rewirpower.de – Das Revierportal


Suche:

Essen und Trinken - Blog

DER KOMPOTTSURFER

Der Journalist und Autor Klaus Dahlbeck durchquert schon seit mehr als zwei Jahrzehnten die genussvollen Gebiete des Lebens. Sein persönliches Tagebuch öffnet den Blick in eine weite und spannende kulinarische Welt zwischen Versuchung und Verunsicherung.

06. Februar 2016

Endlich kommt VOX in die Strümpfe: Kitchen Impossible mit Tim Mälzer geht in Serie

Als der kompottsurfer vor über einem Jahr den Piloten von Kitchen Impossible anpries, konnte man davon ausgehen, dass VOX diese höchst unterhaltsame Challenge zwischen Tim Mälzer und Tim Raue zeitnah fortsetzen würde. Aber nix da. Über ein Jahr hat es gedauert, bis wieder Bewegung in die Sache kam. Nun wird es ab dem morgigen Sonntag endlich soweit sein. Allerdings leicht modifiziert, was die Besetzung angeht. In sechs Folgen muss Mälzer abwechselnd gegen hoch dekorierte Kochkollegen antreten, darunter neben Tim Raue auch Juan Amador, Meta Hiltebrand, Christian Lohse, Alexander Herrmann und Roland Trettl. Bei der Challenge wird es darum gehen, sich gegenseitig besonders schwierige kulinarische Aufgaben zu stellen. Da gewinnt nicht automatisch der handwerklich beste Koch, sonst wäre Mälzer – bei der Konkurrenz – auch hoffnungslos unterlegen. Fiese Sachen ausdenken mit denen man die Konkurrenz weichkochen kann, das aber kann Mälzer, wie er bereits in der Pilotsendung unter Beweis stellte.

Nur der Sendeplatz ist heikel, weil er am heiligen Sonntag mit den Quotenkönigen vom Tatort um 20.15 Uhr konkurriert. Zwar gibt es für alle Zuschauer, die beides interessiert Mediatheken, aber schlechte Quoten sind trotzdem vorprogrammiert. Sei’s drum. Der Spaß wird uns gewiss sein. Für einen ersten Eindruck einfach mal den Trailer ansehen.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

01. Februar 2016

Jordi Roca: Wenn aus einem Dessert ein Parfum wird.

Parfum vom Patissier: nuvol de llimona

Der Katalane Jordi Roca zählt zu den besten Pattisiers der Welt. Und das zeigt er in einem der besten Restaurants der Welt, dem El Celler can Roca in Girona, das er mit seinen Brüdern Joan und Josep betreibt.  In der ersten Dekade dieses Jahrtausends hatte Jordi seinen anarchistischen Stil in eine Reihe Desserts münden lassen, die das Aroma namhafter Parfums verströmten. Adaption of Cks perfume „Eternity“ hieß eines davon, dessen verblüffende Übereinstimmung mit dem Originalduft seinerzeit direkt am Tisch überprüft werden konnte. Jordi, der jüngste der drei Brüder ließ a part zum Dessertteller ein kleines Gestell servieren, an dem ein Eternity-Duftkärtchen haftete. Der kompottsurfer erinnert sich noch gut daran, so gut, als sei es gestern gewesen, obwohl das Erlebnis schon acht Jahre zurückliegt.

Während die Karte das Aroma nur an die Nase des Gastes weiterab, transportierte das Dessert die Aromen hauptsächlich über den retro-nasalen Zugang: Orangenblüten, Vanillejoghurt,  Mandarine, Bergamotte und Orange bilden aber nicht nur eine äußerst harmonische Verbindung, sie reichen zugleich im Aroma so nah ans Original heran, dass die Kreation sogar pingelige Patentanwälte auf den Plan rufen könnte. Außer Eternity widmete sich Jordi auch schon dem Tresor von Lancome, Envy von Gucci und Angel von Thierry Mugler.

Dessert als Parfumkopie: Eternity

Das alles war beeindruckend wie wegweisend. Aber es hatte noch direkt mit kulinarischem Erlebnis zu tun. Nun  ist Jordi einen Schritt weiter gegangen und hat den Prozess umgekehrt. Gemeinsam mit dem Parfumeur Agustí Vidal kreierte er NÚVOL DE LLIMONA, einen Duft, inspiriert von einem Roca Lieblingsdessert. Eine Art Lemon Muffin, eingeweicht in Milch.

Das Parfum gibt’s für 50 Euro im Shop der Rocas zu kaufen und enthält die branchenüblich blumigen Beschreibungen. Auch auf Details zu Kopfnote, Herznote und Basisnote muss der Parfumliebhaber nicht verzichten.

Wer weiß, vielleicht entsteht noch ein echter Trend daraus. Nach dem Motto: After Shave dein Lieblingsessen. Wie wär’s mit Currywurst, Pommes-Schranke?

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

28. Januar 2016

Neuerungen in der Lebensmittelverordnung drohen Abmahnwelle auszulösen.

Vor einigen Wochen hatte der kompottsurfer über Veränderungen in der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung (LMKV) geschrieben. Es ging um Beschwerden aus der Gastronomie über diese, als bürokratische Bürde empfundene Neuerung, nachdem nun alle 14 Hauptallergene auf den Menükarten aufgeführt werden müssen, so sie denn irgendwo verarbeitet sind.

Der kompottsurfer hatte in seiner Schlussbemerkung formuliert, dass man die neuen Bestimmungen auch als Chance begreifen kann und nicht bedacht, dass genau das auch außerhalb der Gastronomie passieren könnte. Inzwischen befassen sich nämlich auf Abmahnverfahren spezialisierte Anwaltskanzleien mit dem Thema und sehen in der LMKV die Chance auf eine leckere Einnahmequelle. So sollen bereits Weinhändler, die online Produkte zum Verkauf anbieten, abgemahnt worden sein, weil auf den Flaschen die Pflicht zur Angabe der Inhaltsstoffe nicht erfüllt wurde, wie auch das Portal Weinplus in einem Beitrag berichtet.

Abmahnverfahren als Geschäftsmodell für Anwaltskanzleien sind eine unappetitliche Verirrung unseres Rechtssystems. Und man möchte gar nicht zu Ende denken, was eine ins Rollen kommende Abmahnwelle für viele Winzer und kleinere Produzenten von haltbaren Lebensmitteln und möglicherweise sogar für Gastronomen bedeuten könnte.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

23. Januar 2016

Nelson Müller und ein kurioser Vorwurf zur Schleichwerbung im ZDF

Kurz vor Weihnachten im ZDF. Benefizgala für die kirchlichen Hilfswerke “Misereor” und “Brot für die WELT”. Moderatorin Carmen Nebel hat den Essener Sterne- und Fernsehkoch Nelson Müller an der Seite und redet mit ihm über ein besonderes Produkt: Quinoa. Ein Pseudogetreide, das in Koch- und Gesundheitsmagazinen derzeit gleichermaßen gefeiert wird. Auch der kompottsurfer berichtete im vergangenen Frühjahr darüber. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sieht in der auch als Inkareis bezeichneten, robusten Pflanze sogar eine Chance gegen den Welthunger. Quinoa ist reich an pflanzlichem Eiweiß, Kohlenhydraten und Ballaststoffen.

Warum nun der Ärger, der – laut Mediendienst kress – bei einer Hilfsorganisation und beim Verband Privater Rundfunk und Telemedien laut wurde? Nun, es soll Schleichwerbung gewesen sein, was da berichtet wurde, weil Müller angeblich Testimonial eines bekannten Gelsenkirchener Unternehmens sei, das neben diversen getrockneten Hülsenfrüchten auch Quinoa vermarktet. Allerdings ist dieses Engagement seit vielen Jahren beendet, lässt Müller mitteilen und versteht die Aufregung nicht.

Tatsächlich hätte es Geschmäckle, wenn die Geschichte wirklich als unbezahltes Product Placement ins öffentlich-rechtliche Programm geschleust worden wäre. Aber der kompottsurfer sieht in diesem Fall keinen Grund, die Juristen-Kavallerie zu rufen. Wundert sich dagegen viel mehr über so manch’ merkwürdigen Umgang mit Product Placement in öffentlich-rechtlichen Produktionen. Da werden die Herstellerlogos von Computern – zum Beispiel im Tatort – unkenntlich gemacht, gleichwohl cruisen die Kommissare zumeist mit höchst wiedererkennbaren Autos durch die Gegend, wenn man mal von den Kölner Kollegen Schenk und Ballauf absieht. Und von der Sportberichterstattung wollen wir gar nicht erst reden. Wie oft da unbezahlt Produktnamen im Bild sind – nicht zuletzt bei Interviews mit Sportlern und Trainern, die ihre Kleidung als Werbefläche vermarkten – kann man kaum noch zählen.

Wird Zeit, dass der Umgang mit solchen Dingen mal einheitlich geregelt wird – und zwar handhabbar.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

19. Januar 2016

Neues vom streitbaren Bauern Willi

Wir Verbraucher sind schnell im Empörungsmodus, wenn irgendwo wieder ein Lebensmittelskandal aufpoppt, wenn Bilder von Massentierhaltung durch die Medien gehen oder Videos von Kühen gezeigt werden, die zu Milchmaschinen mutiert wurden. Die Schuld daran wird von uns meist den Menschen zugewiesen, die am nächsten dran sind am Problem. Den Bauern und der verarbeitenden Industrie. Und während der Kritiker sich so echauffiert über diese böse Lebensmittelwelt, flambiert er ein 99-Cent-Putenschnitzel vom Discounter auf seinem 1.000 Euro teuren Weber-Grill. Oder nehmen wir den Veganer, der eben noch gegen jeglichen Fleischkonsum zu Felde zieht, und dann seinem American Staffordshire Terrier eine üppige Portion Rinti-Kennerfleisch aus der Dose in den Napf schaufelt.

Solche Themen sind die von Bauer Willi und seinem Kollegen Alois, engagierte Landwirte alle beide, und nicht bange, Verbrauchern die Leviten zu lesen. Ihr aktuelles Thema ist die momentan missliche Lage der Milchbauern. Und die Umstände dieser Lage sind nicht so einfach zu überblicken, und noch weniger einfach einzuordnen. Immerhin, der Willi schafft’s und hat auch mal wieder den Verbraucher bei den Ohren, der die Massenmelkerei zwar meist furchtbar findet, aber nicht einsehen will, warum er für manche Milch im Laden weit mehr berappen soll als für die Eigenmarke des Discounters. Ist doch eh’ alles eine Suppe, oder?

Also der kompottsurfer freut sich an den hintergründigen Beiträgen von Willi und Alois, und wird beim nächsten Einkauf ganz bestimmt vielleicht nicht die Milcheigenmarke einpacken.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

13. Januar 2016

Tischreservierung via Michelin: Wohin die Übernahme von Bookatable führen könnte.

Michelin Restaurants, wie die Marke hinter der roten Bibel, dem Restaurantführer Guide Michelin heißt, hat den Reservierungsdienst Bookatable übernommen. Und könnte damit einen Weg ebnen, den der kompottsurfer für die zukunftsfähigste Lösung in Sachen Gastronomiekritik hält. Seit 2013 existiert bereits eine Zusammenarbeit mit dem in London ansässigen Anbieter für Internet-Reservierungen, bei dem in Europa 15.000 Restaurants registriert sind und – laut Michelin – in 2015 bereits mehr als 34 Millionen Tischreservierungen umgesetzt wurden.

Auch wenn über Michelin aktuell nur der internationale Ausbau der Reservierungssysteme thematisiert wird – die Frage bleibt, warum die bekannteste Marke auf dem Markt der Gastronomieführer überhaupt hier einsteigt? Der kompottsurfer kann sich gut vorstellen, dass damit mittelfristig auch ein neues, publikumsbasiertes Bewertungssystem etabliert werden könnte. Über das Reservierungssystem könnte dann ein Verfahren inplementiert werden, dass Restaurantbesuchern eine Bewertung des von ihnen besuchten Lokals erlaubt. In der konkreten Ausgestaltung könnte man sich viele Besonderheiten vorstellen. Zum Beispiel die, dass versierte Nutzer, die viele Besuche und Bewertungen aufzuweisen haben, einen höheren Bewertungsfaktor einbringen könnten. Vorteil eines solchen Systems wäre die Glaubwürdigkeit. Nur wer tatsächlich zeitnah im entsprechenden Restaurant gegessen hat, kann auch bewerten.

Schon lange hält der kompottsurfer die althergebrachten Restaurantführer für überholt, deren Glaubwürdigkeit zudem oft nicht nur von Nutzern sondern auch von Köchen und Gastronomen in Frage gestellt wird.

Man darf gespannt sein, wie es da weitergeht.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

11. Januar 2016

David Bowies Lieblingsessen: Shepherd’s Pie. Ein Rezeptvorschlag zum Tod des legendären Künstlers.

Ja, ich musste heute ganz tief durchatmen als die Nachricht kam, dass David Bowie nicht mehr lebt. Der erste Blick fiel in die Plattenkiste mit den vielen Alben von David Bowie, dann musste ich an meinen alten Freund Dirk denken, mit dem ich diese Alben als Jugendlicher über Jahre rauf und runter gehört hatte und der seit ein paar Monaten leider auch nicht mehr lebt. Keine Frage, Musik weckt Emotionen. Und Essen tut es auch. David Bowie liebte Shepherd’s Pie, und der kompottsurfer nutzt den traurigen Anlass seines Todes, um ein passendes Rezept von Jamie Oliver zu empfehlen. Hier wird jedenfalls der Speiseplan für heute Abend geändert und Shepherd’s Pie gegessen, dazu Bowies Musik gehört.

Über das Foto geht’s zum Rezept von Jamie.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

06. Januar 2016

à la carte im WDR

Die erste Sendung aus der neuen kulinarischen Reportagereihe à la carte (WDR Fernsehen) ist gelaufen. Der kompottsurfer hatte den Beitrag des geschätzten Kollegen Stefan Quante über die Gastronomieszene in Wien an dieser Stelle bereits angepriesen. Einige Leser werden an Neujahr, als die Sendung ausgestrahlt wurde, allerdings noch in Essig gelegen und den Beitrag deshalb möglicherweise verpasst haben. Aber keine Sorge, in der Mediathek des WDR ist sie derzeit noch abrufbar. Wer Wien von seiner genussreichen Seite kennenlernen will, ist mit dem Beitrag bestens bedient – und wird sofort Lust bekommen, hinzufahren.

Sobald die Termine der nächsten Folgen feststehen (Paris, New York , Mallorca) wird der kompottsurfer Meldung machen. Und hier geht’s zur Wiener Folge:

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

01. Januar 2016

2016. Der kompottsurfer wünscht allen Lesern nur das Beste …

… fürs neue Jahr, natürlich auch auf den Tellern und in den Gläsern.

Für den kompottsurfer ist 2016 das zehnte Jahr als Blogger. Höchste Zeit, mal aus den über die Zeit gepriesenen Produkten des Jahres ein best of the best zu extrahieren. Was ist geblieben aus den zehn letzten Jahren, welche Produkte sind aus dem kulinarischen Alltag des kompottsurfers nicht mehr wegzudenken? So viel vorweg: E s sind weit mehr als die hier gelisteten. Aber es gibt Umstände, die einem Entscheidungen abnötigen. Und wenn man eine Bestenliste erstellen will, fällt eben hinten was raus.

Also gut, hier sind sie:

1. Reinstoff Kaffee (röst.art)
Richtig Wachwerden ohne diesen Koffeinbooster ist inzwischen schwer vorstellbar. Noch dazu macht dieser 100% Robustakaffee mit seinen erdigen, rauchigen und schokoladigen Aromen eine geradezu sündig fließende Crema.

2. Muscovadezucker (Tate & Lyle // Variation: dark brown)
Der Muscovado ist ein unraffinierter Zucker mit Würznoten sowie Lakritz- und Honigaromen. Funktioniert als Zugabe für Gebäck und Kuchen genauso gut wie zum Süßen von Kaffee. Muscovado wird durch Verdampfen des Zuckerrohrsaftes in offenen Kochbehältern gewonnen.

3. Beluga Linsen (alnatura)
Erinnern äußerlich an Schwarzen Kaviar. Feines, duftiges Aroma und in der Textur auch fertig gegart noch angenehm bissfest.

4. Gerste-Hafer-Brot (Hutzelbäckerei Bochum)
Saftiges Bio-Vollkornbrot, das auch nach einigen Tagen noch einen ungewöhnlich frischen Eindruck macht. Gerste und Hafer enthalten zudem einen sehr hohen Anteil an beta-Glucanen (3-7 %). Diese Polysaccharide sollen sich, einigen Studien zufolge, positiv auf den Blutcholesterinspiegel auswirken.

5. Granatapfel (Israel, Türkei)
Beim kompottsurfer genauso beliebt wie damals bei den griechischen Göttern der Unterwelt. Auch wenn das Ausbrechen der roten Kerne schon bei der kleinsten Unachtsamkeit die Szenerie eines Küchenmassakers schaffen kann. Herbe Süße gepaart mit reichlich Inhaltsstoffen, denen positive gesundheitliche Wirkungen zugeschrieben werden wie Flavonoide, Eisen und Kalium.

6. Chili Senf (Schwerter Senfmühle)
Pur auf die Grillwurst oder als Zugabe zu Dressings und Saucen – der geschmacklich gut abgestimmte Chili-Senf aus der Schwerter Senfmühle ist wertvolles Grundprodukt für jeden Küchenvorrat.

7. Avocado (Hass)
Die klassische Guacamole ist nur eine Art der Verwendung. Der kompottsurfer mag Avocados auch in Kombination mit geräuchertem Fisch, Speck sowie diversen Krusten- und Schalentieren. Gesunde Fette beinhaltet sie auch, die Avocado.

8. Sesamöl aus gerösteten Sesamsamen (Diamond)
Gibt diversen Gemüse- und Geflügelzubereitung den letzen aromatischen Kick, wie es Jamie Oliver formulieren würde.

9. Limette
Sehr vielseitige Zitrusfrucht. Ob Drinks, salzige oder süße Gerichte – Abrieb und Saft der Limette können den Unterschied zwischen gewöhnlich und besonders machen. Pfeffer enthält oft den Aromastoff der Limette und funktioniert als Gewürzkombination gut.

10. Räuchermatjes (Fisch Huber, Bochum)
Nicht jeder Räuchermatjes ist für Feinschmecker. Aber der von Fisch Huber ist es. Ob im Kartoffelsalat oder in Kombination mit Guacamole – einfach lecker.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

27. Dezember 2015

Begegnung mit Paul Klee bei einem Bochumer Fischhändler

Nein, ich bin weder verrückt noch auf Droge oder erlaube mir einen Scherz mit einem Namensdoppelgänger. Aber es ereilte mich neulich tatsächlich eine Geschichte, die mit dem großen Maler Paul Klee zu tun hatte, ausgerechnet bei Fischfeinkost Huber im Bochumer Stadtteil Linden, wo ich einmal in der Woche Räuchermatjes einkaufe.

Vor mir ist eine ältere Dame an der Reihe. Sie diskutiert gerade mit dem Händler über Miesmuscheln, und wie leicht man sogar als Händler auf dem Großmarkt mit betagter Ware übers Ohr gehauen werden kann. Ich ging davon aus, dass die Dame vielleicht früher einmal Fischhändlerin gewesen war, und wie sich im weiteren Gespräch schnell herausstellt, lag ich mit der Vermutung nicht ganz falsch. Ihr Vater, so erzählt sie, sei vor dem zweiten Weltkrieg als Fischhändler tätig gewesen und zwar in Dessau. Zu dessen treuesten Kunden zählte Paul Klee, der seinerzeit am Bauhaus in Dessau lehrte und eine Doppelhaushälfte in direkter Nachbarschaft zu Wassily Kandinsky bewohnte. Klee kaufte die Fische aber nicht nur für den eigenen Konsum sondern sozusagen auch als Aktmodell für seine Bilder. Klee malte oft Fische und – so erzählt die Zeitzeugin – legte großen Wert darauf, dass auch die Aktfische frisch waren.

1957 erschien in der Zeit ein lesenswerter Beitrag über Paul Klees künstlerischem Interesse an Fischen. Dass er als Vorlagen keine Abbildungen aus Biologiebüchern nutzte, sondern frische Fische beim Händler orderte, zählt zu den Anekdoten die nicht bedeutsam sind für Klees großes Gesamtwerk, aber die man sich gerne erzählen lässt, wenn man gerade beim Fischhändler ansteht.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF