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Sonntag, 01. Mai 2016

Nicht nur Veganer kreieren kuriose Lebensmittelnamen. Heute: Sportsalami

Nachdem der kompottsurfer die Erheiterung über veganes Mett verdaut hat, sorgt ein Ereignis diesseits der Fleischtöpfe für Belustigung. Da wirbt ein Metzger doch tatsächlich mit, Achtung (!): Sportsalami. Die sportliche Seite des kompottsurfers fühlt sich gleich an die Salamitaktik erinnert, mit der Ultramarathonläufer Teile des Weges angehen, die ihnen Schwierigkeiten bereiten. Wenn der Schmerz kommt oder die Müdigkeit, es aber noch 30, 50, 80 Kilometer bis zum Ziel sind, kämpft er sich mit der Salamitaktik voran. Bis zum nächsten Baum, dann bis zum übernächsten, dann zum nächsten Verpflegungspunkt, wo es manchmal sogar Salami gibt. Und weiter zum nächsten. Immer weiter.

Sportsalami für Salamitaktiker?  Sachen gibt’s …

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Sonntag, 17. April 2016

Andere Städte, andere Sitten: Hamburger Kotzbecken.

Reden wir über Kneipenkultur. Traditionelle Kneipenkultur wie sie vor allem in Brauhäusern südlich des Weißwurstäquators noch gepflegt wird. Man sitzt an großen Tischen redet, mampft und trinkt. Und während man so redet, mampft und trinkt und trinkt, rebelliert plötzlich der Magen. Kann passieren, muss aber keinesfalls das Ende des gemütlichen Abends bedeuten. Denn so manche Gaststätte der alten Trinkschule wird noch nach dem Motto gepflegt: Wo Saufen eine Ehre ist, kann Kotzen keine Schande sein. Und in diesen Häusern gibt es sie tatsächlich noch: die guten alten Kotzbecken.

Der kompottsurfer konnte mit Saufkultur noch nie viel anfangen. Und doch ist das Grinsen groß, wenn man mal wieder irgendwo eine Lokalität mit Kotzbecken entdeckt. So gesehen in der Hamburger Bierstube Nagel, gegenüber dem Hamburger Hauptbahnhof gelegen. Das besondere an diesem Kotzbecken ist nicht, dass es überhaupt da ist – obwohl die Dinger tatsächlich selten geworden sind – sondern, dass noch ein Schild drübersteht mit dem Hinweis, für welche Verrichtungen der Porzellankübel vorgesehen ist. Könnte im betrunkenen Kopp ja mal passieren, dass man sich vertut. Aber ob man in diesen Momenten noch des Lesens fähig ist, darf durchaus bezweifelt werden.

Anlass zur Benutzung gab’s zumindest für Bochumer Fußballfans am letzten Samstag reichlich. Die Niederlage gegen den FC St. Pauli war echt zum k….

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Montag, 04. April 2016

Als die Franzosen begannen Pferde zu essen.

Einen sehr lesenswerten Beitrag zum aufkommenden Verzehr von Pferdefleisch im Frankreich des späten 19. Jahrhunderts hat der kompottsurfer auf den Seiten des Oxford Symposiums entdeckt. Interessant sind die Gründe für den damaligen Trend, denn die Franzosen mochten ihre treuen tierischen Freunde bis dahin nicht so gerne verspeisen. Abgesehen vom als langweilig empfundenen Geschmack des fettarmen Fleisches war es wohl in erster Linie Kopfsache, sie nicht in den Speiseplan aufzunehmen. Aber dann kam das Automobil, und Tausende von Kutschpferden wurden arbeitslos. Später nahmen Traktoren den Ackergäulen die Arbeit weg. Also, wohin mit Klepper? Durchfüttern, dafür dürften damals Geld und Muße gefehlt haben. Also futtern. So jedenfalls erklären es sich die Kollegen.

Der kompottsurfer fragt sich, welche unantastbaren Tiere bei uns vielleicht bald gegessen werden, weil sie überflüssig oder zur Last geworden sind. Ratten? Krähen? Insekten? Modehunde? Am besten denkt man das nicht zu Ende.

Wer übrigens mal Pferdefleisch probieren möchte – die Dortmunder Rossschlachterei Bäumer ist für Interessierte eine gute Adresse.

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Sonntag, 13. März 2016

Wen interessieren noch Zucker, Schokolade oder Plastikteilchen? Mars macht jetzt auch mit Gemüse mobil.

Der kompottsurfer liebt ferne Ausblicke. Richtung Zukunft, Richtung Mars. Niederländische Forscher haben in Experimenten herausgefunden, wie es geht, Gemüse auf dem Mars anzubauen. Was im fiktionalen Hollywood-Blockbuster Der Marsianer noch eine echte Herkulesaufgabe für Hauptfigur Mark Watney war, könnte für reale Astronauten weitaus einfacher sein. Weil man inzwischen weiß, wie es gehen kann mit dem Gemüseanbau auf dem Mars. Der IT-Dienst Golem berichtet von entsprechenden Untersuchungsergebnissen, und das macht doch Hoffnung für, nun ja, unsere Enkel oder Urenkel. Wenn unsere Generation die Erde heruntergewirtschaft hat, oder ein Meteorit unseren Heimatplaneten unbewohnbar machen würde, dann könnte unsere Spezies auf den Mars ausweichen. Und vielleicht die Chance ergreifen, alles besser zu machen. Der kompottsurfer sieht der ersten Marsmission jedenfalls mit großer Neugierde entgegen. Und hofft, dass es nicht mehr lange dauert bis dahin.

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Donnerstag, 28. Januar 2016

Neuerungen in der Lebensmittelverordnung drohen Abmahnwelle auszulösen.

Vor einigen Wochen hatte der kompottsurfer über Veränderungen in der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung (LMKV) geschrieben. Es ging um Beschwerden aus der Gastronomie über diese, als bürokratische Bürde empfundene Neuerung, nachdem nun alle 14 Hauptallergene auf den Menükarten aufgeführt werden müssen, so sie denn irgendwo verarbeitet sind.

Der kompottsurfer hatte in seiner Schlussbemerkung formuliert, dass man die neuen Bestimmungen auch als Chance begreifen kann und nicht bedacht, dass genau das auch außerhalb der Gastronomie passieren könnte. Inzwischen befassen sich nämlich auf Abmahnverfahren spezialisierte Anwaltskanzleien mit dem Thema und sehen in der LMKV die Chance auf eine leckere Einnahmequelle. So sollen bereits Weinhändler, die online Produkte zum Verkauf anbieten, abgemahnt worden sein, weil auf den Flaschen die Pflicht zur Angabe der Inhaltsstoffe nicht erfüllt wurde, wie auch das Portal Weinplus in einem Beitrag berichtet.

Abmahnverfahren als Geschäftsmodell für Anwaltskanzleien sind eine unappetitliche Verirrung unseres Rechtssystems. Und man möchte gar nicht zu Ende denken, was eine ins Rollen kommende Abmahnwelle für viele Winzer und kleinere Produzenten von haltbaren Lebensmitteln und möglicherweise sogar für Gastronomen bedeuten könnte.

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Samstag, 23. Januar 2016

Nelson Müller und ein kurioser Vorwurf zur Schleichwerbung im ZDF

Kurz vor Weihnachten im ZDF. Benefizgala für die kirchlichen Hilfswerke “Misereor” und “Brot für die WELT”. Moderatorin Carmen Nebel hat den Essener Sterne- und Fernsehkoch Nelson Müller an der Seite und redet mit ihm über ein besonderes Produkt: Quinoa. Ein Pseudogetreide, das in Koch- und Gesundheitsmagazinen derzeit gleichermaßen gefeiert wird. Auch der kompottsurfer berichtete im vergangenen Frühjahr darüber. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sieht in der auch als Inkareis bezeichneten, robusten Pflanze sogar eine Chance gegen den Welthunger. Quinoa ist reich an pflanzlichem Eiweiß, Kohlenhydraten und Ballaststoffen.

Warum nun der Ärger, der – laut Mediendienst kress – bei einer Hilfsorganisation und beim Verband Privater Rundfunk und Telemedien laut wurde? Nun, es soll Schleichwerbung gewesen sein, was da berichtet wurde, weil Müller angeblich Testimonial eines bekannten Gelsenkirchener Unternehmens sei, das neben diversen getrockneten Hülsenfrüchten auch Quinoa vermarktet. Allerdings ist dieses Engagement seit vielen Jahren beendet, lässt Müller mitteilen und versteht die Aufregung nicht.

Tatsächlich hätte es Geschmäckle, wenn die Geschichte wirklich als unbezahltes Product Placement ins öffentlich-rechtliche Programm geschleust worden wäre. Aber der kompottsurfer sieht in diesem Fall keinen Grund, die Juristen-Kavallerie zu rufen. Wundert sich dagegen viel mehr über so manch’ merkwürdigen Umgang mit Product Placement in öffentlich-rechtlichen Produktionen. Da werden die Herstellerlogos von Computern – zum Beispiel im Tatort – unkenntlich gemacht, gleichwohl cruisen die Kommissare zumeist mit höchst wiedererkennbaren Autos durch die Gegend, wenn man mal von den Kölner Kollegen Schenk und Ballauf absieht. Und von der Sportberichterstattung wollen wir gar nicht erst reden. Wie oft da unbezahlt Produktnamen im Bild sind – nicht zuletzt bei Interviews mit Sportlern und Trainern, die ihre Kleidung als Werbefläche vermarkten – kann man kaum noch zählen.

Wird Zeit, dass der Umgang mit solchen Dingen mal einheitlich geregelt wird – und zwar handhabbar.

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Mittwoch, 13. Januar 2016

Tischreservierung via Michelin: Wohin die Übernahme von Bookatable führen könnte.

Michelin Restaurants, wie die Marke hinter der roten Bibel, dem Restaurantführer Guide Michelin heißt, hat den Reservierungsdienst Bookatable übernommen. Und könnte damit einen Weg ebnen, den der kompottsurfer für die zukunftsfähigste Lösung in Sachen Gastronomiekritik hält. Seit 2013 existiert bereits eine Zusammenarbeit mit dem in London ansässigen Anbieter für Internet-Reservierungen, bei dem in Europa 15.000 Restaurants registriert sind und – laut Michelin – in 2015 bereits mehr als 34 Millionen Tischreservierungen umgesetzt wurden.

Auch wenn über Michelin aktuell nur der internationale Ausbau der Reservierungssysteme thematisiert wird – die Frage bleibt, warum die bekannteste Marke auf dem Markt der Gastronomieführer überhaupt hier einsteigt? Der kompottsurfer kann sich gut vorstellen, dass damit mittelfristig auch ein neues, publikumsbasiertes Bewertungssystem etabliert werden könnte. Über das Reservierungssystem könnte dann ein Verfahren implementiert werden, das Restaurantbesuchern eine Bewertung des von ihnen besuchten Lokals erlaubt. In der konkreten Ausgestaltung könnte man sich viele Besonderheiten vorstellen. Zum Beispiel die, dass versierte Nutzer, die viele Besuche und Bewertungen aufzuweisen haben, einen höheren Bewertungsfaktor einbringen könnten. Vorteil eines solchen Systems wäre die Glaubwürdigkeit. Nur wer tatsächlich zeitnah im entsprechenden Restaurant gegessen hat, kann auch bewerten.

Schon lange hält der kompottsurfer die althergebrachten Restaurantführer für überholt, deren Glaubwürdigkeit zudem oft nicht nur von Nutzern sondern auch von Köchen und Gastronomen in Frage gestellt wird.

Man darf gespannt sein, wie es da weitergeht.

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Freitag, 01. Januar 2016

2016. Der kompottsurfer wünscht allen Lesern nur das Beste …

… fürs neue Jahr, natürlich auch auf den Tellern und in den Gläsern.

Für den kompottsurfer ist 2016 das zehnte Jahr als Blogger. Höchste Zeit, mal aus den über die Zeit gepriesenen Produkten des Jahres ein best of the best zu extrahieren. Was ist geblieben aus den zehn letzten Jahren, welche Produkte sind aus dem kulinarischen Alltag des kompottsurfers nicht mehr wegzudenken? So viel vorweg: E s sind weit mehr als die hier gelisteten. Aber es gibt Umstände, die einem Entscheidungen abnötigen. Und wenn man eine Bestenliste erstellen will, fällt eben hinten was raus.

Also gut, hier sind sie:

1. Reinstoff Kaffee (röst.art)
Richtig Wachwerden ohne diesen Koffeinbooster ist inzwischen schwer vorstellbar. Noch dazu macht dieser 100% Robustakaffee mit seinen erdigen, rauchigen und schokoladigen Aromen eine geradezu sündig fließende Crema.

2. Muscovadezucker (Tate & Lyle // Variation: dark brown)
Der Muscovado ist ein unraffinierter Zucker mit Würznoten sowie Lakritz- und Honigaromen. Funktioniert als Zugabe für Gebäck und Kuchen genauso gut wie zum Süßen von Kaffee. Muscovado wird durch Verdampfen des Zuckerrohrsaftes in offenen Kochbehältern gewonnen.

3. Beluga Linsen (alnatura)
Erinnern äußerlich an Schwarzen Kaviar. Feines, duftiges Aroma und in der Textur auch fertig gegart noch angenehm bissfest.

4. Gerste-Hafer-Brot (Hutzelbäckerei Bochum)
Saftiges Bio-Vollkornbrot, das auch nach einigen Tagen noch einen ungewöhnlich frischen Eindruck macht. Gerste und Hafer enthalten zudem einen sehr hohen Anteil an beta-Glucanen (3-7 %). Diese Polysaccharide sollen sich, einigen Studien zufolge, positiv auf den Blutcholesterinspiegel auswirken.

5. Granatapfel (Israel, Türkei)
Beim kompottsurfer genauso beliebt wie damals bei den griechischen Göttern der Unterwelt. Auch wenn das Ausbrechen der roten Kerne schon bei der kleinsten Unachtsamkeit die Szenerie eines Küchenmassakers schaffen kann. Herbe Süße gepaart mit reichlich Inhaltsstoffen, denen positive gesundheitliche Wirkungen zugeschrieben werden wie Flavonoide, Eisen und Kalium.

6. Chili Senf (Schwerter Senfmühle)
Pur auf die Grillwurst oder als Zugabe zu Dressings und Saucen – der geschmacklich gut abgestimmte Chili-Senf aus der Schwerter Senfmühle ist wertvolles Grundprodukt für jeden Küchenvorrat.

7. Avocado (Hass)
Die klassische Guacamole ist nur eine Art der Verwendung. Der kompottsurfer mag Avocados auch in Kombination mit geräuchertem Fisch, Speck sowie diversen Krusten- und Schalentieren. Gesunde Fette beinhaltet sie auch, die Avocado.

8. Sesamöl aus gerösteten Sesamsamen (Diamond)
Gibt diversen Gemüse- und Geflügelzubereitung den letzen aromatischen Kick, wie es Jamie Oliver formulieren würde.

9. Limette
Sehr vielseitige Zitrusfrucht. Ob Drinks, salzige oder süße Gerichte – Abrieb und Saft der Limette können den Unterschied zwischen gewöhnlich und besonders machen. Pfeffer enthält oft den Aromastoff der Limette und funktioniert als Gewürzkombination gut.

10. Räuchermatjes (Fisch Huber, Bochum)
Nicht jeder Räuchermatjes ist für Feinschmecker. Aber der von Fisch Huber ist es. Ob im Kartoffelsalat oder in Kombination mit Guacamole – einfach lecker.

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Sonntag, 27. Dezember 2015

Begegnung mit Paul Klee bei einem Bochumer Fischhändler

Nein, ich bin weder verrückt noch auf Droge oder erlaube mir einen Scherz mit einem Namensdoppelgänger. Aber es ereilte mich neulich tatsächlich eine Geschichte, die mit dem großen Maler Paul Klee zu tun hatte, ausgerechnet bei Fischfeinkost Huber im Bochumer Stadtteil Linden, wo ich einmal in der Woche Räuchermatjes einkaufe.

Vor mir ist eine ältere Dame an der Reihe. Sie diskutiert gerade mit dem Händler über Miesmuscheln, und wie leicht man sogar als Händler auf dem Großmarkt mit betagter Ware übers Ohr gehauen werden kann. Ich ging davon aus, dass die Dame vielleicht früher einmal Fischhändlerin gewesen war, und wie sich im weiteren Gespräch schnell herausstellt, lag ich mit der Vermutung nicht ganz falsch. Ihr Vater, so erzählt sie, sei vor dem zweiten Weltkrieg als Fischhändler tätig gewesen und zwar in Dessau. Zu dessen treuesten Kunden zählte Paul Klee, der seinerzeit am Bauhaus in Dessau lehrte und eine Doppelhaushälfte in direkter Nachbarschaft zu Wassily Kandinsky bewohnte. Klee kaufte die Fische aber nicht nur für den eigenen Konsum sondern sozusagen auch als Aktmodell für seine Bilder. Klee malte oft Fische und – so erzählt die Zeitzeugin – legte großen Wert darauf, dass auch die Aktfische frisch waren.

1957 erschien in der Zeit ein lesenswerter Beitrag über Paul Klees künstlerischem Interesse an Fischen. Dass er als Vorlagen keine Abbildungen aus Biologiebüchern nutzte, sondern frische Fische beim Händler orderte, zählt zu den Anekdoten die nicht bedeutsam sind für Klees großes Gesamtwerk, aber die man sich gerne erzählen lässt, wenn man gerade beim Fischhändler ansteht.

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Samstag, 12. Dezember 2015

Private Schokolade.

Ja, natürlich gibt es das schon Weile. Natürlich ist individuell gestaltete Verpackung für diverse Ge- und Verbrauchsartikel nichts, was den kompottsurfer dazu bewegen könnte, einen Beitrag dazu zu verfassen. Es sei denn, der so individuell verpackte Inhalt gebietet Aufmerksamkeit. Und genau das tut er bei Zotters Angebot für individuelles Motivdesign. Denn die Schokolade der österreichischen Manufaktur ist hochwertiger Stoff für den die Mühe einer eigenwilligen gestalteten Verpackung lohnt. Aus dem großen Sortiment können alle Schokoladen ausgewählt werden. Die individuelle Umverpackung liefert Zotter als Ausdruck extra dazu. Wer aber noch vor Weihnachten beliefert werden will, sollte sich sputen und am besten vorab nachfragen, ob es zeitlich reicht.

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