Es war eine eher unspektakuläre Folge von Rach, der Restauranttester, die gestern bei RTL über den Sender ging. Mutter und Tocher, erst zehn Monate mit einem eigenen Lokal in Wien am Start, standen kurz vor dem Aus. Dann kam Christian Rach, schickte die Mama in die zweite Reihe, ließ die Tochter eine Vision von Küche, Ambiente und gewünschter Gästeklientel formulieren und umsetzen – und schwupps, alles gut. Ganz ehrlich, der kompottsurfer liebt es, wenn am Ende alles gut wird. 6,37 Millionen Zuschauer sahen die Folge. Ein Marktanteil von 24,9%.
Mittwoch, 25. Januar 2012
Kaum teurer als die Hüttengaudi: Schuhbecks Messerempfehlung bei Tchibo
Der Münchener Sternekoch Alfons Schuhbeck stellt ja für eine ganze Reihe Produkte sein prominentes Gesicht zur Verfügung. Die Nummer mit der Hüttengaudi bei Mc Donalds nehmen ihm viele Gourmets übel, aber das hat Alfons Schuhbeck noch nie gestört. Nun verkauft Tchibo in seinem Online Shop Messer, die Schuhbecks ad-hoc-Serie nicht unähnlich sehen, aber statt für knapp 40 Euro zum Schnäppchenpreis von 5 Euro zu haben sind. Und sogar von Schuhbeck höchstpersönlich per Videoclip empfohlen werden.
Das Ding musste der kompottsurfer dann natürlich mal genauer unter die Lupe nehmen. Wesentlich teurer als die Hüttengaudi war’s ja nicht. Aber immerhin war das Geld viel besser investiert. Okay, das so genannte Chefmesser von Tchibo ist von der Qualität eines teuren Global-Messers meilenweit entfernt, aber für kleines Geld ist es zumindest ein ordentliches Werkzeug. Recht gut ausgewogen und solide verarbeitet. Also meckern wir an dieser Stelle mal nicht über den Alfons. Ausnahmsweise.
Mittwoch, 11. Januar 2012
Rach, der Restauranttester: Besser denn je, nicht nur bei der Quote.
Den besten Staffelstart aller Zeiten für seine gastronomische Beratungs-Show Rach der Restauranttester (RTL), legte der Hamburger zu Jahrebeginn mit 6,91 Millionen Zuschauern hin als er das Britannia Inn in Bad Berleburg vor dem Untergang retten sollte. Okay, an diesem Tag war die Konkurrenz nicht sonderlich stark, aber selbst mit seiner zweiten Sendung waren es noch stolze 5,97 Millionen Menschen, die ihm zusehen wollten.
Also wenn der kompottsurfer aktuell einem der vielen TV-Rettungskommandos – über alle erdenklichen Einsatzgebiete hinweg betrachtet – überhaupt zusehen mag, dann dem Rach. Der wirkt jetzt auch eine angenehme Spur lockerer als in den vorherigen Staffeln, was die Sendung eindeutig sehenswerter macht. Ist es damit zu erklären, dass Christian Rach jetzt keinen Stress mehr mit seinem Tafelhaus an der Backe hat? Es scheint fast so.
Dienstag, 20. Dezember 2011
Schuhbeck, Lafer, Poletto und Co.: Heuchler am Herd?
Gerade im digitalen Spiegel die Polemik von Slke Burmester über TV-Köche gelesen, die fragwürdige Industrienahrung bewerben. Der kompottsurfer hat das Thema ja auch immer wieder auf dem Tablett, so wie zuletzt Schuhbecks Hüttengaudi für Mc Donalds. Böseste Sätze von Burmester: Was früher die Zeugen Jehovas mit ihrem “Wachtturm” waren, sind heute Schuhbeck, Lafer, Poletto und Co. Sie lauern an jeder Ecke, grinsen von jedem Plakat und winken auf jedem Fernsehkanal mit ihren Löffeln, Rinderbeinen und Geflügelscheren, auf dass man eintrete in ihr gelobtes Land mit Namen “Genuss.”
Im Gegensatz zu bekennenden Zeugen Jehovas sind bekannte Köche keine Selbstausbeuter. Sie müssen Geld verdienen. Und wir sollten aus dem Thema Genuss keinen Glaubenskrieg machen, denn dann ist Genuss kein Genuss mehr. Köche sollen promoten können, was sie wollen, und wenn die Produkte im krassen Gegensatz zu ihren sonstigen Gesundheitsbotschaften stehen, dann müssen sie eben mitunter heftige Kritik aushalten. Nur memmenhaft darauf reagieren sollten sie nicht. Denn sie wissen, was sie tun.
Samstag, 03. Dezember 2011
Lanz kocht: Und Kolja Kleeberg überrascht mit Schwarzen Nüssen
Seit Monaten mal wieder bei Lanz kocht (hier geht’s zum Video) hängen geblieben. Kulinarische Inspiration finde ich in diesem Format leider selten – Rezepturen werden bei Kochsendungen ohnehin völlig überbewertet – und der Unterhaltungsfaktor hängt auch sehr von den anwesenden Köchen ab. Gestern war nur einer mit Showtalent dabei: Kolja Kleeberg. Wenn ich meine Idealbesetzung für die Sendung vornehmen dürfte, würde ich neben Kolja noch Tim Mälzer, Lea Linster, Horst Lichter, Alexander Herrmann oder Nelson Müller einladen. Dann hätte der Zuschauer was zu lachen und käme sich nicht so oft belehrt vor.
Was darüber hinaus des kompottsurfers Interesse weckt sind besondere Produkte, die er noch nicht kennt, oder noch nie verwendet hat. So wie gestern Kolja Kleeberg Schwarze Nüsse im Gepäck hatte. Das sind unreif (grün) geernte Wanüsse, die durch aufwendige Einlege- und Waschprozeduren ihre Bitterstoffe verlieren und dadurch genießbar werden. Delikatessenhändler Ralf Bos (Bosfood) hat diese Spezialität im Einweckglas von zwei Herstellern im Programm. Ist doch auch ein ideales kleines Weihnachtsgeschenk für Feinschmecker. Ich werde mir so ein Gläschen zum Nikolaustag erst mal selbst schenken. Mal sehen, ob ich einen passenden Stiefel finde.
Dienstag, 29. November 2011
Hüttengaudi oder Verrat am guten Geschmack? Alfons Schuhbeck bei McDonalds eingeburgert
Der bayrische Spitzenkoch Alfons Schuhbeck hatte schon einmal Anfang der 1990er Jahre die Feinschmeckergemeinde gegen sich aufgebracht als er für die Fleischwurst eines Herstellers aus dem Ruhrgebiet warb. Hertha ist kein Hurricane sondern Wurst hieß es in einer der Kampagnen des Fabrikanten, der seine Ware mit Schuhbeck als Testemonial zum Premiumprodukt aufwerten wollte.
Nahezu alle Gourmets hierzulande waren sich einig, dass Schuhbeck mit diesem Sündenfall sein Schicksal als Spitzenkoch besiegeln und schon bald in der Versenkung verschwinden würde. Dass es ganz anders kam, ist längst belegt. Nun kreierte er für McDonalds alljährliche Hüttengaudi unter anderem einen Hähnchen-Burger mit Apfel-Ingwer Sauce. Okay, die Fastfood-Kette ist wahrlich kein Gourmetbetrieb, aber vielleicht ging’s Schuhbeck nicht nur um einen kulinarischen Beitrag sondern ein klitzekleines bisschen auch um, ähem, Geld. Eine satte sechsstellige Summe, so qualmt’s jedenfalls aus der Gerüchteküche, soll der Sternekoch für den Spot, den er mit dem Präsidenten des FC Bayern München, dem Wurstfabrikanten Uli Hoeneß abdrehte, eingestrichen haben.
Natürlich stellt Schuhbeck mit seiner Aktion seine Glaubwürdigkeit in Frage. Aber er wird das sicher gut durchgerechnet haben. Und vermutlich zu dem Schluß gekommen sein, dass ihm die Ansichten dieser vielen dogmatischen Gourmets am Allerwertesten vorbeigehen können. Seinem gastronomischen Geschäft am Platzl in München wird die McDonalds-Geschichte sicher keinen Abbruch tun. Er wird sie aber sicher das eine oder andere Mal um die Ohren gehauen bekommen, wenn er mal wieder irgendwo im Fernsehen kocht oder als Experte geladen ist. Bin schon gespannt, mit welchen Argumenten er sich aus dieser Nummer rauswindet. Ach ja: Ich mag ihn irgendwie trotzdem, den Alfons.
Montag, 21. November 2011
Man vs Food: Immer wenn ich Monsterhunger habe …
… darf ich in meinen Lieblingsernährungsratgeber nicht reinzappen. Geht also nur in Zeiten wie diesen, wo den kompottsurfer ein malader Fuß peinigt und deshalb die Laufeinheiten deutlich eingekürzt stattfinden. Senkt spürbar den Appetit. Ansonsten wäre ich ein Topkandidat für Man vs. Food. Alerdings schränke ich kleinlaut ein, dass ich bei den berüchtigten Chili Challenges ganz schnell aus dem Rennen wäre.
Montag, 07. November 2011
Die lange Nacht der Michelinsterne im Ruhrgebiet: Frank Rosin erhält den zweiten, Nelson Müllers Schote den ersten Stern.
Erst morgen früh um 8 Uhr wird die Vergabe der neuen Michelinsterne 2012 für die besten Restaurants in Deutschland offiziell bekanntgegeben. Gleichwohl, Michelin ist nicht Apple, wo jedes Geheimnis in der Regel bis zur offiziellen Verkündung gewahrt bleibt. Also wissen Eingeweihte schon mehr.
Was bisher durchsickerte ist, dass Frank Rosin in Dorsten endlich seinen zweiten Stern erhält (den der kompottsurfer schon im letzten Jahr erwartet hatte) und Nelson Müller aus dem Essener Restaurant Schote erstmals mit einem Stern ausgezeichnet wird. Großer Schock dagegen in Bergisch-Gladbach, wo Nils Henkel angeblich seinen dritten Stern verlor. Thomas Bühner, lange im Dortmunder La Table erfolgreich und seit ein paar Jahren im Osnabrücker La Vie der Chef, kann dagegen endlich in die allererste Liga vorstoßen und erkocht sich mit seinem Team den dritten Stern. Mehr dazu in Kürze im kompottsurfer.
Sonntag, 16. Oktober 2011
Der Vorkoster Björn Freitag ermittelt im Grünen Bereich
Der Salat am Buffet ist nur solange interessant bis man ans Fleisch kommt, lautet ein Sprichwort. Stammt sicher nicht von einem Vegetarier, der Spruch. Und auch nicht vom Dorstener Sternekoch Björn Freitag, der uns am morgen Montagabend ab 20.15 Uhr (WDR-Fernsehen) wieder den Vorkoster macht und das Thema Blattsalat im Visier hat. Bin mal gepannt, ob er auch was zum Vitamingehalt in überlagertem Biosalat herausfinden konnte. Also morgen einfach mal reinschauen. Hier geht’s zum Trailer.
Donnerstag, 10. Februar 2011
Das Höllenfeuersushi
Nachdem ich gestern meine Spaghetti Carbona nach Art von Heston Blumenthal testweise mit einer, statt nur einer halben Habanero befeuert hatte – aarrghh, fauch – erinnerte ich mich mal wieder an meine US-amerikanische Lieblingsserie zum Thema Kulinarik Man vs Food mit dem phantastischen Adam Richman. Aber seht selbst …. ach ja, ich liebe übrigens Finisher-T-Shirts …








