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Samstag, 17. Januar 2015

Und immer wieder Keime: Putenfleisch vom Discounter belastet

Seit Jahren weist der kompottsurfer immer wieder auf die Gefahren hin, die von abgepacktem Fleisch aus dem Supermarkt ausgehen können. Vor allem Geflügel ist besonders anfällig für multiresistente Keime, ein Problem der Massentierhaltung in Agrarfabriken, denn die Tiere sind oft vollgedröhnt mit Antibiotika, damit sie unter den krankheitsfördernden Bedingungen ihrer Haltung überhaupt überleben können. Stichproben des BUND haben diese Gefahr für unsere Ernährung in einer aktuellen Untersuchungen nun erneut bestätigt. Schon 2012 hatte der BUND nachweisen können, dass 50% der Stichproben von Hähnchenfleisch keimbelastet waren. Nun geht es um Testkäufe von frischem, abgepacktem Putenfleisch in je fünf Discountersupermärkten in zwölf  verschiedenen deutschen Großstädten, die ergaben, dass 88 % aller Fleischproben entweder mit ESBL oder MRSA oder sogar mit Keimen beider Erreger belastet waren. Der kompottsurfer bleibt bei seiner Einschätzung, dass es sich dabei keinesfalls um bedauernswerte Einzelfälle handelt, sondern dass die Ergebnisse Ausdruck eines Grundsatzproblems sind. Und appeliert an die Verbraucher, insbesondere Geflügel nur von Betrieben aus kontrolliert ökologischer Landwirtschaft zu beziehen.

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3 Antworten zu “Und immer wieder Keime: Putenfleisch vom Discounter belastet”

  1. DirkNB/Herdnerd sagt:

    Warum wurden eigentlich nur die Discounter überprüft? In den Supermärkten kommt das Putenfleisch doch sicher mindestens zum Teil auch aus den gleichen Quellen?
    Außerdem: warum wird real,- zu den Discounter gezählt? Das ist hier (Sonderangebote ignoriert) der teuerste Laden der Gegend!

  2. kompottsurfer sagt:

    Da kann ich nur Vermutungen anstellen. Discounter sind jeweils einheitlich agierende Großabnehmer, und wenn ich die bundesweit stichprobenweise kontrolliere, habe ich sicher schon mal einen sehr guten Eindruck von der allgemeinen Situation. Deshalb könnte man auch real,- einbezogen haben. Supermarktketten wie REWE oder EDEKA sind ja Inhaber geführte Läden, wo es mit der Vergleichbarkeit vielleicht etwas hinken könnte. Deshalb Außen vor, könnte ich mir denken. Außerdem sind solche Untersuchungen teuer und müssen für einen Verband wie den BUND auch erst mal finanziert werden. Da gilt es Kompromisse zu machen, ohne darüber jedoch angreifbar zu werden. Wie gesagt, ich spekuliere nur.

  3. DirkNB/Herdnerd sagt:

    Interessante, nachvollziehbare Vermutungen. Trotzdem sind gerade auch bei den Supermarkt-Ketten wesentliche Regalinhalte identisch. Und so mancher “Inhaber” betreibt mittlerweile eine Kette innerhalb der Kette. Wobei ich das eher unter der Überschrift Franchise sehen würde.
    Wie das jetzt konkret bei Putenfleisch aussieht, weiß ich natürlich nicht, gerade, wenn es auch noch aus einer Bedientheke kommt, die man ja im Supermarkt eher vorfindet als beim Discounter. Vermutlich wird man also wirklich beim Supermarkt keine allgemeingültige Aussage treffen können. Aber das ist vermutlich auch beim Discounter nur scheinbar so. Nur ein Beispiel: Die Milch. Die wird wohl in so mancher Discounterkette bundesweit unter dem gleichen Markennamen angeboten, es gibt aber eine ganze Mütz’ voll Molkereien, die den Kuhsaft in den Karton pressen.

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