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Sonntag, 13. Februar 2011

Wie gemacht für den kompottsurfer: Ruth Moschners Schoko-Diät

Schokolade zum Frühstück - immer gern genommen

Die Frau machte auf mich immer einen erfrischend unkomplizierten Eindruck: Ruth Moschner. Erst neulich sah ich sie wieder in einer dieser Talkrunden, von denen ich schon am nächsten Tag nicht mehr weiß, ob Maybrit Illner, Sandra Maischberger oder Anne Will die Gastgeberin war. Es ging um Übergewicht, wenn ich nicht irre. Ruth Moschner nutzte die Gelegenheit ihr neues Buch zu promoten, das seit gestern im Handel ist: Die Schoko-Diät. Also von wegen Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann: nix da. Schokolade ist Trumpf. Und Männer werden eh total überbewertet. Obwohl: “Meiner Meinung nach zählt Schokolade zu den besten Dingen, die sich Gott je ausgedacht hat, neben George Clooney natürlich, aber den dürfen ja nicht alle vernaschen” schreibt Moschner in ihrem Buch. Na ja, zum Vernaschen bliebe ja immerhin noch der Weihnachtsmann.

Was Moschner über die gesundheitlichen und ernährungsphysiologischen Vorzüge von Schokolade schreibt – und sie meint die bittere Schokolade, jenseits der 60 % Kakaobutteranteil – ist sicher nicht neu, aber es könnte durch ihr Buch größere Beachtung finden. Den Standard in Sachen Schokoladenwissen hat nach Ansicht des kompottsurfers Klaus Roth in Chemische Delikatessen gesetzt. In aller Kürze, in aller Würze (siehe auch kompottsurfer März-2008). Möglicherweise hat Moschner das Buch gelesen, denn in ihrem Buchkapitel über “Die größten Schoko-Irrtümer”, ist auch der in anderen Schokobüchern selten zu findene Hinweis platziert, dass es eine Mär sei, dass der Genuss von Schokolade den Spiegel des so genannten Glückshormons Serotonin beeinflusse. Ansonsten listet das Kapitel aber jede Menge Argumente und lustige Anekdoten auf, die ein Schokoholiker wie der kompottsurfer nur allzu gerne liest: Schokolade verursacht weder Verstopfung noch unreine Haut. Und husten muss man davon auch nicht. Es sei denn, in der Schokolade sind Spuren von Nüssen enthalten (was häufig vorkommt), die bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen können.

Auch wenn Ruth Moschner Schokolade schon vor dem Frühstück empfiehlt, nach dem Motto: das beste kommt zuerst, favorisiert der kompottsurfer eine allmorgendliche Gabe von einem Riegel Bitterschokolade im Müsli, das außerdem mit frischen Früchten, Joghurt, Keimlingen und Paranüssen angereichert ist. Die Kohlenhydrate des Fruchtzuckers aus dem Obst gehen recht fix ins Blut, die aus den Körnern und Flocken mit Verzögerung, und hinten raus liefern dann die Fette von Schokolade und Nüssen die nötige Restenergie. Nach Erfahrung des kompottsurfers reicht das locker für fünf bis sechs Stunden Sättigung. Der Rest der Schokolade findet dann irgendwann und irgendwie in der zweiten Tageshälfte Verwendung. Meistens schubweise nach einer intensiven Laufeinheit. Oder vor dem Computer. Oder beim Fußballgucken auf dem Sofa.

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Freitag, 24. Dezember 2010

Individualistenschokolade: Wenn sie nicht schmeckt, bist du zu doof

Der Riegel, den wir beim Essen vorschieben, sollte nicht aus Schokolade sein, lautet ein Sprichwort. Der kompottsurfer kann dem nur theoretisch zustimmen. Praktisch nicht. Kaum auszudenken, in welche Gewichtsnöte ich käme, wenn alles, was ich an Schokoladenvariationen gerne mal tafeln würde, auch angeboten würde. Da bliebe mir nur, eigene Schokolade zu kreieren. Weil das Zeit und Geld schluckt. Natürlicher Abriegelmechanismus. Immerhin, es geht viel einfacher als vermutet. Nicht das Abriegeln, sondern die Eigenkreation.

Auf chocri.de gibt es die Möglichkeit, eigene Zutaten zur Aromatisierung einer Basisschokolade (Bio und Fairtrade) auszuwählen und dabei beliebig aus einem großen Angebot an Früchten, Kräutern und Nüssen schöpfen zu können. Schokolade mit Fleur de Sel und scharfen Cashewkernen gefällig? Kein Problem? Sogar der Branchenriese Ritter Sport nutzt inzwischen die Dienste von chocri, um seinen Kunden individuell zusammenstellbare Tafeln anbieten zu können. Ähnliche Angebote machen unter anderem auch krassola.de und deineschokoladen.

Wenn es Nike mit seiner ID-Serie schon möglich machen kann, individuelle Laufschuhe zu häkeln, und das erfolgreich, warum sollte das nicht auch bei Lebensmitteln funktionieren? Und Schokolade wäre da längst nicht das einzige Anwendungsgebiet. Ich könnte mir auch individuellen Senf vorstellen. Warum nicht auch Chips oder gar Eiscreme? Meint der kompottsurfer jetzt ganz im Ernst. Und wenn’s nicht schmeckt – selbst schuld.

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Mittwoch, 05. März 2008

Molekularküche: Einmal Mousse ohne alles, nur mit Schoko (I)

Mousse au chocolatAuf youtube zeigt Heston Blumenthal (Fat Duck) eine Variante von Schokoladenmousse, die ohne Sahne, Ei, Gelatine und anderer Texturgeber auskommt. Die vom französischen Molekulargastronomen Hervé This entwickelte Variation funktioniert nur mit Wasser und Schokolade. Es sei “Bullshit” sagt Heston, zu glauben, die Zubereitung einer Mousse auf der Basis Schokolade in Wasser würde ein Ausflocken zur Folge haben.

Ich habe es natürlich gleich ausprobiert, und das Ergebnis auf dem Foto dokumentiert. Tja, Bullshit. Die Schokolade ist so was von ausgeflockt, das sieht richtig eklig aus. Ich muss allerdings der Fairness halber zugeben, dass ich eine Vollmilchschokolade (Bio-Qualität) verwendet habe, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass es mit einem Kakaoanteil von unter 30% und entsprechend viel gebundenem Magermilch- und Süßmolkepulver, auch funktioniert. Und richtig, irgendwann wurde aus der gerade cremig werdenden Masse eine höchst unappetitliche Suppe. Ich werde jetzt nach und nach Varianten mit unterschiedlichem Kakaoanteil ausprobieren und schauen, womit es am besten klappt. Vielleicht lag das Problem aber auch noch woanders. Fortsetzung folgt.

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