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Montag, 16. Dezember 2013

antoniewicz@home: Gulasch, Paprika, Bohnen und Ei

Es ist schon eine Weile her, da hatte ich mal wieder richtig Lust auf Gulasch. Die Lust kam nicht aus heiterem Himmel, sondern erwischte mich, nachdem ich einen Beitrag des gesch├Ątzten Kollegen Bert Gamerschlag ├╝ber die Zubereitung von Gulasch im stern gelesen hatte. Dabei erinnerte ich mich an ein Rezept von Heiko Antoniewicz aus seinem Buch Sous Vide, das ich schon lange einmal hatte ausprobieren wollen. Und so machte ich mich an die Arbeit und legte mir erst einmal folgende Zutaten zurecht:

F├╝r das Gulasch: 600 g Gulaschfleisch vom Metzger Kruse, 5 g Paprikapulver (eigentlich Rauchpaprikapulver, aber das war nicht so schnell zu beschaffen), 100 g Schalotten, 1 TL Cumin, 300 ml Kalbsjus, 2 Knoblauchzehen, 20 ml Balsamessig, Schalenabrieb von zwei unbehandelten Zitronen, 100 g rote Paprika (im Backofen angeschmort und anschlie├čend enth├Ąutet), Texturgebermix aus Agar und Johannisbrotkernmehl (original ist Basistextur aus Zitronenzesten vorgesehen).

F├╝r Paprika und Ei: 4 Spitzpaprika, 30 ml Oliven├Âl, 20 ml Ketjap Manis, 100 g Keniabohnen, 30 g Butter, 1 TL W├╝rzmischung (wei├če Sesamsaat, Korianderk├Ârner, Cumin, schwarzer Pfeffer, Thymian) als Ersatz f├╝r Ducca, das Heiko verwendet. 4 Eier, Gartenkresse. Da ich kein Hickory Smoke parat hatte, musste ich auf diese Zutat leider verzichten.

Zun├Ąchst briet ich das Fleisch in einem gro├čen Topf kurz und scharf an, gab im Anschluss die in Streifen geschnittenen Zwiebeln und Paprika dazu und nach und nach die anderen Zutaten, bevor ich das Ganze mit dem Kalbsjus auff├╝llte und mit der Texturgebermischung band. Dann lie├č ich das Gulasch abk├╝hlen, f├╝llte es zu gleichen Teilen in zwei Gefrierbeutel, die ich dann luftdicht verschwei├čte, wobei ich die beiden Portionsbeutel noch jeweils in einen zweiten Beutel zur Verst├Ąrkung einschwei├čte. F├╝r 12 Stunden musste das Gulasch nun noch bei 75┬░ Celsius im Julabo Fusionchef garen.

Nachem ich die ebenfalls im Backofen angeschmorten Spitzpaprika von der Haut befreit und zusammen mit dem Oliven├Âl und der Gew├╝rzmischung mit dem Stabmixer p├╝riert und anschlie├čend abgeschmeckt hatte, gab ich die Eier in den Fusionchef. Rezeptgetreu h├Ątten sie f├╝r eine Stunde bei 68┬░ Celsius garen m├╝ssen, aber da sich das Gulasch ja noch bei 75┬░ Celsius im Wasserbad des Fusionchefs befand, entschied ich, die Eier f├╝r 45 Minuten ebenfalls bei 75┬░ zu garen. Schlie├člich blanchierte und glasierte ich noch die Bohnen und versuchte alles halbwegs unfallfrei anzurichten. Irgendwann werde ich mal einen Kurs besuchen, damit es auf dem Teller nicht immer so bescheiden aussieht, aber geschmacklich muss ich sagen, war es richtig, richtig gut. Das Fleisch zart und saftig, die Sauce aromatisch und das Ei ein texturelles Aha-Erlebnis.

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Mittwoch, 09. Januar 2013

antoniewicz@home (11): Reh, Maronen, Rotkohl

Uups, die Sauce fehlt noch ... . Kommt dann halt nach dem Fotografieren.

Wer Freunde besucht, bringt gerne ein kleines Pr├Ąsent mit. Das ist gute Tradition. Unter Liebhabern kulinarischer Gen├╝sse steht nat├╝rlich Ess- oder Trinkbares als Geschenk hoch im Kurs. Nun k├╝ndigte sich k├╝rzlich Besuch bei uns an, der schon gleich verriet, was es als Mitbringsel geben w├╝rde: Rehkeule. Frisch geschossen von einem J├Ąger aus der Verwandtschaft.

Die Freude ├╝ber das Reh war gro├č. Nat├╝rlich sollte das Wild dann auch am gleichen Abend verspeist werden, und meine Aufgabe sollte es sein, ein passendes Rezept herauszusuchen und das Essen zuzubereiten. Ich erinnerte mich, dass Heiko Antoniewicz in seinem Buch Sous-vide ein Rezept mit Reh am Start hatte und bl├Ątterte es durch. Bingo! Das passte und klang so gut wie einfach: Rehr├╝cken, Maronen, Rotkohl.

Rehr├╝cken hatten wir zwar nicht, aber das sollte dem Rezept keinen Abbruch tun, das mir bei n├Ąherer Durchsicht allerdings ein paar Besonderheiten offenbarte, die das scheinbar Einfache doch aufw├Ąndiger machte als auf den ersten Blick gedacht. Egal, da musste ich jetzt durch.

F├╝r die Zubereitung des Rehs sollte ich normalerweise 500 g ausgel├Âsten und parierten Rehr├╝cken verwenden, aber es galt nun mal, die Rezeptur mit einer entsprechenden Menge ausgel├Âster Rehkeule zu bewerkstelligen, die ich mit 5 Pimentk├Ârnern, 10 Kaffeebohnen, 3 Wacholderbeeren und 30 ml Haselnuss├Âl im Vakuumbeutel veschwei├čte und f├╝r zwei Stunden bei 65┬░ C. im Julabo Fusionchef garte. Heike setzt alle Zutaten in ein Holznest aus dem Asia Shop und verschwei├čt alles gemeinsam, um es dann bei 65┬░ C. 20 Minuten zu garen. Aber ein passendes Holznest war daheim nicht verf├╝gbar, also musste es ohne gehen. Und weil die Keule im Gegensatz zum R├╝cken l├Ąngere Garzeit ben├Âtigt, mir dazu aber Erfahrungswerte fehlten, sch├Ątzte ich ab, dass ich f├╝r die ausgel├Âsten St├╝cke mit zwei Stunden einigerma├čen hinkommen sollte.
(weiterlesen…)

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Dienstag, 25. Dezember 2012

antoniewicz@home (9): Kabeljau, Topinambur, Zucchini

Die Weihnachtszeit bedeutet nicht nur f├╝r mich viel Arbeit in der K├╝che sondern auch f├╝r den fusionchef. Sous vide ist in diesen Tagen einfach die Zubereitungsmethode der Wahl, weil man nicht alles a la minute kochen muss und trotzdem absolut frisch kochen kann. Gestern zum Beispiel mit einem Rezept aus Heiko Antoniewicz’ Kochbuch Sous-vide (Matthaes Verlag): Kabeljau, Topinambur, Zucchini.

Vorweg gesagt, laut Orginalrezept h├Ątten es Kabeljaub├Ąckchen sein m├╝ssen, aber uns war nach etwas mehr Fisch. Also wurden es Filets statt B├Ąckchen.

Kabeljau: 8 Kabeljaub├Ąckchen (2 Kabeljaufilets), 40 ml Limonen├Âl, 8 Dushi Buttons.
Die Bezeichnung Limonen├Âl gibt ja nicht so genau an, welche Zitrusfrucht verarbeitet ist. Zumeist sind Limetten gemeint. ├ľl mit entsprechender Geschmacksrichtung kann man auch selbst herstellen, in dem man bestes Oliven├Âl mit Abrieb von unbehandelter Limette aromatisiert. Und statt der nur mit M├╝he beschaffbaren Dushi Buttons, kann man sich auch mit Minzbl├Ąttchen behelfen. Den Fisch von beiden Seiten mit dem Limonen├Âl bestreichen, vakuumieren und f├╝r 14 Minuten bei 56┬░ Celsius sous vide garen.

Topinambur
: 3 Knollen Topinambur, 2 Macisbl├╝ten, 4 Zimtstangen, 2 St├╝ck langer Pfeffer, 10 g eingeweichte wei├če Senfk├Ârner, 100 ml Gefl├╝gelfond, 4 g Salz, 20 g Blattpetersilie, Butter, Balsamessig.
Gesch├Ąlte Topinambur mit den Gew├╝rzen, dem Fond und dem Salz vakuumieren und f├╝r 75 Minuten bei 85┬░ Celsius sous vide garen. Bei Bedarf in Scheiben schneiden und mit dem Sud regenerieren. Die Topinambur aus dem Sud nehmen, abtropfen lassen und in etwas Butter glasieren und in fein geschnittener Blattpetersilie w├Ąlzen. Die Senfk├Ârner zum Sud geben und alles zusammen mit etwas Balsamessig abschmecken.

Zucchini: 1 Zucchini, 30 ml Thymian├Âl, 30 ml Traubenkern├Âl, 20 ml Chardonnay-Essig, Salz.
Zucchini in sehr d├╝nne Scheiben schneiden oder hobeln und leicht ├╝berlappend im Vakuumbeutel platzieren. Alle anderen Zutaten zugeben und f├╝r 75 Minuten bei 85┬░ Celsius sous vide garen. Anschlie├čend 2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Zur Fertigstellung Zucchini ├╝berlappend auf dem Teller anrichten und ebenso wie die darauf platzierten Topinamburscheiben mit dem jeweiligen Sud betr├Ąufeln. Obenauf die Fischfilets platzieren.

Fazit: Geschmacklich eine wunderbare Kombination, allerdings habe ich noch Schwierigkeiten, den Fisch unfallfrei aus dem Beutel zu hieven. Zumal alles sehr schnell gehen muss, damit das Essen hei├č bleibt. Zwar kann ich die Teller vorw├Ąrmen, aber eine W├Ąrmebr├╝cke hab’ ich nun mal nicht in der K├╝che. Und wenn man dann das Essen noch fotografieren will … . Uff. Ich richte ├╝brigens auch keinen Teller extra nur f├╝rs Foto an. Dar├╝ber w├Ąre zwar optisch noch einiges herauszuholen, zumal ich mit kleineren Mengen arbeiten k├Ânnte und auf Temperatur keine R├╝cksicht nehmen m├╝sste, aber letzten Endes steht bei mir nun mal das Essen im Vordergrund und nicht die Dokumentation.

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Dienstag, 20. November 2012

antoniewicz@home (8): Kaninchenkeule, Tomate, Aubergine

Die Entscheidung f├╝r dieses Gericht zum Wochenende fiel spontan. Der Wildfleischh├Ąndler meines Vertrauens auf dem Bochum Wochenmarkt hatte am Samstag Kaninchen zum Angebotspreis von 7,95 Euro das Kilo am Start, und da nahm ich mich doch gleich eines vollst├Ąndigen Tieres an. Leber und Nieren waren auch dabei, die noch am gleichen Abend kurzgebraten genossen wurden, w├Ąhrend alles andere f├╝r den Sonntag bestimmt war.

Nun wusste ich zwar, dass Heiko ein Kaninchenrezept in seinem Buch Sous-vide parat hatte, aber in welcher Zubereitung, das wusste ich bei meinem Markbesuch mal so gar nicht. Also erst mal wieder nach Hause gefahren, Fleisch in den K├╝hlschrank gepackt und das Buch hervorgeholt. Bingo, das schien ja simpel, ich brauchte lediglich Tomaten und kleine Auberginen. Okay, die kleinen Auberginen w├╝rde ich nicht mehr bekommen, daf├╝r h├Ątte ich wieder in die City zum Asia Shop gurken m├╝ssen, und diesen Aufwand wollte ich mir nicht antun. Also mussten es die g├Ąngigen Auberginen vom Lebensmittelh├Ąndler vor Ort richten. Und dazu Sachertomaten. Okay, das ist im Rezept nicht ganz so vorgesehen, aber Improvisation muss erlaubt sein. Immerhin gebe ich nicht vor, dass das Rezept jetzt meine Idee ist, nur weil ich ein paar Kleinigkeiten variiert habe. Obwohl sowas offensichtlich gerade in Mode kommt, entdeckte ich doch k├╝rzlich ein neues Sous-Vide-Buch, das mir in Aufbau und Aufmachung geradezu unversch├Ąmt nah am Original von Antoniewicz vorbeischrammt. Aber dazu in den n├Ąchsten Tagen mehr.

Ich fing also mit der Vorbereitung an. Die, laut Rezept, 2 Kaninchenkeulen gab ich zusammen mit je 10 ml von Antoniewicz’s Tomatenserum Push (weiterlesen…)

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Sonntag, 28. Oktober 2012

antoniewicz@home (7): Scholle, Senfk├Ârner, Rettich, R├Âstzwiebeln

Der kompottsurfer startet die n├Ąchste Staffel antoniewicz@home. Mit nachgekochten Rezepten aus Heiko Antoniewicz’ wunderbarem Kochbuch Sous-vide (Matthaes Verlag). Das Originalrezept sieht Schellfisch statt Scholle vor, aber da der H├Ąndler keinen Schellfisch mehr am Start hatte, wurde es eben Scholle. F├Ąngt ja auch mit “Sch” an.

Zun├Ąchst nahm ich 100 g Perlzwiebeln, weichte sie in warmem Wasser ein und h├Ąutete sie anschlie├čend. Dann gab ich die Zwiebeln in einen Vakuumbeutel, goss 200 ml Gem├╝sefond zu (im Original nimmt Heiko Gefl├╝gelfond) sowie 20 ml gutes Oliven├Âl, au├čerdem 5 g Senfk├Ârner, 1 Lorbeerblatt und 1 Zweig Thymian. Eingeschwei├čt verortete ich die T├╝te nun f├╝r neun Stunden in den Julabo fusionchef bei 68,8┬░ C.

Dann glasierte ich 80 Gramm in Stifte geschnittenen Rettich in steigender Butter gab anschlie├čend 30 Gramm in Stifte geschnittene Radieschen dazu und schmeckte das Ganze mit Wasabi (im Originalrezept Meerrettich) und einem Spritzer Essig ab und gab gehackte Blattpeterslilie zu.

Die beiden Schollenfilets kamen mit 40 ml Senf├Âl und 60 g Butter ÔÇô die vorher zusammen mit 20 gewaschenen Senfk├Ârnern und 4 Gramm Salz kurz erhitzt wurden ÔÇô in einen Vakuumbeutel und wurden kurz vor dem Abendessen f├╝r 15 Minuten bei 56┬░ C. sous vide gegart.

Vor dem Anrichten r├Âstete ich die Perlzwiebeln kurz in der Pfanne an. Die ├ľl-Butter-Marinade von der Scholle gab ich in etwas Fischfond (mit Sternanis aromatisiert) und verabeitete beides zu einer Emulsion, mit der abschlie├čend der Fisch betr├Ąufelt wurde.

Begeistert war ich von der Wirkung der Aromen├╝bertragung auf den Fisch durch die Senfk├Ârnermarinade. ├ťberhaupt verbanden sich alle Bestandteile des Gerichts sehr gut, und die Wahl eines Silvaners vom Pf├Ąlzer Weingut Siener (einer von kompottsurfers Lieblingen derzeit) entpuppte sich als genau richtig.

Fortsetzung folgt.

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Donnerstag, 17. Mai 2012

antoniewicz@home (6): Tomate sous vide

Tomaten sous vide mit Basilikum, Thymian und Rosmarin aromatisiert

Endlich gibt es wieder recht schmackhafte Tomaten zu kaufen, obwohl die beste Zeit f├╝r die heimischen Freilandtomaten nat├╝rlich noch l├Ąngst nicht gekommen ist. Aber ich wollte einfach unbedingt mal Tomate sous vide aus Heiko Antoniewiczs aktuellem Buch ausprobieren. Also den fusionchef angeworfen und vorbereitet. 200 Gramm kleine Tomaten mit ein paar Zweigen Thymian und Rosmarin sowie einigen Basilikumbl├Ąttern in einen Folienbeutel gegeben, dazu 100 ml Oliven├Âl, etwas Salz und Zucker und dann verschwei├čt.

Nach 15 Minuten bei 85┬░ Celsius im Wasserbad habe ich das Ganze in Eiswasser abgeschreckt und bis zum Servieren wenige Stunden sp├Ąter bei Zimmertemperatur stehen lassen. Ansonsten ist auch eine mehrt├Ągige Lagerung im K├╝hlschrank kein Problem. In Heikos Originalrezept gibt’s dazu 100 g Schwarzen Reis, der mit 1 St├Ąngel Zitronengras, 2 Limettenbl├Ąttern und 3 g Szechuan-Pfeffer aromatisiert wird. Au├čerdem in ├ľl und Essig eingelegte Kirschtomaten und marinierte Gr├╝ne Tomaten.

Ich habe die Variante anders gespielt und die Tomaten mit Heikos Variante vom sous vide gagarten Schulterst├╝ck sowie gebackenen Kartoffeln kombiniert. Passte prima. Und Leute, das Aroma dieser aromatisierten sous-vide-Tomaten ist wirklich eindrucksvoll.

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Montag, 05. M├Ąrz 2012

antoniewicz@home (5): Tendron, Champignons, Brokkoli, Mandelbutter.

Entwickeln sous vide zubereitet ein besonders intensives Aroma: Champignons

Nach 14 Tagen Einsatzpause sollte gestern endlich mal wieder der Fusionchef in Betrieb genommen werden, bevor sich bei mir noch Unroutiniertheit im Umgang mit dem Ger├Ąt einschleicht. Gedanklich besch├Ąftigt den kompottsurfer gerade die Vorbereitung von Natural Food als Wettkampfnahrung mittels Sous Vide, aber bis diese Sache wirklich ausgegoren ist, wird es noch Zeit brauchen.

Und so wandte ich mich erst mal einem weiteren Rezept aus Heiko Antoniewicz’ wunderbaren Buch Sous Vide zu. Daf├╝r musste Tendron, ein St├╝ck aus der Kalbsbrust, auch Kragen genannt, beschafft werden. Nun gibt es beim Metzger meines Vertrauens nur etwa vier Mal im Jahr Kalbfleisch aus Mutterkuhhaltung, das n├Ąchste Mal kurz vor Ostern, und so entschied ich, das Gericht als Rinderbrustvariante zu testen.

Zun├Ąchst bestrich ich zwei St├╝cke Fleisch a 200 Gramm rezeptgem├Ą├č mit jeweils 10 Gramm Ketjap Manis und 10 Gramm von Heikos Tomatenserum Push. Dazu gab ich zum Fleisch in jeden Beutel eine halbe Schalotte eine Nelke und ein Lorbeerblatt, schwei├čte das Ganze ein und legte es zun├Ąchst im K├╝hlschrank beiseite.

Dann putzte ich 300 Gramm Champignons und gab sie, zusammen mit einem Zweig Thymian (das Rezept sieht Zitronenthymian vor, hatte ich aber nicht vorr├Ątig) sowie einem Zweig Rosmarin, in einen Beutel, der anschlie├čend entl├╝ftet verschwei├čt wurde.

Da sowohl Gem├╝se wie auch Fleisch Sous Vide gegart werden mussten, die Temperaturen aber sehr unterschiedlich waren, entschied ich mich in der Reihenfolge daf├╝r, erst die Champignons ├╝ber die vorgegebenen f├╝nfzehn Minuten bei 85┬░ Celsius zu garen und im Anschluss das Fleisch bei 56┬░ Celsius f├╝r 70 Minuten. Die Champignons w├╝rde ich dann kurz vor dem Servieren in einem Stieltopf noch einmal kurz erw├Ąrmen.

Nun brauchte ich nur noch den in R├Âschen geschnittenen Brokkoli blanchieren, 20 Gramm Mandelbl├Ątter r├Âsten und den Brokkoli in etwas Nussbutter glasieren. Das Fleisch richtete ich schlie├člich noch mit etwas Kalbsjus an, und schon war die Sache geritzt. Ich liebe Rezepte, die f├╝r einen Hobbykoch gut zu handhaben sind und auch nicht allzu viel Vorbereitungszeit kosten.

├ťberzeugt haben mich der so ganz andere Geschmack und die besondere Textur der Rinderbrust, die so ├╝berhaupt nicht zu vergleichen sind mit St├╝cken aus R├╝cken oder H├╝fte. Auch die Champignons waren sehr ├╝berzeugend. Sie hatten durch die Zubereitung ein sehr intensives Aroma entwickelt, auch der Biss hatte nicht gelitten.

Fazit: Das Gericht werde ich zu Ostern noch einmal mit Kalbskragen zubereiten.

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Freitag, 06. Januar 2012

antoniewicz@home (4): Metzgerst├╝ck, Tatar, Ingwer, Linsen

Eines gleich vorweg: Was da bei uns auf den Tellern lag, sah nicht ann├Ąhernd so grandios aus, wie es in Heikos Buch angerichtet war. Aber daran habe ich mich schon gew├Âhnt ;-) . Heiko hat f├╝r das Rezept so genanntes Schulterfilet vom Wagyu Beef verarbeitet, w├Ąhrend ich mit einem sch├Ân gereiften Rinder-Schulterst├╝ck vom Metzger meines Vertrauens, Kruse, Vorlieb nehmen musste, der allerdings auch sehr gute Qualit├Ąt aus eigener Zucht zu bieten hat. Nat├╝rlich kein Wagyu Beef, aber daf├╝r immerhin bezahlbar.

Zun├Ąchst nahm ich ein sch├Ânes 400 Gramm St├╝ck von der Schulter, vakuumierte und verschwei├čte es zusammen mit ein paar Bl├Ąttern Koriandergr├╝n (die Korianderwurzeln, wie im Rezept beschrieben, konnte ich leider nicht auftreiben) sowie einer Chilischote. Da Heiko keine Angabe zur Sorte im Rezept hatte, w├Ąhlte ich eine de Arbol, wegen ihres leicht rauchigen Aromas, wobei ich sie der L├Ąnge nach aufschnitt, von den Samen befreite und dann in den Beutel gab. Sechs Stunden garte ich das Fleisch im Fusionchef bei 56┬░ Grad.

Aus dem Saft von 100 Gramm Ingwer, 200 ml Kalbsfond und 2 g Agar montierte ich ein Gelee, das ich zum Ausk├╝hlen auf einen leicht vertieften quadratischen Teller goss. Die Masse zog recht schnell an, und ich zerteilte das Quadrat in vier kleine Quadrate.

Auch bei den Linsen nahm ich mir die Freiheit des Hobbykochs, ein Rezept nicht 1:1 nachzukochen und w├Ąhlte statt der Le-Puy-Linsen 100 Gramm Berglinsen aus, die ich in 200 ml Wasser und etwas selbst hergestelltem Ingwer├Âl garte. Das Tatar vermengte ich schlie├člich rezeptgetreu mit 10 g Schnittlauch, etwas Kerbel, einer Messerspitze Senf (aus der Schwerter Senfm├╝hle) sowie ein paar Spritzern Sesam├Âl und schmeckte es schlie├člich mit einer Prise Salz ab.

Das Tatar richtete ich auf den Geleevierteln, das Fleisch auf den Linsen an. Dazu dann etwas reduzierter Kalbsfond und fertig. ├ťberzeugend an diesem Rezept fand ich, wie gut die Sch├Ąrfe des Ingwers im Gelee zum Tragen kam und mit dem w├╝rzigen Tatar harmonierte. Das Fleisch war wieder einmal der Hammer, was Textur und Geschmack betraf und passte wiederum gut zu den Linsen. Aber auch alles zusammen dann wieder sehr stimmig. Und damit das Ganze auch w├╝rdig von Wein begleitet wurde, stand dazu ein 2000er Chateau Kirwan aus Margaux im Glas.

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Mittwoch, 28. Dezember 2011

antoniewicz@home (3): G├Ąnseleber, Nougat, Pfeffern├╝sse

G├Ąnseleber, Nougat, Pfeffern├╝sse

Und wieder einmal wage ich mich an eine Kreation aus Heiko Antoniewiczs neuem Kochbuch Sous-vide mit dem festen Vorsatz, Heiko NICHT anzurufen, wenn ich ein Problem bekomme. Mit dem ausgew├Ąhlten Rezept G├Ąnseleber, Nougat, Pfeffern├╝sse scheint das zumindest theoretisch f├╝r einen Amateurkoch wie mich machbar zu sein. Zumal ich mir zu Weihnachten etwas mehr Mut zur L├╝cke angetrun .., ├Ąhem, angew├Âhnt habe. Das mit der L├╝cke betrifft in erster Linie die Beschaffung der Zutaten. Ach ja, und das Anrichten. (weiterlesen…)

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Samstag, 24. Dezember 2011

antoniewicz@home (2): Ei, Spinat, Rahmsauce. Erinnerungen an die Kindheit.

Das 60-Minuten-Ei: beeindruckend cremige Textur

Heikos wunderbares Kochbuch Sous Vide macht mir das Herz warm. Seine kulinarische Ausrichtung ist orientiert an heimischer, im besten Sinne B├╝rgerlicher K├╝che. H├╝hnerfrikasse, Gulasch, Sauerbraten ÔÇô alles das erinnert mich an die K├╝che meiner Mutter, die immer mit viel Liebe und Leidenschaft gekocht hat. Und dann pr├Ąsentiert Heiko gleich zum Einstieg in den Rezeptteil Ei, Spinat, Rahmsauce. Wie oft bin ich fr├╝her von der Schule nach Hause gekommen und habe mich ├╝ber eine sehr ├Ąhnliche Kombination gefreut. Spinat mit Spiegelei. Und dazu servierte meine Mutter zumeist noch R├Âstkartoffeln.
(weiterlesen…)

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