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Freitag, 14. Juli 2017

Lob einer kleinen schwarzen Perle des kulinarischen Alltags

Mit den Erdbeeren wurde ja schon vor einer Weile die heimische Beerenzeit eröffnet, aber so gerne ich Erdbeeren auch mag – es geht mir zunehmend auf die Nerven, schon im Februar Erdbeeren in den Supermärkten herumliegen zu sehen, herbeigeschafft aus der Ferne, zumeist armselig im Aroma und eine teure Sache obendrein.
Kochen, essen und genießen kann wirklich abwechslungsreich und aufregend sein, wenn man die jahreszeitlich eingeschränkte Verfügbarkeit regional vorkommender Grundprodukte nicht als Mangel sondern als Geschenk versteht. Wieso Geschenk? Weil dieser Mangel Vorfreude wecken kann. Vorfreude auf frischen Spargel, Erdbeeren, Kirschen, Pflaumen, Birnen, Steinpilze, Kürbis und so vieles mehr.
Besonders spannend finde ich aber, den wirklich nur sehr begrenzt verfügbaren Dingen habhaft werden zu können, vor allem, ihre Erntezeit nicht zu verbaseln. Würde einem bei Spargel, Erdbeeren, Pflaumen, Kürbis und Co. sicher nie passieren, weil man ja zugedröhnt wird mit Hinweisen darauf.

Die Zeit des frischen Bärlauchs war für mich oft schon vorbei, bevor ich regestriert hatte, dass es wieder so weit war, wobei mir das inzwischen nicht mehr passiert, weil Bärlauch beliebter geworden ist bei der Kundschaft und man ihn jetzt häufiger im Supermarkt und beim Gemüsehändler findet. Schwieriger wird’s für mich schon bei Schwarzwurzeln, ein großartiges Gemüse, wenn ich die Angebotszeit nicht wieder verpenne. Wirklich knifflig aber wird es Jahr für Jahr mit Schwarzen Johannisbeeren. Da bin ich meistens zu spät dran. Ihre roten Brüder sieht man ja mittlerweile recht häufig, und dann nehme ich mir auch gleich vor, beim nächsten Marktbesuch mal auf die schwarzen zu achten. Tja, und beim Vornehmen bleibt’s dann viel zu oft.

In diesem Jahr, genauer gesagt heute, hab’ ich, tätä, aufgepasst. Und ich will auch gar nicht erst die vielen gesundheitlich sehr positive wirkenden Inhaltsstoffe runterbeten, denn es ist dieser ganz besondere Geschmack, der Schwarze Johannisbeeren auszeichnet, wobei ich auch nicht auf Einzelheiten unterschiedlicher Sorten eingehen will, von denen es groß- und kleinbeerige gibt. Mögen sich die Fachleute und Hobbygärtner damit befassen. Schwarze Johannisbeeren empfinde ich als deutlich süßer als die roten, aber das ist eher nebensächlich. Es ist der leicht erdige Geruch, möglicher Weise beeinflusst durch den unvergleich hohen Eisenanteil, der gepaart mit den Fruchtaromen diese Beere, frisch verzehrt, zu einer Besonderheit im Obstangebot macht. Und dieses Superfood kommt auch nicht aus Timbuktu sondern, sagen wir mal Mülheim-Winkhausen. Keine Frage, Schwarze Johannisbeeren sind nicht jedermanns Sache, ähnlich wie Schwarzwurzeln, aber jedermanns Sache schmeckt auf Dauer doch langweilig. Oder nicht?

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