubwürdigkeit der Blogger in dem Moment vorbei, wo sie am Haken des Unternehmens hängen.

Also, warum aus Sicht der foodblogger so eine Aktion? Viel über ihre Motivation ist nicht zu finden, aber Bine von was eigenes sagt: “Als Rewe Regional mich fragte, ob ich Lust hätte an sieben Tagen Gerichte mit Produkten aus der Region zu kochen, war ich gleich Feuer und Flamme.” Nun gut. Fünf Frauen, ein Mann und ein gemischtes Paar, das sind die Protagonisten der Reihe. Wäre da nicht mal eine Männerquote überlegenswert? Aber nee, stimmt, die kochen ja so selten.

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13. Mai 2015

BIBO kommt nicht aus der Sesamstraße, sondern aus der Zweisterneküche: Dani Garcia kreiert Burger für McDonald’s

Es gibt sie, diese McDonald’s-Momente im Leben, denen sich sogar Menschen mit gehobenen kulinarischen Ansprüchen und Prinzipien kaum entziehen können. Menschen wie ich zum Beispiel. Gestern war so ein Tag, wo mich ein solcher Moment erwischte. Ich steckte etwas länger am Madrider Flughafen fest, war hungrig wie eine Bande Bankräuber auf der Flucht vor der Polizei und sah plötzlich dieses MacDonald’s-Logo. Nein, du gehst da nicht rein, sagte ich mir. Na ja, okay, vielleicht gäbe mir der Kettenbetrieb ja einen Grund einzuknicken und einzukehren. Ja, bitte gebt mir einen Grund, dachte ich flehentlich. Und dann sah ich das Plakat mit Dani Garcia, dem namhaften Avantgardekoch aus Andalusien, der sein Handwerk bei keinem Geringeren als Martin Berasategui gelernt hatte. Dani hat für McDonalds einen Burger entwickelt, den es natürlich zu probieren galt. Da rief die kulinarische Pflicht, so viel stand mal fest.

Und dann hatte ich ihn in der Hand, diesen BIBO, biss hinein und musste feststellen, dass ich bei McDonalds noch nie so einen guten Burger gegessen hatte. Zwei dünne, krosse Scheiben Fleisch mit wunderbarem Barbecue-Aroma in einem weichen Laugenbrötchen, dazwischen schmelziger Ibérico-Käse (der allerdings, anders als das Fleisch vom Ibérico-Schwein, kein Exklusivprodukt ist), garniert mit ein paar Salatblättern und getoppt von einer hellen Salsa, die wirklich perfekt passte.

Muss man es als Feinschmecker doof finden, dass Spitzenköche Kreationen für McDonald’s entwickeln? Die Frage stellte sich ja schon bei Alfons Schubecks Hüttengaudi-Engagement vor ein paar Jahren hierzulande.  Muss man nicht prinzipiell. Es sei denn, man will als kulinarischer Dogmatiker enden und beklagen, dass es McDonalds doch nur darauf ankäme, ihr Image aufzubessern und Leute in die Läden zu locken. Und? Ist das schlimm? Nein. Ist ganz normales Marketing. Es kommt aus meiner Sicht halt immer darauf an, ob die Protagonisten aus der Sternegastronomie ein wirklich gutes Produkt abliefern, das auch in der Masse noch funktioniert. Und das hat Dani Garcia zweifellos hinbekommen. Deshalb ist natürlich längst nicht gleich alles gut, was man dort vorgesetzt bekommt. Leider gibt’s den BIBO wohl derzeit nur in Spanien, aber wenn er ein Exportschlager würde, hätte der kompottsurfer nichts dagegen einzuwenden. Wer nun in der Urlaubszeit in Spanien unterwegs ist und einen dieser McDonalds-Momente erwischt, der hat jetzt einen guten Grund, ihn auszuleben.

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08. Mai 2015

Wein und Bananen, geht das zusammen? Geht!

Der kompottsurfer sendet ausnahmsweise mal von weiter weg. Während einer kleiner Lauftour durch die Berge – nein, es ist kein Verschreiber und sollte in Wahrheit ‘Sauftour’ heißen – wurde mir eine Besonderheit serviert: Wein mit Bananen. Es war aber kein freundlicher Bauer, der mich da mit Essen und Trinken beglückte sondern die Landschaft. Tatsächlich wachsen an den Steilhängen dort Bananen und Wein einträchtig nebeneinander. Die Vulkangesteinsböden scheinen für beide Pflanzen wie geschaffen zu sein. Hauptrebsorte auf La Palma ist Malvasia.Von einigen Weinproduzenten außerhalb Europas hörte ich mal, dass manchem Wein im Zuge der Vinifikation Bananen zugegeben werden, um das Aroma zu beinflussen. Oder sollte man besser “beeinträchtigen” sagen? Rein örtlich scheint es vielleicht gelegentlich nahe zu liegen, aber ob die Zugabe von Bananen bei der Herstellung hochwertiger Weine Sinn macht, wage ich dann doch ernsthaft zu bezweifeln. Wie es die Winzer auf La Palma in dieser Frage halten, konnte der kompottsurfer bisher nicht herausfinden.

Von der lokalen Spezialität, dem Tinta Negra Mole, der dem Madeirawein nicht unähnlich sein soll, wird erst nach dem anstehenden sportlichen Großereignis am Samstag probiert. Bis dahin halte ich mich an einfachen Weiß- und Rotwein.

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04. Mai 2015

Cocktail Competition: Stuttgarter Bartender schüttelt sich zum Finale nach Stockholm

Fantasie, Geschmack, Technik und die besten Ingredienzien – das braucht es, um außergewöhnliche Cocktails zu kreieren. Unter der Patenschaft von Absolut Vodka von Pernod Ricard traten beim jährlichen ABSOLUT INVITE die zehn besten Bartender aus ganz Deutschland gegeneinander an. Was da alles zusammengemischt wurde – sogar Spargel war dabei. Und Hagebutte, der Vitamin-C-Bomber, eine Zutat, die man ansonsten eher mit Tee in Verbindung bringt. Austragungsort war in diesem Jahr der noble Weinkeller des Bauernhofs Kamersheidt in Essen.

In der einstigen Bergbarbeiterstadt Essen gewann ausgerechnet der Chef der Stuttgarter Bar „Bergmann“, Eric Bergmann. Er überzeugte die Jury in Theorie und Praxis.  Und nun darf er beim internationalen Finale vom 24. – 26. Mai in Ahus gegen beste mixende Konkurrenz aus der ganzen Welt antreten. Der kompottsurfer sollte sich mal so langsam um ein VIP-Ticket bemühen. Hicks. ;-)

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30. April 2015

Alles hat seine Zeit, manches nur eine sehr kurze. Hier kommt kompottsurfers Risotto-Saisonrezept mit Bärlauch.

Es ist wirklich schade, dass die Bärlauch- saison so kurz ist. Denn der grünblättrige Verwandte von Knoblauch, Zwiebel und Schnittlauch ist eine geschmackliche Be- reicherung für eine Vielzahl von Gerichten. Wild geerntet, kann er allerdings ein paar Risiken mitbringen. Aber viele gut sortierte Supermärkte und Gemüsehändler haben die aromatische Krautpflanze selbst gezo- gen im Programm, was den Konsum unbe- denklich macht. Wer die Saison verlängern will, sollte jetzt reichlich einkaufen und zum Beispiel Vorräte mit Bärlauchpesto anlegen, das – kühl und dunkel gelagert – eine ganze Weile vorhalten sollte.

Ein vom kompottsurfer gern gepflegtes Saisonrezept ist Bärlauchrisotto mit Garnelen und Erbsen.

Die Zutaten für 4 Portionen: 400 g. Risottoreis // 1,1 l Gemüsebrühe // 1 große oder 2 mittelgroße Schalotten, fein gewürfelt // 400 g Garnelen (geschält und roh) // 100 g Bärlauch // 200 g Erbsen // Limettensaft // Olivenöl // Leindotteröl (wenn vorrätig) // Salz // Pfeffer

Die Zubereitung: Gemüsebrühe in einem Topf erwärmen und durchgängig deutlich unterhalb der Kochtemperatur halten. Zugleich 1 EL Olivenöl in einem Topf mit dicken Boden bei mittlerer Hitze erwärmen. Reis zugeben und anschwitzen, bis er ein leichtes Röstaroma verströmt und zumindest einige Körner eine helle braune Farbe annehmen, dabei ab und zu etwas durchrühren. Herd auf kleine Flamme herunterdrehen. Reis so zusammenschieben, das etwas freie Fläche am Topfboden entsteht. Dort einen weiteren EL Olivenöl platzieren. Sobald das Öl erwärmt ist, Schalotten zugeben und weich anschwitzen. Dann zusammen mit dem Reis verrühren.

Nach und nach die Brühe in ca. 220 ml Portionen zugeben und das Risotto bei mittlerer Hitze leicht blubbernd kochen lassen, zwischenzeitlich immer mal wieder umrühren. In einem kleinen Topf derweil die Erbsen seperat mit einem EL Olivenöl bei niedriger Temperatur zugedeckt dünsten. TK-Erbsen brauchen keine zusätzliche Flüssigkeit, frischen Erbsen fügt man noch ein bis zwei EL Wasser hinzu. Soweit vorhanden, den gedünsteten Erbsen noch einen EL Leindotteröl zugeben. Leindotteröl verströmt einen frischen, an Erbsen erinnernden Duft und verstärkt den aromatischen Effekt. Mit der letzten Portion Gemüsebrühe auch die gedünsteten Erbsen und die rohen Garnelen zum Reis geben und zwei bis drei Minuten ziehen lassen. Erst direkt vor dem Servieren den von seinen Stielen befreiten Bärlauch quer in ca. 2 cm breite Streifen schneiden und unter das Risotto heben. Mit Salz, Pfeffer und ein paar Spritzer Limettensaft abschmecken – fertig.

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26. April 2015

Die Roboter kommen. In die Küche.

Erst kürzlich hatte der kompottsurfer seine Sympathie für diesen niedlichen Fratz bekundet, da sorgt im Rahmen der CEBIT in Hannover ein Roboter der Firma Moley Robotics für Aufsehen, dessen handwerklichen Fähigkeiten vom britischen Kochshow-Sieger Tim Anderson anerzogen wurden. Genauer gesagt, werden Andersons arbeitenden Hände vom Roboterkoch nachgeahmt, dessen Knowhow von einer Rezeptdatenbank unterfüttert wird.

Nach Ansicht des kompottsurfer muss so ein Roboterkoch nicht unbedingt alle Arbeiten in der Küche übernehmen, aber es gibt schon ein paar Dinge, die man gerne abtreten würde. Zwiebeln schneiden, Topinambur schälen, Fisch filetieren, Kleingefügel hohl ausbeinen …

Wer wissen will, wie so ein Ding zum Beispiel Spaghetti Bolognese zubereitet, schaut einfach mal ins Video hinein.

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24. April 2015

Weltausstellung in Mailand: Essen mal anders

Feeding the Planet, Energy for Life, das ist das Thema der Expo 2015, die vom 1. Mai bis zum 31. Oktober in Mailand die Problematik der Welternährung in den Mittelpunkt des Geschehens stellen wird. Eine nie dagewesene Gelegenheit, in den Pavillons der beteiligten Länder kulinarische Kulturen, Konzepte und Ideen aus aller Welt kennenzulernen. Natürlich ist selbst eine Expo zum Thema Ernährung alles andere als ein internationales Catering Event, soll es doch um Innovationen und Visionen rund um das Thema gehen, visualisiert durch architektonische Wunderwerke. Deutschlands Pavillon zum Beispiel steht unter dem Motto Be active. Er soll dazu beitragen, die Zivilgesellschaft zu eigenem Handeln anzuregen, wie es im Sprachgebrauch der Politik etwas sperrig formuliert ist. Optisch will der Deutsche Pavillon die deutsche Feld- und Flurlandschaft in Architektur umsetzen, mit einem Gebäude, das als sanft ansteigende Landschaftsebene mit einer frei zugänglichen Oberfläche und einer Themenausstellung im Inneren realisiert ist. Aus der Landschaft wachsen stilisierte Pflanzen, so genannte Ideen-Keimlinge, empor und entfalten ein großes Blätterdach.

Es wird interessant sein zu sehen, welche Antworten die Ausstellernationen in Mailand zu Fragen der Beseitigung von Hunger, der Lebensmittelsicherheit und der Qualität von Nahrungsmitteln in ihren Pavillons präsentieren werden.

Cook the Mountain ist ein Projekt im Rahmen der Expo 2015, das dem mompottsurfer besonders gefällt und das der mit zwei Michelinsternen ausgezeichnete Küchenchef Norbert Niederkofler geprägt hat. Sein Ansatz ist, vereinfacht formuliert, die Ernährungsweise der Bergbevölkerung zum Vorbild zu nehmen, die regional und nachhaltig in Sachen Produktion geprägt ist. Dazu gibt es ein Interview mit Niederkofler auf Expo net.

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18. April 2015

Kompottsurfers Top 10 der wertvollsten Lebensmittel für Gesundheit und Fitness

Wie wertvoll ein Lebensmittel für den Menschen ist, hängt natürlich von seinen Lebensumständen ab. Für viele Menschen in Afrika, ja mittlerweile auch für die Bewohner von Kalifornien ist zum Beispiel Trinkwasser besonders wertvoll. Worum es in den Top 10 des kompottsurfers aber gehen soll ist etwas anderes, nämlich aufzuzeigen, welche natürlichen Grundprodukte uns hierzulande wertvolle Inhaltsstoffe für unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit liefern können. Bevor wir also in Drogeriemärkten und Apotheken einmal quer durchs Regal Vitamin- und Mineralstoffzusätze in Tablettenform einkaufen, könnten wir es ja mal mit echter Nahrung versuchen. Und das sind sie, kompottsurfers ganz persönliche Top 10:

Ananas
Was die Ananas so besonders macht ist nicht ihr hoher Anteil Vitamin C, sondern die Variationen des enzymatischen Inhaltsstoffs Bromelain, der als entzündungshemmend gilt und seit seiner Entdeckung aus der Ananas isoliert und in Medikamenten eingesetzt wird. Küchentechnisch findet die Ananas Verwendung in diversen asiatischen sowie süd- und mittelmerikanischen Gerichten, nicht zuletzt als Beigabe zu Fleisch. Der kompottsurfer favorisiert sie als Bestandteil von Ostsalat und Smoothies.

Avocado
Die Beerenfrucht ist eines der perfektesten Lebensmittel überhaupt. Sie enthält neben zahlreichen ungesättigten Fettsäuren auch Kohlenhydrate und Eiweiß sowie Ballaststoffe, viele Vitamine der B-Gruppe sowie Vitamin C, E und D. Dazu kommen reichlich Mineralstoffe von Calcium über Eisen, Magnesium und Kalium bis Zink. Bei uns in Deutschland sind zumeist die Sorten Fuerte (glatt, grünliche Farbe) und Hass (rau bis runzelig, lila-schwarze Farbe) erhältlich. Reif sind Avocados, wenn sie am schmalen Ende auf Fingerdruck nachgeben. Klassische Verwendung findet die Avocado als Guacamole oder als Beigabe zu diversen Salaten. Immer etwas Limetten- oder Zitronensaft zugeben, um eine bräunliche Verfärbung an den Schnittflächen zu verhindern.

Cashew
Der nierenfömige Kern des Kaschu-Apfels ist reich an ungesättigten Fettsäuren, Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen. Außerdem enthält er die essentielle Aminosäure Tryptophan, die nicht vom menschlichen Körper selbst hergestellt werden kann und für die Bildung des sogenannten Glückshormons Serotonin notwendig ist. Die Qualität von Cashews kann stark differieren, deshalb besser keine Schnäppchenware kaufen. Geröstete Cashews passen sehr gut zu diversen Currys, aber mit Salz und Chilipulver bestreut auch prima als Knabberei zum abendlichen Bier vor dem Fernseher.

Granatapfelkerne
Studien legen nahe, dass die Kerne des Granatapfels, die wie geschliffene Rubine in ihrem Gehäuse liegen, gegen Rheuma, Arteriosklerose, Schlaganfall, Arthritis und Krebs helfen könnten. Sie enthalten diverse Vitamine und Mineralstoffe, vor allem aber reichlich Polyphenole. Granatapfelkerne sind vielseitig verwendbar, der kompottsurfer empfiehlt sie zum Beispiel als Zugabe zum Früchtemüsli. Dazu schmecken ein paar Splitter Bitterschokolade übrigens besonders gut.

Hühnerei
Wir reden jetzt natürlich nur von der Bio-Freilandvariante, klar. Und trotzdem gilt es hier gegen ein Vorurteil anzukämpfen, nämlich dem, Eier würden den Cholesterinspiegel erhöhen. Die Behauptung ist, nach aktuellem Stand, Murks. Vielmehr sind Eier komplett unterschätzt, weisen sie doch einen hohen Anteil Mineralstoffe, Vitamine und Eiweiß und Aminosäuren auf. Die Verwendung von Eiern in der Küche ist vielseitig, vom weich bis hart gekochten Frühstücksei über Rührei und Omeletts reichen die bei uns üblichen Rezepturen, wo das Ei Hauptzutat der Zubereitung ist. Dazu kommen zahlreiche weitere Einsatzmöglichkeiten, zum Beispiel wenn es um’s Backen geht.

Ingwer
Natürlich ist die Notierung von Ingwer in dieser Liste alles andere als eine Überraschung. Abgesehen von seinen Aromanoten in frischem Zustand wie Zitrus und Kampfer sowie seiner besonderen Schärfe, die mit abnehmender Frische nachlässt, ist Ingwer der Popstar unter den heilsamen Lebensmitteln. Er soll schmerzlindernd und antientzündlich wirken, außerdem den Kreislauf anregen und noch dazu Magen-Darm-Probleme erfolgreich bekämpfen können. Der kompottsurfer empfiehlt Ingwer nicht nur als Würzmittel in asiatischen Gerichten oder eingelegt als Beilage sondern auch in dünne Scheiben geschnitten mit kohlensäurehaltigem Mineralwasser und einem Spritzer Limettensaft aufgegossen als anregendes Erfrischungsgetränk.

Kichererbsen
Die Hülsenfrucht ist vor allem in Indien sehr beliebt, wo auch ihre Hauptanbaugebiete liegen. Sie muss unbedingt ausreichend lange gekocht werden, damit der enthaltene Giftstoff Phasin zerfällt. Kichererbsen enthalten reichlich pflanzliches Eiweiß, Kohlenhydrate sowie die essentiellen Aminosäuren Threonin und Lysin. Außerdem eine Reihe Mineral- und Ballaststoffe. Sie eignen sich prima als Suppeneinlage oder Bestandteil von Currys und Eintöpfen. Auch der Brotaufstrich Hummus wird auf der Basis von Kichererbsen hergestellt.

Quinoa
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sieht in der auch als Inkareis bezeichneten, robusten Pflanze eine Chance gegen den Welthunger. Der kompottsurfer macht’s mal eine Nummer kleiner und hebt den außerordentlichen Nährstoffgehalt von Quinoa hervor. Sie liefert viel pflanzliches Eiweiß sowie – neben Kohlenhydraten und Ballaststoffen – reichlich Mineralstoffe. Quinoa lässt sich ähnlich wie ein Risotto zubereiten, wobei das Korn im Biss etwas fester bleibt. Auch als Frühstücksalternative zum Müsli, serviert mit verschiedenen Früchten, ist Quinoa zu empfehlen.

Thymian
Als Gewürz- und Heilpflanze hat Thymian eine große Tradition in der Küche wie in der Heilkunst. Es gibt viele Variationen des Thymian, vom Azorenthymian bis zum Zitronenthymian. Viele Arten haben positive Wirkung auf unsere Atemwege, wenn die Aromen aus den ätherischen Ölen der Blätter gelöst werden. Der kompottsurfer schätzt auch die aromatische Wirkung des Thymian, wenn er während des Bratens von Fleisch zum Olivenöl in die Pfanne gegeben wird.

Tomate

Was die Tomate in dieser Liste zu suchen hat? Ganz einfach, das früher als Liebesapfel (pomodoro) bezeichnete Nachtschattengewächs kann mehr als viele Konsumenten vermuten. Dazu kommt ihre große Sortenvielfalt, die hier und da noch gepflegt wird. Tomaten stärken die Immunabwehr, was dem Inhaltsstoff Lycopin zugeschrieben wird, darüber hinaus enthalten sie diverse Vitamine und einen hohen Anteil Kalium, der u.a. zur Stabilität des Blutdrucks beiträgt und an der bioelektrischen Reizleitung unserer Zellen beteiligt ist. Angeblich soll der Konsum von Tomaten auch den Alterungsprozess der Haut verlangsamen. Verwendung finden Tomaten in Salaten oder als Saucen und Suppen.

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