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Mittwoch, 02. November 2011

Panem et Circenses: Roncallis Restauranttheater wieder am Jagdhaus Schellenberg zu Gast

Panem et Circenses: Zirkusspektakel und kulinarische Genüsse im Spiegelzelt

Seit 2001 pflegen die Schellenberger nun schon die Tradition, Roncallis Restauranttheater Panem et Circenses einzuladen und das historische Spiegelzelt von November bis Dezember vor ihr fachgewerktes Domizil zu platzieren. Seit ich 1990 von Hans-Peter Wodarz zur ersten Showreihe nach München eingeladen wurde, verfolge ich den Fortgang des Spektakels sehr genau. Zugegeben, damals war alles neu, aufregend und einzigartig besetzt. Gleichwohl habe ich nie zu den Kritikern dieser Art von Gastronomie gehört, ganz im Gegenteil.

Auch wenn er längst nicht mehr dabei ist: Wodarz hat es mit Panem et Circenses geschafft, den teils bärbeißigen deutschen Feinschmeckern eine üppige Portion Entspanntheit zu vermitteln. Dafür gebührt ihm großer Respekt. Dass Schuhbecks Küche im historischen Spiegelzelt seinerzeit nicht die Klasse wie in seinem damaligen Waginger Restaurant Kurhausstüberl haben konnte, leuchtet jedem ein, der schon mal das Essen für ein Picknick im Grünen vorbereitet hat. Durch die räumliche Nähe zur Küche von Jagdhaus Schellenberg ist es logistisch inzwischen einfacher geworden.

Chris Kolonko wird die Gäste in diesem Jahr durchs Programm führen, Jonglier-Weltmeister Pavel Evsukevich und Schlangenfrau Elena Skrypets werden atemberaubende Momente kreieren und Slapstickstar Jan van Dyke den gefüllten Bäuchen Lachkrämpfe bescheren. Andreas Mattern, Küchenchef von Jagdhaus Schellenberg, wird mit einem Viergangmenü die kulinarische Versorgung sicherstellen.

Mit 135 Euro ist der Abend allerdings kein Schnäppchen. Geboten wird jedoch eine ganze Menge. Und wer seine Liebste oder seinen Liebsten mal mit etwas Besonderem überraschen will, der investiert hier richtig.

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Sonntag, 18. Juli 2010

Still-Leben A 40: Hier geht’s lang. Und der kompottsurfer fährt ein paar Tage ganz woanders hin

Still-Leben A 40

Heute feiert sich das Ruhrgebiet selbst, und legt dafür einen Tag lang den Verkehrsfluss der automobilen Hauptschlagader des Reviers still, die A 40. Still-Leben A 40 wird heute schätzungsweise eine Million Besucher auf die Autobahn zwischen Duisburg und Dortmund locken, wo auf 60 Kilometern 20.000 Tische aneinander gereiht sind, die im Vorfeld für 35 Euro von Jedermann, Jederfrau und Jederfirma zu buchen waren. Okay, die Auflagen sind streng, die Benutzung von Glasflaschen und Gläsern beispielsweise verboten, aber das sollte den Spaß an der ungewöhnlichen Sause kaum mindern. Uwe Bende vom Weinforum Ruhrgebiet berichtete mir von einer Spezialkonstruktion, die er eigens für die Veranstaltung zusammenbaute. Die Glasflaschen für seine Riesling-Raritätenprobe versenkt er in größere Plastikflaschen, der Zwischenraum wird dann mit Wasser gefüllt. Prinzip Thermoskanne. Damit der gute Wein nicht aus Pappbechern getrunken werden muss, kommen hochwertige Plastikgläser, ähnlich wie diese hier, zum Einsatz. Auch der kochblogger ist mit einem Tisch dabei, den er zusammen mit season to taste realisiert.

Für mich wird Sill-Leben A 40 besonders still, denn ich bin mal für ein paar Tage weg. Gerne wäre ich Uwes und kochbloggers und den vielen anderen Einladungen gefolgt und hätte heute Rieslinge und alle möglichen anderen kulinarische Spezialitäten verkostet. Aber wenn die Party losgeht, sitze ich schon im Zug Richtung Osten.

Der WDR bietet zur Orientierung auf der Autobahn ein 360° Webspecial an, damit Besucher die vielen Highlights entlang der Strecke und sogar einzelne Tische finden können. Allen Lesern, die heute auf der A 40 sein werden, kann ich nur sagen: Lasst es krachen! Der Stau den das Krachen verursacht, ist unter diesen Umständen gut auszuhalten.

Ab dem 28.7. sendet der kompottsurfer wieder. Bis dahin, schöne entspannte Sommertage.

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Sonntag, 13. Juni 2010

Der Dorstener Dreh: Jetzt auch Björn Freitag mit neuer Sendung

Björn Freitag ist: Der Vorkoster

Nach Frank Rosin (Topfgeldjäger im ZDF) startet jetzt auch der andere Dorstener Sternekoch, Björn Freitag (Goldener Anker), mit einer neuen Sendung in den Fernsehsommer. In dem Dreiteiler Der Vorkoster (WDR, ab 5. Juli) geht Björn für einen Fernsehkoch überraschend investigativen Fragestellungen nach. Zum Beispiel, wie Fleischproduktion in Deutschland heute aussieht und welche Zusatzstoffe in Fertiggerichten verbaut sein können. Ihn für diese Sendereihe zu gewinnen, war nicht schwer: „Essen ist meine Passion, und deswegen finde ich diese neue Aufgabe so spannend. Ich will allerdings kein Spielverderber sein, sondern vertrete die Verbraucher, die gerne gut essen.“

Die Termine im Einzelnen:

05.07.2010 (Folge 1 – Schweinefleisch)
12.07.2010 (Folge 2 – Nudeln und Nudel-Fertiggerichte)
09.07.2010 (Folge 3 – Fisch)

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Mittwoch, 12. Mai 2010

Jetzt ist aber höchste kulinarische Eisenbahn …

Kulinarische Zugreise im nostalgischen Speisewagen

… sonst gibt’s keine Plätze mehr für die Fahrt im Speisewagen einer hundert Jahre alten Dampflok, die am 23. Juni von Bochum-Dahlhausen aus zu einer kulinarischen Ausfahrt abdampft. Der Verein Westfälisch Genießen e.V. organisiert diese Fahrt, bei der die Gäste ein Viergang-Menü nebst Getränken serviert bekommen. Ich kenne sowohl Zug als auch Route ganz gut und kann sagen, dass die Reise mit der Henschel-Dampflok entlang der Ruhr schon ohne Essen eine eindrucksvolle Sache ist. Nun werden Günther Overkamp-Klein von der Overkamp Gastronomie Dortmund und Axel Schmidt vom Restaurant Zum Neuling in Bochum gemeinsam mit ihrem Kollegen Christian Klein-Wagner vom Gasthaus Klein in Netphen-Deuz auch noch ein westfälisches Menü im Zug auftischen, und das macht die Angelegenheit dann wirklich zu einer ganz besonderen Veranstaltung. Ein bisschen Transsibirische Eisenbahn ohne Sibirien. Zugegeben, die Fahrkarten sind keine Schnäppchen und kosten je nach Platz 240 Euro (Glaskuppelwagen) oder 190 Euro (Speisewagen) inklusive aller Speisen und Getränke, aber wer das Besondere sucht und auch bezahlen will und kann, der wird sicher sein Vergnügen daran haben.

Nur eins sollten die Teilnehmer beachten. Der Ruß der Lok zieht durch jede Ritze. Das gibt’s also immer mal wieder eine Extraportion Raucharoma in der Nase. Das Erlebnis wäre sonst auch nicht vollständig.

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Freitag, 13. November 2009

Die große Gastkoch-Täuschung

Da wollte ich gerade eine Story über Grant Achatz planen, ihn in Salzburg interviewen, wo er im November als Gastkoch im Ikarus (Hangar 7) präsentiert wird, und dann muss ich erfahren, dass der Mann nur an den ersten beiden Tagen des Monats vor Ort war. Das sei im Ikarus üblich, heißt es aus der Pressestelle, schließlich habe Achatz ja noch ein eigenes Restaurant in Chicago.

Nun wissen Eingeweihte, dass es auch bei anderen Gastpielen von Starköchen oft eine ähnliche Vorgehensweise gibt. Höchste Zeit also für einen mahnenden Zeigefinger. Denn Unbedarfte dürften sich vehement verschaukelt fühlen, wenn Ihnen nicht sauber vermittelt wird, dass der Gastkoch gar nicht kocht. Korrekt agierende Gastronomen kündigen den Gastkoch deshalb nur für die zwei Tage seiner tatsächlichen Anwesenheit an und kommunizieren ihren Gästen dann, dass das Menü noch eine bestimmte Zeit auf der Karte bleibt, also ohne den Meister am Herd. Bei Ikarus empfand ich diese Kommunikation als unsauber, zumal auch auf der Internetseite der Eindruck vermittelt wird, Grant Achatz sei den ganzen Monat November persönlich vor Ort.

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Mittwoch, 11. November 2009

Salzburger Festspiele für den Gaumen: Grant Achatz im Ikarus am Hangar 7 zu Gast

AchatzHeiko Antoniewicz machte mich gestern darauf aufmerksam, dass Grant Achatz, Küchenchef des legendären Chicagoer Restaurants Alinea, den ganzen November über im Salzburger Restaurant Ikarus (Hangar 7) am Herd steht. Grant genießt in den USA den Status des innovativsten Kochs zwischen Ost- und Westküste, und für Feinschmecker aus Europa ist sein Gastspiel in Salzburg die ideale Gelegenheit, Eindrücke seiner Fähigkeiten mitzunehmen, ohne dafür über den Atlantik jetten zu müssen. Wer gut plant, fliegt für 99 Euro mit AirBerlin nach Salzburg und sitzt kurz nach dem Verlassen des Flugzeugs schon bei Achatz am Tisch, denn das Restaurant Ikarus im Hangar 7 ist eine Flughafengastronomie, wenn auch eine ganz besondere.

Seine Kreationen sind oft Drahtseilakte im wahrsten Sinne des Wortes. Teller? Wer braucht schon Teller. Grant Achatz richtet Essen gerne auch mal an Drahtgestellen an, wie Bauchspeck mit Apfel, Thymian und Karamel. “Have fun” lautet das kulinarische Motto des US-Amerikaners, der zunächst am Culinary Institute in New York studierte und anschließend als Sous Chef in Thomas Kellers French Laundry brillierte. Dann legte er ein Jahr Kochpause ein und arbeitete als Assistant Winemaker auf La Jota Vineyards im Napa Valley, bevor er 2005 das Alinea in Chicago eröffnete. Zwischenzeitlich erkrankte er jedoch schwer, erholte sich aber zum Glück wieder vollständig. Und so sieht das Menü im Ikarus aus:

AMUSE BOUCHE

FORELLEN ROGEN Kokosnuss, Lakritze, Ananas

HEISSE KARTOFFEL Kalte Kartoffel, Schwarzer Trüffel, Butter

MENÜ

MARONE Quitte, Schokolade, Ofenkartoffel

WILDER WOLFSBARSCH Kamille, Krustentier, Fenchel

GÄNSESTOPFLEBER Daikon, Shiso, Yuzu

HUMMER Popcorn, Mango, Curry

SCHWARZER TRÜFFEL Explosion, Romana Salat, Parmesan

WAGYU BEEF gemahlen, Kartoffel, Chips

ZITRONEN SODA ein Biss

SPECK Karamell, Apfel, Thymian

APFEL Meerrettich, Sellerie

BIRNE Zwiebel, Cheddar, Kissen mit Orangenduft

SCHOKOLADE Heidelbeer, Tabak, Ahorn

SÜSSKARTOFFELN Bourbon, Zimtschnecke

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Dienstag, 23. Juni 2009

Besserwisserfreie Zone: Weinprobe für Damen auf Schloss Hugenpoet

Mann steht gerne mal im Weg, wenn Frau in Ruhe Wein verkosten will. Gedankenlos redet er ihr rein und lässt den Besserwisser raushängen, während sie damit befasst ist, ein eigenes Urteil zu finden. Weil das ziemlich nerven kann, lädt Christine Dördelmann, Sommeliere auf Schloss Hugenpoet in Essen, auch in diesem Jahr wieder zu einer exklusiven Weinprobe für Damen.
15. August 2009, Preis: 69 Euro (inkl. Gabelgerichte), Reservierung erforderlich, www.hugenpoet.de

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Dienstag, 16. Juni 2009

Gourmetmeile in Essen beginnt

meileEssenDie kulinarische Hauptstadt des Ruhrgebiets könnte keinen passenderen Namen haben: Essen in Essen ist mehr als in anderen Großstädten des Reviers nicht nur Nahrungsaufnahme sondern bestens gepflegtes Kulturgut. Und so kann ich meinen geschätzten Lesern wirklich guten Gewissens die Gourmetmeile “Essen verwöhnt” empfehlen, wo von Résidence bis Hannappel, von Kölner Hof bis Nero und La Grappa bis Gummersbach die 23 wichtigsten Gastronomiebetriebe der Stadt vertreten sind. Los geht’s am morgigen Mittwoch, Finale ist am Sonntag.

Wer wissen will, was es auf Gabel und Löffel gibt und wer wo zu finden ist, guckt hier.

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Dienstag, 19. Mai 2009

slow food: Blinde Bratwurst im Kleingarten

Keine Sorge, die Aktivisten von slow food haben nicht auf Fußball umgesattelt und versemmeln jetzt Torchancen im Minutentakt. Es geht um echte Bratwürste. Mit Currysauce. Blind auf Qualität getestet. Passend zum Start der Grillsaison nehmen die Genussexperten von slowfood Bratwürste verschiedenster Herkunft unter die Lupe, von der legendären Bochumer Dönninghaus-Wurst über den Curry-King aus dem Supermarkt bis hin zur Bratwurst vom Biometzger mit einer vom renommierten Herner Weinhändler und Gastronomen Julius Meimberg exklusiv kreierten Sauce.

Für so eine Veranstaltung kommen im Grunde nur zwei Orte in Frage: Fußballstadion und Schrebergarten. Da die Fußballsaison nächste Woche zu Ende geht, bleibt für den 27. Mai, dem Tag der Verkostung, nur die Laubenkolonie.

In der Herner Kleingartensiedlung Herner Mark an der Sodinger Str. 231 geht’s um 19.30 Uhr los.

Wer dabei sein will, surft hier entlang.

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Donnerstag, 14. Mai 2009

Wild grillen, aber richtig

Einen entsprechenden Kurs bietet jetzt ein versierter Beamter von der Bochumer Polizeibehörde an, der aber nicht namentlich erwähnt werden will. Er wird Hinweise geben, wo die besten geheimen Plätzen zu finden sind und verraten, wie sich Wildgriller am besten nicht erwischen lassen. Quatsch. Es geht natürlich um Wild grillen, und da wird ein Mitarbeiter des RVR Ruhr Grün zeigen, wie Wildschwein, Hirsch oder Reh fachgerecht zerlegt, zubereitet und gegrillt werden können. Anschließend gibt’s die zubereiteten Gerichte noch zum Probieren auf Teller und Gabel.

Der Wildgrillkurs findet am 23. Mai von 10-15 Uhr auf dem Bochumer Heidhof statt und kostet 50 Euro. Voranmeldungen unter Telefon 02045.405612 (Mo–Fr 9 bis 12 Uhr).

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