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Mittwoch, 29. März 2017

Auch das noch: Kerners Köche wiederbelebt

Also gut, mit The Taste und Kitchen Impossible ist es für den kompottsurfer erstmal vorbei, denn mit der heutigen Umstellung auf DVBT-2 sind die privaten Sender per Antenne nur noch kostenpflichtig zu empfangen. Und für eine Handvoll ansehbarer Sendungen Geld rauswerfen, das hauptsächlich in Fremdschämprogramm investiert wird? Nein, danke. Netflix und gebührenfinanziertes TV müssen reichen. Es sei denn, die olle Satellitenschüssel auf dem Dach lässt sich reaktivieren. Muss aber nicht sein.

Genauso wie die Reaktivierung von Kerner’s Köche nicht sein muss, die vor knapp zwanzig Jahren im ZDF Premiere feierte. Als Moderator Johannes B. Kerner zu Sat1 abwanderte, übernahm Markus Lanz die Sendung, die schließlich im Dezember 2012 eingestellt wurde. Nun also wieder Kerners Köche. Zwei von Kerners alten Spezis sind auch wieder dabei: Johann Lafer und Alexander Herrmann. Dazu kommen Meta Hiltebrand (bekannt aus Kitchen Impossible und Die Küchenschlacht) sowie Alexander Kumptner. Alexander wer? Ein fescher Österreicher mit Waschbrettbauch, der in der Alpenrepublik mit Kinderkoch-Shows populär wurde und in der Wiener Albertiner Passage ein Restaurant mit Fusionsküche führt.

Fällt denen beim ZDF wirklich nichts Neues mehr ein? Zumal ab 2018 das Ende der Übertragungen von Spielen aus der Fußball-Champions-League droht. Dann schwindet vermutlich auch das letzte bisschen Attraktivität für die Zuschauer unterhalb des Renteneintrittsalters. Okay, erstmal ist Kerners Köche auf samstags 16.15 Uhr terminiert (erster Sendetermin 1.4.), aber es steht zu befürchten, dass die Mainzer Programmmacher im Überschwang der Ideenlosigkeit Kerners Köche schon bald das Abendprogramm abkochen lassen. Hoffentlich werde ich eines Besseren belehrt.

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Dienstag, 14. März 2017

Tim Raue erster deutscher Koch in der kulinarischen Kultstaffel CHEF’S TABLE

Ich gebe offen zu, Netflix nicht in erster Linie wegen der großartigen Serie über internationale Spitzenköche anzusteuern. Chef’s Table wirkt neben den von mir gesuchteten Serien wie House of Cards und der Riege der Superhelden (Daredevil, Jessica Jones, Luke Jones, Arrow) wie Arte-Programm, für das ich mich eher selten erwärmen kann. Gleichwohl fasziniert mich die Serie. Weil die Köche Innereien offenbaren. Aspekte ihres emotionalen Ichs, die sich später in ihren Kreationen widerspiegeln. Ob Kochen Kunst ist, hängt auch mit dem Blickwinkel zusammen aus dem es betrachtet wird. Und in Chef’s Table zeigt der Blickwinkel Kunst. Und Künstler. Ein Gericht wird aus meiner Sicht nicht durch den Blick auf den Teller zur Kunst, vom Ende her zu denken funktioniert zumindest beim Essen nicht. Vielmehr ist der Anfang wichtig. Die Idee, der Schaffensprozess.

Nun wird mit Tim Raue der erste Koch aus Deutschland in der Serie vorgestellt. Warum gerade er? Gäbe es hierzulande nicht auch andere Kandidaten seiner Klasse? Klar, die gibt es. Ich weiß natürlich nicht, warum Raue ausgesucht wurde. Ich weiß nur: Ich hätte ihn auch ausgesucht. Er hat einen steinigeren Weg zurücklegen müssen als die meisten seiner Kollegen, schon da gibt es was zu erzählen. Außerdem wirkt er in seiner rustikalen Art authentisch und trägt das Herz auf der Zunge. Es wird Zeit, meine hier vor gut acht Jahren mal formulierte Kritik zu relativieren, alles unter dem Vorbehalt, dass ich ihn zwischenzeitlich nur mal kurz am Rande einer Veranstaltung gesprochen habe, ihn also weiterhin nur anhand seiner Medienauftritte beurteilen kann. Wie auch immer, Raue wirkt auf mich nicht mehr so getrieben wie früher. Ich sehe ihn gerne. Jetzt also in der neuen Staffel Chef’s Table.

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Mittwoch, 08. März 2017

Kitchen Impossible: “Mälzer ist hinterlistig.”

So muss das. Mit Mälzer. Den Episoden ohne Beteiligung des Hamburgers fehlt einfach diese Portion Rotzigkeit, die Kitchen Impossible (VOX) so besonders macht. Es ist so ein bisschen wie bei Spielen des FC Bayern München in der Bundesliga. Bis auf die Anhänger der Roten selbst hoffen alle darauf, dass der Favorit strauchelt. Und bei KI ist immer der Mälzer Favorit, egal, mit wie vielen Michelinsternen seine Gegner dekoriert sind.

Und so hielt Mälzers zweites Duell mit Lohse auch wieder alles an kulinarischen Fallstricken und verbalen Gemeinheiten bereit, die der kompottsurfer bei der Sendung Kitchen Impossible so genießt. “Mälzer ist hinterlistig,” sagt Lohse, und natürlich hat er recht. Besser kochen kann Mälzer nicht, also muss er schmutzig gewinnen, wie es in der Fußballersprache heißt. Deshalb suchte Tim für Christian ein Gericht mit einer Zutat aus, die zum Zeitpunkt der Zubereitung keine Saison hat, nämlich Mais. Und weil Mälzer weiß, dass Lohse keine C-Ware verarbeitet, konnte er sicher sein, dass das nachzukochende Gericht dem Original kaum entsprechen würde.

Und Lohse keult in seiner Not sehr unterhaltsam weiter: “Mälzer würde auch einen Schwamm panieren.”

Neben all’ der echten Verzweiflung, die den Kombattanten bei ihren Nachkochversuchen ins Gesicht geschrieben steht, neben all’ den fiesen Sprüchen, ist auch spannend zu sehen, wie das Format – möglicherweise sogar ungewollt – die Grenzen der guten Küche auslotet. Was ist eine möglichst originalgetreue Kopie von Gerichten wert, wenn sie mit Kompromissen erkauft wird, die gegen die Ehre eines Spitzenkochs gehen? Ist es da nicht vielleicht besser, weniger original aber dafür qualitativ hochwertiger abzuliefern? So jedenfalls tickt Lohse, und das war schön zu sehen am letzten Sonntag.

Der kompottsurfer hatte es ja schon nach der Pilotsendung so eingeschätzt, dass das Format Unterhaltungspotential und kulinarisch einiges zu bieten hat. Schön, dass es die Zuschauer ähnlich sehen. Die Quoten sind gut,  2,2 Millionen sahen die Folge vom vergangenen Sonntag. In Sachen Kampflustigkeit dürfte Mälzers nächste Auseinandersetzung der gegen Lohse kaum nachstehen. Und das ist wahrscheinlich noch untertrieben. Sein Gegner Tim Raue lässt schon durchblicken, was der Zuschauer am kommenden Sonntag ab 20.15 Uhr erwarten darf: eine “Herausforderung an der Grenze zur Bösartigkeit”. Da kommt doch Freude auf.

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Mittwoch, 11. Januar 2017

Kitchen Impossible: kompottsurfers Lieblingskochsendung mit neuer Staffel

Das wurde auch Zeit. VOX zeigt ab Ende Januar wieder neue, schräge Kochduelle mit Tim Mälzer und diversen Spitzenköchen als Herausforderer. Allen voran der Neuauflage seiner Schlacht mit Tim Raue dürften Fans entgegenfiebern. Maulheld oder Meisterkoch? Tim Mälzer reißt das Mundwerk jedenfalls im Vorfeld eines Duells gerne weit auf und wird dann wieder liefern müssen. Vielleicht braucht er das ja, um alles aus sich rausholen zu können. Und sichert damit nebenbei eine gute Quote für die Sendung. Denn der eine Teil des Publikums wird ihn gerne krachend scheitern sehen, der andere freut sich mit ihm über den Sieg – wie Fans des FC Bayern über einen Sieg ihrer Münchener.

Aber es gibt auch eine große Neuerung in der neuen Staffel, denn erstmals wird Mälzer nicht in jedem Duell zu sehen sein. Einige seiner einstigen Gegner werden untereinander wie auch gegen ganz neue Kombattanten antreten. Zu den mälzerfreien Duellen gehören Roland Trettl gegen Christian Lohse und Tim Raue gegen Meta Hiltebrand.

Die erste Folge wird am 29. Januar um 20.15 Uhr zu sehen sein.

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Donnerstag, 24. November 2016

The Taste: Marco gewinnt das Finale und 50.000 Euro

Die zäheste aller bisherigen Staffeln von The Taste  „isch over“, wie Finanzminister Schäuble sagen würde. Gab’s auf dem Weg ins diesjährige Finale überhaupt besonderes zu berichten? Ein bisschen schon. Zum Beispiel über Zuschauer, die geschockt auf Frank Rosins angeblich beleidigenden Umgang mit einem Kandidaten reagierten, weil der beim Verkosten einer Zubereitung den Geschmack von „alten Socken mit Mayo“ ausmachte. Sogar sein Rausschmiss wurde gefordert. Meine Güte, das ist eine TV-Show. Wenn ein Kandidat einen solchen Kommentar nicht aushält, dann sollte er besser gar nicht erst antreten.

Und sonst? Alexander Herrmann spielte im Halbfinale beleidigte Leberwurst, weil ihm ein Gastjurorenurteil nicht passte. Wirkte allerdings ein bisschen inszeniert das Ganze. Im Grunde viel Rauch um nix. Aber irgendwie musste man ja die Sendezeit vollkriegen. Ich mag den Typen trotzdem, für die lange Sendezeit kann er ja nichts.

Finale heute. In der ersten Runde gab’s sechs Aromenpaarungen zu beackern, die Gastjuror und Spitzenkoch Peter Maria Schnurr aus dem Restaurant Falco in Leipzig vorgab. Eine davon: Banane mit Nelken. Wollte keiner als Los ziehen, weil das gar nicht zusammengeht, wie alle meinten. Ob Schnurr immer aufmerksam den kompottsurfer aufmerksam gelesen hat? Könnte sein, obwohl man damit keinesfalls irgendeine Art von Ideenklau unterstellen kann. Gleichwohl wird Schurr 2007/2008 möglicherweise auch das Flavour-Pairing-Projekt nicht entgangen sein. Eine Idee des Wissenschaftlers Martin Lersch vom khymos blog, unterstützt von vielen anderen Bloggern und Küchenchefs weltweit. Unter dem Titel They Go Really Well Together (TGRWT) setzte er eine Mitmachaktion zu Aromenpaarungen mit Rezeptentwicklung auf. Und was gab es da in Folge #11 zu tun? Ja, man ahnt es schon: Kombiniere Banane mit Nelken!

Die sechs Verbliebenen der ursprünglich 16 Kandidaten lieferten in der ersten Finalrunde nicht schlecht ab, aber die Banane mit Nelke gefiel Schnurr nicht. Ihm war die Nelke zu dominant. Aber warum dann Schnurr am Ende nicht auch den zweiten von ihm kritisierten Löffel aussortierte, nämlich die Paarung von Tamarillo und Ziegenfrischkäse, sondern einen der vier hochgelobten, konkret die Leber mit Whisky. Muss man nicht verstehen. Coach Frank Rosin fügte sich als verantwortlicher Coach der zwei hier ausgeschiedenen Kandidaten gleichwohl unaufgeregt in sein Schicksal.

Marco und Frank also dann im Endspiel, nachdem Ex-Team-Coach Lea Linster als Gastjurorin zwischendrin noch zwei Kandidaten eliminieren musste. Mit den beiden kämpften schließlich auch die wohl größten Sympathieträger aus dem gesamten Kandidatenkreis um die Siegprämie von 50.000 Euro und die Bosch Smart Küche. Klarer Sieger: Marco aus dem Team von Alexander Herrmann. Es hat wohl nie in all’ den Staffeln einen Sieger gegeben, dessen Kochvermögen im Kandidatenkreis unumstrittener und dessen Sympathiewerte höher waren.
Und die Quoten waren zum Ende hin auch okay. Nur zäher als sonst zog es sich mit der Staffel leider trotzdem hin, aus Sicht des kompottsurfers. Wenn es eine weitere Staffel geben sollte, wovon man ausgehen darf, müsste man hier ansetzen. Ein bisschen mehr Pep wäre wünschenswert.

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Donnerstag, 03. November 2016

Wird Til Schweiger neuer Coach bei The Taste?

Vorerst wohl nicht, aber man sollte sich dazu mal Gedanken machen bei SAT.1. Der Unterhaltungswert von Staffel 4 hinkt nämlich merklich hinter den ersten drei Staffeln her als Tim “Motzkoffer” Mälzer noch für pikante Noten sorgte. Und da bei The Taste nur theoretisch der Geschmack zählt – das Aromafernsehen ist ja immer noch nicht erfunden – muss es für den Zuschauer der Unterhaltungsaspekt rausreißen. Leider hakt’s da derzeit. Zu wenig überraschende Momente, zu viel leeres Gerede, zu wenig Witz. Was sich auch in der eher mäßigen Quote widerspiegelt.

Aber warum ausgerechnet Til Schweiger? Nun, der Schauspieler mit dem neuen Hang zum berufsfremden Engagement hat mit seinem Gemischtwarenladen barefootliving auch die Küche entdeckt. Vorratsgläser, Butterdose, Tee, Wein, Servietten – fehlen eigentlich nur noch die Köttbullar. Ob die irgendwann auf der Karte seines gestern in Hamburg eröffneten Restaurants Barefood Deli landen, wird man abwarten müssen. Unwahrscheinlich ist das nicht. Eine türkische Frikadelle soll es bereits geben.

Til Schweiger und The Taste – das würde passen, und ich meine das sogar wirklich eine Prise ironiefrei. Expertise in Sachen Geschmack sollte vorhanden sein, zumal er sich ausdrücklich abseits der Gourmetküche positioniert. Das dürfte schon mal für eine gewisse Grundspannung zwischen den Coaches sorgen. Natürlich ist die Frage mehr als berechtigt, ob Til Schweiger den Leuten aus seinem Team kulinarisch etwas beibringen kann. Doch auch wenn nicht – er könnte die anderen Teams und Coaches so dermaßen unter Beschuss nehmen, dass die nichts Geschmackvolles mehr auf die Löffel kriegen, zumindest nicht rechtzeitig. Außerdem gäbe es in Sachen Produktplatzierung Kooperationsmöglichkeiten, was das Engagement Schweigers für den Sender finanzierbar machen könnte.

1996 traf ich übrigens bei der Eröffnung des Planet Hollywood in Berlin Arnold Schwarzenegger zum Interview. Arnold hatte damals – gemeinsam mit Sylvester Stallone, Bruce Willis, Demi Moore, Jackie Chan und anderen – in diese filmkulissenhafte Restaurantkette investiert. Wir aßen Burger und tranken Bier, dabei erzählte er mir von den Zeiten als er in einer Essener Muckibude trainiert hatte, irgendwann in den 1960ern. Und dass er Planet Hollywood als gutes Investment betrachte. Der spätere Gouverneur von Kalifornien ist bekannt für seinen guten Geschäftssinn, aber mit der Restaurantkette hatte er Pech. Nach einer zunächst phänomenalen Kursexplosion an der Börse, ging das Unternehmen 1999 in die Insolvenz.

Das wünscht man Til Schweiger nun wirklich nicht, ich jedenfalls nicht. Auch wenn ich seinen Ausflug auf das neue Geschäftsfeld seltsam finde. Aber er ist wahrlich nicht der einzige Schauspieler, der sein finanzielles Glück abseits des Filmgeschäfts sucht. Wer noch dabei ist, berichtete stern-online vor einer Weile hier.

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Freitag, 07. Oktober 2016

The Taste kommt mit Staffel 4, aber ohne Tim Mälzer. Fehlt jetzt das Salz in der Sendungssuppe?

Unvergessen der Moment als Tim Mälzer in der ersten Staffel von The Taste (SAT 1) diesen erstaunlichen Satz sagte: “Ente und Risotto macht man nicht? Wer sagt denn das? Die Entenpolizei?” und damit klar machte, dass Unterhaltung und Kochen tatsächlich zusammen in einer Sendung funktionieren können. Unvergessen aber auch die Übellaunigkeit des Hamburgers in der dritten Staffel, die alles andere als gespielt wirkte, sondern eher den Eindruck erweckte, Tim Mälzer sei der Sendung überdrüssig.

Nun ist er weg, der Tim, und für ihn übernimmt Roland Trettl. Bekannt geworden ist er als langjähriger Chef des legendären Salzburger Gastspielrestaurants Ikarus im Hangar 7, in dem diverse internationale Kochstars immer wieder Kostproben ihres Könnens zeigten.

Wenn am kommenden Mittwoch wieder eine Schar Profi- und Hobbyköche um Geld und Popularität kämpfen, interessiert den kompottsurfer diese Frage am meisten: Bleiben die Hobbyköche wieder nur schmückendes Beiwerk, oder haben mal mehrere von ihnen realistische Chancen aufs Finale? Wenn man einen Wettstreit aus Hobby- und Profiköchen veranstaltet, dann sollten auch beide Seiten Gelegenheit haben, ihr Können nicht nur in der Vorauswahl zu zeigen. Und vielleicht sollte man sogar den Modus etwas ändern, um das zu gewährleisten. Damit käme auch auf die Coaches mehr Verantwortung zu. Eine 50/50-Besetzung der Teams aus Profis und Hobbyköchen wäre zum Beispiel eine interessante Lösung.

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Montag, 29. August 2016

Zucker. Der Feind in meinem Essen. HART ABER FAIR hakt nach.

Das ist mal ein Thema nach meinem Geschmack. Es geht um Zucker. In hart aber fair hatte man sich dem Thema zugewandt und dazu auch Tim Mälzer eingeladen. Man kann als Zuschauer dankbar sein, wenn er bei Ernährungsthemen in der Runde sitzt. Nicht, weil er jede relevante Studie zitieren kann, sondern weil er genau da reingrätscht, wo man als Zuschauer denkt: Will dieser oder jener Experte mich jetzt für dumm verkaufen?
Mälzer ist auch die schöne Vokabel von Zucker als Kinderkoks zu verdanken. Auch wenn sie ursprünglich nicht von ihm stammt, aber es ist schön zu sehen, dass er sich nicht mit Relativierungen so genannter Experten abspeisen lässt und Dampf in die Debatte bringt.

Gleichwohl macht man es sich zu einfach, nur die Lebensmittelindustrie an den Pranger zu stellen, weil sie überall Zucker einsetzt, auch da wo er nicht hingehört. Gesetze, Verbote und Verpflichtungen sind durchaus ein Instrument, Zuckerfallen vorzubeugen, vor allem bei Essprodukten (das Wort Lebensmittel mag ich in diesem Zusammenhang nur ungern verwenden) die auf Kinder als potentielle Konsumenten zugeschnitten sind. Disneyfiguren als Werbehelfer für hochgezuckerte Milchprodukte einzusetzen, wäre eine Sache, die reguliert werden sollte. Auch dem Verklausulieren von diversen Arten von Zuckern auf den Verpackungen sollte ein Riegel vorgeschoben werden.

Was aber auch in dieser Debatte wieder zu kurz kommt ist der Konsument. Wer steht an der Kasse und kauft das ganze zuckerbelastete Zeug für sich und seine Kinder? Der erwachsene Verbraucher. Es ist viel zu billig, die Verantwortung für die Überzuckerung unserer Gesellschaft allein auf die Produzenten abzuschieben. Wenn wir mündige Verbraucher sein wollen, dann sollten wir uns auch so verhalten.

Ich habe jedenfalls meinen Zuckerkonsum extrem eingeschränkt und kann sagen: Es fühlt sich großartig an. Ich fühle mich wacher, gesünder, fitter. Täglich selber frisch kochen hilft schon mal sehr, den versteckten Zuckern in Fertigprodukten aus dem Weg zu gehen. Mache ich ja ohnehin schon sehr lange. Dazu zucker- bzw. fructosehaltige Getränke meiden, keine industriell gefertigten Süßigkeiten essen (Ausnahme 70% Bitterschokolade), im Sommer ab und zu ein Eis, im Winter mal ein Stück Kuchen – passt. Letzten Endes ist auch die Energiebilanz entscheidend – also nicht mehr Kalorien einverleiben als verbraucht werden. Auch das kann jeder hinbekommen, der in der Schule rechnen gelernt hat. Natürlich muss das jeder für sich entscheiden, wie gesagt, wir sind ja mündige Verbraucher.

Wer die Sendung verpasst hat, kann hart aber fair noch in der Mediathek anschauen. Lohnt sich. Ein Klick auf Mälzers Rübe und schon geht’s los.

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Sonntag, 14. August 2016

Cooles Gemüse: Nelson Müllers ZDF-Check bestätigt kompottsurfers Vorliebe für Tiefkühlware

Neulich landete ich beim Zappen auf dem ZDF-Info-Kanal. Da wurde eine Sendung mit Nelson Müller (Restaurant Schote, Essen) aus dem Frühjahr wiederholt. Es ging um Tiefkühlkost von Pizza über Fleisch bis Gemüse und die Frage: Was macht Tiefkühlung mit der Qualität der Produkte?

Nun interessierte mich weniger die Abteilung Pizza und Fleisch, sondern mehr das Thema Gemüse. Beim Thema Fleisch und Geflügel bestätigte der Bericht die Sorgen des kompottsurfers, was die Qualität des aufgetauten und zubereiteten Produkts und die mögliche Ausbreitung von Bakterien angeht. In Sachen Tiefkühlgemüse und -obst aus dem Supermarkt, kommt der Beitrag allerdings zu einem sehr positiven Ergebnis. Qualität und Vitamingehalt des direkt nach der Ernte schockgefrosteten Gemüses ist erstklassig. Wenn man es zudem in Bioqualität einkauft, ist man auch als anspruchsvoller Verbraucher auf der sicheren und genussvollen Seite.

Es ist doch allemal besser Tiefkühlgemüse zu verarbeiten als das an dieser Stelle schon mehrfach kritisierte Frischgemüse aus dem Biomarkt, das oft nicht nur alles andere als frisch sondern auch erschreckend labbrig im Regal liegt. Was will ich mit Grünen Bohnen, in die ich einen Knoten machen kann?

Keine Frage, saisonales Frischgemüse und -obst ist natürlich die 1a-Lösung, am besten direkt vor Ort am Biobauernhof eingekauft. Aber darüber hinaus ist TK-Gemüse eine prima Sache, und es lohnt sich, das eine oder andere im Eisfach zu bevorraten. In meinem liegen zum Beispiel immer ein paar Portionen junge Erbsen bereit, ideal für ein spontan zubereitetes Risotto. Oder auch Bohnen und junger Spinat.

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Montag, 20. Juni 2016

Fernsehkoch Kolja Kleeberg geht mit seinem Berliner Restaurant VAU in die Insolvenz

Sein Lokal ist eines der angesagtesten in Berlin, was nicht nur mit der guten Küche und der besonderen Lage unweit von Gendarmenmarkt und Auswärtigem Amt zu tun hat, sondern auch mit seinem sympathisch wirkenden und unterhaltsamen Chef: Kolja Kleeberg. Nun hat der Mann, den man aus zahlreichen Kochshows kennt (u.a. Lanz kocht) und der gerne auch mal die Gitarre zur Hand nimmt, um eigene Lieder zum Besten zu geben, für die Betriebsgesellschaft seines Sternerestaurants VAU Insolvenz anmelden müssen.

Wie die Berliner Zeitung berichtet, läuft das Geschäft aber ganz normal weiter. Über die Hintergründe zu Kleebergs Erklärung, er ordne aufgrund privater Veränderungen lediglich seine Firmenstruktur neu und dem Restaurant gehe es gut, kann nur spekuliert werden. Der geschätzte Berliner Kollege Nico Rechenberg berichtet heute in seinen Gourmetwelten, Kleeberg habe sich vor einiger Zeit von seiner Ehefrau Petra getrennt, mit der er drei Kinder hat. Man muss kein Hellseher sein, um darin mögliche Ursachen für die Insolvenz zu erkennen. Kleeberg selbst wollte sich dazu nicht näher äußern.

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