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Mittwoch, 19. Januar 2011

Habaneros: Sind sie zu scharf …

Geröstete Spaghetti mit Habanero

… bist du zu schwach. Und weil ich mir fĂĽr 2011 vorgenommen habe, weniger Weichei zu sein als 2010, musste ich heute einfach zugreifen, als ich beim GemĂĽsehändler meines Vertrauens Habaneros sah. FĂĽr meine gerösteten Spaghetti (abgewandelt von dieser Version), gab ich eine halbe dieser Schärfebomben kurz vor Ende des Garvorgangs hinzu. Die Wirkung war trotzdem noch sehr durchschlagend, die Schärfe aber fĂĽr meinen Geschmack angenehmer als zum Beispiel die von Cayenne oder De Arbol.

Ich werde in den nächsten Tagen mal eine Salsa mit Habaneros fabrizieren. Mal sehen, ob das essbar ist, was dabei herauskommt. In dieser Richtung betrete ich echt Neuland.

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Mittwoch, 20. Januar 2010

Essen als Mutprobe und Schärfe als Geschmackswert

chiliEine Meldung aus der Augsburger Allgemeinen erinnerte mich heute mal wieder an ein paar Erlebnisse aus meiner Jugend. In Augsburg hatten sich nämlich ein paar Schüler mit einer Chilisauce, die sie wohl über das Internet bestellt hatten, einen besonders scharfen Wettstreit geliefert. Die hochkonzentrierte Sauce wurde von zehn Jugendlichen probiert, die im Anschluss allesamt notärztlich versorgt werden mussten. Acht von ihnen wurden anschließend in eine Kinderklinik eingeliefert. Dass Chilis selbst die furchtlosesten Esser bezwingen können, hatte der kompottsurfer bereits im Dezember in einem Videobeitrag vor Augen geführt.

Zu meinen kulinarischen Mutproben aus Jugendzeiten zählten unter anderem das Essen von lebenden Würmern sowie von zwei Portionen eingelegte Ingwerkugeln in einem China-Restaurant, irgendwo an der Nordsee (danach war mir speiübel). Extreme Überwindung kotzete, pardon, kostete mich auch das Schlürfen von sechs frischen Austern in einem Strandlokal an der französischen Atlantikküste, da war ich 19. Mit Genuss habe ich Austern erst sechs Jahre später essen können, kombiniert mit Champagner von Gonet, wenn ich nicht irre.

Was ich, im Gegensatz zu jugendlichen Mutproben, aber nie verstanden habe, ist, dass erwachsene Mitteleuropäer die geschmackliche Wertigkeit eines Essens am Schärfegrad festmachen. Je schärfer, umso besser. Bin ich Drache oder was? Das Einzige, was wirklich scharf sein muss, (nee, nee, was Anzügliches kommt jetzt nicht, zu früh gefreut) sind Messer.

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