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Dienstag, 06. Dezember 2011

Weihnachten wird unterm Baum entschieden? Pah! Am Esstisch! Nur am Esstisch!

Die perfekten Geschenke für Hobbyköche: Zwei eindrucksvolle Bücher mit anspruchsvollen Rezepten

Ein großer Elektronikmarkt wirbt derzeit verstärkt mit dem Kaufargument, Weihnachten würde unter dem Baum entschieden. Das ist natürlich patentierter Unsinn. Trotz massenhafter Geschenke mutiert das Fest der Liebe oft zum Psychokriegsschauplatz. Das Netz ist voll von Ratschlägen, wie derartige Probleme vermieden werden können. Der wichtigste Tipp fehlt aber: Ein ausgiebiges und gutes Essen, das einen wichtigen Platz im Feiertagsablauf bekommt, aber nicht steif sondern fröhlich zelebriert werden sollte. Vor allem für den Nachwuchs nicht zu sehr reglementiert.

Was die Kochplanung angeht, so sollte die Arbeit möglichst gut verteilt werden und das Menü längerfristig vorzubereiten sein, damit der oder die Hauptverantwortliche nicht den ganzen Feiertag am Herd stehen muss.

Und damit einem nicht die Ideen ausgehen, empfiehlt der kompottsurfer zwei schöne Kochbücher, die Hobbyköche auch gerne unter dem Baum in Empfang nehmen, um damit spätestens zum nächsten Fest mit neuen Gerichten zu begeistern.

Zunächst das Mammutwerk Die Neue Deutsche Küche, herausgegeben von den Jeunes Restaurateurs D’Europe aus der Collection Rolf Heyne. Über 500 Seiten mit jahreszeitgemäßen Rezepturen von 36 jungen deutschen Köchen, darunter auch Nils Henkel, Alexander Herrmann, Jens Dannenfeld und der von mir sehr geschätzte Sascha Stemberg.

Und dann ist da natürlich noch mein Kochbuch des Jahres, das von Heiko Antoniewicz verfasste Sous-vide. Aktuell nominiert für drei World Cookbook Awards. Ich werde in den nächsten Wochen des öfteren auf Heikos Buch zurückkommen. Lasst euch überraschen.

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Donnerstag, 24. Dezember 2009

Kochbuch des Monats: Küchenklassiker neu interpretiert

küchenklassikerAb jetzt gibt’s im Kompottsurfer mein Kochbuch des Monats. Für den Start in die neue Serie habe ich Hubert Obendorfers Küchenklassiker neu interpretiert auserkoren. Mir gefallen sowohl die Idee, klassische Garniturenküche sowie deutsche und moderne Klassiker in Erinnerung zu rufen als auch die voller Überraschungen und Witz steckenden Rezepturen wie das Coq-au-vin am Spieß, der zehn Stunden bei 58° Celsius sous vide gegarte Wiener Tafelspitz, ein gewürfelter Rheinischer Sauerbraten mit Pumpernickelsauce sowie das in Pastetentüten abgefüllte Ragout fin, wobei die Tüten in einem Glas mit Gerstengraupen stecken. Über 60 Klassiker stellt Obendorfer vor, erzählt ihre Geschichte und bietet auch für Hobbyköche durchaus nachkochbare Rezeptinterpretationen an. Auch gestalterisch ist das Buch gut gemacht, obwohl mir die fotografische Umsetzung eine Spur zu geleckt wirkt, was das Essen ein wenig gekünstelt wirken lässt. Gleichwohl tut das dem hervorragenden Gesamteindruck keinen Abbruch. Die 49,90 Euro, die das im Matthaes-Verlag erschienene Buch kostet, sind zweifellos bestens angelegt.

Hubert Obendorfer leitet das Landhotel Birkenhof im bayrischen Neunburg v. Wald und hält im angegliederten Restaurant Eisvogel seit 2008 einen Michelinstern.

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