rewirpower.de – Das Revierportal


Suche:

Donnerstag, 28. Januar 2016

Neuerungen in der Lebensmittelverordnung drohen Abmahnwelle auszulösen.

Vor einigen Wochen hatte der kompottsurfer über Veränderungen in der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung (LMKV) geschrieben. Es ging um Beschwerden aus der Gastronomie über diese, als bürokratische Bürde empfundene Neuerung, nachdem nun alle 14 Hauptallergene auf den Menükarten aufgeführt werden müssen, so sie denn irgendwo verarbeitet sind.

Der kompottsurfer hatte in seiner Schlussbemerkung formuliert, dass man die neuen Bestimmungen auch als Chance begreifen kann und nicht bedacht, dass genau das auch außerhalb der Gastronomie passieren könnte. Inzwischen befassen sich nämlich auf Abmahnverfahren spezialisierte Anwaltskanzleien mit dem Thema und sehen in der LMKV die Chance auf eine leckere Einnahmequelle. So sollen bereits Weinhändler, die online Produkte zum Verkauf anbieten, abgemahnt worden sein, weil auf den Flaschen die Pflicht zur Angabe der Inhaltsstoffe nicht erfüllt wurde, wie auch das Portal Weinplus in einem Beitrag berichtet.

Abmahnverfahren als Geschäftsmodell für Anwaltskanzleien sind eine unappetitliche Verirrung unseres Rechtssystems. Und man möchte gar nicht zu Ende denken, was eine ins Rollen kommende Abmahnwelle für viele Winzer und kleinere Produzenten von haltbaren Lebensmitteln und möglicherweise sogar für Gastronomen bedeuten könnte.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Samstag, 23. Januar 2016

Nelson Müller und ein kurioser Vorwurf zur Schleichwerbung im ZDF

Kurz vor Weihnachten im ZDF. Benefizgala für die kirchlichen Hilfswerke “Misereor” und “Brot für die WELT”. Moderatorin Carmen Nebel hat den Essener Sterne- und Fernsehkoch Nelson Müller an der Seite und redet mit ihm über ein besonderes Produkt: Quinoa. Ein Pseudogetreide, das in Koch- und Gesundheitsmagazinen derzeit gleichermaßen gefeiert wird. Auch der kompottsurfer berichtete im vergangenen Frühjahr darüber. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sieht in der auch als Inkareis bezeichneten, robusten Pflanze sogar eine Chance gegen den Welthunger. Quinoa ist reich an pflanzlichem Eiweiß, Kohlenhydraten und Ballaststoffen.

Warum nun der Ärger, der – laut Mediendienst kress – bei einer Hilfsorganisation und beim Verband Privater Rundfunk und Telemedien laut wurde? Nun, es soll Schleichwerbung gewesen sein, was da berichtet wurde, weil Müller angeblich Testimonial eines bekannten Gelsenkirchener Unternehmens sei, das neben diversen getrockneten Hülsenfrüchten auch Quinoa vermarktet. Allerdings ist dieses Engagement seit vielen Jahren beendet, lässt Müller mitteilen und versteht die Aufregung nicht.

Tatsächlich hätte es Geschmäckle, wenn die Geschichte wirklich als unbezahltes Product Placement ins öffentlich-rechtliche Programm geschleust worden wäre. Aber der kompottsurfer sieht in diesem Fall keinen Grund, die Juristen-Kavallerie zu rufen. Wundert sich dagegen viel mehr über so manch’ merkwürdigen Umgang mit Product Placement in öffentlich-rechtlichen Produktionen. Da werden die Herstellerlogos von Computern – zum Beispiel im Tatort – unkenntlich gemacht, gleichwohl cruisen die Kommissare zumeist mit höchst wiedererkennbaren Autos durch die Gegend, wenn man mal von den Kölner Kollegen Schenk und Ballauf absieht. Und von der Sportberichterstattung wollen wir gar nicht erst reden. Wie oft da unbezahlt Produktnamen im Bild sind – nicht zuletzt bei Interviews mit Sportlern und Trainern, die ihre Kleidung als Werbefläche vermarkten – kann man kaum noch zählen.

Wird Zeit, dass der Umgang mit solchen Dingen mal einheitlich geregelt wird – und zwar handhabbar.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Mittwoch, 13. Januar 2016

Tischreservierung via Michelin: Wohin die Übernahme von Bookatable führen könnte.

Michelin Restaurants, wie die Marke hinter der roten Bibel, dem Restaurantführer Guide Michelin heißt, hat den Reservierungsdienst Bookatable übernommen. Und könnte damit einen Weg ebnen, den der kompottsurfer für die zukunftsfähigste Lösung in Sachen Gastronomiekritik hält. Seit 2013 existiert bereits eine Zusammenarbeit mit dem in London ansässigen Anbieter für Internet-Reservierungen, bei dem in Europa 15.000 Restaurants registriert sind und – laut Michelin – in 2015 bereits mehr als 34 Millionen Tischreservierungen umgesetzt wurden.

Auch wenn über Michelin aktuell nur der internationale Ausbau der Reservierungssysteme thematisiert wird – die Frage bleibt, warum die bekannteste Marke auf dem Markt der Gastronomieführer überhaupt hier einsteigt? Der kompottsurfer kann sich gut vorstellen, dass damit mittelfristig auch ein neues, publikumsbasiertes Bewertungssystem etabliert werden könnte. Über das Reservierungssystem könnte dann ein Verfahren inplementiert werden, dass Restaurantbesuchern eine Bewertung des von ihnen besuchten Lokals erlaubt. In der konkreten Ausgestaltung könnte man sich viele Besonderheiten vorstellen. Zum Beispiel die, dass versierte Nutzer, die viele Besuche und Bewertungen aufzuweisen haben, einen höheren Bewertungsfaktor einbringen könnten. Vorteil eines solchen Systems wäre die Glaubwürdigkeit. Nur wer tatsächlich zeitnah im entsprechenden Restaurant gegessen hat, kann auch bewerten.

Schon lange hält der kompottsurfer die althergebrachten Restaurantführer für überholt, deren Glaubwürdigkeit zudem oft nicht nur von Nutzern sondern auch von Köchen und Gastronomen in Frage gestellt wird.

Man darf gespannt sein, wie es da weitergeht.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Freitag, 01. Januar 2016

2016. Der kompottsurfer wünscht allen Lesern nur das Beste …

… fürs neue Jahr, natürlich auch auf den Tellern und in den Gläsern.

Für den kompottsurfer ist 2016 das zehnte Jahr als Blogger. Höchste Zeit, mal aus den über die Zeit gepriesenen Produkten des Jahres ein best of the best zu extrahieren. Was ist geblieben aus den zehn letzten Jahren, welche Produkte sind aus dem kulinarischen Alltag des kompottsurfers nicht mehr wegzudenken? So viel vorweg: E s sind weit mehr als die hier gelisteten. Aber es gibt Umstände, die einem Entscheidungen abnötigen. Und wenn man eine Bestenliste erstellen will, fällt eben hinten was raus.

Also gut, hier sind sie:

1. Reinstoff Kaffee (röst.art)
Richtig Wachwerden ohne diesen Koffeinbooster ist inzwischen schwer vorstellbar. Noch dazu macht dieser 100% Robustakaffee mit seinen erdigen, rauchigen und schokoladigen Aromen eine geradezu sündig fließende Crema.

2. Muscovadezucker (Tate & Lyle // Variation: dark brown)
Der Muscovado ist ein unraffinierter Zucker mit Würznoten sowie Lakritz- und Honigaromen. Funktioniert als Zugabe für Gebäck und Kuchen genauso gut wie zum Süßen von Kaffee. Muscovado wird durch Verdampfen des Zuckerrohrsaftes in offenen Kochbehältern gewonnen.

3. Beluga Linsen (alnatura)
Erinnern äußerlich an Schwarzen Kaviar. Feines, duftiges Aroma und in der Textur auch fertig gegart noch angenehm bissfest.

4. Gerste-Hafer-Brot (Hutzelbäckerei Bochum)
Saftiges Bio-Vollkornbrot, das auch nach einigen Tagen noch einen ungewöhnlich frischen Eindruck macht. Gerste und Hafer enthalten zudem einen sehr hohen Anteil an beta-Glucanen (3-7 %). Diese Polysaccharide sollen sich, einigen Studien zufolge, positiv auf den Blutcholesterinspiegel auswirken.

5. Granatapfel (Israel, Türkei)
Beim kompottsurfer genauso beliebt wie damals bei den griechischen Göttern der Unterwelt. Auch wenn das Ausbrechen der roten Kerne schon bei der kleinsten Unachtsamkeit die Szenerie eines Küchenmassakers schaffen kann. Herbe Süße gepaart mit reichlich Inhaltsstoffen, denen positive gesundheitliche Wirkungen zugeschrieben werden wie Flavonoide, Eisen und Kalium.

6. Chili Senf (Schwerter Senfmühle)
Pur auf die Grillwurst oder als Zugabe zu Dressings und Saucen – der geschmacklich gut abgestimmte Chili-Senf aus der Schwerter Senfmühle ist wertvolles Grundprodukt für jeden Küchenvorrat.

7. Avocado (Hass)
Die klassische Guacamole ist nur eine Art der Verwendung. Der kompottsurfer mag Avocados auch in Kombination mit geräuchertem Fisch, Speck sowie diversen Krusten- und Schalentieren. Gesunde Fette beinhaltet sie auch, die Avocado.

8. Sesamöl aus gerösteten Sesamsamen (Diamond)
Gibt diversen Gemüse- und Geflügelzubereitung den letzen aromatischen Kick, wie es Jamie Oliver formulieren würde.

9. Limette
Sehr vielseitige Zitrusfrucht. Ob Drinks, salzige oder süße Gerichte – Abrieb und Saft der Limette können den Unterschied zwischen gewöhnlich und besonders machen. Pfeffer enthält oft den Aromastoff der Limette und funktioniert als Gewürzkombination gut.

10. Räuchermatjes (Fisch Huber, Bochum)
Nicht jeder Räuchermatjes ist für Feinschmecker. Aber der von Fisch Huber ist es. Ob im Kartoffelsalat oder in Kombination mit Guacamole – einfach lecker.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Sonntag, 27. Dezember 2015

Begegnung mit Paul Klee bei einem Bochumer Fischhändler

Nein, ich bin weder verrückt noch auf Droge oder erlaube mir einen Scherz mit einem Namensdoppelgänger. Aber es ereilte mich neulich tatsächlich eine Geschichte, die mit dem großen Maler Paul Klee zu tun hatte, ausgerechnet bei Fischfeinkost Huber im Bochumer Stadtteil Linden, wo ich einmal in der Woche Räuchermatjes einkaufe.

Vor mir ist eine ältere Dame an der Reihe. Sie diskutiert gerade mit dem Händler über Miesmuscheln, und wie leicht man sogar als Händler auf dem Großmarkt mit betagter Ware übers Ohr gehauen werden kann. Ich ging davon aus, dass die Dame vielleicht früher einmal Fischhändlerin gewesen war, und wie sich im weiteren Gespräch schnell herausstellt, lag ich mit der Vermutung nicht ganz falsch. Ihr Vater, so erzählt sie, sei vor dem zweiten Weltkrieg als Fischhändler tätig gewesen und zwar in Dessau. Zu dessen treuesten Kunden zählte Paul Klee, der seinerzeit am Bauhaus in Dessau lehrte und eine Doppelhaushälfte in direkter Nachbarschaft zu Wassily Kandinsky bewohnte. Klee kaufte die Fische aber nicht nur für den eigenen Konsum sondern sozusagen auch als Aktmodell für seine Bilder. Klee malte oft Fische und – so erzählt die Zeitzeugin – legte großen Wert darauf, dass auch die Aktfische frisch waren.

1957 erschien in der Zeit ein lesenswerter Beitrag über Paul Klees künstlerischem Interesse an Fischen. Dass er als Vorlagen keine Abbildungen aus Biologiebüchern nutzte, sondern frische Fische beim Händler orderte, zählt zu den Anekdoten die nicht bedeutsam sind für Klees großes Gesamtwerk, aber die man sich gerne erzählen lässt, wenn man gerade beim Fischhändler ansteht.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Samstag, 12. Dezember 2015

Private Schokolade.

Ja, natürlich gibt es das schon Weile. Natürlich ist individuell gestaltete Verpackung für diverse Ge- und Verbrauchsartikel nichts, was den kompottsurfer dazu bewegen könnte, einen Beitrag dazu zu verfassen. Es sei denn, der so individuell verpackte Inhalt gebietet Aufmerksamkeit. Und genau das tut er bei Zotters Angebot für individuelles Motivdesign. Denn die Schokolade der österreichischen Manufaktur ist hochwertiger Stoff für den die Mühe einer eigenwilligen gestalteten Verpackung lohnt. Aus dem großen Sortiment können alle Schokoladen ausgewählt werden. Die individuelle Umverpackung liefert Zotter als Ausdruck extra dazu. Wer aber noch vor Weihnachten beliefert werden will, sollte sich sputen und am besten vorab nachfragen, ob es zeitlich reicht.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Freitag, 27. November 2015

Angriff auf den Thermomix? Stiftung Warentest übt Kritik. Und sieht billigere Konkurrenten weiter vorn.

Als der kompottsurfer im letzten Monat die Meldung der Welt von der nordkoreanischen Billigvariante des Thermomix bloggte, konnte der Vorwerk-Konzern nicht ahnen, das ihnen tatsächlich Unheil aus Asien drohen würde. In einer Untersuchung von Stiftung Warentest hängte nämlich Kenwoods Cooking Chef – eine japanische Küchenmaschine, die von Fernsehkoch Johannes Lafer beworben wird – den Thermomix deutlich ab. Die Kritik der Tester an die Vorwerker ist keine leise: “Beim Mahlen von Mandeln maßen die Prüfer für kurze Zeit einen Schall­leistungs­pegel von fast 97 Dezibel am Thermo­mix.” Damit läge der Thermomix in einer Lärmliga, in der auch ein Motorradauspuff zu Hause ist, oder eine Kettensäge.

Doch den Thermomix mit anderen Küchenmaschinen zu vergleichen ist ungefähr so, als würde man das iPhone mit anderen Smartphones auf einen Prüfstand stellen. Ikonenbeleidigung. So sehen es jedenfalls die Fans, wenn ihr Lieblingsprodukt gescholten wird. Die Wirtschaftswoche hat da ein paar unterhaltsame Zitate von Thermomixern aufgetrieben und veröffentlicht.

Aber mal ernsthaft: Braucht ein leidenschaftlicher Koch überhaupt so ein Ding? Egal, ob es nun von Vorwerk, Kenwood oder Kim Jong Un hergestellt ist? Der kompottsurfer antwortet mit einem entschiedenen JEIN und gibt offen zu, dass er auf dieses Technikgedöns steht, auch wenn der Einsatz nicht sooo oft Sinn macht.

Was können diese Küchenmaschinen denn überhaupt exklusiv gut? Außer Lärm machen, natürlich. Mixen und Sahne schlagen geht auch mit anderem Gerät. Zwiebeln hacken sogar besser mit dem Messer. Hobeln und raspeln geht ebenfalls unelektrisch gut von der Hand. Nun, das wichtigste ist, dass sie – neben all’ der Vorabeit – temperaturkontrolliert kochen kann. Und dampfgaren. Wiegen, Kneten und Emulgieren kann sie auch. Fazit: Wer so eine Küchenmaschine klug einsetzt, kann besser kochen als er/sie es ohnehin schon kann. Findet der kompottsurfer.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Sonntag, 01. November 2015

Ein Tag der offenen Tür der Sinn macht: Hereinspaziert, ihr Spitzenköche und Oberkellner von morgen.

Meckern können sie alle, die Arbeitgeber, wenn es darum geht, den fehlenden Nachwuchs zu beklagen. Aber selbst etwas gegen die Misere tun ist auf jeden Fall die bessere Idee, Nein, es geht natürlich nicht darum, mehr Kinder zu zeugen, sondern Werbung für Jobs in der Spitzengastronomie zu machen: 111 Restaurants aus ganz Deutschland beteiligen sich von heute bis zum 8. November an der Aktion Tag der Offenen Tür der Spitzengastronomie. Welche Betriebe dabei sind, können Interessiert auf den Seiten der sternklasse herausfinden.

Dem kompottsurfer gefällt die Aktion, schließlich möchte er auch noch als Blogger-Rentner in ferner Zukunft sehr gut Essen gehen können. Ohne qualifizierten Nachwuchs wird das nicht möglich sein.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Der 13. rewirpower-Weintest und das vielleicht beste Probierpaket aller Zeiten

Es war nicht einfach in diesem Jahr. Das Testteam aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig dezimiert, mussten wir es diesmal ausnahmsweise zu viert richten. Mit Philipp Diergardt aus dem Hattinger Restaurant Diergardt’s Kühler Grund hatten wir allerdings einen überaus fachkundigen Gastgeber zum Verkosten mit am Tisch. Neben seiner Kochausbild- ung im Sternelokal von Stefan Steinheuer, absolvierte er auch eine Ausbildung als Winzer auf keinem geringeren Gut als dem von Meyer-Näkel (Ahr). Und zum Schluss setzte er noch die Sommelierschule drauf.

Und so verkostetete wir,  gemeinsam mit den seit Jahren beim rewirpower-Weintest aktiven Experten Markus Del Monego (Master of Wine, caveCo, Essen) und Uwe Bende, der zu den bedeutendsten Weinraritätenhändlern Deutschlands zählt, mal wieder Weine von Fachhändlern aus der Region Ruhrgebiet und Umland. Einzige Änderung zu den Vorjahren war, dass die Händler Weine bis 8 Euro Verkaufspreis einreichen konnten. Seit dem Start des rewirpower-Weintests hatte die Höchstpreisgrenze – mit einer Ausnahme – immer bei 6 Euro gelegen. Aber was damals an Qualität in diesem Preissegment zu haben war, ist durch die Preisentwicklung über mehr als eine Dekade hinweg nicht mehr auf die Flasche zu bringen. Wie bei allen anderen Konsumgütern auch, haben die Produzenten die Preise angepasst. Um die bewährte Qualität der ersten Jahre wieder in den Test zu bekommen, haben wir den Händlern mehr Freiheit bei den Einreichungen gelassen, was sich am Ende auch ausgezahlt hat. Nie war ein Probierpaket mit den drei besten Weiß- und Rotweinen vom rewirpower-Weintest attraktiver als in diesem Jahr, findet der kompottsurfer. Was nicht zuletzt auch daran liegt, dass bei Weiß und Rot sehr unterschiedliche Weintypen dabei sind. Die limitierten Pakete können übrigens hier bestellt werden.

Die Einreichungen der 33 Händler lagen preislich zwischen 6 und 8 Euro und hatten hohe Qualität. Im Bereich hinter den Top 3 waren es oft nur Nuancen, die über einen Platz höher oder tiefer entschieden haben. Ein unter die Auswahl der Weißweine eingestreuter Pirat, also ein Wein, der nicht von einem Händler sondern in diesem Fall vom kompottsurfer verdeckt zur Probe angestellt wurde, konnte nicht vorne mitmischen. Es handelte sich dabei um einen Riesling vom Discounter. Der Wein lag im Preisbereich unter 5 Euro, wurde aber vom hauseigenen Experten des in Sachen Wein derzeit sehr aktiven Discounters mit 93 Punkten extrem hoch bewertet.  Welche Weine wo in den Top 10 platziert waren, habe ich mal für alle, die es detaillierter interessiert, zusammengefasst: rp_weintest2015_Beschreibungen2

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Sonntag, 04. Oktober 2015

Gastronomiekritiker Jürgen Dollase grillt den Henssler

Wenn Jürgen Dollase in der Frankfurter Allgemeinen seine Esspapier-Kolumne auf die Leser loslässt, nimmt er dabei – die Formulierung muss nach der Esspapier-Vorlage einfach sein – kein Blatt vor den Mund. Was vor allen prominenten Autoren von Kochbüchern bisweilen nicht schmeckt, weil Dollase offenlegt, wenn sie belanglose oder gar unausgegorene Rezepte in ihre Bücher hineinschreiben. Steffen Hensslers neueste Veröffentlichung zu seiner beliebten TV-Sendung Grill den Hennsler ist das, was Dollase “beliebige Küche ohne Kontur” nennt, der Verlag aber mit der Zeile Über 70 unschlagbare Siegerrezepte untertitelt.

Es war so sicher wie das Amen in der Kirche, dass aus Hennslers Sendung zeitnah ein Kochbuch extrahiert würde. Verlage wissen, dass sowas ein Selbstläufer ist. Daran wird auch Dollases Kritik nichts ändern, so klar er sie auch formuliert hat. Die fehlerhaften Angaben bei den Zutaten (“mehrfache Salz- und Pfeffergaben”) und eine vom Buchautor beschriebene Zubereitung, die nicht zum Foto des Rezepts passt, werden echte Hensslergrillfans nicht erschüttern.

Der kompottsurfer muss, wie Dollase, immer wieder feststellen, wie nachlässig doch so manches Kochbuch fabriziert ist. Profiköche und foodies mögen in der Lage sein, solche Fehler zu erkennen, aber für Anfänger kann’s frustrierend sein, wenn die ersten Kochversuche daneben gehen, und das nur deshalb, weil ein Rezept nicht durchdacht ist oder schlichtweg nur schlampig aufgezeichnet wurde.

Also Augen auf, beim Kochbuchkauf.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF