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Freitag, 03. Juli 2015

Barack Obama und die Erbsenquälerei: US-Präsident heizt Debatte um das richtige Rezept für Guacamole an.

Das wäre doch mal was: Angela Merkel nutzt das Sommerloch und kommentiert ein Kartoffelsalatrezept aus dem stern. “Nein, Gelbe Paprikaschote und Kapern gehören nicht in einen Kartoffelsalat, da sei die deutsche Küche alternativlos,” ließe sie Regierungssprecher Steffen Seibert am Ende einer Pressekonferenz zum Thema, sagen wir Griechenland, verkünden. Undenkbar? Nun ja, US-Präsident Barack Obama hat sich gerade in eine Debatte um ein Guacamole-Rezept eingemischt, das in der New York Times veröffentlicht wurde.

Es geht um die Zugabe von Erbsen. “Give peas no chance!” wird sich Obama gedacht haben, denn was zur Hölle haben Erbsen in einer Guacamole zu suchen? Und so äußerte er sich auch auf Twitter zwar nicht ganz so deftig, aber unmissverständlich: respect the nyt, but not buying peas in guac. onions, garlic, hot peppers. classic.

Und? Hat er recht? Was für eine Frage, er ist der Präsident. Möglicherweise hat seine NSA auch jahrelang eine alte Aztekenfamilie abgehört und ihn jetzt mit brisanten Geheiminformationen gefüttert, die bestätigen, was ohnehin schon alle wussten: In Guacamole gehören keine Erbsen!

Aber was gehört wirklich rein? Nun ja, eine meiner aktuell liebsten rezeptuellen Spielwiesen ist, richtig geraten, die Guacamole. Angeregt durch eine Aktion des khymos blogs kommen in meiner Küche seit 2010 Avocados vermehrt zum Einsatz, auch als Basis für ungewohnte Kombinationen.  Je nach Qualität der Avocados – die nach den Erfahrungen des kompottsurfers weniger von der Sorte abhängt als von einem perfekten Reifezustand – kann schon eine simple Version aus Avocado, Salz, Pfeffer und ein paar Spritzern Limettensaft köstlich sein. Da braucht es nicht mal das Gedöns aus Zwiebeln, Knoblauch und Chili. Aber sie können einen geschmacklichen Mehrwert bringen, je nachdem, wie die Guacamole kombiniert wird, genauso wie die Zugabe von frischem Koriandergrün, dezent dosiert. Gebratener Speck schmeckt köstlich zu einer geschärften Guacamole, genauso wie Räuchermatjes. Alles schon ausprobiert. Genauso wie der Austausch von Chili gegen Wasabi. Aber Erbsen? Mal sehen, vielleicht kommt mal ein Tag, an dem mein Alkoholpegel vor der Zubereitung des Essens hoch genug ist, dass ich mich da heranwage.

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Eine Antwort zu “Barack Obama und die Erbsenquälerei: US-Präsident heizt Debatte um das richtige Rezept für Guacamole an.”

  1. egibo sagt:

    …. und wenn die Merkel etwas zu einem solchen Thema beisteuern würde, müsste ja zuvor die Uckermark Kulinarisches zu bieten haben…

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