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Mittwoch, 10. Juli 2019

Schlabbrige Zucchini auf dem Teller? Das muss nicht sein.

Zu meinen großen Errungenschaften dieses Kochsommers zählt ein so simples wie nützliches Gerät: der Spiralschneider. Alter Hut, mögen Sie als Leser vielleicht sagen, aber was nutzt ein alter Hut, wenn man ihn nicht aufsetzt? Okay, verkehrt herum auf den Gehweg gelegt, könnte ein Hut zum Geld sammeln nützlich sein, aber ich schweife ab. Nun bin ich also stolzer Besitzer eines nagelneuen Spiralschneiders, für den ein junges Ehepaar keine Verwendung sah, nachdem es das Gerät auf dem Hochzeitsgabentisch vorgefunden hatte. Dank eBay-Kleinanzeigen kam ich für einen ganz schmalen Euro da ran. Ich liebe Schnäppchen.

Eigentlich gab es für meine Anschaffung nur einen Grund: Zucchini. Die haben gerade sommerliche Hochkonjunktur, doch geraten sie selbst bei kurzem Garen meist viel zu schlabbrig. Zucchini als Spaghetti, gedreht aus dem Spiralschneider, sind allerdings ganz und gar nicht schlabbrig sondern gelingen meist wunderbar bissfest. Zugestanden, die Länge nur einer dieser Spaghetti sollte ausreichen, eine komplette Rinderwade damit einzuwickeln, aber das macht nichts, schließlich sind wir ja in der Lage, diese Gemüseschlangen um die Gabel zu wickeln oder notfalls mit dem Messer unbarmherzig zu zersäbeln.

Mein erster Versuch war auch gleich von Erfolg gekrönt. Kurz in Olivenöl in der Pfanne bissfest gegart, mit ein paar Spritzern Sesamöl, frisch gepresstem Limettensaft sowie Salz, Pfeffer und gehacktem Koriandergrün abgeschmeckt – voilà, da haben wir im Handumdrehen ein schmackhaftes Sommeressen gezaubert. Nun heißt das Gerät aber nicht Zucchini-Spiralschneider, weshalb ein Experimentator wie ich gleich alles in den Dreher spannt, was interessante Ergebnisse verspricht.

Kartoffeln zum Beispiel. Das Spiralisieren klappte schon mal tiptop, nur wollte das Knollenknäuel anschließend nicht so garen wie ich mir das vorgestellt hatte. Beim ersten Probieren dachte ich: zu fest, das braucht noch. Beim zweiten Probieren dachte: Verdammt, Kartoffelpüree kannst du auch anders machen. Da muss ich wohl noch am Timing arbeiten. Und ja, natürlich habe ich eine festkochende Sorte genommen, bin ja nicht ganz so irre, wie ich nach einem misslungen Kochversuch aussehe.

Sie wollen vermutlich gar nicht wissen, welchem Gemüse ich als nächstes Unrecht antue, aber ich verrate es Ihnen trotzdem: Rote Beete. Mal sehen, was das für ein blutiges Gemetzel wird ….

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