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Essen und Trinken - Blog

DER KOMPOTTSURFER

Der Journalist und Autor Klaus Dahlbeck durchquert schon seit mehr als zwei Jahrzehnten die genussvollen Gebiete des Lebens. Sein persönliches Tagebuch öffnet den Blick in eine weite und spannende kulinarische Welt zwischen Versuchung und Verunsicherung.

25. November 2014

Coravin: Die magische Art eine geschlossene Flasche Wein abzuzapfen

Kein Geringerer als der einflussreichste Weinexperte der Welt,  Robert M. Parker, sagt über diese Methode, Wein aus einer unentkorkten Flasche abzuzapfen folgendes:  “Coravin ist das aufregendste neue Produkt für Weinliebhaber, das in den letzten mehr als 30 Jahren entwickelt wurde. Es ist ein Killer-Gerät.”

Tatsächlich ist die Apparatur sehr eindrucksvoll. Und vor allem für die Gastronomie interessant, die mit dieser Technik hochwertige Weine glasweise abzapfen kann, ohne kurzfristig einen Qualitätsverlust für den verbliebenen Wein befürchten zu müssen. Aber auch private Weinliebhaber werden dem Coravin etwas abgewinnen können. Billig ist das gute Stück aber nicht, rund 240 Euro muss man dafür anlegen.

Was es mit dem Gerät auf sich hat, ist im folgenden Video gut zu sehen.

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20. November 2014

The Taste Finale: Royal Flash für den besten Aromenspieler, und das ist Jan!

Jan siegte bei The Taste

Was für eine Challenge. Gleich in der ersten Runde erwischt es den Schwiergmutterschwarm Malte, der mit dem von Gastjuror Christian Lohse vorgebenen Estragon leider eine Ebene unter den anderen ablieferte. Aber er nahm’s gelassen, er hatte mehr erreicht als er selbst erwartet hatte. In Runde Zwei machte dann Heiko Antoniewicz (der enorm grau geworden ist – sieht aber cool aus, Heiko ;-) ) den Kandidaten mit vorgegebenen Aromenkombinationen das Kochleben schwer. Darunter Banane mit Petersilie, Blumenkohl mit Kakao, Schwarzer Tee mit Tomate.

Die Coaches sind mindestens so gestresst und mit den Nerven runter wie die Kandidaten, für Sprüche bleibt kaum noch Kraft. Aber dann haut Frank “Rose” Rosin doch noch einen seiner markentypischen Anzüglichkeiten raus: “Das schmeckt so lecker, da werden Frauen von schwanger – ohne Männer.” Trotzdem schaffte es sein Schützling Timo nicht ins finale Duell. Aber die Messlatte lag auch verdammt hoch. Heiko wählt mit Ole und Jan die beiden Finalisten aus, die man erwarten durfte, wenn man die gesamte Challenge betrachtet. Zudem die beiden versiertesten Profis unter den Kandidaten. Sehr eindrucksvoll übrigens, wie sauber und detailliert Heiko die vor ihm zur Entscheidung liegenden Löffel schon allein durch reine Betrachtung entschlüsselt hat. Sozusagen mit Aromaröntgenblick.

Vor dem Start der allerletzten Runde durften die beiden Finalisten je einen Unterstützer aus der Gruppe aller Ausgeschiedenen auswählen, denn ihr Job war alles andere als einfach. Sie durften zwar völlig frei ihren Lieblingslöffel machen, aber davon 44. Für alle Juroren und Gäste. Jan suchte sich Kai, was eine sehr gute Wahl war, weil Kai nicht nur früh und unter Wert aus der Challenge ausgeschieden war, sondern auch Catering drauf hat. Ole wählte sich Malte, der zwar kein Profi und Schnellarbeiter ist, aber sein Aromagefühl, seine unkonventionelle Denke und seine Herzblut würden vielleicht weiterhelfen können. Jedenfalls eine sehr geile Variante der Challenge, die Ausgeschiedenen zum Schluss noch mal einzubinden. Das gibt dem Ganzen noch eine Extraprise Spirit.

Beide Finalisten hatten Tunfisch ins Zentrum ihrer Löffel gestellt, naheliegend, weil ein hervorragendes Produkt, das nicht nur vielseitig sondern auch schnell zu verarbeiten ist. Am Ende machte Jan (Team Alexander Herrmann) das Rennen, da er auch Leas Stimme bekam, die bei der Verkostung noch den Eindruck machte, eher zu Oles Löffel zu tendieren.

Die Coaches wirkten am Ende emotional sehr angefasst, man sah ihnen an, dass sie authentisch mitgefiebert und mitgelitten hatten.

Den kompottsurfer hat diese zweite Staffel von The Taste absolut überzeugt. Da passte vieles, was in der Premierenstaffel noch holprig war.

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16. November 2014

Schade Schokolade: Ritter Sport will kein Fettes Brot von Stiftung Warentest

Ja, geschenkt, die Headline ist sehr kryptisch, aber ich hatte halt gleich diesen Song von Fettes Brot im Ohr als ich heute im Tagesspiegel las, der Schokoladenhersteller Ritter Sport erhebe keine Schadenersatzklage gegen die Stiftung Warentest. Und das, obwohl das Unternehmen zuvor erfolgreich gegen ein negatives Urteil der Warentester prozessiert hatte (der kompottsurfer berichtete).

So ganz nachvollziehbar ist die Großzügigkeit des Unternehmens auf den ersten Blick nicht, zumal es ja auch einen Imageschaden durch das negative Warentesturteil beklagt hatte. Und das zurecht, denn der Vorwurf, Inhaltsstoffe in der Vollmilch-Nuss-Schokolade falsch deklariert zu haben, wog schwer. Wäre es nicht ein Leichtes gewesen, aus der Lage Kapital zu schlagen? Dem kompottsurfer fehlt zwar ein juristischer Hintergrund, aber möglicherweise hätte das Unternehmen zur Bezifferung des Schadens Umsatzzahlen offenbaren müssen, worauf man dann doch lieber verzichtete. Verschwörungstheoretiker denken sogar einen Schritt weiter und halten einen Deal zwischen dem Unternehmen und den Warentestern für möglich. Der kompottsurfer sieht in der Sache aber noch einen ganz anderen Aspekt: Was, wenn Ritter Sport durch das Urteil letzten Endes keinen Imageverlust sondern einen Imagegewinn erzielt hat? Schließlich haben sich die Ritter gegen die mächtige Stiftung Warentest durchgesetzt. Ihr Produkt, höchstrichterlich geprüft, gibt keinerlei Anlass zur Beanstandung. Für den Verbraucher doch eine Nachricht, die Produktvetrauen schafft.

Und während der kompottsurfer seine Gedanken in Text umwandelt, dient ein großes Stück Ritter Sport Edelbitter als Nervennahrung. In der Kategorie niedrigpreisiger Bitterschokoladen ein sehr gelungenes Produkt, wie der kompottsurfer findet. Schade Schokolade – leider schon wieder alle.

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10. November 2014

Gault Millau 2015: Christoph Rüffer ist Deutschlands Koch des Jahres

An diesem Montagabend ist Zeit für die Belobigungen des Gault Millau. Eine Woche nachdem der Guide Michelin seine Sterne verteilt hat, veröffentlicht der für seine bisweilen bissigen Kommentare berüchtigte Gault Millau seine Urteile über die gehobene Gastronomie der Republik. Die Redaktion will eine zunehmende Verkrampftheit bei vielen Spitzenköchen wahrgenommen haben, zugleich aber auch einen Trend zu neuer Lockerheit beim Umgang mit den Gästen. Man lobt das Casual Fine Dining und ermuntert die Spitzengastronomie zu mehr Leichtigkeit, mehr Lockerheit und mehr Beschwingtheit. Im letzten Punkt stimmt der kompottsurfer gerne zu. Wer erlebt, wie unverkrampft es in Restaurants der Avantgarde Spaniens, zum Beispiel im El Cellar Can Roca zugeht, der will so was auch hier haben.

Aber zurück zu den Köchen. Christoph Rütter (Haerlin / Hamburg) greift den Titel Deutschlands Koch des Jahres ab. Man lobt ihn nicht zuletzt für eine Kombination aus Petersfisch, Saubohnen und Pistazien. Rütter ist übrigens ein Kind des Ruhrgebiets. Er stammt aus Essen. Bei den Benotungen stehen vier Köche allen anderen voran. Harald Wohlfarth (Schwarzwaldstube / Baiersbronn), Joachim Wissler (Vendôme / Bergisch-Gladbach), Klaus Erfort (GästeHaus / Saarbrücken) und Helmut Thieltges (Sonnora / Dreis) erhalten von den Testern des Gault Millau 19,5 von 20 möglichen Punkten. Dahinter steht eine Reihe von neun Köchen mit 19 Punkten.

Wie immer gibt es einige, scheinbar unerklärliche Differenzen zum Guide Michelin. So taucht der mit drei Sternen ausgezeichnete Juan Amador nicht unter den dreizehn besten Köchen auf, und auch die Essener Résidence (2 Sterne) muss mit unerklärlichen 16 Punkten Vorlieb nehmen. Eine Benotung, die in Essen weitere dreimal vergeben wird. An Häuser, die der kompottsurfer durchaus schätzt, aber die nicht einmal einen Michelinstern aufzuweisen haben. Das sind nur ein paar Beispiele von vielen, die sich der kompottsurfer nur mit bewertungspolitischen Erwägungen erklären kann, oder kurz gesagt: mit Provokation zu Marketingzwecken.

Den Titel Aufsteiger des Jahres gewann übrigens Anton Schmaus (Storstad / Regensburg) und die Entdeckung des Jahres heißt Cédric Schwitzer ( Schwitzer’s / Waldbronn).

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06. November 2014

Michelin 2015: Kein neues Dreisternehaus. Dafür drei Küchen erstmals mit zwei Sternen und 31 mit einem Stern.

Deutschland etabliert sich, nach Frankreich, weiter als Land der großen kulinarischen Möglichkeiten. Das in den 1970er Jahren begonnene Küchenwunder ist längst kein solches mehr, sondern Ergebnis jahrzehntelangen Strebens hin zu mehr Qualität und Kreativität. Gerade eben hat der Michelin Deutschland seine neuesten Bewertungen mitgeteilt. In der Übersichtsgrafik ist zu sehen, wie stark inzwischen das Fundament an Restaurants mit einem Stern ist, aus dem immer wieder noch strahlendere Häuser hervorgehen. Und so vielen Gastronomen wie selten zuvor gelang in diesem Jahr das Erreichen des ersten Sterns. Darunter in NRW die Westfälische Stube in Hörstel bei Rheine und die Kölner Lokale Himmel un Äd sowie maiBeck. 24 Häuser verlieren ihre Auszeichnung, darunter die meisten entweder wegen Schließung, neuer konzeptioneller Ausrichtung (wie bei Jörg Müller auf Sylt) oder Wechsel auf dem Küchenchefposten.

Einen zweiten Stern gab es für Brenners Park Restaurant in Baden-Baden, das EssZimmer in der BMW Welt München und das ammolite – The Lighthouse im Europa-Park Rust. Im Ruhrgebiet konnten alle Sterne gehalten werden. Der kompottsurfer gratuliert.

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06. November 2014

The Taste: Teamwork und Fairplay. Der kompottsurfer ist gerührt.

Keine Ironie, der kompottsurfer ist tatsächlich gerührt, wie fair die Kandidaten in den gestrigen Runden miteinander umgegangen sind, ja, wie sie sogar Konkurrenten aus anderen Teams unterstützten. Auch wenn die Sendung letzten Endes als Wettkampf zwischen Einzelkämpfern inszeniert ist, so wurde gestern klar, dass Kochen auf höherem Niveau Mannschaftsport bleibt. Und wenn dann auch noch die Trainer ein bisschen Zurückhaltung üben, entsteht tatsächlich der Eindruck, dass es bei The Taste nicht nur um den Geschmack geht, wie immer wieder betont wird, sondern auch um den Spaß am Kochen, um Experimentierfreude und um ein Gemeinschaftserlebnis.

Klar, man mag bedauern, dass die Coaches Frank Rosin und Tim Mälzer ihre Wortgefechte nahezu auf Waffenstillstandsniveau heruntergefahren haben, aber das hat auch sein Gutes, denn was zu Beginn der Staffel noch unterhaltsam sein kann, nutzt sich schnell ab. Bedauerlich ist, dass Kai aus Lea Linsters Team hinausflog, obwohl nicht er seinen Einstiegslöffel beim Kochen nach Kontrasten vergurkt hatte, sondern Carine. Ende vom Lied: Weil Coach Lea Linster zu entscheiden hatte, wer aus ihrem Team gehen muss, entschied sie sich – nach eigenem Bekunden – für Harmonie mit Carine statt für mögliche Reibung mit Kai. Mit fatalen Folgen. Carine flog im Entscheidungskochen raus, und Lea hat nun keinen Kandidaten mehr im kommenden Halbfinale. Frank Rosin ist noch mit Tattoo Timo im Rennen, Tim Mälzer hat noch Ole und Malte dabei, und Alexander Doktor Herrmann kann sogar noch mit drei seiner ursprünglich vier Kandidaten um den Sieg kochen.

Auf Facebook wird das Geschehen, wie immer, heiß diskutiert. Und Lea bekommt reichlich auf die Kochmütze. “Selbst Schuld Frau Lea Linster!” heißt es da, und “Leas Entscheidung absolut kirre, hat mit Kai einen der stärksten Teilnehmer rausgeworfen”, oder auch “Lea hat ihr Team selber ruiniert, von Anfang an”. Es gibt längst Forderungen, Lea Linster durch Steffen Henssler ersetzen zu lassen. Aber nein, drei Kerls reichen. Ein noch höherer Testosteronspiegel der Sendung würde zudem die zulässigen Grenzwerte der kompottsurfer-Kontrollbehörde bei weitem überschreiten. Sollte der Sender eine Umbesetzung der Coaches erwägen, dann vielleicht mit einem Austausch von Lea Linster durch Cornelia Poletto oder Sarah Wiener. Sie kochen vielleicht nicht so gut wie Lea, aber möglicherweise haben sie mehr zu sagen und ein besseres Händchen im Umgang mit ihren Schützlingen.

Was bleibt? Klar, die Frage nach dem Favoriten. Sechs Kandidaten sind noch dabei, nur einer ist echter Hobbykoch, alle anderen sind mehr oder weniger Profis. Der kompottsurfer setzt auf Ole aus Hamburg. Erstmal. Dann wird es darum gehen, dass Thema Liebe zu interpretieren. Dreisternekoch Thomas Bühner aus dem Osnabrücker La Vie wird dabei als Special Guest die erste Runde beurteilen und bei der zweiten Runde den Sieger aus der ersten Runde unterstützen. Der kompottsurfer traf Thomas Bühner erst vor wenigenTagen bei der Busche Gala im Breidenbacher Hof. Über die Sendung hat er natürlich noch nichts verraten.

Beim Finale wird dann Heiko Antoniewicz als einer von zwei Gastjuroren am Start sein und zum Thema Aromenharmonie urteilen. Unter anderem am konkreten Beispiel Banane und Petersilie, einer Kreation, die der kompottsurfer 2007 im Rahmen von Martin Lerschs Flavour Pairing Experimente schon mal zum Thema hatte und die später auch in unserem Buch Verwegen Kochen Eingang fand.

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05. November 2014

Michelin am Tag vor der großen Verkündigung: Bekommt Tim Raue erstmals den dritten Stern? Oder holt Nils Henkel den dritten zurück?

Laut Berliner Morgenpost wiegelt der Sternekoch, in dessen Berliner Zweitrestaurant La Soupe Populaire die Verkündung der Sterne stattfindet, ab. Raue wird mit den Worten zitiert: “Die Michelin-Verantwortlichen brauchten einfach einen Ort, der ihnen gefällt – und sie wollen diesmal den Fokus auf Bib-Gourmand-Bewertungen legen.” La Soupe Populaire ist ein gastronomisches Konzept, das Kunst und Kulinarik vereint, wobei die Kunst ausgestellt wird und die Kulinarik keinen künstlerischen Anspruch erhebt, sondern gut und preislich moderat sein soll. Ein typisches BIB-Gourmand-Lokal eben. Zwar könnte man dem Umstand, dass Tim Raue dieses Lokal betreibt, Bedeutung hinsichtlich der Sternevergabe beimessen, aber der kompottsurfer hält das für nicht sehr wahrscheinlich. Ehrengäste des Verleihungsabends sind übrigens Harald Wohlfahrt und sein Patron in der Traube Tonbach (Baiersbronn) Heiner Finkbeiner. Wie es aussieht, erfahren die beiden noch eine besondere Ehrung für ihr Lebenswerk.

Nachdem Christian Jürgens aus Rottach-Egern im vergangenen Jahr erstmals die Höchstbewertung von drei Sternen zugesprochen bekam, drängt sich in diesem Jahr nicht unbedingt ein ganz neuer Kandidat auf. Denkbar wäre allerdings, dass Nils Henkel (Schloss Lerbach) seinen dritten Stern wieder zurückholt, den er vor drei Jahren verloren hat. Davon abgesehen würde es der Balance des Michelin Guide Deutschland gut tun, wenn es im Segment der Zweisternerestaurant ein paar mehr Aufwertungen gäbe. Durch die vielen neuen Dreisternehäuser der letzten Jahre ist ein Verhältnis von 11 Dreisternelokalen zu 37 mit zwei Sternen und 226 mit einem Stern entstanden, das der kompottsurfer aktuell für ein bisschen verrutscht hält. Kandidaten für zwei Sterne sind unter den einfach besternten Häusern durchaus zu finden.

Demnächst mehr dazu auf diesem Kanal.

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03. November 2014

12. rewirpower-Weintest: Selbst trinken ist Trumpf! Deshalb limitierte Probierpakete sichern.

Seit 2003 können Weinfreunde die besten drei Rot- und Weißweine aus dem rewirpower-Weintest als Probierpaket bestellen. Eine Idee, die sich nicht nur durchgesetzt, sondern die über die Jahre auch viele Nachahmer gefunden hat. Da unserer Jury nur Fachhändlerweine zur Auswahl stehen, die aus unterschiedlichen Ruhrgebietsstädten zur Probe eingereicht werden, machte es Sinn, für neugierige Weininteressierte eine Gelegenheit zu schaffen, die besten Tropfen zu einem Paket zu schnüren. So braucht man keine Verkostungsreise quer durchs Revier zu veranstalten, um sich eigene Eindrücke von den besten Weinen verschaffen zu können.

Und hier geht’s zur Bestellmöglichkeit.

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30. Oktober 2014

12. rewirpower-Weintest, die besten Weine unter 6 Euro: Da sind sie, die Sieger!

Zum Video auf das Bild klicken

Das Dutzend ist voll, die Juroren waren es natürlich nicht, nach dem 12. rewirpower-Weintest, denn das Probieren der Verkoster geht bei uns nicht einher mit Trinken sondern mit Schlürfen und Spucken. Und das ist in diesem Fall auch gut so. Ganz nüchtern wird auch bewertet. Zum Verkostungsteam der als Blindprobe organisierten Veranstaltung im Velberter Haus Stemberg zählten Christine Dördelmann (Sommeliere), Stefanie Mensing (Sommeliere Hohoffs 800° Dortmund), Walter Stemberg (Patron des Velberter Haus Stemberg und Weinliebhaber), Markus Del Monego (Master of Wine / Geschäftsführer caveCo), Oliver Speh (Gastronomiefachmann und Weinliebhaber / Konen & Lorenzen) und meine Weinigkeit.

Die Weißweine mussten buchstäblich blanc ziehen, wir gestatteten ihnen kein Verstecken hinter kühlen 7-9° Celsius, Temperaturen mit denen man sie gerne in diesem Preissegment serviert, sondern sie mussten bei 11-12° Celsius alles zeigen was sie haben. Da wurde es wirklich ernst für die Kandidaten. Ein Riesling und zwei Grauburgunder machten hier das Rennen, zweimal sind Winzergenossenschaften die Produzenten.

Bei den Rotweinen überzeugten, wie schon im vergangenen Jahr, zwei Spätburgunder. Warum Spätburgunder? Weil sich diese Weine einfach richtig gut präsentierten und authentisch gemacht sind. Die wollen nicht mehr sehr sein als sie sind. Es fällt in der unteren Preiskategorie bis 6 Euro auf, dass einige Weine etwas aufgemotzt wirken, was die Tester eben nicht überzeugen konnte.

Ansonsten war es eine kurzweilige Veranstaltung, auch weil uns die Gastgeber im Haus Stemberg beste Bedingungen schufen und mit Herz und Professionalität dabei waren. Die Löffeldegustationen von Sternekoch Sascha Stemberg am Ende der Probe waren köstlich, und für diese großartige Erbsensuppe mit Mettwurst würde ich auch zu Fuß von Bochum nach Velbert pilgern. Blöd nur, dass erst im Januar wieder ein Tisch frei ist.

Und dann dieses Brot. Was für eine Entdeckung! Die Stembergs beziehen es von den Windrather Höfen. Enrique Rosales backt dort in seiner Backstube Brote von beeindruckender Aromatik und Textur.

Die besten drei Weißen und Roten gibt es wie immer im Probierpaket. Und zwar hier.

WEIßWEINE

1. 2012er Riesling
Produzent: Winzerverein Deidesheim
Erhältlich bei: Der Weinhof, Herne

2. 2013er Grauburgunder
Produzent:Franzmann
Erhältlich bei: Est Est Est, Wuppertal

3. 2013er Grauer Burgunder
Produzent: WG Bischoffingen
Erhältlich bei: Udos Weine, Bochum

4. 2014er Sauvignon blanc
Produzent:Du Toitskloof
Erhältlich bei: Weinwelt Scholz, Schwerte

5. 2013er Grüner Silvaner
Produzent: Vier Jahreszeiten Winzer
Erhältlich bei: Meyerhof GmbH, Bochum

6. 2013er La Salette
Produzent: SARL Nicolas Duffour
Erhältlich bei: Weinzeche GmbH, Essen

7. 2013er Silvaner
Produzent: Weingut Sander
Erhältlich bei:Sonnenschein GmbH, Witten

8. 2013er Riesling trocken
Produzent: Conde Pinel
Erhältlich bei: Casa del Vino, Essen

9. 2014er Chenin blanc
Produzent:Delheim
Erhältlich bei:Stendel Handels GmbH, Dortmund

10. 2013er Sauvignon blanc
Produzent: Dehesa de Luna
Erhältlich bei: Weine und Feinkost Christian Fenkse, Wuppertal

ROTWEINE

1. 2012er Oberrotweil Spätburgunder
Produzent: Weingut Landerer
Erhältlich bei: Feinkost Hedtstück, Gevelsberg

2. 2013er Spätburgunder Rotwein trocken
Produzent: Weingust Köster-Wolf
Erhältlich bei: Wein Grandinger, Bochum

3. 2013er Doppio Passo Salento
Produzent: Vecchia Torre
Erhältlich bei: Stendel Handels GmbH, Dortmund

4. 2013er Revelation
Produzent: Badet Clement + Cie
Erhältlich bei: Weinwelt Scholz, Schwerte

5. 2007er Campo Lindo Gran Seleccion
Produzent: Bodegas Roqueta
Erhältlich bei: Vinaglobo Weine von Welt, Bochum

6. 2012er Luccarelli Rosso
Produzent: Farnese Vini
Erhältlich bei: Sonnenschein GmbH

7. 2013er Rocca Antica Primitivo
Produzent: Di Camillo Vini
Erhältlich bei: Der Weinhof, Herne

8. 2011er Mas les Arts La Gourmette
Produzent: Domaine Lauriga
Erhältlich bei: Vinorium Weinhandel, Witten

9. 2013er Monastier Reserve
Produzent: : Winzergenossenschaft Cruzy
Erhältlich bei: Weinhof Rüttenscheid, Essen

10. 2011er Azabache Garnacha Rioja Tinto
Produzent: Vinedos de Aldeanueva
Erhältlich bei:Die Bodega, Castrop-Rauxel

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28. Oktober 2014

17. Busche Gala: Ex-Page Udo Lindenberg feiert Triumph im Breidenbacher Hof

Ein Raunen ging durchs Publikum als während der 17. Busche Gala im Düsseldorfer Ständehaus ein Typ an den vorderen Sitzreihen vorbeiging, der verdammt nach Udo Lindenberg aussah. Was soll denn das Udo Double hier, fragten sich viele. Eine Laudatio auf den Genießer des Jahres, Jan Josef Liefers halten? Spätestens als der Typ den Mund aufmachte und die ersten Nuschler herauspurzelten, war klar, das war kein Double, das war der echte Udo. Der Grund seiner Anwesenheit war von ihm selbst schnell erzählt, denn der Barde war vor seiner Musikerlaufbahn fest entschlossen Kellner zu werden und hatte bereits eine Ausbildung im Breidenbacher Hof begonnen, dem Vorzeigehotel der Landeshauptstadt. In Düsseldorf begann wenig später auch Lindenbergs Karriere als Schlagzeuger. Noch heute hängt seine Pagenjacke im Hotel, und sie passt ihm immer noch. Der Breidenbacher Hof erhielt im Rahmen der Gala die Auszeichnung Hotel des Jahres 2015, und so fand auch die Party am späteren Abend dort statt. Lindenberg, der bereits seit einem Vierteljahrhundert im Hamburger Atlantic Hotel Kempinski wohnt (mit einer kurzen Auszeit von einigen Wochen, weil dort umgebaut wurde), verbindet eine Freundschaft mit dem Breidenbacher Hoteldirektor Cyrus Heydarian, der zum Hotelmanager des Jahres gekürt wurde, zurecht, wie Udo findet. Wenn einer wissen muss, was ein gutes Hotel ausmacht, dann Udo Lindenberg.

In der atmosphärischen Capella Bar des Breidenbacher Hofs lässt es sich übrigens besonders gut aushalten, vor allem, weil nicht nur Ambiente und die erlesene Auswahl an Getränken stimmen, sondern auch das Personal beeindruckend feinsinnig und zugewandt agiert. Der kompottsurfer konnte sich gestern mal wieder ein Bild davon machen. Und der Wanderpokal für das beste Hotel hat auch schon seinen Platz dort gefunden.

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