Im Zusammenhang mit dem Besuch von Spitzenrestaurants wird oft von Schwellenängsten gesprochen, die unroutinierten Besuchern die Einkehr erschweren. Meine Schwellenangst äußerst sich dagegen beim Betreten eines Fastfood Restaurants. Kein Witz. Aber ich wollte nicht länger kneifen und dem von vielen Gourmets kritisierten Engagement des Sternekochs Alfons Schuhbeck bei Mc Donalds einmal konkret nachgehen.
So viel vorweg: Schuhbeck war nicht da. Und der Uli Hoeneß auch nicht. Da war ich schon ein bisschen enttäuscht, muss ich sagen. Aber vielleicht würde es seine Hüttengaudi-Teil-3- Kreation ja rausreißen. Nun stehe ich da also am Tresen, und die Schwellenangst ist wieder da. Mit welcher Souveränität die Jugendlichen vor mir ihre Bestellungen aufgeben – Hut ab. Kleines Menü, großes Menü, Ketchup, Majo, sonstige Saucen und Getränke. Also ich finde mich in diesem Gewusel nur schwer zurecht. Vielleicht fehlt mir auch nur der Wille.
Also ich nehme Schuhbecks Feines Zweierlei. Weizenbrötchen mit Rindfleischbulette, Nürnberger Rostbratwürstchen, Hüttenkraut und Tomaten-Chili-Vanille-Sauce. Klingt gar nicht mal unappetitlich, obwohl dieses Fleischdoppel von Rostbratwürstchen und Bulette schon speziell ist. Aber was ich dann auf dem Pappdeckel hatte, schmeckte für mich eher nach Hüttengrausi. Denn Hüttenkraut und Sauce waren sehr spartanisch dosiert, ganz anders als es auf den Fotos in der Werbung aussieht. Weshalb das Ding doch arg trocken rüberkam, so sehr wie es dominiert war von Fleisch und weichem Weizenbrötchen. Immerhin, die Fleischwürzung war in Ordung, genauso wie die Textur des Fleischs. Wird Zeit, das der Alfons durch die Filialen in den Städten zieht und nachschaut, wie ernst es um seine Hüttengaudi steht.










