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Dienstag, 12. Januar 2010

Skandal oder nur Sturm in der Sektflasche? frontal21 kritisiert Verbrauchertäuschung durch zugesetzte Kohlensäure

KohlensäureIn der heutigen Sendung von Frontal 21 (ZDF) wird kritisiert, dass zahlreiche deutsche Sektmarken mit industriell zugesetzter Kohlensäure arbeiten, statt, wie es die EU-Verordnung 606/2009 vorschreibt, nur Kohlendioxid aus der alkoholischen Gärung zu verwenden. Nun würde ich ohnehin nichts aus der von der frontal21-Redaktion kritisierten Pullenriege von Schloss Munzingen über Rotkäppchen bis Schwarze Mädchentraube trinken wollen. Denn Sekt in diesen Preissegmenten dürfte nur mit vergleichsweise billigem Traubenmaterial realisiert werden können, und das macht mir weitaus größere Sorgen in Bezug auf den Genusswert als die zugesetzte Kohlensäure im Großraumgärverfahren. Auch einige Sorten Mineralwasser enthalten industriell zugesetzte Kohlensäure, die nicht aus dem ursprünglichen Produkt stammt. Gesundheitliche Gefahren existieren meines Wissens nicht. Das dürfte beim Sekt nicht anders sein. In der Sendung vermutlich auch deshalb kein Wort darüber. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, wenn es Gefahren geben sollte.

Hier scheint also eine Art Lebensmittelskandal inszeniert zu werden, der im Grunde nicht mehr zu sein scheint als eine Verbrauchertäuschung. Nicht, dass ich Verbrauchertäuschung für ein Kavaliersdelikt halten würde, aber hier wurde nicht Sekt als Flaschengärung verkauft, sondern lediglich gegen eine Verordnung verstoßen, über deren Sinn ohnehin gestritten werden kann. Mir kommt die Geschichte eher vor wie Lobby-Gerangel.

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4 Antworten zu “Skandal oder nur Sturm in der Sektflasche? frontal21 kritisiert Verbrauchertäuschung durch zugesetzte Kohlensäure”

  1. Arthurs Tochter sagt:

    Danke für die Erinnerung – wird eingeschaltet oder aufgezeichnet! Dann reden wir weiter ;) aber ich teile Deine Einschätzung dessen, was uns erwartet.

  2. Arthurs Tochter sagt:

    hab den Post mal bei Facebook geteilt.

  3. Caschi sagt:

    Na ja… ok ist das Vorgehen trotzdem nicht. Leider kann sich nicht jeder einen hochpreisigen Sekt oder Champagner leisten. Aber letztendlich zeigt sich mal wieder: Qualität hat seinen Preis.

  4. kompottsurfer sagt:

    Nein, wirklich sauber ist das Vorgehen sicher nicht. Es gibt aber durchaus Winzersekte, die zwar ein klein wenig mehr Geld kosten als diverse Markensekte, aber sicher deutlich mehr Trinkgenuss bieten. Und ja, Qualität hat ihren Preis. Nur ist noch nicht überall angekommen, dass das nicht nur für Autos gilt sondern auch für Lebensmittel ;-) .

    kompottsurfer

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