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Dienstag, 27. Dezember 2011

Wild und aromatisch: Bonga Forest. Die Mutter aller Kaffees ist Äthiopierin.

Bonga Forest: Wilder Kaffee aus Äthiopien

Schon seit einiger Zeit bereitet es mir wachsendes Vergnügen, mich durch die große und ständig wechselnde Kaffeeauswahl bei Röst.Art in Bochum zu trinken. Kurz vor Weihnachten fiel meine Wahl auf den Bonga Forest aus Äthiopien. röstart-Inhaber Richard erzählte mir bei der Gelegenheit, dass es sich beim Bonga Forrest um einen wild wachsenden Kaffee aus der Provinz Kaffa handelt, der als Mutter aller kultivierten Kaffeesorten gilt. Der Legende zufolge hatten Ziegenhirten aus der Region beobachtet, dass ihre Tiere rote Früchte von einem Strauch gefressen hatten und anschließend wie aufgedreht die ganze Nacht umhersprangen. Auch zu der Idee des Röstens gibt es eine schöne Geschichte. Angeblich warf ein Hirte einmal ein paar Bohnen ins Lagerfeuer und entdeckte dabei den faszinierenden Duft, der sich plötzlich verbreitete.

Kaffee weist eines der komplexesten Aromaprofile auf, die in Nahrungs- und Genussmitteln überhaupt zu finden sind. Allein 850 flüchtige Verbindungen sind bekannt, von denen 40 zum Aroma beitragen, wie Weglassversuchsreihen ergaben. Wichtigster Aromabestandteil ist demnach 2-Furfurylthiol, eine Schwefelverbindung, deren Bildung durch den Röstvorgang gefördert wird.

Erstaunlich ist, dass es trotz der vielfältigen und eindrucksvollen Angebotspalette an Kaffees aus vielen Teilen der Welt, kaum Spitzenrestaurants gibt, die auf diesem Gebiet mit einer reizvollen Bandbreite beeindrucken könnten.

Wer den Bonga Forest mal probieren will, kann hier bestellen.

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Eine Antwort zu “Wild und aromatisch: Bonga Forest. Die Mutter aller Kaffees ist Äthiopierin.”

  1. Sebastian sagt:

    Der Hinweis auf die Stiefmütterliche Behandlung von Kaffee in der (Spitzen)gastronomie ist leider sehr war.

    Das http://www.maaemo.no in Oslo ist das mir einzig bekannte Restaurant was dies ändert, die arbeiten zusammen mit http://timwendelboe.no der Ihnen von seinen Reisen in die Plantagen sehr feine Nischenkaffees besorgt. Und andersrum haben dort Techniken der Kaffeezubereitung mittels Syphon sie inspiriert damit eine Consommé zu fabrizieren.

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