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Montag, 26. November 2018

Die zehn größten aktuellen Ernährungsmythen.

Experten immer wieder im Streit: Ist Kaffee nun Bösewicht oder Wohltäter?

Ich liebe Bestenlisten. Wage mich aber viel zu selten an selbst erstellte heran. Was dem Absolutheitsanspruch geschuldet ist, der solchen Listen innewohnt. Möchte ich doch nicht als Ernährungspapst wahrgenommen werden, der alles besser weiss und den Menschen mit Geboten kommt. Echt nicht.

Warum ich nun doch wieder eine Liste mache, hat mit meiner Durchsicht alter Beiträge zu tun, die ich in den letzten zwölf Jahren an dieser Stelle verfasst habe. Immer mal wieder ging es um neue Erkenntnisse der Wissenschaft, aber in der Masse gehen viele dieser Informationen unter. Natürlich ist diese Liste der zehn größten Ernährungsmythen von mir höchst subjektiv zusammengestellt und gewichtet worden. Getreu einer alten Werbung für Kreditkarten: “Die Freiheit nehm’ ich mir!” Die Links führen zu Beiträgen des kompottsurfers, die das Thema streifen. Los geht’s.

1.  Immer wieder lesen wir von Superfood. Von gesundem Obst und Gemüse, von gesunden Wurzeln und Kräutern. Dabei gibt es keine gesunden Lebensmittel, es gibt nur gesunde Ernährung. Einzelne Lebensmittel verteufeln oder glorifizieren ist Unsinn.

2. Der frischeste Fisch ist qualitativ der beste? Falsch. Erst nach einem Tag Lagerung ist das für den Wohlgeschmack des Fischs bedeutende Glutamat gereift.

3. Kaffee ist ungesund. Alle Jahre wieder gerät unser liebstes Heißgetränk in die Kritik. Zum Beispiel, weil es den Körper entwässere und angeblich Acrylamid belastet sei. Zu Unrecht.

4. Vegane Ernährungstrendsetter behaupten: Eisenhaltiges Gemüse könne einen durch Fleischverzicht entstehenden Eisenmangel ausgleichen. Schön wär’s, denn die Bioverfügbarkeit ist nicht annähernd so hoch wie bei Fleisch.

5. Cholesterinhaltige Lebensmittel wie Ei, Butter und Leber erhöhen den Cholesterinspiegel und sind deshalb schlecht für unsere Gesundheit, heißt es häufig. Mit den Tatsachen hat das wenig zu tun.

6. Low-Carb-Ernährung macht gesund und schlank – eine Behauptung die nicht zu verallgemeinern ist. Wichtiger ist das Verhältnis von verbrauchter und zugeführter Energie. Auch das individuelle Stoffwechselverhalten spielt beim Abnehmen eine Rolle. Dazu kommt, dass ein Mangel an Kohlenhydraten unser Sozialverhalten negativ beeinflussen kann.

7. Rotwein passt nicht zu Fisch. Die Mär hält sich hartnäckig, obwohl sogar in Spitzenrestaurants längst das Gegenteil praktiziert und Rotwein zu Fisch serviert wird. Auch eine Untersuchung aus der Schweiz konnte die Entwicklung nicht aufhalten. Und das Gegenteil beweisen schon gar nicht.

8. Frisches Gemüse enthält mehr Vitamin als Tiefkühlgemüse. Stimmt nur in Ausnahmefällen. Sobald das frische Gemüse für wenige Tage im Kühlschrank liegt, sinkt der Vitamingehalt rapide. Beim TK-Gemüse bleibt er lange auf hohem Niveau.

9. Das Datum auf Lebensmittelverpackungen steht für den Verfallstermin des Inhalts. Obwohl so ziemlich jeder Verbraucher schon mal das Wort Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gehört oder gelesen hat, landen Lebensmittel nach Ablauf des MHDs sehr oft im Mülleimer, einer der Hauptgründe für die Wegwerferitis in Deutschland. Dabei bedeutet Mindesthaltbarkeit – man ahnt es irgendwie schon – MINDESThaltbarkeit
.
10. Wein auf Bier, das rat’ ich dir. Passend zu den anstehenden Weihnachtsfeiern in Betrieb und Verein muss gesagt werden: Ist genauso falsch wie die Warnung “Bier auf Wein, das lass’ sein.” Aber so gerne wir mal ein oder zwei Glas Wein oder Bier trinken – schon geringe Mengen wirken schädlich. Leider.

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