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Mittwoch, 05. Oktober 2011

Ich glaub’ mich tritt ein Pferd: Rheinischer Sauerbraten angeblich Lieblingsgericht in NRW

Donnerwetter: So sieht das Lieblingsgericht der NRW-Bürger aus

Der kompottsurfer ist verblüfft: Im Rahmen der ARD-Abstimmungsaktion Speisekarte Deutschland errang doch tatsächlich der Rheinische Sauerbraten die Auszeichnung Lieblingsgericht in NRW. Um erst gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Auch der kompottsurfer hatte schon immer was für Sauerbraten übrig. Obwohl er nie den Status eines Lieblingsgerichts erreichte, denn der kompottsurfer hat gar kein Lieblingsgericht.

Ich habe mal in dem von meiner Oma geerbten Davidis-Kochbuch (Ausgabe von 1921) geblättert, um sicherzugehen, ob Pferdefleisch tatsächlich obligatorisch für die Zubereitung von Sauerbraten ist, wie von vielen Gourmets gerne behauptet wird. Nach der Altmeisterin Henriette Davidis schon mal nicht, wobei einzuschränken wäre, dass Davidis einen westfälischen Hintergrund hat. Pferdefleisch als Lieblingsgericht in NRW? Undenkbar. Gleichwohl irritiert den kompottsurfer auch deshalb das Ergebnis, weil der Rheinische Sauerbraten mit Rosinen zubereitet wird. Rosinen! Mit säuerlichem Fleisch! Das soll wirklich massentauglich sein?

Okay, die Umfrage wurde im Rahmen der WDR-Sendung “daheim & unterwegs” gemacht. Doppelschwör, dass eine Umfrage bei 1Live-Hörern völlig andere Ergebnisse gebracht hätte. Darauf würde ich glatt meinen kompletten Rosinenvorrat verwetten.

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Dienstag, 04. Oktober 2011

Mischen is possible: Wenn Vollbier zu voll, Leichtbier zu leicht und Lesen zu schwer ist

Pils und Kalorien: Nur leichter Einsparungsfaktor durch Leichtbier

Manchmal treiben den kompottsurfer seltsame Gedanken um. Da er glaubte, irgendwann gelesen zu haben, dass Bierpils rund 560 Kilocalorien (kcal) pro halben Liter aufböte und das Wettkampfgewicht in weite Ferne zu rücken drohte, reifte der Entschluss, sein Lieblingspils Moritz Fiege mit dem Leichten Moritz, der alkoholverminderten Variante des Klassikers zu mischen. Denn die Stammwürze, die zusätzlichen Bittereinheiten und der höhere Alkohol machen das volle Pils zu einem geschmacklichen Volltreffer, gegen den die leichte Version natürlich abfällt.

Nun bringt der Leichte Moritz nur 130 kcal pro 500 ml mit. Also rechnete der kompottsurfer 130 + 560 = 690. Macht geteilt durch 2 = 345. Das sind immerhin 215 kcal Ersparnis pro Flasche gegenüber dem Vollbier. Und tatsächlich: Geschmacklich macht die Mischung einiges her. Nur als der kompottsurfer die Kalorienwerte noch einmal nachprüfte, musste er feststellen, dass ein Vollbier nicht 560 kcal pro 500 ml, sondern nur etwa 215 kcal aufweist.

Tja, das Experiment war für die Katz, denn die paar Kalorien Einsparung lohnen das Mischen mal so gar nicht.

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Donnerstag, 29. September 2011

Wie Supermärkte mit Taschenspielertricks arbeiten

Lockvogeltaktik: Vorsicht vor Aktionspreisen!

Ich fühlte mich gleich an den alten Werbespot einer Baumarktkette erinnert (Lockvogelangebot, Lockvogelangebot), als ich gestern durch einen Supermarkt spazierte, um für den Nachwuchs Lieblingsjoghurt einzukaufen.

Ende letzter Woche war das Zeug um knapp 50% reduziert worden. Für reduzierte Kühlware gibt es einen kleinen Extrabereich im Kühlregal, von weitem erkennbar an den fetten Aktionsschildern. Nun stand der Lieblingsjoghurt gestern immer noch dort, aber nachdem es mir bereits zweimal passiert war, dass ich kurz nach entsprechenden Angebotstagen den Joghurt aus dem gekennzeichneten Regal herausnahm, aber an der Kasse den Normalpreis zahlen sollte, schaute ich nach, ob sich irgendwo ein Preisschild auf der Ware oder am Regal befand. Fehlanzeige. An der Kasse fragte ich also nach, ob der Joghurt noch im Angebot sei. Antwort: Nein. Über den Kommentar des Personals, es handele sich lediglich um ein Versehen, konnte ich nur müde lächeln. Dreimal innerhalb eines Jahres hatte ich diesen Vorgang nun schon erlebt, und sehr wahrscheinlich passierte das noch öfter.

Also, das riecht aus Sicht des kompottsurfers streng nach vorsätzlicher Irreführung von Kunden. Wäre mal was für den Verbraucherschutz.

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Samstag, 17. September 2011

Eilan Gillan: Single Malt Whisky trifft Cognac

Feiner Whisky: Eilan Gillan

Der kompottsurfer stieß neulich auf sehr außergewöhnliche und eindrucksvolle Single Malts von besonderer Typizität. Macher dieser feinen Spirituosen ist der Franzose Olivier Blanc, Chef des angesehenen Cognac-Hauses Léopold Gourmel. Vom einfachen Island Malt bis zum 1988er Linkwood sind alle seine Erzeugnisse echte Charaktertypen, Single Casks, die jeweils aus einem einzigen Fass stammen.

Alle Qualitäten kommen ohne Zusätze von Zuckercouleur und Farbstoffen aus. Großartiger Stoff, der es in Deutschland noch nicht überall in die Spitzengastronomie geschafft hat, aber über kurz oder lang genau dort einen festen Platz haben wird, davon geht der kompottsurfer aus.

Also unbedingt mal probieren!

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Samstag, 27. August 2011

Der kompottsurfer urlaubt. Aber nur ein bisschen.

Eine Woche müsst ihr ohne neue Einträge des kompottsurfers auskommen, aber das sollte schon irgendwie funktionieren, denke ich. Und verweise in dem Zusammenhang gerne auf das mit über 1.000 Beiträgen randvolle Archiv, in dem sich bestimmt die eine oder andere noch unbekannte Geschichte findet. Viel Vergnügen dabei.

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Dienstag, 09. August 2011

Duty Free Shop: Nehmen wir doch mal ‘ne Kleinigkeit mit …

Bloß die Finger weg, Kinder: 5.000er Kalorienbombe

Neulich im Düsseldorfer Flughafen. Noch reichlich Zeit bis zum Abflug. Die Frisur sitzt. Aber ich will nicht mehr sitzen und stöbere durch den Duty Free Shop mit seinen verlockenden Angeboten. Wieder einmal fällt mir auf, dass es nahezu unmöglich ist, hier eine Kleinigkeit mitzunehmen.

Doch da, was sehen meine überforderten Augen? m&m’s. Im praktischen 1.000 Gramm Gebinde. 1.000 Gramm bunte Erdnusskugeln zum Superschnäppchenpreis von 7.50 Euro statt regulär 10,90 Euro. Und dafür bekäme ich satte 5.000 Kilokalorien. Genau das Richtige, um ein Kleinkind über ein paar Stunden Flugzeit vor dem Verhungern zu retten.

Also nee, solche Gebinde sollten doch wohl gegen irgendeine EU-Norm verstoßen, findet der kompottsurfer.

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Freitag, 05. August 2011

Höchster Biergenuss aus den Alpen: Monsteiner

In der Schweiz hat alles irgendwie Tradition. Die Uhren, die Taschenmesser, die Geldwäscher und das Bankenwesen. Kulinarische Genüsse sowieso. Wie Bündnerfleisch, Käsefondue, Raclette und Rösti. Und als ich dann von der höchstgelegenen Brauerei Europas hörte, von einem Bier aus Monstein im Stadtgebiet von Davos, da dachte ich, klar, die brauen hier sicher schon seit 1.000 Jahren Bier. Mindestens.

Aber weit gefehlt. Die Monsteiner Biervision, so heißt der Brauereibetrieb, wurde erst im Jahre 2000 als Aktiengesellschaft gegründet, die mittlerweile über 1.100 Aktionäre aus aller Welt vereint und befindet sich in der ehemaligen Dorfsennerei, inmitten des Walserdorfes Monstein, wo ich letzten Samstag bei meinem Swiss Alpine Ultramarathon K78 durchlief. Leider waren da erst rund 15 Kilometer auf der Uhr, sonst hätte ich schön vor Ort ein Pülleken als Wegzehrung weggegluckert. Aber so musste ich mit dem Bier bis zum Abend warten. Dafür schmeckte es dann besonders lecker. Es ist allerdings ganz und gar kein Mainstreambier sondern ein vollmundiger Gerstensaft mit deutlichen Ecken und Kanten, der vergleichsweise wenig Kohlensäure aufbietet.

Die Monsteiner Brauer produzieren inzwischen auch Single Malt Whisky und Bierbrände. Wie gut die sind, konnte der kompottsurfer noch nicht überprüfen. Aufgrund einer  irreparabel defekten Abfüllanlage, die erst 2009 angeschafft worden war, geriet das Unternehmen kurzzeitig finanziell unter Druck. Mittlerweile wurde das Problem aber durch eine Kapitalerhöhung gelöst.

Ach ja: Nicht erschrecken, wenn ihr die Webseite aufruft. Musik liegt in der Luft …

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Mittwoch, 03. August 2011

Neuer internationaler Direktor beim Guide Michelin

Der New Yorker Michael L. Ellis übernimmt zum 1. Januar 2012 die Position des Internationalen Direktors der gesamten MICHELIN-Führer. Ellis war zuvor als Vice President für Marketing and Sales des Zweiradbereichs von Michelin verantwortlich.

Seine berufliche Karriere begann vor 30 Jahren beim Spirituosenkonzern International Distillers and Vintners. Später war er bei Mead Packaging Europe für den Food-Bereich der Sektionen Europa, Mittlerer Osten und Afrika zuständig.

Dass Ellis eine grundsätzliche Neuausrichtung der Guides vornehmen wird, erwartet der kompottsurfer nicht.

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Donnerstag, 28. Juli 2011

5 Jahre kompottsurfer, der zum Jubiläum ein paar Tage laufen geht

Ab Dienstag wird hier wieder gesendet, jetzt bin ich mal schnell weg. Das hier war übigens der erste Beitrag von insgesamt 1.000 im Laufe der letzten Jahre.

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Mittwoch, 27. Juli 2011

Es lebe die Biodiversität: kompottsurfer schmatzt erste Bühler Zwetschge des Jahres weg

Bühler Frühzwetschge

Erst neulich gab’s für mich die ersten Campari-Tomaten 2011. Meine Lieblingssorte – und das, obwohl sie aus den Niederlanden stammt. Aber mit den aromalosen roten Dingern, die in den 80er und 90er Jahren als Hollandtomate in Verruf standen, hat sie genauso wenig zu tun wie eine gut erzogene Bühler Frühzwetschge mit einer Matschpflaume ohne Geschmack.

Heute genoss ich dann die ersten Bühler Zwetschgen, die der Gemüsehändler meines Vertrauens am Start hat. Festes, saftiges Fruchtfleisch mit einer schöner Balance aus Süße und Säure. Ja, so muss eine Zwetschge schmecken.

Als großer Freund der Sortenvielfalt, die bei Obst und Gemüse zunehmend unter die Räder der Agrarindustrie gerät, werde ich in diesem Sommer und Herbst mal vor allem das Zwetschgen- und Pflaumenangebot ins Visier nehmen. Mal sehen, was sich so alles findet.

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