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Sonntag, 30. Mai 2010

Stiftung Warentest und Stern mit Nachrichten, die zu denken geben

Natürlich ist es nichts wirklich Neues (s. kompottsurfer 08/2008), was Stiftung Warentest und Stern in dieser Woche zu den beherrschenden Themen rund ums Essen machten – aber sie sorgen immerhin für Aufmerksamkeit. Aus Sicht des kompottsurfers auch absolut berechtigt. Und nur auf den ersten Blick scheinen sich die Beiträge in ihrer Stoßrichtung zu widersprechen. Während Stiftung Warentest mit der Aussage Bio ist nicht unbedingt gesünder oder schmackhafter als normale Kost für Aufregung sorgt, titelt der Stern Esst weniger Fleisch und macht im Verlauf der Geschichte deutlich, dass, wenn überhaupt, lediglich Biofleisch ein Nahrungsmittel akzeptabler Herkunft und für den verantwortungsbewussten Verbraucher tolerabel ist.

Beides sind schon seit langem Lieblingsthemen des kompottsurfers, der mit Vorliebe die mangelnde Frischequalität von Obst und Gemüse in Bioläden geißelt, zum Beispiel hier. Auch das Fleischthema kommt immer mal wieder hoch. Es ist nach meiner Ansicht nicht nur der vermeintlich günstige Preis des Fleisches, der Verbrauchern den Massenkonsum tierischer Erzeugnisse leicht macht, sondern vor allem auch der entblutete Konsum (dazu empfehle ich noch mal folgendes kompottsurfer-Interview). Obwohl ich kein Vegetarier bin, finde ich immer mehr Gefallen an dem Gedanken, dass derjenige, der Fleisch essen will, gefälligst auch bei der Schlachtung des Tieres anwesend und behilflich sein sollte. So wie es viele unserer älteren oder auf dem Land groß gewordene Mitbürger noch kennen. Und den Umstand, dass ein Kilo Tomaten oft teurer ist als ein Kilo Fleisch, finde ich ohnehin schon erschreckend genug und absolut unakzeptabel.

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Sonntag, 19. Oktober 2008

Große, kleine, legefrische Eier

EierEs ist immer etwas besonderes, wenn ich auf dem Klosterberghof absolut legefrische Eier ergattern kann. Gestern war mal wieder so ein Tag. Die Eier waren noch warm. Das fühlte sich wirklich großartig an. Und dann gab’s noch ein Mini-Hühnerei extra, das ungefähr die Größe eines Wachteleies aufwies. Das Huhn übt wohl noch

Übrigens: Je frischer das Ei, um so näher liegt der pH-Wert des Eiklars an der neutralen 7. Ältere Eier werden alkalisch und können pH-Werte um 9 aufweisen. Außerdem habe ich irgendwo gelesen, dass der Cholesterinanteil im Ei mit abnehmender Frische zunimmt. Nur finde ich dazu gerade nicht den passenden Link. Reiche ich aber bei Gelegenheit nach.

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Freitag, 06. Juli 2007

Endlich Tomaten – und was für welche!

Campari-TomateHeute war ein besonderer Tag. Der Tag, an dem ich auf dem Klosterberghof endlich wieder vor Ort angebaute Freilandtomaten bekommen konnte. Ganz besonders hat mich die Miniverkostung gefreut, die einer der verantwortlichen Landwirte des Betriebes aus dem Biolandverbund spontan auf der Verkaufstheke angerichtet hatte. Es galt eine Auswahl zwischen zwei Tomaten zu treffen, von denen ich vor dem Probieren zunächst glaubte, eine sei aus dem Supermarkt, die andere vom Klosterberghof. Frei nach dem Motto: Wir können beweisen, dass Biotomaten nicht nur die gesünderen sondern auch die geschmackvolleren Tomaten sind. Für mich galt: probieren und nicht blamieren. Es war ein Riesenunterschied zwischen beiden festzustellen. Die eine saftig, weich, dünne Haut, im Duft und Geschmack sehr ausgeprägt. Die andere fester in der Konsistenz, weniger aromatisch, gleichwohl auch noch in Ordnung. Das ist die Supermarkttomate, dachte ich, logo. Aber es war anders. Zum Glück für mein noch halbwegs heiles Ökoweltbild nicht andersherum. Beide Tomaten kamen vom Klosterberghof, unterschiedliche Felder, unterschiedliche Sorten. Mein Sieger heißt jedenfalls Campari, wie ich vom Landwirt erfuhr, der gleich losstapfte, um mir ein Kilo zu pflücken, weil im Laden nichts mehr vorrätig war. Campari, großartiger Name. Das nächste Mal, wenn ich zum Bauernhof fahre, stelle ich mich an die Theke und sage: “Einmal Campari-Tomate, bitte.” Wie ich auf der Seite der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen lesen konnte, hat es Campari in 2004 sogar schon zum Titel Tomate des Jahres gebracht.

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Freitag, 02. März 2007

Fast Food Nation – Boykottieren Kinos kritischen Film?

Fast Food NationDie Wahrheit ist schwer zu schlucken lautet der Untertitel zum Film Fast Food Nation, der gestern in den deutschen Kinos anlief. Auf der Theke des Klosterberghofs, wo ich heute Salat und Eier einkaufte, lagen Flyer zum Film, die von Bioland gedruckt worden waren. Wie schwer die Wahrheit zu schlucken ist, merkte ich schon daran, dass ich im gesamten PLZ-Bereich 4 nur ein Kino fand (und zwar das Bambi in Düsseldorf), das den Film zeigt. Dortmund, Bochum, Essen, Duisburg – überall Fehlanzeige. Kein Wunder, dass der Film fast nirgendwo zu sehen ist, denn wovon leben die Kinos zu einem nicht unerheblichen Teil? Richtig, vom Verkauf von Fast- und Junk Food. Da braucht man kein großer Verschwörungstheoretiker zu sein, um einen entsprechenden Zusammenhang zu vermuten. Der Film mit Starbesetzung (Bruce Willis, Ethan Hawke, Patricia Arquette, Avril Lavigne u.v.a.) erzählt auf der Basis des gleichnamigen Sachbuchbestsellers von Eric Schlosser die Geschichte des Marketingchefs einer Fast-Food-Kette, der feststellt, dass mit Kolibakterien verseuchtes Fleisch in die bestverkauften Burger seiner Kette gelangt ist und spürt den Ursachen nach. Prima Kinoprogramm – nicht nur für Schulklassen, denke ich. Auf der Website zum Film sind in der Rubrik Fast Food Facts auch zahlreiche Videos zum Thema zu sehen, unter anderem mit Beiträgen von stern-Redakteur Bert Gamerschlag, Fernsehköchin Sarah Wiener und der ehemaligen Verbraucherministerin Renate Künast. Sollte der Film irgendwann einmal in einem der zig Ruhrgebietskinos laufen, werde ich ihn mir sicher anschauen.

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Samstag, 18. November 2006

Bilderrätsel

OlivenWas hat der Kompottsurfer da denn nur abgelichtet, fragt ihr euch vielleicht beim Blick auf das Foto. Ganz einfach: Es sind meine besonderen Errungenschaften vom heutigen Wochenendeinkauf. Die grünen Wachteleier entdeckte ich im türkischen Lebensmittelmarkt meines Vertrauens. In Wirklichkeit sind es natürlich keine grünen Wachteleier, sondern frische Oliven. Wer nicht auf Großmärkten einkaufen kann, bekommt sie nur selten angeboten. Der junge Kollege im Laden verriet mir auch gleich, wie ich die Oliven in einen genießbaren Zustand bekomme. Und zwar muss ich sie einschlitzen und ins Wasser legen. Für insgesamt vierzehn Tage, wobei das Wasser täglich gewechselt werden muss. Auf diese Weise werden die Bitterstoffe ausgeschwemmt. Anschließend werde ich sie auf vier unterschiedliche Arten aromatisieren. Aber in Sachen Geschmacksrichtungen überlege ich noch. Mehr Infos dazu, wenn die vierzehn Tage herum sind. Die weißen Dinger auf dem Foto sind Möhren, sozusagen Albinos. Riechen und schmecken tun sie meiner Meinung nach wie die klassischen Möhren, nur ein Spur weniger intensiv im Aroma. Ich hab’ sie vom Klosterberghof geholt, für 95 Cent das Kilo konnte ich nicht Nein sagen.

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Montag, 16. Oktober 2006

Deutschland – Italien: Neuauflage mit Siebeck

KartoffelnDas Halbfinale der Fußball-WM gewannen, wie wir wissen, die Italiener. Dafür bekommen sie von Siebeck jetzt einen drauf, denn in seiner neusten Kolumne lässt er Kartoffeln über Nudeln triumphieren. Bissfest wie immer, bezieht er seine Position: “Merkwürdigerweise mögen mittlerweile auch Erwachsene Nudeln. Manche mögen sie, weil sie jetzt Pasta heißen, manche, weil sie billig sind, manche auch, weil man sie lutschen kann.” Kartoffeln bilden in der Küche eine eigene Welt, schreibt er, und zeigt sich erfreut, dass die Vielfalt der Kartoffelsorten hierzulande zugenommen hätte. Dem kann ich nur beipflichten: Neulich gab’s auf dem Klosterberghof Bamberger Hörnchen. Die krummen Dinger sind zwar im Handling nicht gerade unkompliziert, aber Konsistenz und Aromatik des Endprodukts lohnen die Mühe.

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Freitag, 25. August 2006

Jimmy Hendrix seine Möhrkes

Purple HazeWas für ein Erlebnis auf dem Klosterberghof: Im Gemüseregal entdecke ich lila farbene Möhren, die Purple Haze heißen und einen hohen Anteil Anthocyan enthalten, ein wasserlöslicher Wirkstoff mit antioxidativer Wirkung, der unter anderem als entzündungshemmend gilt. Wegen der Zweifarbigkeit (außen Lila, innen Orange) eignet sich diese Möhre schon aufgrund der optischen Wirkung zur rohen Verarbeitung, zum Beispiel als Salat. Und sie weist einen um vierzig Prozent höheren Carotinwert auf als die handelsüblichen Möhren. Im Geschmack unterscheidet sich Purple Haze kaum von den gängigen Sorten, wie ich finde, mir kommt sie allerdings etwas milder vor. Sie ist eine aus der alten Rotmöhre rekultivierte Version. Alte Hits sind eben doch oft die besten. Rock it!
Damit’s wirklich rockt, werde ich mit den Möhren ein Rezept von Jamie Oliver ausprobieren: In Folie gebackene Möhren mit Kreuzkümmel, Thymian, Butter und Chardonnay.

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Samstag, 19. August 2006

Das Kartoffelproblem 2006

KartoffelnGestern erzählte mir Pommesgott Raimund aus dem Profi-Grill, dass wegen der Hitze die Kartoffeln in diesem Erntejahr deutlich kleiner ausfielen und dass die Erträge ebenfalls niedrig sind, weshalb die Kartoffel- und Pommespreise steigen werden. Schon heute entdeckte ich auf dem Klosterberghof den Beweis: Ein Anhänger voll mit kleinen Kartoffeln. Bin gespannt, ob wenigstens die Qualität gleich geblieben ist.

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Donnerstag, 17. August 2006

Schweini verliert …

Schweini… wohl bald sein Leben. Denn das Lieblingsschwein meines Sohnes, wir haben es Schweini getauft, hat schon mächtig zugelegt. Dann werde ich wohl bald wieder Biofleischkoteletts auf dem Klosterberghof angepriesen bekommen. Apropos Biofleischkoteletts: Ich hoffe, dass der Schweini auf zwei Beinen mit dem FC Bayern beim VfL Bochum am Sonntag eins übergebraten bekommt.

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Montag, 14. August 2006

GENts noch? Ochsenherz und Zahnradtomate.

ZahnradtomateDer letzte Besuch auf dem Klosterberghof bescherte mir eine scheinbar gefährliche Überraschung: Da gibt es jetzt doch tatsächlich Tomaten, die aussehen, als stammten sie frisch aus dem Genmanipulator. Auf einem Bio-Bauernhof! Hilfe! Aber ich solle mich nicht sorgen, meinte die Bäurerin. Sie versicherte mir, dass mit den Dingern alles okay sei, die im Regal unter der Bezeichnung Zahnradtomaten abgelegt sind, anderswo aber angeblich auch Ochsenherzen genannt werden. Sie schmecken ähnlich wie normalförmige Tomaten, sind allerdings in der Konsistenz deutlich fester. Wer also den Designeffekt nutzen will, sollte nicht unbedingt Suppe oder Sauce draus machen. Mehr Infos

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