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Sonntag, 10. August 2014

Auch das noch: Killerkeime im Grillfleisch

Wirklich verwunderlich ist es nicht, aber Schaudern l√§sst es einen als Grillfreund trotzdem: Nach einer Untersuchung im Auftrag der Bundestagsfraktion der Gr√ľnen wurde bei Stichproben von Grillfleisch aus Superm√§rkten das Bakterium Staphylococcus aureus nachgewiesen, auch bekannt als MRSA, dem multiresistenten Krankenhauskeim, der pro Jahr rund 30.000 Todesf√§lle in Deutschlands Krankenh√§usern verursachen soll. Das berichtet der Spiegel in seiner morgigen Ausgabe.

Der kompottsurfer hat in den letzten Jahren immer wieder auf diese Besorgnis erregende Entwicklung mit Keimen hingewiesen. Anfang 2012 betraf es den Verkauf von H√§hnchen, eine Untersuchung des BUND hatte damals das Problem auf den Tisch gebracht. Gegen Ende des gleichen Jahres deckte ein Reportage von ZDF-Zoom den Zusammenhang von Massentierhaltung und keimverseuchtem Tiefk√ľhlfleisch auf. In den letzten zwei Jahren ist also nichts passiert, um die Entwicklung aufzuhalten, und der kompottsurfer wagt die d√ľstere Prognose, dass wir angesichts hom√∂opathischer Kontrollen bisher nur der Spitze des Eisbergs sehen.

Weil auch an superbillig verkauftem Fleisch noch verdient wird, kann das nur zu Lasten der Qualit√§t in Produktion, Verarbeitung und Lagerung gehen. Und diese Lasten landen auf dem Teller. Die Verbraucher in Deutschland aber sind es, die das Gesch√§ft mit Billigfleisch erst m√∂glich machen. Im preisumk√§mpftesten Lebensmittelmarkt Europas tragen sie eine Mitverantwortung f√ľr diese Entwicklung. W√ľrde solches Fleisch nicht mehr gekauft, w√§re das Gesch√§ft mit dem Zeug auch nicht mehr lukrativ. Es wird h√∂chste Zeit, umzudenken.

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2 Antworten zu “Auch das noch: Killerkeime im Grillfleisch”

  1. egibo2002 sagt:

    Lieber Kompottsurfer!
    Was die Konsequenzen auf Seiten der Konsumenten angeht: D’accord!

  2. DirkNB sagt:

    Spätestens durch das Grillen sind die Keime verschwunden. Und roh will man dieses Fleisch doch erst recht nicht essen.
    Mir w√ľrden da ein paar sch√∂ne Regeln einfallen, die es g√§lte, f√ľr die Fleischerzeugung umzusetzen: Mindestplatz pro Tier, Maximalzahl von Tieren pro Betrieb, maximal 50 km, die ein Tier lebend transportiert werden darf (summiert im gesamten Leben) usw. usw.

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