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Donnerstag, 24. November 2016

The Taste: Marco gewinnt das Finale und 50.000 Euro

Die z├Ąheste aller bisherigen Staffeln von The Taste┬á ÔÇ×isch overÔÇť, wie Finanzminister Sch├Ąuble sagen w├╝rde. GabÔÇÖs auf dem Weg ins diesj├Ąhrige Finale ├╝berhaupt besonderes zu berichten? Ein bisschen schon. Zum Beispiel ├╝ber Zuschauer, die geschockt auf Frank Rosins angeblich beleidigenden Umgang mit einem Kandidaten reagierten, weil der beim Verkosten einer Zubereitung den Geschmack von ÔÇ×alten Socken mit MayoÔÇť ausmachte. Sogar sein Rausschmiss wurde gefordert. Meine G├╝te, das ist eine TV-Show. Wenn ein Kandidat einen solchen Kommentar nicht aush├Ąlt, dann sollte er besser gar nicht erst antreten.

Und sonst? Alexander Herrmann spielte im Halbfinale beleidigte Leberwurst, weil ihm ein Gastjurorenurteil nicht passte. Wirkte allerdings ein bisschen inszeniert das Ganze. Im Grunde viel Rauch um nix. Aber irgendwie musste man ja die Sendezeit vollkriegen. Ich mag den Typen trotzdem, f├╝r die lange Sendezeit kann er ja nichts.

Finale heute. In der ersten Runde gabÔÇÖs sechs Aromenpaarungen zu beackern, die Gastjuror und Spitzenkoch Peter Maria Schnurr aus dem Restaurant Falco in Leipzig vorgab. Eine davon: Banane mit Nelken. Wollte keiner als Los ziehen, weil das gar nicht zusammengeht, wie alle meinten. Ob Schnurr immer aufmerksam den kompottsurfer aufmerksam gelesen hat? K├Ânnte sein, obwohl man damit keinesfalls irgendeine Art von Ideenklau unterstellen kann. Gleichwohl wird Schurr 2007/2008 m├Âglicherweise auch das Flavour-Pairing-Projekt nicht entgangen sein. Eine Idee des Wissenschaftlers Martin Lersch vom khymos blog, unterst├╝tzt von vielen anderen Bloggern und K├╝chenchefs weltweit. Unter dem Titel They Go Really Well Together (TGRWT) setzte er eine Mitmachaktion zu Aromenpaarungen mit Rezeptentwicklung auf. Und was gab es da in Folge #11 zu tun? Ja, man ahnt es schon: Kombiniere Banane mit Nelken!

Die sechs Verbliebenen der urspr├╝nglich 16 Kandidaten lieferten in der ersten Finalrunde nicht schlecht ab, aber die Banane mit Nelke gefiel Schnurr nicht. Ihm war die Nelke zu dominant. Aber warum dann Schnurr am Ende nicht auch den zweiten von ihm kritisierten L├Âffel aussortierte, n├Ąmlich die Paarung von Tamarillo und Ziegenfrischk├Ąse, sondern einen der vier hochgelobten, konkret die Leber mit Whisky. Muss man nicht verstehen. Coach Frank Rosin f├╝gte sich als verantwortlicher Coach der zwei hier ausgeschiedenen Kandidaten gleichwohl unaufgeregt in sein Schicksal.

Marco und Frank also dann im Endspiel, nachdem Ex-Team-Coach Lea Linster als Gastjurorin zwischendrin noch zwei Kandidaten eliminieren musste. Mit den beiden k├Ąmpften schlie├člich auch die wohl gr├Â├čten Sympathietr├Ąger aus dem gesamten Kandidatenkreis um die Siegpr├Ąmie von 50.000 Euro und die Bosch Smart K├╝che. Klarer Sieger: Marco aus dem Team von Alexander Herrmann. Es hat wohl nie in allÔÇÖ den Staffeln einen Sieger gegeben, dessen Kochverm├Âgen im Kandidatenkreis unumstrittener und dessen Sympathiewerte h├Âher waren.
Und die Quoten waren zum Ende hin auch okay. Nur z├Ąher als sonst zog es sich mit der Staffel leider trotzdem hin, aus Sicht des kompottsurfers. Wenn es eine weitere Staffel geben sollte, wovon man ausgehen darf, m├╝sste man hier ansetzen. Ein bisschen mehr Pep w├Ąre w├╝nschenswert.

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Donnerstag, 03. November 2016

Wird Til Schweiger neuer Coach bei The Taste?

Vorerst wohl nicht, aber man sollte sich dazu mal Gedanken machen bei SAT.1. Der Unterhaltungswert von Staffel 4 hinkt n├Ąmlich merklich hinter den ersten drei Staffeln her als Tim “Motzkoffer” M├Ąlzer noch f├╝r pikante Noten sorgte. Und da bei The Taste nur theoretisch der Geschmack z├Ąhlt ÔÇô das Aromafernsehen ist ja immer noch nicht erfunden ÔÇô muss es f├╝r den Zuschauer der Unterhaltungsaspekt rausrei├čen. Leider hakt’s da derzeit. Zu wenig ├╝berraschende Momente, zu viel leeres Gerede, zu wenig Witz. Was sich auch in der eher m├Ą├čigen Quote widerspiegelt.

Aber warum ausgerechnet Til Schweiger? Nun, der Schauspieler mit dem neuen Hang zum berufsfremden Engagement hat mit seinem Gemischtwarenladen barefootliving auch die K├╝che entdeckt. Vorratsgl├Ąser, Butterdose, Tee, Wein, Servietten ÔÇô fehlen eigentlich nur noch die K├Âttbullar. Ob die irgendwann auf der Karte seines gestern in Hamburg er├Âffneten Restaurants Barefood Deli landen, wird man abwarten m├╝ssen. Unwahrscheinlich ist das nicht. Eine t├╝rkische Frikadelle soll es bereits geben.

Til Schweiger und The Taste ÔÇô das w├╝rde passen, und ich meine das sogar wirklich eine Prise ironiefrei. Expertise in Sachen Geschmack sollte vorhanden sein, zumal er sich ausdr├╝cklich abseits der Gourmetk├╝che positioniert. Das d├╝rfte schon mal f├╝r eine gewisse Grundspannung zwischen den Coaches sorgen. Nat├╝rlich ist die Frage mehr als berechtigt, ob Til Schweiger den Leuten aus seinem Team kulinarisch etwas beibringen kann. Doch auch wenn nicht ÔÇô er k├Ânnte die anderen Teams und Coaches so derma├čen unter Beschuss nehmen, dass die nichts Geschmackvolles mehr auf die L├Âffel kriegen, zumindest nicht rechtzeitig. Au├čerdem g├Ąbe es in Sachen Produktplatzierung Kooperationsm├Âglichkeiten, was das Engagement Schweigers f├╝r den Sender finanzierbar machen k├Ânnte.

1996 traf ich ├╝brigens bei der Er├Âffnung des Planet Hollywood in Berlin Arnold Schwarzenegger zum Interview. Arnold hatte damals ÔÇô gemeinsam mit Sylvester Stallone, Bruce Willis, Demi Moore, Jackie Chan und anderen ÔÇô in diese filmkulissenhafte Restaurantkette investiert. Wir a├čen Burger und tranken Bier, dabei erz├Ąhlte er mir von den Zeiten als er in einer Essener Muckibude trainiert hatte, irgendwann in den 1960ern. Und dass er Planet Hollywood als gutes Investment betrachte. Der sp├Ątere Gouverneur von Kalifornien ist bekannt f├╝r seinen guten Gesch├Ąftssinn, aber mit der Restaurantkette hatte er Pech. Nach einer zun├Ąchst ph├Ąnomenalen Kursexplosion an der B├Ârse, ging das Unternehmen 1999 in die Insolvenz.

Das w├╝nscht man Til Schweiger nun wirklich nicht, ich jedenfalls nicht. Auch wenn ich seinen Ausflug auf das neue Gesch├Ąftsfeld seltsam finde. Aber er ist wahrlich nicht der einzige Schauspieler, der sein finanzielles Gl├╝ck abseits des Filmgesch├Ąfts sucht. Wer noch dabei ist, berichtete stern-online vor einer Weile hier.

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Dienstag, 16. Juni 2015

Mit viel Liebe zum Detail: Tim M├Ąlzer feiert gelungene Er├Âffnung seines D├╝sseldorfer Lokals Hausmann’s

Tim M├Ąlzer sah reichlich geschafft aber auch zufrieden aus, als er gestern Abend durch die Gastr├Ąume seines neuen Lokals Hausmann’s in der D├╝sseldorfer Altstadt schritt. Immer wieder H├Ąnde sch├╝ttelnd, Smalltalk haltend, zuprostend. In einer kurzen Ansprache verriet der beliebte Fernsehkoch und Gastronom, dass er sich vor zwei Wochen noch nicht vorstellen konnte, bis zum Er├Âffnungstermin tats├Ąchlich fertig zu werden, und dass seine f├╝r heute geladenen G├Ąste noch ungef├Ąhr eine halbe Stunde Fotos von ihm machen k├Ânnten, danach bitte nicht mehr, denn dann w├Ąre er betrunken. Der kompottsurfer hielt sich dran und besch├Ąftigte sich mit dem Wesentlichen: Konzept, K├╝che, Ambiente, Essen, Trinken.

Was Tim M├Ąlzer und sein Gesch├Ąftspartner Patrick R├╝ther da mit einem gro├čen Team aus Planern, Koordinatoren, Architekten und K├Âchen realisiert haben, ist ein typisches M├Ąlzerding geworden, so wie man eine Gastronomie erwarten kann, die der umtriebige Hamburger auf die Beine stellt. Ein Lokal, in das er selbst gerne ginge, wenn er irgendwo unterwegs nach einer M├Âglichkeit zum Essen und Trinken suchen w├╝rde. Unkompliziert, aber qualitativ geerdet. Mit kommunikativer Atmosph├Ąre. Wo man gerne mal versackt. Gestalterisch ist der Laden alles andere als gelackt, sondern von einer am├╝santen, wertigen Rustikalit├Ąt, die im Moment noch frisch ist und wahrscheinlich erst mit den Jahren nach reichlich Gebrauch ihr ganzes Potential entfaltet. Massives Eichenholz, bunte Stoffe, erheiternde Kunstwerke an den W├Ąnden, weiche Kissen, vergitterte Lampen im Bauleuchtenstil, die auch eine z├╝nftige Kneipenschl├Ągerei unbeschadet ├╝berstehen d├╝rften ÔÇô das alles tr├Ągt zum besonderen Charme des Ladens bei. Wenn es die Idee der Planer war, das Ambiente der kulinarischen Ausrichtung des Hausmann’s anzupassen, dann muss man ihre Arbeit wirklich einen Volltreffer nennen.

Ja, die K├╝che. Nat├╝rlich M├Ąlzerstil. ├ťppig belegte Stullen, deftige Schmorgem├╝se, saftige Fleischkeulen, Burger, Blutwurst – all’ das nicht zahm gew├╝rzt sondern mit Arsch in der Hose. Dazu gut ausgew├Ąhlte Craft Biere. Wein gibt’s selbstverst├Ąndlich auch. Man kann Tim M├Ąlzer nur w├╝nschen, dass ihm, trotz seiner wachsenden, ├╝ber ganz Deutschland verteilten gastronomischen Aktivit├Ąten, nicht der Humor abhanden kommt. F├╝r so viele Projekte in Hamburg, Frankfurt, D├╝sseldorf und sonstwo die Birne hinhalten zu m├╝ssen, d├╝rfte weitaus stressiger sein, als einen Kandidaten aus dem eigenen Team ins Finale von The Taste (SAT.1) zu f├╝hren, wo in dieser Woche die Dreharbeiten zur dritten Staffel begonnen haben. ├ťbrigens mit neuem Coach. Cornelia Poletto wird Lea Linster ersetzen.

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Donnerstag, 20. November 2014

The Taste Finale: Royal Flash f├╝r den besten Aromenspieler, und das ist Jan!

Jan siegte bei The Taste

Was f├╝r eine Challenge. Gleich in der ersten Runde erwischt es den Schwiergmutterschwarm Malte, der mit dem von Gastjuror Christian Lohse vorgebenen Estragon leider eine Ebene unter den anderen ablieferte. Aber er nahm’s gelassen, er hatte mehr erreicht als er selbst erwartet hatte. In Runde Zwei machte dann Heiko Antoniewicz (der enorm grau geworden ist – sieht aber cool aus, Heiko ;-) ) den Kandidaten mit vorgegebenen Aromenkombinationen das Kochleben schwer. Darunter Banane mit Petersilie, Blumenkohl mit Kakao, Schwarzer Tee mit Tomate.

Die Coaches sind mindestens so gestresst und mit den Nerven runter wie die Kandidaten, f├╝r Spr├╝che bleibt kaum noch Kraft. Aber dann haut Frank “Rose” Rosin doch noch einen seiner markentypischen Anz├╝glichkeiten raus: “Das schmeckt so lecker, da werden Frauen von schwanger ÔÇô ohne M├Ąnner.” Trotzdem schaffte es sein Sch├╝tzling Timo nicht ins finale Duell. Aber die Messlatte lag auch verdammt hoch. Heiko w├Ąhlt mit Ole und Jan die beiden Finalisten aus, die man erwarten durfte, wenn man die gesamte Challenge betrachtet. Zudem die beiden versiertesten Profis unter den Kandidaten. Sehr eindrucksvoll ├╝brigens, wie sauber und detailliert Heiko die vor ihm zur Entscheidung liegenden L├Âffel schon allein durch reine Betrachtung entschl├╝sselt hat. Sozusagen mit Aromar├Ântgenblick.

Vor dem Start der allerletzten Runde durften die beiden Finalisten je einen Unterst├╝tzer aus der Gruppe aller Ausgeschiedenen ausw├Ąhlen, denn ihr Job war alles andere als einfach. Sie durften zwar v├Âllig frei ihren Lieblingsl├Âffel machen, aber davon 44. F├╝r alle Juroren und G├Ąste. Jan suchte sich Kai, was eine sehr gute Wahl war, weil Kai nicht nur fr├╝h und unter Wert aus der Challenge ausgeschieden war, sondern auch Catering drauf hat. Ole w├Ąhlte sich Malte, der zwar kein Profi und Schnellarbeiter ist, aber sein Aromagef├╝hl, seine unkonventionelle Denke und seine Herzblut w├╝rden vielleicht weiterhelfen k├Ânnen. Jedenfalls eine sehr geile Variante der Challenge, die Ausgeschiedenen zum Schluss noch mal einzubinden. Das gibt dem Ganzen noch eine Extraprise Spirit.

Beide Finalisten hatten Tunfisch ins Zentrum ihrer L├Âffel gestellt, naheliegend, weil ein hervorragendes Produkt, das nicht nur vielseitig sondern auch schnell zu verarbeiten ist. Am Ende machte Jan (Team Alexander Herrmann) das Rennen, da er auch Leas Stimme bekam, die bei der Verkostung noch den Eindruck machte, eher zu Oles L├Âffel zu tendieren.

Die Coaches wirkten am Ende emotional sehr angefasst, man sah ihnen an, dass sie authentisch mitgefiebert und mitgelitten hatten.

Den kompottsurfer hat diese zweite Staffel von The Taste absolut ├╝berzeugt. Da passte vieles, was in der Premierenstaffel noch holprig war.

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Donnerstag, 06. November 2014

The Taste: Teamwork und Fairplay. Der kompottsurfer ist ger├╝hrt.

Keine Ironie, der kompottsurfer ist tats├Ąchlich ger├╝hrt, wie fair die Kandidaten in den gestrigen Runden miteinander umgegangen sind, ja, wie sie sogar Konkurrenten aus anderen Teams unterst├╝tzten. Auch wenn die Sendung letzten Endes als Wettkampf zwischen Einzelk├Ąmpfern inszeniert ist, so wurde gestern klar, dass Kochen auf h├Âherem Niveau Mannschaftsport bleibt. Und wenn dann auch noch die Trainer ein bisschen Zur├╝ckhaltung ├╝ben, entsteht tats├Ąchlich der Eindruck, dass es bei The Taste nicht nur um den Geschmack geht, wie immer wieder betont wird, sondern auch um den Spa├č am Kochen, um Experimentierfreude und um ein Gemeinschaftserlebnis.

Klar, man mag bedauern, dass die Coaches Frank Rosin und Tim M├Ąlzer ihre Wortgefechte nahezu auf Waffenstillstandsniveau heruntergefahren haben, aber das hat auch sein Gutes, denn was zu Beginn der Staffel noch unterhaltsam sein kann, nutzt sich schnell ab. Bedauerlich ist, dass Kai aus Lea Linsters Team hinausflog, obwohl nicht er seinen Einstiegsl├Âffel beim Kochen nach Kontrasten vergurkt hatte, sondern Carine. Ende vom Lied: Weil Coach Lea Linster zu entscheiden hatte, wer aus ihrem Team gehen muss, entschied sie sich ÔÇô nach eigenem Bekunden ÔÇô f├╝r Harmonie mit Carine statt f├╝r m├Âgliche Reibung mit Kai. Mit fatalen Folgen. Carine flog im Entscheidungskochen raus, und Lea hat nun keinen Kandidaten mehr im kommenden Halbfinale. Frank Rosin ist noch mit Tattoo Timo im Rennen, Tim M├Ąlzer hat noch Ole und Malte dabei, und Alexander Doktor Herrmann kann sogar noch mit drei seiner urspr├╝nglich vier Kandidaten um den Sieg kochen.

Auf Facebook wird das Geschehen, wie immer, hei├č diskutiert. Und Lea bekommt reichlich auf die Kochm├╝tze. “Selbst Schuld Frau Lea Linster!” hei├čt es da, und “Leas Entscheidung absolut kirre, hat mit Kai einen der st├Ąrksten Teilnehmer rausgeworfen”, oder auch “Lea hat ihr Team selber ruiniert, von Anfang an”. Es gibt l├Ąngst Forderungen, Lea Linster durch Steffen Henssler ersetzen zu lassen. Aber nein, drei Kerls reichen. Ein noch h├Âherer Testosteronspiegel der Sendung w├╝rde zudem die zul├Ąssigen Grenzwerte der kompottsurfer-Kontrollbeh├Ârde bei weitem ├╝berschreiten. Sollte der Sender eine Umbesetzung der Coaches erw├Ągen, dann vielleicht mit einem Austausch von Lea Linster durch Cornelia Poletto oder Sarah Wiener. Sie kochen vielleicht nicht so gut wie Lea, aber m├Âglicherweise haben sie mehr zu sagen und ein besseres H├Ąndchen im Umgang mit ihren Sch├╝tzlingen.

Was bleibt? Klar, die Frage nach dem Favoriten. Sechs Kandidaten sind noch dabei, nur einer ist echter Hobbykoch, alle anderen sind mehr oder weniger Profis. Der kompottsurfer setzt auf Ole aus Hamburg. Erstmal. Dann wird es darum gehen, dass Thema Liebe zu interpretieren. Dreisternekoch Thomas B├╝hner aus dem Osnabr├╝cker La Vie wird dabei als Special Guest die erste Runde beurteilen und bei der zweiten Runde den Sieger aus der ersten Runde unterst├╝tzen. Der kompottsurfer traf Thomas B├╝hner erst vor wenigenTagen bei der Busche Gala im Breidenbacher Hof. ├ťber die Sendung hat er nat├╝rlich noch nichts verraten.

Beim Finale wird dann Heiko Antoniewicz als einer von zwei Gastjuroren am Start sein und zum Thema Aromenharmonie urteilen. Unter anderem am konkreten Beispiel Banane und Petersilie, einer Kreation, die der kompottsurfer 2007 im Rahmen von Martin Lerschs Flavour Pairing Experimente schon mal zum Thema hatte und die sp├Ąter auch in unserem Buch Verwegen Kochen Eingang fand.

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Donnerstag, 16. Oktober 2014

kompottsurfer ├╝berlebt drei weitere Stunden The Taste

Es hatte nicht ganz den Unterhaltungswert der Auftaktsendung, wo M├Ąlzer und Rosin als Links- und Rechtsau├čen passable Wortgefechte austrugen, aber insgesamt waren die drei Stunden Fernsehverk├Âstigung von The Taste durchaus in Ordnung. Zugegeben, diverse Anz├╝glichkeiten waren nicht nach dem Geschmack des kompottsurfers, der sich unter “kulinarischem Sexspielzeug” kein L├Âffelchen mit H├Ąppchen vorstellt und “gegenseitiges Befruchten” im Team eher f├╝r eine Eskapade aus dem Container von Big Brother h├Ąlt.┬á Auch M├Ąlzers angek├╝ndigter Kalauer konnte kaum mehr als ein m├╝des L├Ącheln ausl├Âsen. Wer das Image eines rotzfrechen Typen pflegt, wie Tim M├Ąlzer, sollte die Eier haben, einen Kalauer ohne Vorwarnung rauzuhauen. Kann er besser. Seine Kollegenschelte bei der Bewertung der L├Âffeldegus zum Thema Norwegen, wo er von ,,brachialer Inkompetenz” schwadronierte, war jedenfalls eine k├Âstliche Inszenierung. So macht M├Ąlzer Spa├č.

Apropos besser. Die Besetzung der Teams scheint besser gelungen als in Staffel 1, das Niveau h├Âher. Bedauerlich nur f├╝r die Kandidaten, dass die Siegpr├Ąmie wohl eingekocht wurde. So hie├č es irgendwann in der Sendung, dass es f├╝r den Besten 50.000 Euro zu gewinnen┬á g├Ąbe, also nur noch die H├Ąlfte vom Preisgeld der ersten Staffel, wo es obendrauf noch ein Auto gab. Jetzt gibt es obendrauf ein Kochbuch, dass der Sieger herausgeben darf, oder besser muss. Aber bevor damit mal 50.000 Euro plus Auto verdient sind ÔÇô von der zus├Ątzlichen Arbeit abgesehen ÔÇô m├╝sste das Ding schon sehr erfolgreich werden.

Und sonst? Auf Facebook wird die Frauenquote diskutiert, weil Carine statt Wolfgang in Lea Linsters Team bleiben durfte. Interessanter Gedanke, den Carine mit einer Bemerkung w├Ąhrend der Sendung befeuert hatte. Im Prinzip ging es sogar um mehr, wenn man es genau nimmt: n├Ąmlich Frauenquote gegen Altersdiskriminierung, denn Wolfgang bringt es immerhin schon auf 67 Jahre. Unter dem Stichwort Alterdiskriminierung ist auf Wikipedia ├╝brigens folgendes zu lesen: “Der Ausdruck Altersdiskriminierung bezeichnet eine soziale und ├Âkonomische Benachteiligung von Einzelpersonen oder von Personengruppen aufgrund ihres Lebensalters. Den Betroffenen wird es im Falle einer Diskriminierung erschwert, in angemessener Weise am Arbeitsleben und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu k├Ânnen.”

Ja, nat├╝rlich wurde bei The Taste auch gekocht, aber das Geruchs- und Geschmacksfernsehen ist noch nicht erfunden, also h├Ąlt sich der kompottsurfer da lieber zur├╝ck. Im Moment zumindest noch ;-) . Der Zuschauerzuspruch blieb mit 1,82 Millionen in der zweiten Folge stabil im Vergleich zur Auftaktsendung (1,81 Mio.), wobei der Marktanteil bei 9,2% lag. H├Âher sei er lediglich beim Auftakt von Staffel 1 gewesen, schreibt das Quotenmeter heute.

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Mittwoch, 08. Oktober 2014

The Taste: Was wurde eigentlich aus Vorjahressiegerin Felicitas Then?

P├╝nktlich zum Start der neuen Staffel der SAT1-Kochshow The Taste bewirbt Vorjahressiegerin Felicitas Then ihr Kochbuch┬á mit dem sch├╝chternen Titel Die fabelhaften Rezepte der Felicitas Then. Klassiker und neue Gerichte mit Wow-Effekt. Die Journalistin hat nach eigenen Angaben ihren urspr├╝nglichen Redaktionsjob zugunsten des Kochens aufgegeben, und man kann durchaus den Eindruck haben, dass sie jetzt ihrer gro├čen Leidenschaft folgt. Sicherlich kein schlechter Entschluss f├╝r die Lebensplanung. Hier ein Trailer zu ihrem Kochbuch:

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Dienstag, 07. Oktober 2014

Kochshow The Taste mit neuer Staffel

Neun Monate ist es her, als Kandidatin Felicitas das Finale der aufw├Ąndig produzierten Kochshow The Taste gewann und 100.000 Euro Pr├Ąmie sowie einen Opel einsacken konnte (der kompottsurfer berichtete). Angesichts eher mageren Zuschauerzuspruchs, der selbst beim Finale nicht ├╝ber 2 Millionen hinausging, schien es alles andere als ausgemacht, ob das Format ├╝berhaupt noch in eine zweite Staffel geht. Die steht nun tats├Ąchlich ab dem morgigen Mittwoch vor der w├Âchentlichen Ausstrahlung (20.15 Uhr / Sat 1) und g├Ânnt sich damit ab ├╝bern├Ąchsten Mittwoch ein pikantes Quotenduell mit der zehnten Staffel von Greys Anatomie sowie diverse Scharm├╝tzel mit K├Ânig Fu├čball aus der Champions League. Wenn das mal gut geht.

Bei The Taste treten Profi- und Hobbyk├Âche teamweise gegeneinander an und werden dabei von namhaften Vertretern der Branche gecoacht. Diese Aufgabe ├╝bernehmen, wie auch schon in der ersten Staffel, Tim M├Ąlzer, Lea Linster, Alexander Herrmann und Frank Rosin. Der kompottsurfer misst The Taste durchaus Unterhaltungswert zu, was f├╝r ein Show rund um das Thema Kochen nicht selbstverst├Ąndlich ist, denn das Geruchs- und Geschmacksfernsehen ist halt immer noch nicht erfunden, und darum geht es ja, wenn gekocht und gekostet wird: mit allen Sinnen wahrnehmen k├Ânnen. Nur allzu ernst darf man das Ganze nicht nehmen, denn es geschahen in der ersten Staffel bisweilen merkw├╝rdige Dinge.

Einen ersten Eindruck von der zweiten Staffel gibt’s hier.

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Donnerstag, 19. Dezember 2013

The Taste: Felicitas siegt bei der gro├čen Sat1-Koch-Show. Und das, obwohl sie keine Ahnung von Wein hat.

Ja, muss man das denn haben, Ahnung von Wein? Als Koch? Sagen wir’s so: Wenn Billy Wagner, das Sommelierunikat aus der Berliner Weinbar Rutz als alleiniger Juror ├╝ber das Weiterkommen entscheidet und der als Arbeitsauftrag f├╝r die Kandidaten jeweils zwei Wei├č- und Rotweine bereitstellt, die in Harmonie zum Essen gebracht werden sollen, dann kann es sicher nicht schaden. Aber was passiert? Der einzige Kandidat, der sichtlich Spa├č an der Aufgabe hatte, ÔÇô n├Ąmlich Gabriel ÔÇô fliegt raus.

Aus Sicht des kompottsurfers d├╝rfte das nicht an dessen Kreation gelegen haben, sondern an seiner und Teamchef Alexander Herrmanns Entscheidung, Carabiniero auf Jakobsmuscheltatar mit Rosmarin und Champignons mit einem mineralischen Riesling zu kombinieren. Da ahnte ich schon bei der Entscheidung f├╝r den Wein, dass es ├╝bel f├╝r Gabriel enden k├Ânnte.┬á Felicitas, die im Einspieler eingestand, keine Ahnung von Wein zu haben, hatte ebenfalls eine Jakobsmuschel gew├Ąhlt, aber Tim M├Ąlzers klugen Rat beherzigt (ja, der Bursche kann auch klug und nicht nur klugschei├čen) ein mit Sahne gepuffertes Curry zu machen, das dann zum fruchtigeren der beiden zur Auswahl stehenden Rieslinge gereicht werden sollte.

Billy Wagners Fallbeil erwischte also nun ausgerechnet Gabriel, den gro├čen Favoriten des kompottsurfers, der Alexander Herrmanns anschlie├čende Kritik am Juror nicht teilen kann. Ich traue Wagner ohne Zweifel ein Urteil dar├╝ber zu, ob die Harmonie zwischen L├Âffel-Degu und Wein gegeben war oder nicht. Gabriel hatte wahrscheinlich wieder gro├čartig gekocht, aber schlicht die Aufgabenstellung verpeilt. Sein Ausscheiden war auch deshalb besonders tragisch, weil im Duell der letzten beiden verbliebenen Kandidaten ein Dreigangmen├╝ ohne jede Hilfe der Teamchefs gekocht werden sollte. Das w├Ąre Gabriels Terrain gewesen. Aber w├Ąre, w├Ąre, Schie├čgewehre ÔÇô Felicitas machte das Rennen, auch wenn der Gro├čteil der in den Vorrunden ausgeschiedenen und auf der Trib├╝ne zuschauenden Kandidaten Dennis die Daumen dr├╝ckte. Mit 4:0 Richterstimmen entschied Felicitas das Finale klar f├╝r sich und darf sich jetzt ├╝ber 100.000 Euro und einen Opel freuen.

Die Quoten f├╝rs Finale zeigten sich vom Tiefststand der Vorwoche leicht erholt, aber mit 1,86 Mio. Zuschauern sicher nicht auf dem Niveau, das man sich beim Sender erhofft hatte. Trotzdem d├╝rfte es wohl eine zweite Staffel geben, davon geht der kompottsurfer jedenfalls aus.

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Donnerstag, 28. November 2013

The Taste: “Das macht man einfach nicht, wenn man Kochen liebt”

F├╝r viele The-Taste-Gucker war es die beste Nachricht ├╝berhaupt: Bad Boy Felix aus dem Team von Frank Rosin ist ausgeschieden. Der kompottsurfer bedauert das, weil seine Sch├Ąrfe in den kommenden Runden fehlen wird. Seine ├╝berhebliche und fiese Rolle hat Felix schlie├člich gut und authentisch gespielt. Tja, dass die sympathisch quirlig-unorthodoxe Graciela ebenfalls raus musste, ist auch bedauerlich. Und macht nur insofern Vergn├╝gen, als das M├Ąlzers Team jetzt auch eine Delle hat und der Hamburger seinen vermeintlichen Trumpf in der Gruppe nun los ist. So ist Fu├čball. M├Ąlzer tritt bei Graciela sogar noch ordentlich nach: “Kommt die mit so’ nem verfurzten Popcorngericht an. Das ist so M├Âchtegernk├╝che. Das macht man einfach nicht, wenn man Kochen liebt.” Tja, eingedenk des besten Spruchs aus der ersten Sendung, den M├Ąlzer absonderte, kann der kompottsurfer darauf nur sagen: Wer sagt das, die Popcornpolizei?

Ach ja, gekocht wurde auch. Die Qualit├Ąt des Essens l├Ąsst sich nat├╝rlich aus der Ferne mangels Geruchs- und Geschmacksfernsehen kaum beurteilen. Also h├Ąlt sich der kompottsurfer in diesem Punkt vornehm zur├╝ck. Ohnehin geht es ja haupts├Ąchlich um Unterhaltung. Und die scheint weiterhin beim Publikum anzukommen. Mit 1,93 Mio. Zuschauern war die Quote trotz Fu├čball-Champions-League-Konkurrenz erstaunlich solide. Es sahen sogar 80.000 Leute mehr zu als in Folge 2. Wer die Sendung verpasst hat und mal reinschauen will, guckt hier.

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