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Sonntag, 19. März 2017

Preise für Parmesankäse teilweise um bis zu 50 Prozent gestiegen. Gibt es Alternativen?

Als 2012 ein Erdbeben Norditalien erschütterte, traf es auch die Region Emilia-Romagna empfindlich. Dort nahm ein Parmesanlager schweren Schaden, etwa 400.000 Laibe Käse gingen zu Bruch. Man musste damals befürchten, dass dieser Verlust heftigen Niederschlag in der Preisentwicklung finden würde, aber so schlimm wurde es zum Glück nicht.

Nun sehen wir aktuell eine heftige Preisentwicklung beim Parmesan, die viel eher zu einem Erdbebenereignis passt. Nur hat dort zuletzt nichts ähnlich schlimm gerüttelt. Die Preiserhöhungen, wie sie bei Fachhändlern, in Supermärkten und bei Discountern zu beobachten sind, müssen andere Ursachen haben. Der kompottsurfer hat sich bei Insidern aus der Milchwirtschaft umgehört, die hauptsächlich gestiegene Rohmilchpreise in der Region für die Preisentwicklung verantwortlich machen. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Käsesorten handelt es sich bei Grana Padano und Parmigiano-Reggiano um gebietsgeschützte Bezeichnungen. Wird die Rohmilch in der Region teurer, schlägt das auch ungepuffert auf den Käsepreis durch. Zumal nicht überall in Europa solche Dumpingpreise für Milch üblich sind wie in Deutschland. Da sich bei einigen Onlinehändlern jedoch deutlich günstigere Bezugspreise erzielen lassen als aktuell beim Discounter, kann es nicht allein an den Milchpreisen liegen. Vielleicht wurde falsch disponiert, vielleicht wird die Preistoleranz des Verbrauchers getestet. Anders als bei der saisonal extremen Verteuerung von Sommergemüse, wie sie zuletzt bei Zucchini zu beobachten war, mit Spitzenpreisen von 8 Euro pro Kilogramm (der kompottsurfer berichtete), ist der gestiegene Parmesanpreis also nicht so einfach zu erklären.

Aber muss es überhaupt immer Parmesan sein? Keinesfalls. Als Alternative könnte zum Beispiel auch Alter Holland Gouda dienen, nicht zu verwechseln mit in Deutschland großindustriell hergestelltem Gouda. Alter Holland Gouda reift mitunter bis zu sechs Jahre, und erreicht dann jene Spitzenqualität, wie sie beim legendären Affineur Waltmann zu haben ist.

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