rewirpower.de – Das Revierportal


Suche:

Donnerstag, 08. Juli 2010

Spanien verliert Weltmeistertitel: Ferran Adrias’ EL BULLI nicht mehr bestes Restaurant der Welt

Es kann leider überhaupt nicht über die verdiente Niederlage gegen die Rote Furie im gestrigen Halbfinale der Fußball-WM hinwegtrösten, dass Spanien gerade die vierjährige Vorherrschaft in der Liga der außergewöhnlichsten Restaurants der Welt abgeben musste. Ferran Adrias’ El Bulli wird in der vielzitierten Liste des Mineralwasserherstellers San Pellegrino nun lediglich als Nummer 2 geführt. Und woher kommt die Nummer 1? Vielleicht aus England mit Heston Blumenthal? Oder aus den USA mit Grant Achatz? Nix da. Die Dänen machten das Rennen. Wie 1992 bei der Fußball-EM in Schweden, wo sie als kurzfristig nachgerücktes Reserveteam für das ausgeschlossene Jugoslawien vom Badeurlaub zum Turnier anreisten und sensationell den Titel holten. Ganz so sensationell ist der Sprung an die Spitze von Rene Redzepi allerdings nicht. Der durch die Küchen von Kellers French Laundry und Adrias El Bulli gegangene neue Superchef lag schon 2009 in Lauerstellung. Sein Kopenhagener Restaurant Noma ist jetzt das Maß aller Dinge. Natürlich werden viele Feinschmecker sagen, Adria war sowieso nie der Beste, oder Redzepi ist es jetzt nicht. Weil sich über Geschmack halt streiten lässt. Anders als im Fußball, wo Deutschland bereits in Lauerstellung liegt und mit seiner jungen Mannschaft alle Chancen auf die Titel der kommenden EM und WM besitzt, liegt das beste deutsche Restaurant, Wisslers Vendôme, noch nicht so gut im Rennen, aber immerhin schon auf Platz 22. Es ist erst wenige Jahre her, da fand sich in den Top 50 kein deutsches Restaurant. Meine Prognose lautet: In zwei Jahren hat es Wissler in die Top 15 geschafft. Die von mir hoch geschätzten Roco-Brüder aus dem El celler can Roca in Girona sind übrigens bereits auf Platz 4 vorgerückt.

Hier nun ein Video von der Preisverleihung. Wie sich die Bilder von Titel feiernden Fußballern und Köchen doch gleichen …

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Mittwoch, 30. Juni 2010

Von wegen Servicewüste Deutschland: Haus Stemberg ist eine goldene Oase bester Bewirtung

Sascha Stemberg mit Gewinnerschampus: Moet & Chandon aus dem Methusalemgebinde

Nur Bares ist Wahres – diese alte Weisheit des Geschäftslebens gilt für die gehobene Gastronomie schon lange nicht mehr. Grund dafür sind kleine, rechteckige Plastikkarten, die inzwischen so selbstverständlich zur Bezahlung von Restaurantrechnungen eingesetzt werden, dass Kartenunternehmen wie American Express dem Gastronomiesegment besondere Pflege angedeihen lassen.

Seit drei Jahren tun sie das mit der Verleihung einer Auszeichnung für beste Leistungen im gastronomischen Service. Initiiert wurde die als Service-Oase betitelte Aktion durch die von mir sehr geschätzte, fachkundige Herausgeberin des Magazins Sternklasse, Uta Bühler. Neben bekannten Fernsehgesichtern wie Jean Pütz und Max Schautzer war auch sie heute vor Ort, als das Haus Stemberg in Velbert für seine außergewöhnlichen Leistungen im Service belobigt wurde. Es war allerdings keine schwindelige Jury, die dem Team um Familie Stemberg diese Auszeichnung bescherte, sondern eine solide Abstimmung von Gästen auf der Internetpräsenz von AmEx. Rock’N'Roll sozusagen. Insgesamt wurden deutschlandweit drei Restaurant als Gewinner der Service-Oase in Gold belobigt.  In Kategorie 1 (Hauptgerichte hauptsächlich unter 20 Euro) ist es das Bistro-Restaurant Rive in Hamburg, Kategorie 2 (Hauptgerichte hauptsächlich unter 30 Euro) eben Haus Stemberg und Kategorie 3 (Hauptgerichte über 30 Euro) das Münchener Tantris. Wobei der kompottsurfer ausdrücklich erwähnen möchte, dass es im Haus Stemberg auch Hauptgerichte unter 20 Euro gibt.

Apropos Kohle. Die Siegerteams erhielten nicht nur eine stattliche King Size Bottle von Moet & Chandon in der Methusalemausführung (6 Liter) sondern auch noch 1.000 Euro für die Trinkgeldkasse. “Am letzten Abend vor der Sommerpause werden wir mit dem gesamten Team der Flasche zu Leibe rücken. Anschließend unterschreiben alle, die dabei waren mit einem goldenen Edding auf dem Etikett, und die Flasche bekommt einen Ehrenplatz im Lokal”, verriet mir Sascha am Ende der Veranstaltung heute. Bin mal gespannt, wer seine Unterschrift am nächsten Tag noch wiedererkennt. Hicks.

Und dass Haus Stemberg für mich in den letzten Jahren kontinuierlich zu einem der besten und sympathischsten Häuser des gesamten Ruhrgebiets aufgestiegen ist, wiederhole ich an dieser Stelle gerne immer wieder.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Sonntag, 16. Mai 2010

Ruhr 2010: Das beste Eis der Kulturhauptstadt

Suchterzeugende Eisqualität in Essen: Kika's

Jedes Jahr surfe ich die besten Eisdielen des Ruhrgebiets ab, um nach der besten zu suchen. Vielleicht bin ich durch die Vorjahresergebnisse etwas voreingenommen, aber es läuft auch in diesem Jahr wieder alles auf Kika’s hinaus, die Eismacherhelden in Essen-Werden, gegründet vor 19 Jahren von Ernst Kimmeskamp. Das Eis hat genau die leichte Spur Cremigkeit, die in meiner Eiswelt eine perfekte Textur ausmacht. Die Süße ist gut eingebunden und nicht zu dominant. Auch in diesem Jahr gibt es wieder einige reizvolle neue Sorten. Der Kompottsurfer rät, Kika’s unbedingt besuchen. Zum Beispiel am Rande einer Tour um den Baldeneysee.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Dienstag, 11. Mai 2010

Kakao und Haferschleim am Rennsteig

Empfehlung in Eisenach: Zucker und Zimt

Bin wieder zurück aus dem Thüringer Wald. Extrem muskelverkatert, aber ansonsten unversehrt. Natürlich habe ich beim Rennsteiglauf den legendären Haferschleim probiert, war okay, aber ich muss zugeben, dass ich mehr Gefallen an den deftigen Schmalzstullen fand.

Eine unbedingte Empfehlung für alle, die es mal nach Eisenach verschlägt: das Café Zucker und Zimt. Die machen einen wirklich sehr überzeugenden Kakao aus hochwertiger Schokolade und Eis aus eigener Herstellung. Und das Personal agiert aufmerksam und herzlich. Und im nächsten Jahr werde ich dort auch mal was essen. Vielleicht ist dann ja auch das Wetter besser, und ich kann draußen sitzen.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Freitag, 30. April 2010

Okay, abgemacht. röst.art ist die Alternative in BO-City

Stillleben im röst.art

Das vom kompottsurfer und einigen treuen Lesern des blogs betrauerte Ableben des Café Gloria`s am Hellweg hinterlässt in der Bochumer City eine Lücke, die nur schwer zu schließen ist. Und doch, es gibt Hoffnung. Silkes dankenswertem Hinweis auf die Kaffeerösterei röst.art an der Grabenstraße 1-3 bin ich gleich gestern nachgegangen und habe mir dort bei Kaffee und Kuchen eine nette, kleine Auszeit gegönnt. Hat sich gelohnt. Es gab aromatischen, heiß (!) servierten Kaffee und großartigen Mohnkuchen. In der Vergangenheit bin ich zwar schon öfter mal am röst.art vorbeigekommen, aber entweder war es dort zu voll, oder ich hatte keine Zeit zum Einkehren. Die Atmosphäre ist entspannt und herzlich, im besten Sinne inhabergeführt von den zudem auch bloggenden Chefs Claudia Schiweck und Richard Miklas. Und das Publikum reicht von Germanistik-Erstsemestern bis zur rüstigen Rentnerinnengruppe.

Also dann, liebe Freunde des Gloria’s Cafés: demnächst einfach öfter mal im röst.art vorbeischauen.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Freitag, 09. April 2010

Europäisches Großstadtessen mit und ohne Stern

Main Cities of Europe

Dieser Guide bringt Städtereisenden echten Mehrwert: Main Cities of Europe 2010 heißt der frisch erschienene Hotel- und Restaurantführer des französischen Reifenherstellers Michelin, der – komplett überarbeitet – weiterhin nur englischsprachig zu haben ist. Mit erfrischendem Mut zur Lücke hat der Guide Michelin die wichtigsten Gastronomieadressen europäischer Hauptstädte zwischen zwei Buchdeckel gepackt und vorgestern in den Handel gebracht. Natürlich fallen da die kleinstädtisch verorteten Perlen kulinarischer Kunst durchs Raster, aber immerhin sind 1.542 Hotels und 1.715 Restaurants aus 44 Städten dabei, die auf 20 Länder verteilt sind. Deutschland ist mit Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt und Stuttgart vertreten. Insgesamt werden 15 Restaurants mit drei Sternen, 55 mit zwei und 271 mit einem Stern aufgeführt. Preis für das Buch: 27,95 Euro.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Donnerstag, 04. März 2010

47 neue Sterne: Guide Michelin Frankreich 2010 ist erschienen

Guide Michelin France 2010

Mit Gilles Goujon aus der Auberge du Vieux Puits im südfranzösischen Dörfchen Fontjoncouse hat Frankreich nun einen weiteren Dreisternekoch und bringt es auf aktuell 26 (Deutschland hält 9). Zwei Sterne halten 77 Restaurants (Deutschland 17) und einen Stern insgesamt 455 Häuser (Deutschland 199). Damit scheint die gastronomische Strahlkraft Frankreichs aus Sicht des Guide Michelin mit 661 zu 260 fast dreimal so stark wie in Deutschland (Anzahl aller Sterne, nicht Anzahl der Betriebe). Mal wieder Grund genug, den kulinarischen Kulturvorsprung im Nachbarland neidlos anzuerkennen oder die Bewertungen des Guide France für überbewertet zu halten. Goujon ist 2010 übrigens der einzige Aufsteiger in den Kocholymp. Er pflegt inmitten der Weinlandschaft der Corbières eine Küche mit regionalen Produkten, die er teils molekular inspiriert in Szene setzt.

Interessant im Ländervergleich ist allerdings, dass die Zahl der Bib-Gourmand-Adressen (Gute Küche zu moderaten Preisen / ohne Stern) in Frankreich mit 555 nur knapp doppelt so hoch ist wie in Deutschland. Also dort, wo man den größten Vorsprung vermuten könnte, nämlich bei den einfachen Gasthöfen, die für kleines Geld viel zu bieten haben, liegt Deutschland nach Ansicht des Michelin gar nicht so schlecht.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Sonntag, 20. Dezember 2009

Im Parkhaus Hügel blitzt Klasse auf

ParkhausHügelDie Liste der Prominenten, die irgendwann einmal im Parkhaus Hügel speisten, ist lang. Unweit der Garderobe zeugt eine mit zahlreichen Zeitungsausschnitten bepflasterte Wand von der illustren gastronomischen Geschichte des unterhalb der Villa Hügel gelegenen Hauses. Die Industriebosse Krupp von Bohlen und Halbach sowie Berthold Beitz saßen hier genauso zu Tisch wie Papst Johannes Paul II, Bundespräsident Heinemann und Showstars wie Zarah Leander. Indes, mit herausragenden Küchenleistungen konnte das Restaurant nie reüssieren.

Nun studierte ich neulich Online zufällig die Speisekarte des Hauses und war, ob der verführerisch klingenden Kreationen, neugierig geworden. Tatsächlich wurde gestern Abend aber nur eine kleine Auswahl aus der Karte offeriert, offiziell dem Umstand geschuldet, dass das Haus mit mehreren Veranstaltungen randvoll belegt sei, wie der Oberkellner erläuterte. Immerhin, die geräucherte Gänsebrust nebst Feldsalat und Calvadosäpfeln war richtig gut. Der Rest auf jeden Fall solide. Gerüchten zufolge, soll Suvad Memovic, der bis September noch in der Recklinghäuser Engelsburg das Restaurant Impression führte, in die Küchenleitung eingebunden sein. Für das Haus wäre es ein Segen, vorausgesetzt, die Betreiber lassen ihn so kreativ kochen wie er kann.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Montag, 30. November 2009

Impression währte nur kurz. Verträgt Recklinghausen keine Spitzengastronomie?

impressionAls ich am gestrigen Sonntag einen Stadtbummel durch die verkaufsoffene City von Recklinghausen machte, führte mich mein Weg auch am Hotel Engelsburg vorbei, wo Anfang 2008 die Brüder Memovic das Restaurant Impression eröffnet hatten. Die Hoffnung, dass Suvad Memovic, der einst bei Thomas Bühner im La Table und La Vie überzeugte, auf absehbare Zeit einen Stern nach Recklinghausen holen könnte, erstarb in dem Moment, als ich einen Blick auf die Karte im Aushang warf, wo ich der vollzogenen Schließung des Restaurants gewahr wurde. Eine Stadt wie Recklinghausen mit derart großem Einzugsbereich, die zudem über eine Einwohnerstruktur mit relevanten zahlungskräftigen Kreisen verfügt, sollte doch mindestens ein Restaurant mit ambitionierter Küche vertragen können, finde ich. Das wahre Leben spricht allerdings dagegen. Vielleicht sollte man es nicht in der Engelsburg versuchen. Mir scheint, über der Gastronomie hängt irgendein Fluch. Das Restaurant Impression ist ja nicht das erste, was schon nach kurzer Zeit dort die Segel streichen musste.

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF

Dienstag, 17. November 2009

Gault Millau 2010: Wahabi Nouri wird Koch des Jahres, Johann Lafer und Nils Henkel abgestraft

Gault MillauSpärlicher als in den letzten Jahren sickern die ersten Informationen über die Preisträger des Gault Millau 2010 durch. Der Chef des Guide, Manfred Kohnke, hat rund um das Erscheinen des neuen Restaurantführers eine rigidere Informationspolitik durchsetzen können, daher erst jetzt die ersten Meldungen: Wahabi Nouri aus dem Restaurant Piment in Hamburg wird neuer Koch des Jahres. Für viele Beobachter sicher eine Überraschung. Die weiteren Preisträger sind:

Entdeckung des Jahres: Daniel Achilles (Reinstoff / Berlin)
Oberkellner des Jahres: Manfred Friedel (Königshof / München)
Sommelier des Jahres: Melanie Wagner (Schwarzer Adler / Oberbergen)
Restaurateur des Jahres: Erhard Schäfer (Maître im Kuckuck / Köln)
Pâtissier des Jahres: Ronny Bolz (Villa Rothschild / Königstein-Taunus)
Kochschule des Jahres: Kochstudio von Otto Fehrenbacher (Lahr)
Cigar Lounge des Jahres: Cigarrum (Hotel Frankfurter Hof in Frankfurt/Main)

Ein Exempel statuierten die Tester an Johann Lafer, (weiterlesen…)

  • Twitter
  • Webnews.de
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Digg
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Yahoo! Bookmarks
  • FriendFeed
  • Posterous
  • RSS
  • Print
  • PDF