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Freitag, 01. September 2017

Fastfood: Der Ruf ist schlechter als das Essen

Wenn es um Essen, genauer, um Ern├Ąhrung geht, ist das Thema Selbstoptimierung nicht fern. Im Zusammenhang mit Fastfood eine heikle Gemengelage, denn kein anderes Essen hat einen ├Ąhnlich negativen Beigeschmack. Zumindest er├Ąhrungstheoretisch. In der Praxis schmeckt es, zumindest mir, oft richtig gut. Diese Erfahrung konnte ich in den letzten Wochen vermehrt machen. Wenn man viel unterwegs ist und wenig Zeit hat, lernt man Fastfood sch├Ątzen. Vor allem, wenn es gut ist. Erst k├╝rzlich berichtete ich ├╝ber die legend├Ąren Pommes an der See in Holland. Und gestern durfte ich einen sensationellen Hot Dog essen. Ausgerechnet Hot Dog. Ein Ding, um das ich meist einen gro├čen Bogen mache. Milchbr├Âtchen mit Bockwurst, getrockneten Zwiebeln und Fertigsauce. Grauenhaft. Nicht so der Big Apple Hot Dog, den ich gestern ausgerechnet bei Cool Cats in Chamonix essen konnte. Mit regional hergestellter Lammwurst, Blauschimmelk├Ąse, in Whisky marinierten Apfelst├╝ckchen, Rucola und trefflich abgestimmter BBQ-Sauce. Das Einzige, was mir an Fastfood dieser Art missf├Ąllt: die Handhabung. Ruckzug sehe ich aus wie ein Dreij├Ąhriger, den man mit einer Portion Spaghetti Bolognese alleine l├Ąsst. Aber das h├Ąlt mich auch nicht ab. Woanders kennt mich ja keiner.

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Dienstag, 07. Februar 2017

Was der Kompottsurfer an M├╝nchen besonders mag

Das ┬áEssen. Oder genauer: die Essm├Âglichkeiten abseits der bayerischen Landesk├╝che. Auch wenn es im Ruhrgebiet durchaus einige ┬ákulinarische Hotspots abseits der Spitzengastronomie gibt – sobald ich in M├╝nchen unterwegs bin, kommt mir meine Heimat wie eine ┬ákulinarische Diaspora vor. Ganz besonders die asiatischen Lokale begeistern mich. Und vermutlich gibt es in der Stadt noch eindrucksvollere als die von mir hier genannten. Aber soll ja auch nicht mein letzter Besuch in M├╝nchen gewesen sein.

Da ist zum Beispiel der kleine vietnamesische Imbiss Ha Noi an der Schellingstra├če 104. Zu den besonderen K├Âstlichkeiten des Hauses z├Ąhlen die trefflich abgestimmten Nudelsuppen. Die zudem barmherzig kalkuliert sind.

F├╝r Freunde koreanischer K├╝che ist Kims Restaurant eine Empfehlung. Wer das spartanische Ambiente auszublenden versteht und mit der Aufmerksamkeit beim Essen bleibt, wird seine Freude haben – nicht nur an Kimchi und gebratenem Wasserspinat sondern vor allem an den hauchd├╝nn geschnittenen Fleischgerichten vom Tischgrill.

Und dann ist da noch Kushi-Tei of Tokio mit seinen bet├Ârenden Grillgerichten. Auch das Sushi verdient Aufmerksamkeit. Ich freu’ mich schon auf die n├Ąchste Reise nach M├╝nchen.

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Montag, 26. August 2013

Gastronomie nach dem Hochwasser: Bad Schandau k├Ąmpft

Bei Mario ist die H├Âlle los. Sein Lokal, eine Mixtur aus Eiscaf├ę und Pizzeria, hat das Hochwasser einigerma├čen schadlos ├╝berstanden und versorgt Einheimische und Touristen mit Pasta, Pizza und Erdbeerbecher, w├Ąhrend eine Stra├če weiter gerade ein Traditionslokal mit neuen Tischen und St├╝hlen ausgestattet wird. ÔÇ×94 Zentimeter hoch hat das Wasser bei uns gestanden,ÔÇť sagt der Wirt und muss schlucken, weil in ihm die schlimmen Erinnerungen wieder aufwallen. Touristen fragen, ob sie jetzt ├╝berhaupt G├Ąste im Ort gebrauchen k├Ânnen, wo noch nicht alle Instandssetzungarbeiten abgeschlossen sind. Nat├╝rlich k├Ânnen sie. Und wie! Der 3.000-Seelen-Kurort braucht jeden Cent f├╝r den Wiederaufbau, denn die Entsch├Ądigungszahlungen decken die Kosten nicht ann├Ąhernd ab. Der kompottsurfer meint: Wer in der N├Ąhe ist, sollte Bad Schandau unbedingt einen Besuch abstatten, die bereits ge├Âffnete Gastronomie besuchen und bei n├Ąchster Gelegenheit auch ein paar Tage Urlaub machen. Sehensw├╝rdigkeiten gibt es genug, und das nahe Elbsandsteingebirge bietet Naturfreunden ein spektakul├Ąres Terrain.

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Mittwoch, 14. Oktober 2009

VERWEGEN KOCHEN gewinnt Auszeichnung der Gastronomischen Akademie Deutschlands

verwegen kochenIn diesen Minuten wird Verwegen kochen auf der Frankfurter Buchmesse in einem Festakt mit der Silbermedaille der Gastronomischen Akademie Deutschlands ausgezeichnet. Nat├╝rlich sind Heiko und ich dar├╝ber hoch erfreut und werden auf die Preisverleihung ansto├čen. Details wahrscheinlich morgen, wenn ich von der Buchmesse zur├╝ck bin.

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Donnerstag, 31. Juli 2008

von unterwegs: Italienischer Mikrokosmos in Gelnhausen

Wer in der gastronomisch leider arg unterversorgten, baulich aber durchaus eindrucksvollen historischen Altstadt von Gelnhausen unterwegs ist, sollte mal einen Abstecher in die Langgasse 9 (nahe Untermarkt) unternehmen, wo Familie Casillo unter dem Namen Antichi Sapori eine au├čergew├Âhnliche Lokalit├Ąt betreibt, die sowohl Lebensmittelhandel f├╝r Produkte aus Italien als auch Snackbar und Poststelle ist. Von Au├čen nicht zu erahnen ist der entz├╝ckende kleine Hofgarten, in dem unter anderem ein gro├čer Feigenstrauch w├Ąchst, der derzeit erstaunlich viele Fr├╝chte tr├Ągt. Ein riesiger Busch Rosmarin verstr├Âmt einen bet├Ârenden Duft und das Personal serviert ein ├╝ppig dimensioniertes, knuspriges Ciabatta mit Parmaschinken und Pecorino f├╝r barmherzige 3 Euro. Caf├ę Latte ist f├╝r gerade mal 2 Euro zu haben. Eines der g├╝nstigen Pastagerichte werde wohl ich beim n├Ąchsten Besuch probieren.

Antichi Sapori Ciabatta

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Dienstag, 13. November 2007

Viel Bewegung im Gault Millau 2008 (III)

Men├╝karte ErfortEtwa vierzig G├Ąste, einschlie├člich der zu ehrenden K├Âche und Gastronomen, waren der Einladung der Herausgeber Johannes Heyne und Martin Dort sowie Chefredakteur Manfred Kohnke gefolgt und hatten sich beim frisch gek├╝rten Koch des Jahres, Klaus Erfort, zum Championsdinner eingefunden. Darunter waren der ehemalige Ministerpr├Ąsident des Saarlandes, Reinhard Klimt, Erforts Mentor Harald Wohlfahrt sowie die Grande Dame der Kochszene Luxemburgs, Lea Linster. Lea hielt mich ├╝brigens zun├Ąchst f├╝r einen Engl├Ąnder, was sie an meiner Frisur und meiner Krawattenbindung festmachte, zum Gl├╝ck aber nicht an meinen kulinarischen Pr├Ąferenzen. Die Laudatio von Kohnke auf Erfort war mit ein paar am├╝santen Nebenger├Ąuschen gespickt, die wieder einmal deutlich machten, was er als Deutschlands immer noch einflussreichster Gastronomiekritiker am meisten hasst: Kopisten.

Ja, Essen und Trinken gab’s auch. Was genau auf der Men├╝karte stand? Guckst du Foto.

Bei der Gelegenheit sei noch auf ein Interview der Kollegin Patricia Br├Âhm mit Manfred Kohnke in der S├╝ddeutschen Zeitung verwiesen.

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Dienstag, 13. November 2007

Viel Bewegung im Gault Millau 2008 (II)

W├Ąhrend Klaus Erfort von 18 auf 19 Punkte hochgestuft wurde, musste Dieter M├╝ller (Bergisch-Gladbach) eine R├╝ckstufung von 19,5 auf 19 Punkte hinnehmen. Auf 18 Punkte rauf ging es f├╝r Fischers Fritz in Berlin, Silk in Frankfurt und R├╝ssels Landhaus in Naurath. Der von mir sehr gesch├Ątzte Frank Rosin (Dorsten) erhielt erstmals 17 Punkte und damit verbunden drei Kochm├╝tzen. Juan Amador, tapferer Statthalter der Molekulark├╝che aus Langen wurde von 18 auf 17 Punkte gestutzt.

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Dienstag, 13. November 2007

Viel Bewegung im Gault Millau 2008 (I)

Gault MillauDie Feierlichkeiten im G├Ąstehaus Klaus Erfort gingen bis weit nach Mitternacht. Und so richtig wach bin ich immer noch nicht, aber f├╝r ein paar Zeilen sollte es reichen. Der Saarbr├╝cker Erfort war also, wie zu Vermuten gewesen war, zu Deutschlands Koch des Jahres 2008 ausgezeichnet worden. Weitere Inthronisierungen gab es u.a. f├╝r Michael Kempf (Facil, Berlin) zum Aufsteiger des Jahres, Matthias Striffler (Herrenk├╝ferei, Markgr├Âningen) zur Entdeckung des Jahres, St├ęphane Thuriot (K├Ânigshof, M├╝nchen) zum Sommelier des Jahres, Annekatrin Simon (Balthasar, Paderborn) zur Oberkellnerin des Jahres, der Caterer Klaus Peter Kofler (Frankfurt) zum Restaurateur des Jahres und Eric Menchon (Le Moissonnier, K├Âln) f├╝r das Men├╝ des Jahres.

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Montag, 26. M├Ąrz 2007

Von unterwegs

Ehrung f├╝r die besten K├╝chen Dortmunds im Harenberg-Center durch die Neuausgabe von Dortmund Geht Aus. Geiler Blick aus der Sky Lounge auf ein Dortmund, das derzeit ohne echte Spitzengastronomie auskommen muss. Die Liste der besten Lokale in der Kategorie Sterngekr├Ânt liest sich dann auch so:

1. La Vie (Osnabr├╝ck)
2. R├ęsidence (Essen)
3. Rosin (Dorsten)
4. Goldener Anker (Dorsten)
5. Im Schiffchen (D├╝sseldorf)

Wenn es nach mir ginge, w├╝rde ich f├╝r diese Kategorie gar keine Dortmunder Hitliste mehr machen.

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Samstag, 24. M├Ąrz 2007

von unterwegs

MarktstandKann mich gar nicht entscheiden, ist alles so sch├Ân bunt hier. Dieser Stand ist das neue Highlight auf dem Bochumer Wochenmarkt. Brot, Wurst, K├Ąse und Geb├Ąck, nach italienischen Rezepturen gemacht oder direkt importiert.

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