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Freitag, 19. Februar 2010

Kampfsage von √Ąrzten und Krankenkassen: Die Lebensmittelampel leuchtet wieder

Die Nährwertampel

Der Kampf f√ľr eine Ampel-Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln schien sp√§testens nach dem Ergebnis der letzten Bundestagswahl aussichtsloser denn je. √úber das F√ľr und Wider hatte der kompottsurfer in den letzten Jahren immer wieder berichtet und dabei klar f√ľr eine Kennzeichnungspflicht votiert.

Nun, wo der Kampf gegen die lobbystarke Lebensmittelindustrie schon fast verloren schien, legen die Bef√ľrworter der Kennzeichnungspflicht noch mal einen Gang zu. Wie der digitale Spiegel heute berichtet, fordern √Ąrzte und Krankenkassen in einem Brief an deutsche EU-Abgeordnete, sich im europ√§ischen Parlament f√ľr die Ampel einzusetzen. Und es sind nicht nur ein paar versprengte Funktion√§re und Gutmenschen√§rzte, die das Papier unterzeichnet haben, sondern es sind der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen, der AOK-Bundesverband, die Verbraucherzentralen, die Bundes√§rztekammer sowie der Berufsverband der Kinder- und Jugend√§rzte und die deutsche Herzstiftung. Da ist m√§chtig Druck hinter. Und endlich kommt richtig Bewegung ins Geschehen. Die Schlacht ist also noch nicht verloren.

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Mittwoch, 09. Dezember 2009

Ampelkennzeichnung abgeblockt. Generation XXL darf kommen

Wie gerade auf Spiegel Online gemeldet, wird die Ampelkennzeichnung f√ľr Lebensmittel h√∂chstwahrscheinlich nicht kommen. Die Lobby der Industrie hat offensichtlich ganze Arbeit geleistet. Wie im kompottsurfer bereits vor l√§ngerer Zeit berichtet, hat auch Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) in der Vergangenheit alles getan, um den Eindruck zu erwecken, sie lie√üe sich vor den Karren der Industrie spannen. Die Generation XXL wird also weiterhin mit staatlicher Unterst√ľtzung gem√§stet. Wie gut, dass die Krankenkassen volle Konten haben, da k√∂nnen sie ja die Kostenbomben von morgen locker wegstecken.

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Montag, 11. Februar 2008

Eine Adipositas-Steuer f√ľr Schokolade und Chips muss her!

Schon vor einigen Wochen war mir im Supermarkt der enorme Anstieg der Schokoladenpreise aufgefallen. Ritter Sport, Mars, Kitkat und Milka kosten jetzt deutlich mehr als zuvor. Nicht, dass ich ein besonderer Freund gro√üindustriell hergestellter Schokolade w√§re, aber die Preiserh√∂hung, quer durch die Herstellerlager, kam mir schon merkw√ľrdig vor.

Heute meldet die Financial Times Deutschland in ihrer Holzausgabe, dass die Unternehmen Nestl√© (kitkat), Kraft Foods (Milka), Mars und Ritter von Fahndern im Auftrag des Kartellamts durchsucht worden sind. Vorwurf: Preisabsprache. Kurios finde ich allerdings die Angabe, dass die Preiserh√∂hungen im Schnitt lediglich um 10-12 Prozent gestiegen seien. Meine Beobachtungen haben ergeben, dass die Preise teilweise um 25% erh√∂ht wurden. Einige Superm√§rkte haben zum Beispiel Ritter Sport Schokolade nicht mehr f√ľr 69 Cent sondern f√ľr 85 Cent im Programm.

Als Grund f√ľr die Erh√∂hung werden die erh√∂hten Kosten f√ľr Kakao und N√ľsse angegeben. Tats√§chlich stiegen vor allem die Preise bei Mandeln und N√ľssen, auch Milch wurde deutlich teurer, ganz zu schweigen von den Energiekosten. Bei Ritter wurde im vergangenen Jahr allerdings schon eine 20-prozentige Preiserh√∂hung wegen schlechter Gesch√§ftszahlen angek√ľndigt (die wiederum auch wieder mit den erh√∂hten Kosten begr√ľndet wurden).
So kritikw√ľrdig Preisabsprachen auch sind ‚Äď gegen deutlich h√∂here Preise bei S√ľ√üigkeiten und Chips h√§tte ich nichts. Im Gegenteil, ich w√ľrde das sogar begr√ľ√üen, weil diese Kalorienbomber schon seit Jahren von vielen Deutschen wie Grundnahrungsmittel vertilgt werden. Am besten sollte eine Adipositas-Steuer aufgeschlagen werden, die komplett in Projekte f√ľr bessere und ges√ľndere Ern√§hrung und Abspeckprogramme flie√üt (und nicht in die Sanierung des Staatshaushalts). Mir tut es in der Seele weh, wenn ich die vielen mopsigen Kinder auf der Stra√üe sehen muss, die unter ihrem Gewicht leiden, aber deren Familien nicht Willens und in der Lage sind, dass Problem zu l√∂sen. Und in den Schulen passiert auch zu wenig.

√úber die gesellschaftlichen Zusammenh√§nge in Sachen √úbergewicht wurde an dieser Stelle in den letzten Wochen ja schon einiges geschrieben. Wenn diese s√ľ√üen und fettigen Gesundheitskiller deutlich teurer w√§ren, w√ľrde das niemandem schaden und der Umgang damit k√∂nnte – in Verbindung mit entsprechender Aufkl√§rung – ein verantwortlicherer werden. Mit Genuss hat das oft v√∂llig hemmungslos praktizierte Hineinschaufeln von Junk Food nach meiner √úberzeugung jedenfalls √ľberhaupt nichts zu tun.

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Freitag, 16. November 2007

Die Kocharena: Rettet Calli!

juroren_kocharenaDen offensichtlich an Adipositas erkrankten Ex-Fu√üballmanager Calmund zweimal pro Woche vor den Augen von Millionen Fernsehzuschauern abzuf√ľttern, finde ich schon reichlich geschmacklos. Ich muss auch immer an den verstorbenen Harald Juhnke denken, wenn ich Reiner “Calli” Calmund vor seinen Tellern sitzen sehe. Was wohl los gewesen w√§re, wenn Harald Juhnke zu seinen tragischsten alkoholisierten Lebzeiten als Testtrinker in einer Fernsehserie √ľber Schnapsbrennereien in Deutschland aufgetreten w√§re? Die gleichen Politiker, Verb√§nde und Medien h√§tten aufgeschrien, die heute √ľber das Problem klagen, dass immer mehr Menschen in Deutschland an Fettleibigkeit erkrankt sind. Und jetzt l√§uft so eine Nummer im Fernsehen. Meine Forderung: Rettet Calli! Lasst ihn meinetwegen eine Manager- oder Fu√üballshow moderieren, aber bitte beh√ľtet ihn vor Kochshows.

Die gute Quote von gestern will ich trotzdem nicht unerw√§hnt lassen: Im Schnitt sahen 2,63 Millionen Zuschauer die dreist√ľndige Sendung, in der Martin Baudrexel gegen Sieger von Das perfekte Dinner antrat.

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