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Montag, 29. August 2016

Zucker. Der Feind in meinem Essen. HART ABER FAIR hakt nach.

Das ist mal ein Thema nach meinem Geschmack. Es geht um Zucker. In hart aber fair hatte man sich dem Thema zugewandt und dazu auch Tim Mälzer eingeladen. Man kann als Zuschauer dankbar sein, wenn er bei Ernährungsthemen in der Runde sitzt. Nicht, weil er jede relevante Studie zitieren kann, sondern weil er genau da reingrätscht, wo man als Zuschauer denkt: Will dieser oder jener Experte mich jetzt für dumm verkaufen?
Mälzer ist auch die schöne Vokabel von Zucker als Kinderkoks zu verdanken. Auch wenn sie ursprünglich nicht von ihm stammt, aber es ist schön zu sehen, dass er sich nicht mit Relativierungen so genannter Experten abspeisen lässt und Dampf in die Debatte bringt.

Gleichwohl macht man es sich zu einfach, nur die Lebensmittelindustrie an den Pranger zu stellen, weil sie überall Zucker einsetzt, auch da wo er nicht hingehört. Gesetze, Verbote und Verpflichtungen sind durchaus ein Instrument, Zuckerfallen vorzubeugen, vor allem bei Essprodukten (das Wort Lebensmittel mag ich in diesem Zusammenhang nur ungern verwenden) die auf Kinder als potentielle Konsumenten zugeschnitten sind. Disneyfiguren als Werbehelfer für hochgezuckerte Milchprodukte einzusetzen, wäre eine Sache, die reguliert werden sollte. Auch dem Verklausulieren von diversen Arten von Zuckern auf den Verpackungen sollte ein Riegel vorgeschoben werden.

Was aber auch in dieser Debatte wieder zu kurz kommt ist der Konsument. Wer steht an der Kasse und kauft das ganze zuckerbelastete Zeug für sich und seine Kinder? Der erwachsene Verbraucher. Es ist viel zu billig, die Verantwortung für die Überzuckerung unserer Gesellschaft allein auf die Produzenten abzuschieben. Wenn wir mündige Verbraucher sein wollen, dann sollten wir uns auch so verhalten.

Ich habe jedenfalls meinen Zuckerkonsum extrem eingeschränkt und kann sagen: Es fühlt sich großartig an. Ich fühle mich wacher, gesünder, fitter. Täglich selber frisch kochen hilft schon mal sehr, den versteckten Zuckern in Fertigprodukten aus dem Weg zu gehen. Mache ich ja ohnehin schon sehr lange. Dazu zucker- bzw. fructosehaltige Getränke meiden, keine industriell gefertigten Süßigkeiten essen (Ausnahme 70% Bitterschokolade), im Sommer ab und zu ein Eis, im Winter mal ein Stück Kuchen – passt. Letzten Endes ist auch die Energiebilanz entscheidend – also nicht mehr Kalorien einverleiben als verbraucht werden. Auch das kann jeder hinbekommen, der in der Schule rechnen gelernt hat. Natürlich muss das jeder für sich entscheiden, wie gesagt, wir sind ja mündige Verbraucher.

Wer die Sendung verpasst hat, kann hart aber fair noch in der Mediathek anschauen. Lohnt sich. Ein Klick auf Mälzers Rübe und schon geht’s los.

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