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Essen und Trinken - Blog

DER KOMPOTTSURFER

Der Journalist und Autor Klaus Dahlbeck durchquert schon seit mehr als zwei Jahrzehnten die genussvollen Gebiete des Lebens. Sein persönliches Tagebuch öffnet den Blick in eine weite und spannende kulinarische Welt zwischen Versuchung und Verunsicherung.

16. Juli 2018

Frankreich auch Weltmeister der Herzen – beim Essen.

Gestern gewann die Equipe Tricolore einigermaßen abgeklärt den Weltmeistertitel im Herrenfußball. Begeisterung konnte das Spiel bei mir keine entfachen – sechs Tore hin oder her. Ganz anders ein Gesetzesentwurf der französischen Regierung, mit dem unsere Nachbarn vor drei Jahren die Eindämmung der Lebensmittelvernichtung ins Visier nahmen. Besonders betroffen: der Groß- und Einzelhandel. Dem es untersagt werden sollte, Nahrungsmittel wegzuschmeißen, denen im Regal der Verfall droht. Natürlich war das ein großes Politikum. Und es gab damals tatsächlich einige irrlichternde Gestalten aus Handel und Wirtschaft, die das für einen unzulässigen Eingriff in ihre unternehmerische Freiheit hielten.

Nun ist Frankreich keinesfalls das Land mit der höchsten Wegwerfquote in Europa. Auch wenn die (etwas älteren) Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind – wir Deutschen vernichten angeblich pro Kopf mehr als die vierfache Menge dessen, was die Franzosen an Essbarem entsorgen. 20 Kilogramm stehen da 81 Kilogramm gegenüber. So bezeichnend wie beschämend für eine Republik mit dem umkämpftesten Lebensmittelmarkt der Welt, wie namhafte Agrarökonomen Deutschlands Ernährungswirtschaft beschreiben. Möglichst wenig Geld für Nahrungsmittel bezahlen wollen und gleichzeitig viel wegschmeißen – mir hat diese Haltung noch nie geschmeckt, und vielleicht ist auch das ein Grund für meine frankophile Gesinnung: Wenn es um Genuss und Essen geht, sind uns die Franzosen um Längen voraus. Im Fußball nur manchmal.

Trotz großer Widerstände haben die Franzosen ihr Ding durchgezogen. Und entgegen den obligatorischen Skeptikern, die es in jedem Land gibt, und die guten Ansätzen gerne und vorschnell Wirkungslosigkeit unterstellen (weil sie die Vorhaben aus ganz anderen Gründen ablehnen) ist nach drei Jahren Anwendung ein Erfolg zu bilanzieren. Das übrig gebliebene Essen, verteilt an Bedürftigte, kommt da an, wo es benötigt wird. Die Wegwerfmenge sinkt, und kein Handelsbetrieb, egal ob klein oder groß, hat wegen dieser Maßnahme dichtmachen müssen.

Höchste Zeit, die Sache auch hierzulande konsequent anzugehen, statt nur mit Selbstverpflichtung. Ja, es gibt Initiativen, aber richtig Schwung hat das Ganze noch nicht. Aus meiner Sicht wird der Stellenwert von Essen und Ernährung in einer Gesellschaft besonders dadurch sichtbar, wie überschüssig Nahrung produziert, konsumiert und entsorgt wird. Wenn nicht nur Kinder, sondern auch erwachsene Menschen dazu erzogen werden müssen, Lebensmittel wertzuschätzen, dann läuft was schief. Es sollte nicht sein, dass der vollgepubteste, ausrangierte Autositz bei eBay einen neuen Besitzer fndet, aber Essen schneller auf dem Müll landet als man Stop! rufen kann.

Vor fünf Jahren berichtete der kompottsurfer über Mülltaucher, die in Aachen vor Gericht standen, weil sie den Abfallcontainer eines Supermarktes nach Essbarem durchsucht hatten. Eine geradezu bizarre Angelegenheit. Gäbe es ein gesetzlich unterlegtes Gebot, verantwortungsvoll mit Nahrungsmitteln umzugehen und sie Bedürftigen zugute kommen zu lassen, müsste auch in Deutschland niemand mehr im Müll nach Essbarem suchen. Bevor man also Brot, Obst, Gemüse und Milch nutzlos verklappt, sollte es kostenlos verteilt werden. Meine Meinung. Aber bevor wir uns nur auf den Handel einschießen: Der Endverbraucher hat keinen Grund mit dem Finger auf den Handel zu zeigen. Er selbst geht viel zu oft mit schlechtem Beispiel voran.

Vielleicht wird Deutschland in vier Jahren Weltmeister. Wenn nicht im Fußball, dann bei der Lebensmittelrettung. Illusorisch? Ach was, man wird ja wohl noch wünschen dürfen.
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09. Juli 2018

Die Schlacht am Buffet

Gemurmel dröhnt drohend wie Trommelklang, gleich stürzt eine ganze Armee, die Treppe herauf, und die Flure entlang, dort steht das kalte Buffet. So beginnt ein Songtext des Liedermachers Reinhard Mey aus dem Jahre 1972. Und was soll ich sagen, mir scheint, als habe sich seither nicht viel geändert. Sobald bei einer Veranstaltung ein Buffet bereitsteht, kann auch der netteste Kollege zum Biest mutieren. Da wird aus einem Andrés Iniesta ein Luis Suarez, der seine Gegner gnadenlos wegbeißt.

Wie ich gerade jetzt auf das Thema komme? Weil aktuell landauf, landab Abiturfeiern abgehalten werden. Wobei abgehalten reichlich euphemistisch formuliert ist, angesichts luxuriöser Veranstaltungsorte, wo Abiturienta ihre Schulabschlüsse feiern wie Hochzeiten. Zelebrieren trifft es besser. Wäre da nicht die brutale Schlacht am Buffet. Nochmal Mey: Zunächt regiert noch die Hinterlist, doch bald schon brutale Gewalt, da spießt man, was aufzuspießen ist, die Faust um die Gabel geballt.

Vorgestern konnte ich mal wieder Zeuge eines solchen Spektakels werden, wobei ich die Abiturientinnen und Abiturienten ausdrücklich ausnehmen möchte vom Vorwurf fieser Vordrängelei und hinterlistiger Messerattacken. Mich natürlich auch, versteht sich. Es sind die Älteren, die mit dreisten Überholmanövern und gefährlichen Eingriffen in den Verpflegungsverkehr Unruhe stiften. Da, das letzte Stück Lachsfilet! Ellbogen raus – und meins! Yeah! Und bevor die Rinderrouladen gleich weg sind – her damit! Wer weiß, ob die verfressenen anderen Gestalten hier nicht gleich alles ratzeputz vertilgt haben. Mousse au Chocolat? Ist auch immer schnell vergriffen. Auf den Teller, fertig los. Salat? Überbewertet. Den kann man notfalls noch getrost zum Nachtisch nehmen. Erfahrungsgemäß bleibt immer reichlich Grünzeug übrig.

Und wer ist Schuld an derartigem Kampfgetümmel? Ist da in der Erziehung was schief gelaufen? Müssten die Alten nicht mal von den Jungen zur Ordnung gerufen werden? Oder an gute Manieren erinnert? Könnte helfen. Aber das Hauptproblem liegt meist in einer gefährlichen Gemengelage aus langatmigem Vorprogramm und leeren Mägen. An dieser Stelle ein paar Tipps, wie man am Buffet nicht zum Tier mutiert oder anderweitig durch Fehlverhalten auffällt.

1. Niemals ausgehungert zu einer Veranstaltung mit Buffet gehen. Immer eine kleine Stulle oder einen Energieriegel als Notration in der Tasche haben.
2. Alkoholkonsum vorab auf ein Minimum beschränken, erst recht, wenn der Magen leer ist. Wankende Gäste sind zankende Gäste, und tickende Zeitbomben.
2. Vor dem Gang zum Essen einen Blick auf die Karte werfen, soweit vorhanden. Es nervt, wenn Gaffer sich durch die Reihen der Anstehenden zwängen um zu erspähen, womit die Rechauds befüllt sind.
3. Überprüfen, ob Besteck am Platz liegt, oder es aus dem Buffettsaal mitgenommen werden muss. So vermeidet man halsbrecherisches Herumgerenne mit vollen Tellern.
4. Nicht sofort nach der Buffeteröffnung aufspringen und lossprinten. Das wirkt gierig.
5. Überfüllte Teller, im schlimmsten Fall mit einem Mix aus Vor- und Hauptspeisen, sind ein No-Go. Es sei denn, man möchte sich den Ruf als verfressener Zeitgenosse verdienen, der von Genuss und Essen keine Ahnung hat.
6. Mehrmals gehen und dabei die übliche Speisenfolge aus Vorspeisen, Haupt- und Zwischengängen sowie Desserts beachten.
7. Teller nicht mehrmals benutzen sondern vom Servicepersonal wegräumen bzw. ausheben lassen, wie es in der Gatronomiesprache heißt.
8. Aufmerksam und hilfsbereit sein, wenn man merkt, dass unroutinierte oder gehandicapte Gäste am Buffet Schwierigkeiten haben.

So, und nun viel Vergnügen beim nächsten Gang zum Buffet.

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01. Juli 2018

Kochen mit Schnittmenge (1): Paste und Pasta

Maccheroni mit Tomatenpüree, Kichererbsen und Rucola

Mit frischen Zutaten gesund und lecker kochen kostet Zeit. Es ist nicht allein die Zubereitung, die aufhält, sondern auch das Drumherum wie Spülen und Aufräumen. Und an heißen Sommertagen wie diesen liegt meine Lust, lange am Herd zu stehen ohnehin nahe Null. Als ich darüber nachdachte, wie ich Zeit sparen könnte ohne meinen Anspruch aufzugeben, mein Essen selbst zuzubereiten, kam mir der Gedanke nach Schnittmengen zu kochen.

Anders als unsere Eltern- und Großelterngenerationen, die einfach größere Portionen kochten und davon am nächsten Tag auch noch was auftischten oder einfroren, ging es mir darum, an einem Tag zwei unterschiedliche Gerichte mit einer Grundzutat zu fabrizieren. Einmal in der Küche am Herd stehen und für zwei Tage Essen am Start haben. Mit meinem ersten Versuch landete ich bei der Kombination von Pasta und Paste, genauer Hummus. Woraus blitzsauber zu schließen ist, dass es sich bei der Schnittmengenzutat um Kichererbsen handeln muss.

Ich nehme also 200 Gramm Kichererbsen, verfahre dann im ersten Schritt wie bei der Zubereitung von Hummus (s. kompottsurfers Rezept hier). Bevor wir uns der weiteren Zubereitung des Hummus widmen, legen wir ein Viertel der Menge gekochter Kichererbsen für die Pasta zur Seite. Und die mache ich so (Zutaten für 4 Personen):

500 g Maccheroni oder Fusilli (z.b. von Gustoni, aus der Bronzeform) // 500 g reife Tomaten // 50 g gekochte Kichererbsen (s.o) // 50 g junger Rucola // 100 g Parmesan // 2 Zehen junger Knoblauch // Olivenöl // Salz // Pfeffer

Strunk der Tomaten kegelförmig ausstechen und in einen kleinen Topf geben, dessen Boden mit ca. 2 cm Wasser bedeckt ist. Tomaten bei kleinstmöglicher Hitze zugedeckt erwärmen bis deren Haut Falten wirft. Vom Feuer nehmen und Haut abziehen. Tomaten mit einem Stabmixer pürieren.

Großen Topf dreiviertel voll mit Wasser füllen, zwei TL Salz zugeben und aufkochen. Nudeln zugeben und so lange kochen bis sie kurz vor bissgar sind. In der Zwischenzeit zwei EL Olivenöl in eine große, tiefe Pfanne geben und bei niedriger Flamme erwärmen. In hauchdünne Scheiben geschnittenen Knoblauch in die Pfanne geben und kurz glasig werden lassen. Tomatenpüree und Kichererbsen zugeben. Nudeln abgießen, dabei aber ca. 100 ml Kochwasser aufheben und alles zusammen ebenfalls in die Pfanne füllen. Schließlich gewaschenen und grob gehackten Rucola zugeben und die ganze Chose zwei, drei Minuten zeihen lassen, bis die Nudeln wunschgemäß bissfest gegart sind. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken, auf Teller füllen und Parmesan drüberstreuen. Fertig. Dazu passt zum Beispiel ein Chianti Colli Senesi von Salcheto aus der Toskana, der unsere Jury im vorletzten rewirpower-Weintest überzeugen konnte.

Den Hummus am Tag danach mit etwas Salat und Ciabatta vertilgen. Nach einem üppigen Essen, darf es auch durchaus mal leichter sein.

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24. Juni 2018

Umgekehrte Nahrungskette: Essen in Plastik und Plastik im Essen.

Ich weiß nicht, wann es anfing. Wann wir in Deutschland beim Lebensmittelkonsum falsch abgebogen sind und nicht mehr allein Industrieprodukte wie Joghurt, Kaffee, Chips und Weingummi plastikverpackt einkauften, sondern auch Mineralwasser. Obst und Gemüse. Erbeeren, Himbeeren, Pfirsiche, Pflaumen. Möhren, Champignons, Tomaten, Suppengrün. Nur, wenn wir das Zeug lose an Land ziehen, kommt es nicht in eine Plastikschale. Da bevorzugen wir Konsumenten, genau: Plastiktüten.

Seit Monaten versuche ich dem Irrsinn überlegtes Einkaufen entgegenzusetzen. Aber der Job erscheint mir wie Don Quijotes Kampf gegen die Windmühlen: nicht zu gewinnen. Auch weil wir, weil ich verlernt habe, mit ausreichend Stauraum meine Besorgungen zu machen. Gibt ja Tüten an der Kasse. Kosten 15 Cent, aber was soll’s. Die dünnen gibt’s sogar umsonst beim türkischen Lebensmittelhändler meines Vertrauens. Wir sind längst Opfer unserer Bequemlichkeit geworden, und deshalb kaufen wir jetzt auch Champignons in Plastik verpackt, und Tomaten und Pfirsiche. Jute statt Plastik! hieß es mal in den 80ern. Alles vergessen?

Wären da nicht besorgniserregende Meldungen über 13 Millionen Tonnen neuen Plastikmülls in den Weltmeeren pro Jahr, über mikroskopisch kleine Kunststoffteilchen, die an Orten in der Antarktis gefunden werden, die vorher nie ein Mensch betreten hat und über ähnliche Teilchen, die in unsere Nahrungskette  gelangen, entweder direkt über die Verpackung oder indirekt, weil sie von Fischen verspeist werden – ich würde jetzt vermutlich darüber schreiben, wie sehr sich der Verderbnis-Fallout bei Tomaten verstärkt hat, seit ich sie in der Plastikschale kaufe. Aber so klein ist das Problem eben nicht.  Soll mir also keiner mit dem Argument kommen, ist nicht mein Problem, ich esse keinen Fisch. Und Gemüse und Obst sowieso nicht. Denn die Sache geht jeden an. Weil es kaum noch etwas gibt in unserer durchindustrialisierten Ernährungswelt, was nicht in Kontakt mit Mikroplastik gekommen ist.

Ja, da redet er wieder schlau daher, der kompottsurfer. Aber was soll man denn tun, wenn es tatsächlich wie ein Kampf gegen Windmühlen ist, dem Plastikproblem Paroli zu bieten? Genau, man muss ihn kämpfen. Wo ist das Problem, eine dünne Baumwolltasche in den Rucksack zu packen, die einem beim Einkauf nach der Arbeit die Plastik- oder Papptüte vom Leib hält? Ist es so schwer, eine Tupperdose mitzunehmen (okay, auch Plastik, aber tausendfach besutzbar), um darin Gemüse oder Obst zu transportieren? Ja, es ist schwer, leider. Aber welche Welt wollen wir unseren Kindern hinterlassen? Eine Müllhaldenwelt?

Es gibt einen interessanten Kurzfilm von Terra X zum Thema, den ich unbedingt empfehlenswert finde. Schaut einfach mal rein.

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17. Juni 2018

Chimichanga: Deadpools Leibgericht zum WM-Auftakt gegen Mexiko

Kochen, passend zu aktuellen Ereignissen – wenn mir die Ideen ausgehen, was ich am Abend auf den Tisch bringen soll, schau’ ich ins Kinoprogramm. Oder auf den Spielplan einer Fußball-WM. Und da lag an diesem Wochenende ein Gericht auf der Hand, aus der man es auch isst: Chimichanga. Im Kino ist kürzlich Deadpool 2 angelaufen, und hatte sich zwischenzeitlich sogar auf Platz 1 der Zuschauerliste katapultiert (Trailer). Der Comic-Held aus dem Marvel-Universum (“Entschuldige die Verspätung Schatz, ich hab’ noch das ganze Gluten auf der Welt eingesammelt und es ins All geschossen, damit es uns nie wieder schaden kann”) hat ausgerechnet eine Vorliebe für diese gefüllten Weizentortillas, die eine Art Burrito aus der Tex-Mex-Küche sind. Und da am Sonntag bei der WM Deutschland gegen Mexiko spielt, gab es kein Entrinnen vor dem Versuch die Teile zuzubereiten. Versuch deshalb, weil ich mich fürchte. Nicht vor Deadpools Rache, falls es nix wird, sondern vor dem Teig. Ich fürchte mich vor Teig, zumindest dann, wenn ich ihn irgendwann zu dünnen Fladen ausrollen muss, die meist heillos zerfleddern.

Deadpool mag das: Chimichangas

Wie sich herausstellte, war meine Furcht berechtigt, aber am Ende wurden die Teile erstaunlicher Weise doch noch was. Okay, zugegeben, ab dem dritten Fladen hab’ ich fürs Ausrollen Support gehabt. Und so geht’s (Zutaten für 6 Chimichangas):

Tortillas // Zutaten: 250 g Dinkelmehl (Typ 1050), 75 ml Olivenöl, 100 ml lauwarmes Wasser, 1/2 TL Salz
Tortillas // Zubereitung: Alles in einem großen Topf vermengen, etwas Mhl auf der Arbeitsplatte ausstreuen, den Teig lange und kräftig kneten, anschließend 1 Stunde ruhen lassen. Danach den Teig sechsteln und zu dünnen runden Fladen ausrollen. Bei miilder Hitze in etwas Olivenöl in der Pfanne backen, anschließen im Backofen warm halten.

Füllung // Zutaten: 500 g Rindfleisch (Gulasch tauglich), 3 kleine Schalotten, 250 g hochreife Tomaten, 2 Zehen junger Knoblauch, 0,1 l trockener Rotwein, 1 EL Sojasauce (Ketjap Manis), 1/2 frische Chilischote (milde Jalapeno), Salz, Pfeffer.
Füllung // Zubereitung: Strunk der Tomaten kegelförmig ausstechen und in einen kleinen Topf geben, dess Boden mit ca. 2 cm Wasser bedeckt ist. Tomaten bei kleinstmöglicher Hitze im geschlossenen Topf erwärmen bis die Haut sich zu lösen beginnt. Vom Feuer nehmen und Haut abziehen. Tomaten mit einem Stabmixer pürieren. Rindfleisch in etwa 4×2 cm große Stücke schneiden und in einfachem Olivenöl bei mittlerer Hitze auf beiden Seiten kurz anbraten (No Smoking!– Öl darf im Topf nicht rauchen). Fleisch aus dem Topf nehmen und die fein gewürfelten Schalotten und den in hauchdünne Scheiben geschnittenen Knoblauch zugeben. Kurz glasig werden lassen, Fleisch wieder zugeben und mit dem Rotwein ablöschen. Einkochen lassen bis nur noch ca. 1-2 EL Füssigkeit übrig sind. Tomatenpüree zugeben, kurz aufkochen und bei niedriger Hitze im offenen Topf gut zwei Stunden blubbern lassen, bis eine dickliche Masse entstanden ist. Fein gehackte Chili (ohne Samenkerne) und Sojasauce zugeben und weitere 5 Minuten ziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzig abschmecken.

Guacamole // Zutaten: 2 reife Avocados (Sorte: Hass), 1/2 Chilischote (milde Jalapeno), 1 TL Saft von frischer Limette, 1 Zehe junger Knoblauch, Salz, Pfeffer, Olivenöl
Guacamole // Zubereitung: Knoblauch pellen und in dünne Scheiben schneiden. In einem kleinen Topf den Knoblauch bei niedrigster Hitze erwärmen und glasig werden lassen. Avocados der Länge nach halbieren. Mit einem Löffel den Stein entfernen, und das Fruchtfleisch mit dem Löffel aus der Schale nehmen. Eventuell vorhandene braune Stellen wegschneiden. Aus der Chili die Samenkörner entfernen, das Fruchtfleisch fein hacken. Alle Zutaten in eine schmale Rührschüssel geben (inkl. Limettensaft), dann mit dem Zauberstab pürieren und schließlich mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tortillas aus dem Ofen nehmen, Füllung mittig und gleichmäßig auf alle Fladen verteilen und das ganze zu Burritos zusammenrollen. Auf einem Teler mit einem großen Klecks Guacamole anrichten und zubeißen.

Jetzt muss nur noch die Mannschaft gewinnen. So wie Deadpool am Ende immer gewinnt. Wobei der das eine oder andere andere Rot würdige Foulspiel im Programm hat. Unsere Fußballer sollten es also besser ruhiger angehen als Deadpool. Oder als Sergio Ramos.

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09. Juni 2018

Keramischer Grill: Klingt kurios, kann aber cool kokeln.

Wer kennt noch Tupperpartys? Also die Tupperpartys unserer Mütter und unserer Mütter Mütter? Ich erinnere mich jedenfalls noch genau, wie das war, wenn die Tupperqueen bei uns zu Hause aufkreuzte und die anwesenden Damen in einen Kaufrausch quatschte. Herren, explizit die Ehemänner, waren nie anwesend, aber Mann fürchtete sich vor diesen Tagen, insbesondere vor den drohenden Kosten für Zukäufe.

Wie ich auf Tupper komme? Nun ja, obwohl die Plastikpartys der 1970er Jahre aus der Mode gekommen sind, haben sie doch nachhaltige Wirkung auf Verkaufsstrategien gehabt. Heute kommen – zum Beispiel – die Verkaufsexperten von Thermomix ins Haus und werben anschaulich für die Supermaschine, die so ziemlich alle Küchenjobs kann, außer putzen vielleicht. Wer den Job des unterhaltsamen Vermarktens außergewöhnlicher Gegenstände des gemeinen Küchenwesens besser beherrscht als jede Tupperqueen ist Delikatessenpapst Ralf Bos, dessen Handelsbetrieb Bosfood in der Spitzengastronomie große Wertschätzung genießt und zunehmend auch vom ambitioniert kochenden Endverbraucher gesuchtet wird. Trüffelexperte Ralf ist in den letzten Jahren auch zum Grillfachmann avanciert, und nachdem ich vor zwei Jahren schon seinen Vortrag über die Vorzüge des Plancha Grills erlebt habe, war ich am Donnerstag in seiner Meerbuscher Zentrale, um etwas über die keramischen Kugelgrills von Monolith zu erfahren.

Anwesend waren, neben Ralf himself, auch der Firmenchef von Monolith, Matthias Otto, der die Funktionsweise der Geräte erläuterte und Guiseppe Messina, Kochkünstler mit reichlich Expertise im Umgang mit außergewöhnlichen Gar- und Räuchertechniken. Einem größeren Publikum durch sein Mitwirken bei Kitchen Impossible bekannt geworden. Guiseppe bereitete für das knappe Dutzend illustrer Gäste, unter denen neben den Düsseldorfer Spitzenköchen Peter Nöthel (Nöthel’s Restaurant) und Benjamin Kriegel (Fritz’s, Frau, Franzi) auch Comedian Dieter Nuhr weilte, ein paar Köstlichkeiten auf und im Monolith zu. “Mit dem Grill kann man auch Brot backen. Und Pizza,” verriet Messina und Ralf Bos ergänzte “wir wissen ja: eine gute Pizza braucht 400° Grad Celsius Hitze, damit sie wirklich gut schmeckt.”

Fassen wir kurz zusammen: Grillen, Niedrigtemperaturgaren, Backen, Räuchern – dieser Grill kann alles. Dabei geht seine Funktionsweise auf alte Feuerstellen zurück, wie sie in Asien schon vor Jahrtausenden genutzt wurden. Sozusagen Tandoori-Ofen 2.0. Ein Ellipsoid, ausgestattet mit Luftregulator zur Temperatursteurung oben und unten, sowie Thermometer, Befüllungsschacht für Holzchips zum Räuchern sowie Kohle- und Aschebehälter.

Ich stelle mir vor, Monolith Version 4.0 kommt eines nicht mehr allzu fernen Tages wie R2D2 in Gang, als (Achtung, jetzt kommt wieder eine meiner gefürchteten Wortschöpfungen) G_Astromechdroide. Der Essen zubereiten, servieren und kommentieren kann. Gewisse äußerliche Ähnlichkeiten sind schon jetzt vorhanden. Darauf lässt sich aufbauen. Die Preise für den hitzigen R2D2 von Monolith liegen – je nach Größe und Ausstattung – zwischen 690 Euro (Modell Junior) und 2.790 für (Modell Le Chef mit Buggy). Erhältlich, natürlich, im Bosfood Shop. Denn auch wenn Ralf sich sehr emsig und erfolgreich für sein Spendenprojekt Spitzenköche für Afrika / Menschen für Menschen engagiert – Geld verdienen muss er auch. Und das am liebsten, so sieht es jedenfalls aus, mit Dingen an denen er selbst Spaß hat. Denn längst nicht für jedes Produkt aus seinem großen Angebot bringt er sich als werbender Anchorman in Stellung. Der kompottsurfer hat kein Problem mit solcher Werbung. Im Gegenteil. Solange die Produkte gut sind, sollte es der konsumierenden Welt da draußen zur Kenntnis gebracht werden.

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03. Juni 2018

Gofio-Pfannkuchen mit Guacamole und Mojo Palmero

Für mich ist es die Zutatenentdeckung des Jahres: Gofio. Obwohl ich in der Vergangenheit schon einige Male auf den Kanaren war, ist mir das wichtigste Mehlerzeugnis der spanischen Inselgruppe nie nachhaltig aufgefallen. Es brauchte schon ein Probierbeutelchen im Starterpaket für einen Ultramarathon auf La Palma – dessen Inhalt ich beiläufigen Blickes als braunen Zucker dechiffriert zu haben glaubte – um meinen kulinarischen Horizont wieder ein wenig zu erweitern.

Gofio ist sehr feines, geröstetes Mehl und wird zum Beispiel aus Mais (Gofio Millo), Weizen (Trigo), Dinkel (Espelta) oder Hafer (Avena) hergestellt. Es ist ein sehr typisches Erzeugnis der Kanaren. Die Röstung variiert von leicht über mittel bis stark. Leider ist Gofio hierzulande im niedergelassenen Handel kaum erhältlich. Aber online findet man ausreichend Bestellmöglichkeiten. Ich habe mich nun kürzlich daran gemacht, Pfannkuchen aus Gofio Millo unter Zugabe von Dinkelmehl zu backen. Und war hocherfreut über das Ergebnis. Und so geht’s:

Zutaten für drei große Pfannkuchen: 75 g Gofio Millo (starke Röstung) // 75 g Dinkelmehl // 4 große Bio-Eier // 375 ml frische Vollmilch // Salz // Olivenöl
Zubereitung: Mehl mit der Milch in eine Schüssel füllen. Eier trennen und das Eigelb zu Mehl und Milch geben. Eiklar in eine seperate Schüssel gießen und zusammen mit einer Prise Salz wahlweise mit einem Schneebesen oder einem Handrührgerät schaumig aufschlagen. Anschließend die Masse aus Mehl, Milch und Eigelb zu einer homogenen Masse rühren und schließlich den Eischnee unterheben. Pfannkuchen in einer vorgewärmten Pfanne auf halber Hitze in etwas Olvenöl ausbacken.

Zutaten Guacamole: 1 reife Avocados (Sorte: Hass) // 1/3 Chilischote (milde Jalapeno) // 1 TL Saft von frischer Limette // 1 Zehe junger Knoblauch // Salz // Pfeffer // Olivenöl
Zubereitung: Knoblauch pellen und in dünne Scheiben schneiden. In einem kleinen Topf den Knoblauch bei niedrigster Hitze erwärmen und glasig werden lassen. Avocados der Länge nach halbieren. Mit einem Löffel den Stein entfernen, und das Fruchtfleisch mit dem Löffel aus der Schale nehmen. Eventuell vorhandene braune Stellen wegschneiden. Aus der Chili die Samenkörner entfernen, das Fruchtfleisch fein hacken. Alle Zutaten in eine schmale Rührschüssel geben (inkl. Limettensaft), dann mit dem Zauberstab pürieren und schließlich mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Pfannkuchen auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und die eine Hälfte mit einer Klecksspur Guacamole, die andere auf gleiche Weise mit roter Mojo Sauce bestreichen. Dazu passt ein leichter, mineralischer Riesling, zum Beispiel von der Saar, wie der Testsieger des letzten rewirpower-Weintests: 2016er Tandem Riesling Trocken, Weingut Stefan Winter.
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28. Mai 2018

Laber Rhabarber: Eine kurze Geschichte über unbeliebtes Gemüse.

Was labert der kompottsurfer da? Rhabarber soll Gemüse sein, nicht Obst? Tja, letzteres hatte ich auch mal gedacht, und auch in einem alten geerbten Kochbuch von meiner Oma ist er unter Obst einsortiert. Aber dann las ich irgendwo in der Fachliteratur, dass der sogenannte Gemeine Rhabarber Gemüse ist, obwohl er reichlich Obstsäuren enthält, die ihm seine von einigen geliebte, von anderen gefürchtete saure Geschmacksnote verleiht. Gefürchtet ist er bei einigen Gärtenern auch wegen seiner hartnäckigen Wiederkehr – man rupft ihn aus mit Stumpf und Stiel und trotzdem wuchert das Zeug im nächsten Jahr wieder aus der Erde. Ich weiß noch genau, wie wohl sich der Rhabarber in einer schattigen Ecke neben dem Geräteschuppen im Garten meiner Eltern fühlte. Als dort irgendwann Umpflanzungen anstanden, widersetzte sich der Rhabarber erfolgreich. Jahr fürJahr schoss er wieder irgendwo aus der Erde. Obwohl die Pflanze ihren Ursprung im Himalaya haben soll, scheint sie sich auch im Ruhrgebiet sehr wohl zu fühlen. Wobei Agrarwissenschaftler den Rharbarber, der über Jahrhunderte auch als Heilpflanze begehrt war, modifizierten, damit er auch in Mitteleuropa  heimisch werden kann.

Für mich bringt der Rhabarber kulinarische Kindheitserinnerungen zurück. Allen voran im Obststreuselkuchen, der in diesem Fall wohl ein Gemüsestreuselkuchen ist, habe ich ihn schätzen gelernt Und als Eingekochtes aus dem Glas, zusammen mit Erdbeeren, gab es ihn daheim zum Nachtisch. Der geschätzte Kollege Bert Gamerschlag stellt im aktuellen stern interessante Rezepte vor, die den Rhabarber auch abseits von Kuchen und Dessert zur Geltung bringen. Zum Beispiel mit Makrelen und Lammschulter. Ich werde mich die Tage mal daran versuchen.

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19. Mai 2018

Warum Lachs zum Spargel heikel ist.

Ich habe mich schon oft gefragt, warum da draußen so viele Köche unterwegs sind, die in ihren Rezepten Kombinationen von Spargel und Lachs empfehlen. Und jetzt, wo wieder Spargelsaison ist, frage ich mich das wieder. Hörte ich doch heute auf dem Wochenmarkt eine Spargelkäuferin am Gemüsestand darüber klagen, ihren Gästen in diesem Jahr nicht wie gewohnt Lachs zum Spargel vorsetzen zu können, weil der gerade hoch in Misskredit stünde. Tatsächlich tut er das schon länger. Wegen gesundheitsgefährdender Inhaltsstoffe wie Peroxide, die, lachs gesagt, leicht spaltbar sind und dabei reaktive Radikale freisetzen können. Zumindest gilt das für den Zuchtlachs. Einen erhellenden Dokumentarfilm über das düstere Geschehen unter der Meeresoberfläche gibt es hier zu sehen. Wildlachs dagegen gilt als deutlich weniger belastet, wobei angesichts plastikvermüllter Meere auch da perspektivisch Skepsis angebracht sein dürfte. Massenware ist das ohnehin nicht, und so mancher sparfüchsige deutsche Verbraucher nicht bereit, dafür tiefer ins Portemonnaie zu greifen.

Aber selbst wenn alles gesund zugehen würde mit dem Lachs – es macht mir auch geschmacklich kaum Freude, Lachs zum Spargel zu kombinieren. Wobei noch ein deutlicher Unterschied zu machen ist zwischen Lachs in rohem oder gegartem Zustand. Denn die Garung verändert das Aromaprofil von Lachs immens. Die Aromaverbindungen Acetaldehyd und Propanal nehmen ab, Hexanal und Methional dagegen zu. Vielleicht ist das Grund, warum mir der rohe Lachs zum Spargel nicht ganz so unpassend erscheint wie der gegarte. Beim Blick auf die Seiten von foodpairing sah ich meine Bedenken bestätigt, was die Kombination von Spargel mit gekochtem Lachs angeht. Als Alternative aus der Welt von Fisch und Meeresfrüchten stehen bei den Aromaexperten Muscheln und Meeräsche hoch im Kurs. Hab’ ich beides noch nicht ausprobiert. Aber ein paar Saisonwochen Spargel bleiben dafür ja noch.

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14. Mai 2018

Wie man die kleinen kulinarischen Freuden wieder schätzen lernt.

Zuhause hangele ich mich von Saison zu Saison, was die kleinen genussvollen Momente des Alltags mit heimischen Produkten angeht. Vom Bärlauch zum Spargel, zu den Erdbeeren, den Pflaumen, den Kürbissen, den Schwarzwurzeln. In der Fremde dagegen gibt es oft viele kleine Freuden auf einmal zu entdecken. Dieser Tage auf La Palma war da zum Beispiel der Blütenhonig direkt aus der Wabe gekratzt, die vollreifen Avocado vom Bauern nebenan, der Pulpo, frisch gefangen, und dann erst diese Mandarinen. Ja, richtig gelesen: Mandarinen. Bei uns oft nur als dickschaliges Etwas zu haben, gerne verklappt in Nikolaus- oder Weihnachtstüten mit Süßigkeiten, damit auch was Gesundes drin ist. Doch hier musste ich die Mandarine voll und ganz rehabilitieren. Zwar ist sie äußerlich betrachtet meist unansehnlicher und schorfiger als das, was bei uns daheim zu haben ist, aber unter der dünnen Schale kommt eine derart saftige und aromatische Zitrusfrucht zum Vorschein, dass ich mehr und mehr davon wollte. Eine Jahrhunderte alte einheimische Spezialität auf den Kanaren ist Gofio, ein grobes Mehl, hergestellt aus geröstetem Getreide. Ich habe mal ein Tütchen mitgebracht und werde ausprobieren, ob es im Pfannkuchenteig funktioniert.

Was mir an Spanien noch gefällt ist die Zubereitung vieler Gerichte auf der Plancha. Tortilla schieben und kratzen sie darauf von flüssig nach fest. Frische Garnelen strömen geradezu betörende Düfte aus und entwickeln beim Zubeißen ein unwiderstehliches Aroma am Gaumen. Für die Palmeros ist das alles alltäglich. Aber wer weiß, vielleicht würde der eine oder andere von ihnen bei einem winterlichen Besuch bei uns über das Angebot an Kohl- und Wurzelgemüse jubilieren.

Einen Besuch der Kioscos von El Remo hab’ ich auch endlich hinbekommen, die von 2015 bis 2017 von den Behörden geschlossen worden waren, weil sie zu nah am Meer gestanden hätten, was aber schon seit Jahrzehnten so war und geduldet wurde. Gäste, die noch Erinnerungen daran haben, wie die auf fangfrischen Fisch spezialisierten Lokale vor dem Umbau aussahen, karge Bretterbuden am felsigen Meeresufer, blicken mit Wehmut auf die jetzt schick auf Holzpfähle gepflanzten neuen Hütten. Das Preis-Leistungsverhältnis  ist inzwischen auch sportlich geworden, erst recht, wenn man es mit dem anderer Fischlokale auf der Insel vergleicht. Aber immerhin hab’ ich’s jetzt mal gesehen und ausprobiert.

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