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Samstag, 28. Oktober 2017

Neue Staffel The Taste: Wenn nicht jetzt, Wan Tan?

Aus der Erfahrung mit der Vorstaffel ohne Tim M√§lzer hab’ ich mir die ersten beiden Sendetermine der aktuellen 5. Staffel geschenkt. F√ľr mich geh√∂rt zu The Taste auch eine fette Portion frecher Spr√ľche ‚Äď vor allem beim nicht sonderlich spannenden Nominierungskochen. Und da fehlen eben M√§lzers Schm√§hkritiken, die Kreationen schon mal als “verfurztes Popcorngericht” abservieren. Und Spr√ľche, wie die wahrscheinlich am√ľsanteste Einlassung der Sendungsgeschichte √ľberhaupt: “Ente und Risotto macht man nicht? Wer sagt denn das? Die Entenpolizei?”

Die teilweise Angestrengtheit der Juroren schl√§gt leider auch auf die Kandidaten durch. Es ist so ein bisschen wie im Fu√üball, wo man die Typen mittlerweile mit der Lupe suchen muss, die neben ihren F√§higkeiten am Ball auch noch Eskapaden und coole Spr√ľche zu bieten haben. Alle so artig und zahm geworden. Eintracht Frankfurts einstiger St√ľrmer Jan-Aage Fj√∂rtoft hat mal √ľber seinen Trainer gesagt: “Ich wei√ü nicht, ob Felix Magath die Titanic gerettet h√§tte. Aber die √úberlebenden w√§ren auf jeden Fall topfit gewesen.” Warum nicht mal so einen Spruch √ľber Roland Trettl machen?

Von mir aus steinigt mich, aber könnten sie bei The Taste nicht auch noch nach Belustigungsfaktor casten? Nach dem Motto: Es zählt nicht nur der Geschmack, sondern auch der Unterhaltungswert? Schließlich ist das Geruchs- und Geschmacksfernsehen noch nicht verbreitet. Da brauche ich als Zuschauer mehr. Also ich ganz persönlich jedenfalls.

Ein paar Lichtblicke gab’s aber doch. Als Frank Rosin die Hose runterl√§sst, weil irgendwas mit der Ton√ľbertragung nicht funktioniert, sagt Cornelia Poletto trocken: “Das tut mir jetzt leid f√ľr euch.” Und Alexander Herrmann kommentiert einen L√∂ffel mit dem Spruch: “Wenn nicht jetzt, Wan Tan.” Ja, ich stehe auf derartige Flachwitze. Also, geht doch. Gerne mehr davon. Gef√ľhlte f√ľnf Stunden Sendezeit sind sonst nur schwer durchzuhalten.

Einige der eingespielten Musikschnipsel gefallen mir √ľbrigens richtig gut. In dieser dritten Runde war es Puff Daddys und Jimmy Pages “Come with me” aus dem legend√§ren Godzilla-Soundtrack. Kurz danach sieht man Kandidat Christian mit einem so finsteren Blick, das man vermuten konnte, er wolle auf der Stelle irgendein Monster im Studio zur Strecke bringen. Dabei hat er nur den Worten des Gastjurors Hans Neuner gelauscht, der als Pflichtprodukte f√ľr die n√§chste Runde Seeigel, Jakobsmuschel und Taschenkrebs zur Auswahl gestellt hatte. Passte irgendwie.

In Sachen Quote sieht es noch etwas d√ľrftig aus. Man ist mit 1,18 Mio Zuschauern noch reichlich weit von den Durchschnittswerten der Vorg√§ngerstaffeln entfernt. Der Trend setzt sich fort, dass das Zuschauerinteresse √ľber die Jahre nachgelassen hat. Von 1,98 Mio (2013) √ľber 1,80 Mio¬† (2014), 1,64 Mio (2015) und 1,68 Mio (2016) jetzt unter 1,2 Mio. Ein wenig besser sollte es in den n√§chsten Runden noch werden, sonst k√∂nnte der Sendung m√∂glicherweise der Quotentod drohen. Und das w√§re, trotz aller Kritik an dieser Stelle, jammerschade. Ich gehe jedenfalls als Vorbild voran und schalte bei den n√§chsten Runden wieder ein. Wer was verpasst hat, findet in der Mediathek noch was zum Aufw√§rmen.

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Donnerstag, 24. November 2016

The Taste: Marco gewinnt das Finale und 50.000 Euro

Die z√§heste aller bisherigen Staffeln von The Taste¬† ‚Äěisch over‚Äú, wie Finanzminister Sch√§uble sagen w√ľrde. Gab‚Äôs auf dem Weg ins diesj√§hrige Finale √ľberhaupt besonderes zu berichten? Ein bisschen schon. Zum Beispiel √ľber Zuschauer, die geschockt auf Frank Rosins angeblich beleidigenden Umgang mit einem Kandidaten reagierten, weil der beim Verkosten einer Zubereitung den Geschmack von ‚Äěalten Socken mit Mayo‚Äú ausmachte. Sogar sein Rausschmiss wurde gefordert. Meine G√ľte, das ist eine TV-Show. Wenn ein Kandidat einen solchen Kommentar nicht aush√§lt, dann sollte er besser gar nicht erst antreten.

Und sonst? Alexander Herrmann spielte im Halbfinale beleidigte Leberwurst, weil ihm ein Gastjurorenurteil nicht passte. Wirkte allerdings ein bisschen inszeniert das Ganze. Im Grunde viel Rauch um nix. Aber irgendwie musste man ja die Sendezeit vollkriegen. Ich mag den Typen trotzdem, f√ľr die lange Sendezeit kann er ja nichts.

Finale heute. In der ersten Runde gab‚Äôs sechs Aromenpaarungen zu beackern, die Gastjuror und Spitzenkoch Peter Maria Schnurr aus dem Restaurant Falco in Leipzig vorgab. Eine davon: Banane mit Nelken. Wollte keiner als Los ziehen, weil das gar nicht zusammengeht, wie alle meinten. Ob Schnurr immer aufmerksam den kompottsurfer aufmerksam gelesen hat? K√∂nnte sein, obwohl man damit keinesfalls irgendeine Art von Ideenklau unterstellen kann. Gleichwohl wird Schurr 2007/2008 m√∂glicherweise auch das Flavour-Pairing-Projekt nicht entgangen sein. Eine Idee des Wissenschaftlers Martin Lersch vom khymos blog, unterst√ľtzt von vielen anderen Bloggern und K√ľchenchefs weltweit. Unter dem Titel They Go Really Well Together (TGRWT) setzte er eine Mitmachaktion zu Aromenpaarungen mit Rezeptentwicklung auf. Und was gab es da in Folge #11 zu tun? Ja, man ahnt es schon: Kombiniere Banane mit Nelken!

Die sechs Verbliebenen der urspr√ľnglich 16 Kandidaten lieferten in der ersten Finalrunde nicht schlecht ab, aber die Banane mit Nelke gefiel Schnurr nicht. Ihm war die Nelke zu dominant. Aber warum dann Schnurr am Ende nicht auch den zweiten von ihm kritisierten L√∂ffel aussortierte, n√§mlich die Paarung von Tamarillo und Ziegenfrischk√§se, sondern einen der vier hochgelobten, konkret die Leber mit Whisky. Muss man nicht verstehen. Coach Frank Rosin f√ľgte sich als verantwortlicher Coach der zwei hier ausgeschiedenen Kandidaten gleichwohl unaufgeregt in sein Schicksal.

Marco und Frank also dann im Endspiel, nachdem Ex-Team-Coach Lea Linster als Gastjurorin zwischendrin noch zwei Kandidaten eliminieren musste. Mit den beiden k√§mpften schlie√ülich auch die wohl gr√∂√üten Sympathietr√§ger aus dem gesamten Kandidatenkreis um die Siegpr√§mie von 50.000 Euro und die Bosch Smart K√ľche. Klarer Sieger: Marco aus dem Team von Alexander Herrmann. Es hat wohl nie in all‚Äô den Staffeln einen Sieger gegeben, dessen Kochverm√∂gen im Kandidatenkreis unumstrittener und dessen Sympathiewerte h√∂her waren.
Und die Quoten waren zum Ende hin auch okay. Nur z√§her als sonst zog es sich mit der Staffel leider trotzdem hin, aus Sicht des kompottsurfers. Wenn es eine weitere Staffel geben sollte, wovon man ausgehen darf, m√ľsste man hier ansetzen. Ein bisschen mehr Pep w√§re w√ľnschenswert.

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Donnerstag, 03. November 2016

Wird Til Schweiger neuer Coach bei The Taste?

Vorerst wohl nicht, aber man sollte sich dazu mal Gedanken machen bei SAT.1. Der Unterhaltungswert von Staffel 4 hinkt n√§mlich merklich hinter den ersten drei Staffeln her als Tim “Motzkoffer” M√§lzer noch f√ľr pikante Noten sorgte. Und da bei The Taste nur theoretisch der Geschmack z√§hlt ‚Äď das Aromafernsehen ist ja immer noch nicht erfunden ‚Äď muss es f√ľr den Zuschauer der Unterhaltungsaspekt rausrei√üen. Leider hakt’s da derzeit. Zu wenig √ľberraschende Momente, zu viel leeres Gerede, zu wenig Witz. Was sich auch in der eher m√§√üigen Quote widerspiegelt.

Aber warum ausgerechnet Til Schweiger? Nun, der Schauspieler mit dem neuen Hang zum berufsfremden Engagement hat mit seinem Gemischtwarenladen barefootliving auch die K√ľche entdeckt. Vorratsgl√§ser, Butterdose, Tee, Wein, Servietten ‚Äď fehlen eigentlich nur noch die K√∂ttbullar. Ob die irgendwann auf der Karte seines gestern in Hamburg er√∂ffneten Restaurants Barefood Deli landen, wird man abwarten m√ľssen. Unwahrscheinlich ist das nicht. Eine t√ľrkische Frikadelle soll es bereits geben.

Til Schweiger und The Taste ‚Äď das w√ľrde passen, und ich meine das sogar wirklich eine Prise ironiefrei. Expertise in Sachen Geschmack sollte vorhanden sein, zumal er sich ausdr√ľcklich abseits der Gourmetk√ľche positioniert. Das d√ľrfte schon mal f√ľr eine gewisse Grundspannung zwischen den Coaches sorgen. Nat√ľrlich ist die Frage mehr als berechtigt, ob Til Schweiger den Leuten aus seinem Team kulinarisch etwas beibringen kann. Doch auch wenn nicht ‚Äď er k√∂nnte die anderen Teams und Coaches so derma√üen unter Beschuss nehmen, dass die nichts Geschmackvolles mehr auf die L√∂ffel kriegen, zumindest nicht rechtzeitig. Au√üerdem g√§be es in Sachen Produktplatzierung Kooperationsm√∂glichkeiten, was das Engagement Schweigers f√ľr den Sender finanzierbar machen k√∂nnte.

1996 traf ich √ľbrigens bei der Er√∂ffnung des Planet Hollywood in Berlin Arnold Schwarzenegger zum Interview. Arnold hatte damals ‚Äď gemeinsam mit Sylvester Stallone, Bruce Willis, Demi Moore, Jackie Chan und anderen ‚Äď in diese filmkulissenhafte Restaurantkette investiert. Wir a√üen Burger und tranken Bier, dabei erz√§hlte er mir von den Zeiten als er in einer Essener Muckibude trainiert hatte, irgendwann in den 1960ern. Und dass er Planet Hollywood als gutes Investment betrachte. Der sp√§tere Gouverneur von Kalifornien ist bekannt f√ľr seinen guten Gesch√§ftssinn, aber mit der Restaurantkette hatte er Pech. Nach einer zun√§chst ph√§nomenalen Kursexplosion an der B√∂rse, ging das Unternehmen 1999 in die Insolvenz.

Das w√ľnscht man Til Schweiger nun wirklich nicht, ich jedenfalls nicht. Auch wenn ich seinen Ausflug auf das neue Gesch√§ftsfeld seltsam finde. Aber er ist wahrlich nicht der einzige Schauspieler, der sein finanzielles Gl√ľck abseits des Filmgesch√§fts sucht. Wer noch dabei ist, berichtete stern-online vor einer Weile hier.

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Dienstag, 16. Juni 2015

Mit viel Liebe zum Detail: Tim M√§lzer feiert gelungene Er√∂ffnung seines D√ľsseldorfer Lokals Hausmann’s

Tim M√§lzer sah reichlich geschafft aber auch zufrieden aus, als er gestern Abend durch die Gastr√§ume seines neuen Lokals Hausmann’s in der D√ľsseldorfer Altstadt schritt. Immer wieder H√§nde sch√ľttelnd, Smalltalk haltend, zuprostend. In einer kurzen Ansprache verriet der beliebte Fernsehkoch und Gastronom, dass er sich vor zwei Wochen noch nicht vorstellen konnte, bis zum Er√∂ffnungstermin tats√§chlich fertig zu werden, und dass seine f√ľr heute geladenen G√§ste noch ungef√§hr eine halbe Stunde Fotos von ihm machen k√∂nnten, danach bitte nicht mehr, denn dann w√§re er betrunken. Der kompottsurfer hielt sich dran und besch√§ftigte sich mit dem Wesentlichen: Konzept, K√ľche, Ambiente, Essen, Trinken.

Was Tim M√§lzer und sein Gesch√§ftspartner Patrick R√ľther da mit einem gro√üen Team aus Planern, Koordinatoren, Architekten und K√∂chen realisiert haben, ist ein typisches M√§lzerding geworden, so wie man eine Gastronomie erwarten kann, die der umtriebige Hamburger auf die Beine stellt. Ein Lokal, in das er selbst gerne ginge, wenn er irgendwo unterwegs nach einer M√∂glichkeit zum Essen und Trinken suchen w√ľrde. Unkompliziert, aber qualitativ geerdet. Mit kommunikativer Atmosph√§re. Wo man gerne mal versackt. Gestalterisch ist der Laden alles andere als gelackt, sondern von einer am√ľsanten, wertigen Rustikalit√§t, die im Moment noch frisch ist und wahrscheinlich erst mit den Jahren nach reichlich Gebrauch ihr ganzes Potential entfaltet. Massives Eichenholz, bunte Stoffe, erheiternde Kunstwerke an den W√§nden, weiche Kissen, vergitterte Lampen im Bauleuchtenstil, die auch eine z√ľnftige Kneipenschl√§gerei unbeschadet √ľberstehen d√ľrften ‚Äď das alles tr√§gt zum besonderen Charme des Ladens bei. Wenn es die Idee der Planer war, das Ambiente der kulinarischen Ausrichtung des Hausmann’s anzupassen, dann muss man ihre Arbeit wirklich einen Volltreffer nennen.

Ja, die K√ľche. Nat√ľrlich M√§lzerstil. √úppig belegte Stullen, deftige Schmorgem√ľse, saftige Fleischkeulen, Burger, Blutwurst – all’ das nicht zahm gew√ľrzt sondern mit Arsch in der Hose. Dazu gut ausgew√§hlte Craft Biere. Wein gibt’s selbstverst√§ndlich auch. Man kann Tim M√§lzer nur w√ľnschen, dass ihm, trotz seiner wachsenden, √ľber ganz Deutschland verteilten gastronomischen Aktivit√§ten, nicht der Humor abhanden kommt. F√ľr so viele Projekte in Hamburg, Frankfurt, D√ľsseldorf und sonstwo die Birne hinhalten zu m√ľssen, d√ľrfte weitaus stressiger sein, als einen Kandidaten aus dem eigenen Team ins Finale von The Taste (SAT.1) zu f√ľhren, wo in dieser Woche die Dreharbeiten zur dritten Staffel begonnen haben. √úbrigens mit neuem Coach. Cornelia Poletto wird Lea Linster ersetzen.

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Donnerstag, 20. November 2014

The Taste Finale: Royal Flash f√ľr den besten Aromenspieler, und das ist Jan!

Jan siegte bei The Taste

Was f√ľr eine Challenge. Gleich in der ersten Runde erwischt es den Schwiergmutterschwarm Malte, der mit dem von Gastjuror Christian Lohse vorgebenen Estragon leider eine Ebene unter den anderen ablieferte. Aber er nahm’s gelassen, er hatte mehr erreicht als er selbst erwartet hatte. In Runde Zwei machte dann Heiko Antoniewicz (der enorm grau geworden ist – sieht aber cool aus, Heiko ;-) ) den Kandidaten mit vorgegebenen Aromenkombinationen das Kochleben schwer. Darunter Banane mit Petersilie, Blumenkohl mit Kakao, Schwarzer Tee mit Tomate.

Die Coaches sind mindestens so gestresst und mit den Nerven runter wie die Kandidaten, f√ľr Spr√ľche bleibt kaum noch Kraft. Aber dann haut Frank “Rose” Rosin doch noch einen seiner markentypischen Anz√ľglichkeiten raus: “Das schmeckt so lecker, da werden Frauen von schwanger ‚Äď ohne M√§nner.” Trotzdem schaffte es sein Sch√ľtzling Timo nicht ins finale Duell. Aber die Messlatte lag auch verdammt hoch. Heiko w√§hlt mit Ole und Jan die beiden Finalisten aus, die man erwarten durfte, wenn man die gesamte Challenge betrachtet. Zudem die beiden versiertesten Profis unter den Kandidaten. Sehr eindrucksvoll √ľbrigens, wie sauber und detailliert Heiko die vor ihm zur Entscheidung liegenden L√∂ffel schon allein durch reine Betrachtung entschl√ľsselt hat. Sozusagen mit Aromar√∂ntgenblick.

Vor dem Start der allerletzten Runde durften die beiden Finalisten je einen Unterst√ľtzer aus der Gruppe aller Ausgeschiedenen ausw√§hlen, denn ihr Job war alles andere als einfach. Sie durften zwar v√∂llig frei ihren Lieblingsl√∂ffel machen, aber davon 44. F√ľr alle Juroren und G√§ste. Jan suchte sich Kai, was eine sehr gute Wahl war, weil Kai nicht nur fr√ľh und unter Wert aus der Challenge ausgeschieden war, sondern auch Catering drauf hat. Ole w√§hlte sich Malte, der zwar kein Profi und Schnellarbeiter ist, aber sein Aromagef√ľhl, seine unkonventionelle Denke und seine Herzblut w√ľrden vielleicht weiterhelfen k√∂nnen. Jedenfalls eine sehr geile Variante der Challenge, die Ausgeschiedenen zum Schluss noch mal einzubinden. Das gibt dem Ganzen noch eine Extraprise Spirit.

Beide Finalisten hatten Tunfisch ins Zentrum ihrer Löffel gestellt, naheliegend, weil ein hervorragendes Produkt, das nicht nur vielseitig sondern auch schnell zu verarbeiten ist. Am Ende machte Jan (Team Alexander Herrmann) das Rennen, da er auch Leas Stimme bekam, die bei der Verkostung noch den Eindruck machte, eher zu Oles Löffel zu tendieren.

Die Coaches wirkten am Ende emotional sehr angefasst, man sah ihnen an, dass sie authentisch mitgefiebert und mitgelitten hatten.

Den kompottsurfer hat diese zweite Staffel von The Taste absolut √ľberzeugt. Da passte vieles, was in der Premierenstaffel noch holprig war.

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Donnerstag, 06. November 2014

The Taste: Teamwork und Fairplay. Der kompottsurfer ist ger√ľhrt.

Keine Ironie, der kompottsurfer ist tats√§chlich ger√ľhrt, wie fair die Kandidaten in den gestrigen Runden miteinander umgegangen sind, ja, wie sie sogar Konkurrenten aus anderen Teams unterst√ľtzten. Auch wenn die Sendung letzten Endes als Wettkampf zwischen Einzelk√§mpfern inszeniert ist, so wurde gestern klar, dass Kochen auf h√∂herem Niveau Mannschaftsport bleibt. Und wenn dann auch noch die Trainer ein bisschen Zur√ľckhaltung √ľben, entsteht tats√§chlich der Eindruck, dass es bei The Taste nicht nur um den Geschmack geht, wie immer wieder betont wird, sondern auch um den Spa√ü am Kochen, um Experimentierfreude und um ein Gemeinschaftserlebnis.

Klar, man mag bedauern, dass die Coaches Frank Rosin und Tim M√§lzer ihre Wortgefechte nahezu auf Waffenstillstandsniveau heruntergefahren haben, aber das hat auch sein Gutes, denn was zu Beginn der Staffel noch unterhaltsam sein kann, nutzt sich schnell ab. Bedauerlich ist, dass Kai aus Lea Linsters Team hinausflog, obwohl nicht er seinen Einstiegsl√∂ffel beim Kochen nach Kontrasten vergurkt hatte, sondern Carine. Ende vom Lied: Weil Coach Lea Linster zu entscheiden hatte, wer aus ihrem Team gehen muss, entschied sie sich ‚Äď nach eigenem Bekunden ‚Äď f√ľr Harmonie mit Carine statt f√ľr m√∂gliche Reibung mit Kai. Mit fatalen Folgen. Carine flog im Entscheidungskochen raus, und Lea hat nun keinen Kandidaten mehr im kommenden Halbfinale. Frank Rosin ist noch mit Tattoo Timo im Rennen, Tim M√§lzer hat noch Ole und Malte dabei, und Alexander Doktor Herrmann kann sogar noch mit drei seiner urspr√ľnglich vier Kandidaten um den Sieg kochen.

Auf Facebook wird das Geschehen, wie immer, hei√ü diskutiert. Und Lea bekommt reichlich auf die Kochm√ľtze. “Selbst Schuld Frau Lea Linster!” hei√üt es da, und “Leas Entscheidung absolut kirre, hat mit Kai einen der st√§rksten Teilnehmer rausgeworfen”, oder auch “Lea hat ihr Team selber ruiniert, von Anfang an”. Es gibt l√§ngst Forderungen, Lea Linster durch Steffen Henssler ersetzen zu lassen. Aber nein, drei Kerls reichen. Ein noch h√∂herer Testosteronspiegel der Sendung w√ľrde zudem die zul√§ssigen Grenzwerte der kompottsurfer-Kontrollbeh√∂rde bei weitem √ľberschreiten. Sollte der Sender eine Umbesetzung der Coaches erw√§gen, dann vielleicht mit einem Austausch von Lea Linster durch Cornelia Poletto oder Sarah Wiener. Sie kochen vielleicht nicht so gut wie Lea, aber m√∂glicherweise haben sie mehr zu sagen und ein besseres H√§ndchen im Umgang mit ihren Sch√ľtzlingen.

Was bleibt? Klar, die Frage nach dem Favoriten. Sechs Kandidaten sind noch dabei, nur einer ist echter Hobbykoch, alle anderen sind mehr oder weniger Profis. Der kompottsurfer setzt auf Ole aus Hamburg. Erstmal. Dann wird es darum gehen, dass Thema Liebe zu interpretieren. Dreisternekoch Thomas B√ľhner aus dem Osnabr√ľcker La Vie wird dabei als Special Guest die erste Runde beurteilen und bei der zweiten Runde den Sieger aus der ersten Runde unterst√ľtzen. Der kompottsurfer traf Thomas B√ľhner erst vor wenigenTagen bei der Busche Gala im Breidenbacher Hof. √úber die Sendung hat er nat√ľrlich noch nichts verraten.

Beim Finale wird dann Heiko Antoniewicz als einer von zwei Gastjuroren am Start sein und zum Thema Aromenharmonie urteilen. Unter anderem am konkreten Beispiel Banane und Petersilie, einer Kreation, die der kompottsurfer 2007 im Rahmen von Martin Lerschs Flavour Pairing Experimente schon mal zum Thema hatte und die später auch in unserem Buch Verwegen Kochen Eingang fand.

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Donnerstag, 16. Oktober 2014

kompottsurfer √ľberlebt drei weitere Stunden The Taste

Es hatte nicht ganz den Unterhaltungswert der Auftaktsendung, wo M√§lzer und Rosin als Links- und Rechtsau√üen passable Wortgefechte austrugen, aber insgesamt waren die drei Stunden Fernsehverk√∂stigung von The Taste durchaus in Ordnung. Zugegeben, diverse Anz√ľglichkeiten waren nicht nach dem Geschmack des kompottsurfers, der sich unter “kulinarischem Sexspielzeug” kein L√∂ffelchen mit H√§ppchen vorstellt und “gegenseitiges Befruchten” im Team eher f√ľr eine Eskapade aus dem Container von Big Brother h√§lt.¬† Auch M√§lzers angek√ľndigter Kalauer konnte kaum mehr als ein m√ľdes L√§cheln ausl√∂sen. Wer das Image eines rotzfrechen Typen pflegt, wie Tim M√§lzer, sollte die Eier haben, einen Kalauer ohne Vorwarnung rauzuhauen. Kann er besser. Seine Kollegenschelte bei der Bewertung der L√∂ffeldegus zum Thema Norwegen, wo er von ,,brachialer Inkompetenz” schwadronierte, war jedenfalls eine k√∂stliche Inszenierung. So macht M√§lzer Spa√ü.

Apropos besser. Die Besetzung der Teams scheint besser gelungen als in Staffel 1, das Niveau h√∂her. Bedauerlich nur f√ľr die Kandidaten, dass die Siegpr√§mie wohl eingekocht wurde. So hie√ü es irgendwann in der Sendung, dass es f√ľr den Besten 50.000 Euro zu gewinnen¬† g√§be, also nur noch die H√§lfte vom Preisgeld der ersten Staffel, wo es obendrauf noch ein Auto gab. Jetzt gibt es obendrauf ein Kochbuch, dass der Sieger herausgeben darf, oder besser muss. Aber bevor damit mal 50.000 Euro plus Auto verdient sind ‚Äď von der zus√§tzlichen Arbeit abgesehen ‚Äď m√ľsste das Ding schon sehr erfolgreich werden.

Und sonst? Auf Facebook wird die Frauenquote diskutiert, weil Carine statt Wolfgang in Lea Linsters Team bleiben durfte. Interessanter Gedanke, den Carine mit einer Bemerkung w√§hrend der Sendung befeuert hatte. Im Prinzip ging es sogar um mehr, wenn man es genau nimmt: n√§mlich Frauenquote gegen Altersdiskriminierung, denn Wolfgang bringt es immerhin schon auf 67 Jahre. Unter dem Stichwort Alterdiskriminierung ist auf Wikipedia √ľbrigens folgendes zu lesen: “Der Ausdruck Altersdiskriminierung bezeichnet eine soziale und √∂konomische Benachteiligung von Einzelpersonen oder von Personengruppen aufgrund ihres Lebensalters. Den Betroffenen wird es im Falle einer Diskriminierung erschwert, in angemessener Weise am Arbeitsleben und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu k√∂nnen.”

Ja, nat√ľrlich wurde bei The Taste auch gekocht, aber das Geruchs- und Geschmacksfernsehen ist noch nicht erfunden, also h√§lt sich der kompottsurfer da lieber zur√ľck. Im Moment zumindest noch ;-) . Der Zuschauerzuspruch blieb mit 1,82 Millionen in der zweiten Folge stabil im Vergleich zur Auftaktsendung (1,81 Mio.), wobei der Marktanteil bei 9,2% lag. H√∂her sei er lediglich beim Auftakt von Staffel 1 gewesen, schreibt das Quotenmeter heute.

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Mittwoch, 08. Oktober 2014

The Taste: Was wurde eigentlich aus Vorjahressiegerin Felicitas Then?

P√ľnktlich zum Start der neuen Staffel der SAT1-Kochshow The Taste bewirbt Vorjahressiegerin Felicitas Then ihr Kochbuch¬† mit dem sch√ľchternen Titel Die fabelhaften Rezepte der Felicitas Then. Klassiker und neue Gerichte mit Wow-Effekt. Die Journalistin hat nach eigenen Angaben ihren urspr√ľnglichen Redaktionsjob zugunsten des Kochens aufgegeben, und man kann durchaus den Eindruck haben, dass sie jetzt ihrer gro√üen Leidenschaft folgt. Sicherlich kein schlechter Entschluss f√ľr die Lebensplanung. Hier ein Trailer zu ihrem Kochbuch:

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Dienstag, 07. Oktober 2014

Kochshow The Taste mit neuer Staffel

Neun Monate ist es her, als Kandidatin Felicitas das Finale der aufw√§ndig produzierten Kochshow The Taste gewann und 100.000 Euro Pr√§mie sowie einen Opel einsacken konnte (der kompottsurfer berichtete). Angesichts eher mageren Zuschauerzuspruchs, der selbst beim Finale nicht √ľber 2 Millionen hinausging, schien es alles andere als ausgemacht, ob das Format √ľberhaupt noch in eine zweite Staffel geht. Die steht nun tats√§chlich ab dem morgigen Mittwoch vor der w√∂chentlichen Ausstrahlung (20.15 Uhr / Sat 1) und g√∂nnt sich damit ab √ľbern√§chsten Mittwoch ein pikantes Quotenduell mit der zehnten Staffel von Greys Anatomie sowie diverse Scharm√ľtzel mit K√∂nig Fu√üball aus der Champions League. Wenn das mal gut geht.

Bei The Taste treten Profi- und Hobbyk√∂che teamweise gegeneinander an und werden dabei von namhaften Vertretern der Branche gecoacht. Diese Aufgabe √ľbernehmen, wie auch schon in der ersten Staffel, Tim M√§lzer, Lea Linster, Alexander Herrmann und Frank Rosin. Der kompottsurfer misst The Taste durchaus Unterhaltungswert zu, was f√ľr ein Show rund um das Thema Kochen nicht selbstverst√§ndlich ist, denn das Geruchs- und Geschmacksfernsehen ist halt immer noch nicht erfunden, und darum geht es ja, wenn gekocht und gekostet wird: mit allen Sinnen wahrnehmen k√∂nnen. Nur allzu ernst darf man das Ganze nicht nehmen, denn es geschahen in der ersten Staffel bisweilen merkw√ľrdige Dinge.

Einen ersten Eindruck von der zweiten Staffel gibt’s hier.

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Donnerstag, 19. Dezember 2013

The Taste: Felicitas siegt bei der großen Sat1-Koch-Show. Und das, obwohl sie keine Ahnung von Wein hat.

Ja, muss man das denn haben, Ahnung von Wein? Als Koch? Sagen wir’s so: Wenn Billy Wagner, das Sommelierunikat aus der Berliner Weinbar Rutz als alleiniger Juror √ľber das Weiterkommen entscheidet und der als Arbeitsauftrag f√ľr die Kandidaten jeweils zwei Wei√ü- und Rotweine bereitstellt, die in Harmonie zum Essen gebracht werden sollen, dann kann es sicher nicht schaden. Aber was passiert? Der einzige Kandidat, der sichtlich Spa√ü an der Aufgabe hatte, ‚Äď n√§mlich Gabriel ‚Äď fliegt raus.

Aus Sicht des kompottsurfers d√ľrfte das nicht an dessen Kreation gelegen haben, sondern an seiner und Teamchef Alexander Herrmanns Entscheidung, Carabiniero auf Jakobsmuscheltatar mit Rosmarin und Champignons mit einem mineralischen Riesling zu kombinieren. Da ahnte ich schon bei der Entscheidung f√ľr den Wein, dass es √ľbel f√ľr Gabriel enden k√∂nnte.¬† Felicitas, die im Einspieler eingestand, keine Ahnung von Wein zu haben, hatte ebenfalls eine Jakobsmuschel gew√§hlt, aber Tim M√§lzers klugen Rat beherzigt (ja, der Bursche kann auch klug und nicht nur klugschei√üen) ein mit Sahne gepuffertes Curry zu machen, das dann zum fruchtigeren der beiden zur Auswahl stehenden Rieslinge gereicht werden sollte.

Billy Wagners Fallbeil erwischte also nun ausgerechnet Gabriel, den gro√üen Favoriten des kompottsurfers, der Alexander Herrmanns anschlie√üende Kritik am Juror nicht teilen kann. Ich traue Wagner ohne Zweifel ein Urteil dar√ľber zu, ob die Harmonie zwischen L√∂ffel-Degu und Wein gegeben war oder nicht. Gabriel hatte wahrscheinlich wieder gro√üartig gekocht, aber schlicht die Aufgabenstellung verpeilt. Sein Ausscheiden war auch deshalb besonders tragisch, weil im Duell der letzten beiden verbliebenen Kandidaten ein Dreigangmen√ľ ohne jede Hilfe der Teamchefs gekocht werden sollte. Das w√§re Gabriels Terrain gewesen. Aber w√§re, w√§re, Schie√ügewehre ‚Äď Felicitas machte das Rennen, auch wenn der Gro√üteil der in den Vorrunden ausgeschiedenen und auf der Trib√ľne zuschauenden Kandidaten Dennis die Daumen dr√ľckte. Mit 4:0 Richterstimmen entschied Felicitas das Finale klar f√ľr sich und darf sich jetzt √ľber 100.000 Euro und einen Opel freuen.

Die Quoten f√ľrs Finale zeigten sich vom Tiefststand der Vorwoche leicht erholt, aber mit 1,86 Mio. Zuschauern sicher nicht auf dem Niveau, das man sich beim Sender erhofft hatte. Trotzdem d√ľrfte es wohl eine zweite Staffel geben, davon geht der kompottsurfer jedenfalls aus.

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