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Freitag, 07. Februar 2020

Schöne Schweinerei an der Ruhr: Einfach mal die Sau rauslassen!

Wenn Sie aus dem Ruhrgebiet stammen und schon älter sind als drei mal Sieben, kennen Sie die Vorurteile, die Menschen aus anderen Regionen gegenüber unserer Heimat hegen und pflegen. Grau sei es hier und alles voller Beton und dreckiger Industrie. Ja, überhaupt sei es alles andere als schön, bestenfalls schön häßlich. Und Flora und Fauna seien allenfalls noch im Gartencenter zu bewundern. Längst habe ich mir abgewöhnt, darauf wortreich zu kontern und über die schöne Natur im Revier zu referieren. Das hab’ ich von Frank Goosen gelernt: “Was wird am Ruhrgebiet am meisten überschätzt? Das viele Grün.” Manchmal schleudere ich den Leuten aber auch ein “Woanders ist auch scheiße” entgegen, je nach Laune.

Sprechen wir also vertrauensvoll unter uns wissenden Einheimischen. Natürlich gibt’s hier Flora und Fauna auch außerhalb von Gartencentern. Sogar auf einstigen Industriehalden wächst was. Mitunter sogar echt krasses Zeug, guckst du hier. Was die Fauna angeht, so sind die ruhrnahen Wiesen, Wälder und Anhöhen vielfältig belebte Gebiete. Was ich als Langläufer mit Vorliebe für die frühen Morgenstunden nicht schon alles zu Gesicht bekam: Störche, Fischreiher, Eisvögel, Bussarde, Spechte, Eulen und Rotmilane. Wildgänse, Schwäne, Enten, Eichhörnchen und Kaninchen sowieso. Dazu Fledermäuse, Steinmarder, Füchse, Feldhasen, Rehe, Hirsche. Nur Wildschweine sind mir hier noch nicht unterkommen. Aber – und jetzt kommt’s: Freilandschweine.

Womit wir beim Nutzvieh an der Ruhr angekommen wären. So begegnet man dann und wann Rindviechern auf dem Ruhrtal-Radweg, besonders auf dem Abschnitt zwischen der Hattinger Birschel Mühle und Isenberg (manchmal sogar auf zwei Beinen) und grasende Schafherden zählen längst auch zum gewohnten Bild. Vor nicht allzu langer Zeit berichtete ich über die Auerochsen, die in einem kleinen Naturschutzgebiet am Nordufer der Ruhr, im Grenzland zwischen Bochum und Hattingen, angesiedelt wurden. Und nun also die Ruhrtaler Freilandschweine. Es ist eine Kreuzung aus Deutscher Landrasse und Piétrain, wie Alexander Im Brahm verrät, ein junger Bauer aus Essen, der Interessenten gerne einlädt, sich mal bei ihm auf dem Hof umzusehen.

Die angesehen Bochumer Metzgerei Kruse hat das Ruhrtaler Freilandschwein von Alexander Im Brahm mittlerweile im Programm. Auch einige Rewe- und Edeka-Märkte aus dem Ruhrgebiet bieten Fleisch von seinen Schweinen an. Wer mal probieren will, findet hier sicher eine Verkaufsstelle unweit des eigenen Zuhauses.

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