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Mittwoch, 14. Juni 2017

Hummus: kompottsurfers Allzweckdip f√ľr den Sommer

Neulich h√∂rte ich beim Einkauf im Supermarkt einen kleinen Jungen mit heller Stimme fragen: “Mama, machen Kichererbsen lustig?” Die Mama, etwas unter Strom, weil Einkaufen am Feierabend vor dem Feiertagswochenende kein Spa√ü ist, antwortete nicht. Gerade als ich mich einschalten und ein “sauer macht lustig” reinrufen wollte, dachte ich, nee, besser nicht, sonst ist vielleicht die Mama sauer, und das w√§re dann bestimmt nicht mehr lustig.

Klare Sache: Kichererbsen machen nicht lustig, sondern erstmal Arbeit, wenn man sie richtig weich kriegen und als Basis f√ľr Hummus nutzen will, eine orientalische Spezialit√§t, die ich au√üer Haus schon in vielen Versionen gegessen habe, in t√ľrkischen, arabischen, israelischen und marokkanischen Restaurants. √úberall schmeckte es anders. Im besten Fall verstr√∂mt es dieses vielschichtige Gew√ľrzaroma, das mich an Geschichten aus 1001er Nacht denken l√§sst.

Ich verwende immer getrocknete Kichererbsen statt dieses Zeug aus dem Glas, das nicht selten einen unangenehmen Geruch ausd√ľnstet. Am besten l√§sst man die getrockneten Kichererbsen erstmal ausgiebig Nacktbaden √ľber Nacht als Vorbereitung f√ľr die Verarbeitung am n√§chsten Tag. Denn will man getrocknete Kichererbsen pastenweich p√ľriert bekommen, muss man ihnen hart zu Leibe r√ľcken. Zw√∂lf Stunden, so steht es in vielen Kochb√ľchern, sollten sie in kaltem Wasser einweichen, bevor sie auf dem Herd gekocht werden. Ich g√∂nne ihnen rund 20 Stunden.

Fr√ľher dachte ich, das Wort Hummus h√§tte irgendeinen etymologischen¬† Bezug zu Humus, aber nach allem, was ich herausfinden konnte, hat letzteres lateinischen Ursprung, der wiederum Erde bzw. Erdboden bedeutet. Wogegen der Hummus aus dem Arabischen stammt und f√ľr Kichererbsen steht. Um die Verwirrung komplett zu machen: Im t√ľrkischen Sprachraum steht der ein-emmiger Humus f√ľr Kichererbse. Ern√§hrungsphysiologisch ist sie so interessant wie viele andere H√ľlsenfr√ľchte. Ein hoher Anteil Rohprotein (22,7%) zeichnet sie ebenso aus wie ihre Lipide (5%) und ihre Ballaststoffe (10,7%).

Das sch√∂ne an der Zubereitung von Hummus ist, dass dieser Dip so wunderbar nach eigenen Vorlieben gew√ľrzt und variiert werden kann. Schwierig ist, eine hohe Geschmeidigkeit hinzubekommen, wozu im richtigen Ma√ü gute √Ėle gebraucht werden.

Folgende Zutaten verwende ich f√ľr mein Rezept: Zutaten: 150 g getrocknete Kichererbsen, 100 g Gem√ľsebr√ľhe‚Ä®, 1/2 Cayenne Chili frisch‚Ä®, 1/2 Limette‚Ä®, 1 gro√üe od. 2 kl. Zehen von jungem Knoblauch‚Ä® , 1 Schalotte, 1 TL Currypulver‚Ä®, 1 TL Cumin‚Ä®, 1 TL Koriandersamen‚Ä®, Oliven√∂l‚Ä®, Sesam√∂l‚Ä®, Schwarzk√ľmmel√∂l (optional)‚Ä®, Salz‚Ä®, Koriandergr√ľn / alternativ: Blattpetersilie

Zubereitung: Getrocknete Kichererbsen mindestens √ľber 12, besser 24 Stunden in reichlich Wasser einweichen.‚Ä® Kichererbsen abgie√üen, gr√ľndlich absp√ľlen und in eine gro√üen Topf mit kaltem Wasser geben. Aufkochen und 45 Minuten k√∂cheln lassen. Anschlie√üend √ľber ein Sieb abgie√üen, gr√ľndlich klar absp√ľlen, beiseite stellen und abk√ľhlen lassen. In einem kleinen Topf ohne Zugabe von √Ėl den Koriandersamen bei niedriger Hitze anr√∂sten, anschlie√üend zusammen mit Cumin und Currypulver in eine M√ľhle geben (ich benutze daf√ľr eine alte elektrische Kaffem√ľhle aus den 70ern) und mahlen. In eine gro√üe Pfanne einen EL Oliven√∂l und einen EL Sesam√∂l geben und behutsam erhitzen, ohne das es zu rauchen beginnt. Kichererbsen zugeben und anschwitzen, bis sie leicht Farbe angenommen haben. Gem√ľsebr√ľhe angie√üen, kurz aufkochen und die Pfanne sogleich von der Flamme nehmen, abk√ľhlen lassen. Chili abwaschen, gr√ľnen Strunk entfernen und halbieren. Samenk√∂rner entfernen und die halbe Chili quer in d√ľnne Streifen schneiden. Knoblauch pellen und fein w√ľrfeln. Schalotte pellen und fein w√ľrfeln. Schalotten und Knoblauch in einem kleinen Topf mit Oliven√∂l sanft erhitzen und glasig werden lassen, der Knoblauch darf nicht braun werden.

Kichererbsen mit Br√ľhe in eine hohe schmale R√ľhrsch√ľssel geben, Saft der Limette sowie 4 EL Oliven√∂l und 1 EL Sesam√∂l zugie√üen und alle weiteren Zutaten beif√ľgen. Mit dem Zauberstab zu einer dicken, streichf√§higen Paste p√ľrieren und abschmecken. Gegebenfalls noch etwas mehr Oliven√∂l f√ľr die Geschmeidigkeit zugeben. Unbedingt Vorsicht bei der Zugabe des Schwarzk√ľmmel√∂ls walten lassen. Ein paar Tropfen reichen, sonst besteht die Gefahr der √úberdosierung, was einen geschmacklichen Supergau zur Folge hat. Ziehen lassen und kalt stellen. Zeitig vor der Verwendung aus dem K√ľhlschrank nehmen, mit gehacktem Koriander- oder Petersiliengr√ľn bestreuen¬† und auf Zimmertemperatur servieren. Passt als Beilage zu diversen Grillgerichten, pur oder auf Fladenbrot, Baguette oder Ciabatta.

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Samstag, 15. April 2017

kompottsurfers B√§rlauch-Guacamole: Ein Dip f√ľr viele Gelegenheiten.

Ob Ex-Pr√§sident Obama via Twitter Protest erheben w√ľrde, wenn er h√∂rt oder liest, dass der kompottsurfer eine Guacamole mit B√§rlauch fabriziert? Denkbar w√§re es, schlie√ülich hat er sich noch zu Amtszeiten in eine Guacamole-Debatte eingemischt, bei der es um die Verwendung von Erbsen ging, ausgel√∂st durch ein Rezept in der New York Times (der kompottsurfer berichtete).

Nun sind Erbsen kein B√§rlauch, und die Verklappung der s√ľ√ülichen H√ľlsenfr√ľchte in eine Guacamole ‚Äď da muss man Obama beipflichten ‚Äď geht gar nicht. Aber B√§rlauch ist wirklich ein Gewinn, der allerdings nur zeitlich sehr begrenzt abgesch√∂pft werden kann, denn die krautige Pflanze l√§dt nur wenige Wochen im Fr√ľhjahr zur Ernte, so wie aktuell. Als Verwandte von Zwiebel und Knoblauch ersetzt sie ebendiese in der Guacamole. In der Grundausrichtung bleibt es also guacamolisch, im Detail schmeckt es aber anders.

Das Rezept ist simpel: 2 reife, aber keinesfalls √ľberreife Avocados (Sorte: Hass), eine Handvoll B√§rlauchbl√§tter, halbe Chilischote, Saft von einer halben Limette (eher noch etwas weniger), Salz, Pfeffer.

Zubereitung: B√§rlauchbl√§tter waschen und von den Stielen befreien, anschlie√üend fein hacken. Avocados der L√§nge nach halbieren. Mit einem L√∂ffel den Stein entfernen und das Fruchtfleisch ebenfalls mit dem L√∂ffel aus der Schale nehmen. Eventuell vorhandene braune Stellen abschneiden. Halbe Chili der l√§nge nach noch mal halbieren, Samen entfernen und dann fein hacken. Alle Zutaten in eine schmale R√ľhrsch√ľssel geben, mit dem Zauberstab p√ľrieren und mit Salz und etwas Pfeffer abschmecken.

Die Bärlauch Guacamole ist ebenso vielseitig einsetzbar wie das Original. Einfach mal in den nächsten Tagen ausprobieren, so lange Bärlauch noch zu haben ist.

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Sonntag, 02. Oktober 2016

Kompottsurfers Karottenkuchen

Backen geh√∂rt zu den √úbungen in der K√ľche, denen ich am liebsten aus dem Weg gehe. Mir kommt es immer wie ein Lotteriespiel vor, bei dem ich vorzugsweise Nieten ziehe. Pfannkuchen bilden eine r√ľhmliche Ausnahme, die gelingen zumeist perfekt. Ich kann sie vielf√§ltig variieren, ohne lange dar√ľber gr√ľbeln zu m√ľssen. Sogar das Wenden durch Hochwerfen klappt unfallfrei.

Aber so richtig Kuchen backen? Bleibt mir blo√ü weg. Mein n√§heres Umfeld wei√ü die abenteuerlichsten Geschichten zu berichten von den wenigen Malen, wo ich’s versucht hab’.

Und trotzdem will ich mich nicht auf ewig geschlagen geben. Deshalb dachte ich mir, versuche ich es mal mit einem Kuchen, dessen Hauptzutaten irgendwie auch in meinem sonstigen Kochalltag eine Rolle spielen: Karotten, Olivenöl und Sesamöl.

√úblicherweise wird so ein Kuchen noch mit einem hochkalorischem Frosting √ľberzogen und firmiert dann zumeist als R√ľblitorte, aber ich bin Sportler, da √ľbertreibt man es besser nicht mit so einem Schmier ;-) . Etwas Schlagsahne muss reichen, geht aber auch ohne. Und hier mein Rezept:

Zutaten
350 g Karotten // 50 g Cashewkerne // 250 g Dinkelmehl Typ 1050 // 125 g Muscovadozucker (dark brown) // 10 g Weißer Zucker // 100 ml Olivenöl und 25 ml Sesamöl (alternative Versuche haben inzwischen ergeben, dass Textur und Geschmack mit 100 g Butter plus 25 ml Haselnussöl  bessere Ergebnisse bringen) // 4 Eier M // 2 EL Saft einer ausgepressten Orange // Abrieb einer unbehandelten Zitrone // 1 TL Backpulver // 20 g frische Ingwerwurzel // Prise Salz // Butter zum Ausstreichen // Puderzucker

Zubereitung
Backofen auf 175¬į C. vorheizen. Cashews in eine fettfreie Pfanne geben und mittelbraunfarben r√∂sten. Anschlie√üend mehlig zersto√üen. Karotten sch√§len und fein geraspelt in eine Sch√ľssel geben. 2 EL Orangensaft, die gesch√§lte und geriebene Ingwerwurzel (ohne die Fasern, die beim Reiben oberhalb der Reibe √ľbrig bleiben) sowie den Zitronenabrieb dazu geben und vermengen. Eier mit dem Salz in eine gesonderte Sch√ľssel geben und mit dem Schneebesen verr√ľhren. Nun Mehl, Eier, Zucker, Butter, Cashews und das M√∂hrengemisch in einer Sch√ľssel vermengen und das Backpulver zugeben. Mit elektrischem R√ľhrbesen oder einer K√ľchenmaschine zu einer Teigmasse verarbeiten.

Eine Springform mit Butter gro√üz√ľgig und gleichm√§√üig einfetten. Teigmasse einf√ľllen und das ganze 40 Minuten im unteren Bereich des Ofens backen. Mit einem Holzstab am Ende der Backzeit pr√ľfen, ob noch Teigmasse am Stab h√§ngenbleibt. Falls ja, noch einige Minuten weiterbacken und den Test wiederholen.

Fertig gebackenen Kuchen herausnehmen und abk√ľhlen lassen, dann erst Springform √∂ffnen und den Kuchen auf eine Servierplatte setzen. Durch ein feines Sieb den Kuchen mit Puderzucker bestreuen. Bei Bedarf mit Schlagsahne servieren.

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Donnerstag, 22. September 2016

Vom Versuch, eine Minestrone nachzukochen

Da gab es diese k√∂stliche dicke Suppe in Cogne. Allein das Bild von der wei√ü besch√ľrzten alten Dame, die den 50-Liter-Topf mit ihrer Minestrone bewachte, die ganze Nacht √ľber bis der letzte Teilnehmer des Alpenrennens an dem ich teilnahm die Station verlassen hatte, wird mir dauerhaft im Ged√§chtnis bleiben. Und wie ihr Gesicht erstrahlte, wenn man ihr Werk lobte. Gro√üartig!

Daheim im Ruhrgebiet angekommen, kam mir der Gedanke, die Suppe nachzukochen. Und ich kam mir dabei vor wie Tim M√§lzer in Kitchen Impossible, wobei M√§lzer in seinem Nachkochwettstreit immer Zeit f√ľrs Analysieren des urspr√ľnglichen Gerichts hat. Ich dagegen erinnerte mich nur dunkel. So gut, wie man sich nach 38 Stunden Laufen, Wandern und Klettern durch die Berge halt erinnern kann. Dicke Wei√üe Bohnen waren drin, M√∂hren auch, leicht tomatig war’s, Kartoffeln ja, die waren auch drin. Lauch? K√∂nnte sein. Erbsen? Ich denke schon. Speck auf jeden Fall. Zucchini? M√∂glich.

Also ran ans Werk. Ich kalkuliere f√ľr vier Personen folgendes: 150 g getrocknete dicke Wei√üe Bohnen // 150 g Junge Erbsen (TK-Ware) // 300 g sehr reife mittelgro√üe Tomaten // 1 Bund Lauchzwiebeln // 1 mittelgro√üe Zucchini (200 g) // 1 gro√üe M√∂hre (150 g) // 300 g Drillinge (festkochend) // 150 g Lardo // 900 ml Gem√ľsebr√ľhe // Salz // Schwarzer Pfeffer // 100 g Parmesan

Die getrockneten Dicken Bohnen weich bekommen ist der schwierigste Teil der ganzen √úbung. Die Dinger k√∂nnen reichlich widerspenstig sein. Ich wasche sie zun√§chst und lasse sie in warmem Wasser √ľber Nacht zum Aufquellen einweichen, insgesamt 20 Stunden. Sinnvoll ist es dann, die Bohnen zun√§chst seperat im Einweichwasser zu kochen, bis sie weich aber noch bissfest sind. Kocht man alles in einem Topf, sind m√∂glicherweise alle anderen Gem√ľse schon v√∂llig √ľbergart aber die Bohnen immer noch hart.¬† Bohnen dann absch√ľtten und beiseite stellen. Bohnen aus dem Glas w√§ren eine Alternative, sie sind aber oft viel zu matschig, weshalb ich auf die getrockneten setze.

Lardo (ersatzweise durchwachsener Speck) in d√ľnne Streifen schneiden, ein Drittel davon in einen seperaten gro√üen Kochtopf geben und bei mittlerer Hitze warten, bis sich ausreichend Fett verfl√ľssigt hat, um zun√§chst die in breite Ringe geschnittenen Lauchzwiebeln und anschlie√üend die zuvor gesch√§lten und grob gew√ľrfelten restlichen Gem√ľse sowie Erbsen und Speck zuzugeben und anzuschwitzen. Nun auch die gekochten Dicken Bohnen zugeben und alles mit der Gem√ľsebr√ľhe auff√ľllen. Im geschlossenen Topf zum Kochen bringen und alles bei niedriger Hitze leicht blubbernd garen lassen.

Zugleich die Tomaten in einen weiteren Topf geben ‚Äď deren Strunk man vorher keilf√∂rmig herausgeschnitten hat ‚Äď und mit etwas kochenden Wasser ein paar Minuten im geschlossenen Topf ziehen lassen, bis die Tomatenhaut Falten wirft. Tomaten aus dem Wasser nehmen, etwas abk√ľhlen lassen und die Haut abziehen. Tomaten mit einer Gabel zerdr√ľcken und in den gro√üen Topf mit der Suppe geben. Immer mal wieder probieren, ob Kartoffeln und M√∂hren gar sind. Schlie√ülich mit Salz und Schwarzem Pfeffer abschmecken, auf Teller verteilen und mit dem gehobeltem Parmesan bestreuen. Buon appetito!

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Mittwoch, 27. April 2016

Mampf in den Mai mit Tim Mälzers Labskaus als Katermahlzeit

Der kompottsurfer kannte Labskaus bislang nur aus der Konsumentenperspektive, gegessen zumeist nach durchzechten N√§chten im hohen Norden. Nun wurde es h√∂chste Zeit, das Gericht mal selbst zuzubereiten. Sozusagen als Training f√ľr den n√§chsten Ernstfall. Zum Beispiel nach dem kommenden Tanz in den Mai.

Aber wie zubereiten? Nach welchem Rezept? Man muss nicht lange √ľberlegen, bis einem Tim M√§lzer in den Sinn kommt. Mit Leidenschaft kochender Fischkopp, noch dazu Freund der K√ľche seiner k√ľstennahen Heimat, wo auch der Labskaus, ein altes Seefahrergericht seinen Ursprung hat. Heimat hei√üt auch ein Buch von M√§lzer. Und da gibt’s auch ein Rezept f√ľr Labskaus. Der kompottsurfer hat sich einigerma√üen daran gehalten. Bis auf ein paar Details. Die Zwiebeln waren Rote Zwiebeln und deren Menge nur 100 statt 150 Gramm, weil es irgendwie √ľberdosiert erschien. Die Gurken waren Cornichons und die Rollm√∂pse wurden durch R√§uchermatjes ersetzt. Passte. Danke Tim M√§lzer!

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Montag, 11. Januar 2016

David Bowies Lieblingsessen: Shepherd’s Pie. Ein Rezeptvorschlag zum Tod des legend√§ren K√ľnstlers.

Ja, ich musste heute ganz tief durchatmen als die Nachricht kam, dass David Bowie nicht mehr lebt. Der erste Blick fiel in die Plattenkiste mit den vielen Alben von David Bowie, dann musste ich an meinen alten Freund Dirk denken, mit dem ich diese Alben als Jugendlicher √ľber Jahre rauf und runter geh√∂rt hatte und der seit ein paar Monaten leider auch nicht mehr lebt. Keine Frage, Musik weckt Emotionen. Und Essen tut es auch. David Bowie liebte Shepherd’s Pie, und der kompottsurfer nutzt den traurigen Anlass seines Todes, um ein passendes Rezept von Jamie Oliver zu empfehlen. Hier wird jedenfalls der Speiseplan f√ľr heute Abend ge√§ndert und Shepherd’s Pie gegessen, dazu Bowies Musik geh√∂rt.

√úber das Foto geht’s zum Rezept von Jamie.

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Donnerstag, 30. April 2015

Alles hat seine Zeit, manches nur eine sehr kurze. Hier kommt kompottsurfers Risotto-Saisonrezept mit Bärlauch.

Es ist wirklich schade, dass die B√§rlauch- saison so kurz ist. Denn der gr√ľnbl√§ttrige Verwandte von Knoblauch, Zwiebel und Schnittlauch ist eine geschmackliche Be- reicherung f√ľr eine Vielzahl von Gerichten. Wild geerntet, kann er allerdings ein paar Risiken mitbringen. Aber viele gut sortierte Superm√§rkte und Gem√ľseh√§ndler haben die aromatische Krautpflanze selbst gezo- gen im Programm, was den Konsum unbe- denklich macht. Wer die Saison verl√§ngern will, sollte jetzt reichlich einkaufen und zum Beispiel Vorr√§te mit B√§rlauchpesto anlegen, das ‚Äď k√ľhl und dunkel gelagert ‚Äď eine ganze Weile vorhalten sollte.

Ein vom kompottsurfer gern gepflegtes Saisonrezept ist Bärlauchrisotto mit Garnelen und Erbsen.

Die Zutaten f√ľr 4 Portionen: 400 g. Risottoreis // 1,1 l Gem√ľsebr√ľhe // 1 gro√üe oder 2 mittelgro√üe Schalotten, fein gew√ľrfelt // 400 g Garnelen (gesch√§lt und roh) // 100 g B√§rlauch // 200 g Erbsen // Limettensaft // Oliven√∂l // Leindotter√∂l (wenn vorr√§tig) // Salz // Pfeffer

Die Zubereitung: Gem√ľsebr√ľhe in einem Topf erw√§rmen und durchg√§ngig deutlich unterhalb der Kochtemperatur halten. Zugleich 1 EL Oliven√∂l in einem Topf mit dicken Boden bei mittlerer Hitze erw√§rmen. Reis zugeben und anschwitzen, bis er ein leichtes R√∂staroma verstr√∂mt und zumindest einige K√∂rner eine helle braune Farbe annehmen, dabei ab und zu etwas durchr√ľhren. Herd auf kleine Flamme herunterdrehen. Reis so zusammenschieben, das etwas freie Fl√§che am Topfboden entsteht. Dort einen weiteren EL Oliven√∂l platzieren. Sobald das √Ėl erw√§rmt ist, Schalotten zugeben und weich anschwitzen. Dann zusammen mit dem Reis verr√ľhren.

Nach und nach die Br√ľhe in ca. 220 ml Portionen zugeben und das Risotto bei mittlerer Hitze leicht blubbernd kochen lassen, zwischenzeitlich immer mal wieder umr√ľhren. In einem kleinen Topf derweil die Erbsen seperat mit einem EL Oliven√∂l bei niedriger Temperatur zugedeckt d√ľnsten. TK-Erbsen brauchen keine zus√§tzliche Fl√ľssigkeit, frischen Erbsen f√ľgt man noch ein bis zwei EL Wasser hinzu. Soweit vorhanden, den ged√ľnsteten Erbsen noch einen EL Leindotter√∂l zugeben. Leindotter√∂l verstr√∂mt einen frischen, an Erbsen erinnernden Duft und verst√§rkt den aromatischen Effekt. Mit der letzten Portion Gem√ľsebr√ľhe auch die ged√ľnsteten Erbsen und die rohen Garnelen zum Reis geben und zwei bis drei Minuten ziehen lassen. Erst direkt vor dem Servieren den von seinen Stielen befreiten B√§rlauch quer in ca. 2 cm breite Streifen schneiden und unter das Risotto heben. Mit Salz, Pfeffer und ein paar Spritzer Limettensaft abschmecken – fertig.

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Montag, 20. Dezember 2010

Rezept des Monats von Nils Henkel: Mild ger√§ucherter Bachsaibling mit Haselnussmilch, Albatr√ľffel und Trauben

Bachsaibling / Haselnussmilch / Tr√ľffel / Trauben von Nils Henkel (Foto: Thomas Ruhl / port culinaire)

Der kompottsurfer freut sich, wieder einmal ein Rezept eines gro√üen Meisters pr√§sentieren zu k√∂nnen. Passend zu den Weihnachtstagen tr√§gt Nils Henkel, K√ľchenchef auf Schloss Lerbach in Bergisch-Gladbach, mit seiner Variante eines mild ger√§ucherten Bachsaiblings zur Steigerung der Kochlust der kompottsurfer-User bei.

Der 41-j√§hrige, geb√ľrtige Kieler, z√§hlt zur absoluten Spitze unter Deutschlands K√∂chen. Drei Sterne im Guide Michelin sowie 19 Punkte im Gault Millau und die Auszeichnung zu Deutschlands Koch des Jahres 2009 unterstreichen seine au√üergew√∂hnlichen F√§higkeiten.

Hier geht’s zum Rezept und zu weiteren Infos zu Nils Henkel und seinem neuen Kochbuch Pure Nature.

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Mittwoch, 15. September 2010

Rezept des Monats von Léa Linster: Doradenfilets auf Sauce Piperade

Lea Linsters Dorade mit Sauce Piperade (Foto: T. Neckermann)

Wo sie auftaucht ist gute Laune garantiert. Und bestes Essen sowieso. Wo immer ich in den letzten Jahren auf L√©a Linster traf, es begegnete mir immer eine blitzgescheite K√∂chin aus Leidenschaft, die ihr Herz auf der Zunge tr√§gt. Liebe im Essen gibt’s nicht? Doch gibt’s. Bei L√©a auf jeden Fall. Und da sehe ich ihr gerne nach, dass sie es partout nicht glauben will, dass ich kein Engl√§nder bin. Sie mache es an Kleidungsstil und Frisur fest, sagt sie und lacht. Zugegeben, ich habe tats√§chlich einen englischen Friseur und mag die Kleidung von Paul Smith.

Okay, ich schweife ab. L√©a hat jedenfalls f√ľr den kompottsurfer ein Rezept aus ihrem neuen Brigitte-Kochbuch “Einfach fantastisch” herausgesucht. Und das gibt’s jetzt hier

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Samstag, 03. Juli 2010

Rezept des Monats von Björn Freitag: Sauerbraten vom Knusper-Kabeljau mit Sauerkirschen

Sauerbraten vom Knusper-Kabeljau mit Sauerkirschen

Das aktuelle Rezept des Monats stammt von Bj√∂rn Freitag aus dem Dorstener Sterne-Restaurant Goldener Anker. Bj√∂rn startet Anfang der kommenden Woche auch mit einer neuen dreiteiligen Serie im WDR-Fernsehen (der Kompottsurfer berichtete). Am letzten Wochenende war er √ľbrigens noch als Mannschaftskoch mit dem FC Schalke auf Borkum unterwegs. Trotz der vielen Fahrerei achtet Bj√∂rn Freitag sehr darauf, dass in seinem Restaurant alles rund l√§uft. Ist schlie√ülich sein Kerngesch√§ft. Wer noch nicht da war, sollte unbedingt mal bei ihm vorbeischauen. Und hier geht’s zum Rezept und zu weiteren Infos.

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