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Freitag, 09. Dezember 2011

Hochkar√§tige Rotweine aus √Ėsterreich

Die Falstaff-Rotweingala in der Wiener Hofburg erfuhr die erwartete mediale Aufmerksamkeit. Und f√ľr die siegreichen Winzer gilt das erst recht. Albert Gesellmann aus Deutschkreutz (Burgenland) machte mit seinem Bela Rex 2009 das Rennen, eine Cuv√©e aus Cabernet Sauvignon und Merlot, die gro√üartige 96 Punkte einfuhr. Platz Zwei belegte ein Blaufr√§nkischer von Johann Heinrich (95), wie Gesellmann ebenfalls im Deutschkreutzer Burgenland verortet. Mit einem Flaschenpreis von voraussichtlich knapp 35 Euro wird der 2009er Bela Rex wohl ein echter Preis-Leistungs-Kracher werden. Wenn man denn rechtzeitig zugreift.

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Donnerstag, 24. November 2011

Reife Weine aus S√ľdafrika: Pinotage Reserve aus 1995

Vriesenhof: Reifer Reservewein aus S√ľdafrika

Diese Rebsorte, eine Kreuzung aus Cinsault und Sp√§tburgunder, wird nennenswert nur in S√ľdafrika angebaut. Nun hatte ich mal die Gelegenheit, eine 16 Jahre alte Pinotage Reserve vom Vriesenhof, einem Weingut, das im Paradyskloof Valley zwischen Stellenbosch und den Helderberg Mountains liegt und vom ehemalige Rugby Star Jan Coetzee betrieben wird, aufzuziehen und zu verkosten.

Der Wein wurde von mir dekantiert. Depotmenge eher gering. Ein erster Schluck vorab zeigte einen sehr verschlossenen Wein, der am Rand deutliche Bernsteinreflexe aufwies. Nach zwei Stunden war der Wein zug√§nglicher, allerdings wirkte er schon etwas ausgezehrt, was nicht wirklich verwundert. Es gibt noch die eine oder andere Flasche davon, und ich bin gespannt, ob sich die √§hnlich pr√§sentieren. Der kompottsurfer hat eine S√ľdafrikaphase eingel√§utet und f√§ngt bei den reifen Weinen an ;-) .

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Sonntag, 27. März 2011

Prowein Einstimmung: kompottsurfer bereist Kalifornien in D√ľsseldorf

Kalifornische Weine aus dem Sonoma County

Gebratene Jakobsmuscheln: Passen wunderbar zum fassgereiften Chardonnay

Das war ein durchweg gelungener Abend, den das Kalifornische Weininstitut in Kooperation mit United Airlines (hoffentlich habe ich jetzt die Fluggesellschaft nicht verwechselt) nun schon zum sechsten Mal in Folge ausrichtete. Gastgeber war das Restaurant P√©ga im D√ľsseldorfer Interconti Hotel.

Meine letzten Erfahrungen mit kalifornischen Weinen liegen weit √ľber zehn Jahre zur√ľck, und so war ich sehr gespannt, welchen Weinstil ich nun dort vorgesetzt bekommen w√ľrde. Vorweg gesagt, die komplette Liste der Weine erhalte ich erst in K√ľrze, aber ich war auf jeden Fall schon mal komplett begeistert, als ich meine noch aus grauer Vorzeit stammenden Erinnerungen an √ľberfrachtete, beinahe klebrige Weinbonbons komplett kontrastiert sah.

Schwerpunkt waren die Weine aus dem Sonoma County. Darunter √ľberzeugende Kreszenzen von Landmark und der Ehret Winery.

Sommeliere Susie Bynum war es an diesem Abend in fruchtbarer Zusammenarbeit mit den kalifornischen Chefk√∂chen Daniel Isberg und Thomas Schmidt mal wieder gelungen, sehr gut passende Weine zu den einzelnen G√§ngen auszuw√§hlen. Schmidt ist in Deutschland √ľbrigens kein Unbekannter. Er arbeitete hier zwanzig Jahre lang, zuletzt, bis 2007, als K√ľchenchef im Bremer Restaurant Topas.

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Sonntag, 14. November 2010

Weinangebot in der Gastronomie zu teuer und einfallslos?

Bloggerkollege Marion Scheuermann wirft diese Frage in seinem drinktank auf und bezieht sich dabei auf Ver√∂ffentlichungen von Der Feinschmecker und Zeit Online. Der Feinschmecker beklage Aufschl√§ge von 300 Prozent f√ľr einfachen Gutswein, die Zeit monotone Gestaltungen von Weinkarten. Der drinktank kritisiert diese Einsch√§tzungen, und ich kann da nur beipflichten.

Das Thema Kalkulation von Wein in der Gastronomie war ja schon immer brisant. Ich habe mich damit schon Anfang der 1990er Jahre in eine heikle Diskussion begeben, als ich Aufschl√§ge von bis zu 400% f√ľr eine Flasche im Vergleich zum Abverkauf ab Weingut beklagte. Heute sehe ich das nicht mehr ganz so eng. Die so genannte Mischkalkulation der Gastronomen entbehrt nun mal nicht jeglicher Plausibilit√§t. Und dass die gro√üen Weine die kleinen bezahlen ist auch nicht wirklich etwas Neues. Ich kann mich an Besuche in Restaurants wie dem Schwarzen Adler oder Auberge de l’Ill erinnern, wo ich Perlen wie Roman√©e Conti oder Mouton-Rothschild aus reifen Jahrg√§ngen f√ľr Preise weit unterhalb der seinerzeit √ľblichen Handelspreise angeboten bekam. Ich wei√ü von Weinfreunden, die regelm√§√üig in Gruppen in Franz Kellers Schwarzen Adler einfallen, um dort g√ľnstig gro√üe, reife Weine trinken zu k√∂nnen. Und ich habe im Laufe der letzten zwanzig Jahre viele Restaurants kennengelernt, die sehr wohl eigenst√§ndige und reizvolle Weinkarten zustande brachten. Und das nicht nur in der Sternekategorie.

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Donnerstag, 06. Mai 2010

Warum riecht welcher Wein wie? Erhellendes Analytikprojekt des ttz Bremerhaven

Expersens: Weinverkostung trifft Analytik

Wenn Sommeliers und Weinexperten ihr Lieblingsgetr√§nk anhand von Eindr√ľcken in der Nase und am Gaumen beschreiben, dann klingt das bisweilen wie die Beschreibung eines gedanklichen Ausflugs in den Botanischen Garten. Aber wie glaubw√ľrdig, wie verl√§sslich k√∂nnen solche Aussagen √ľber Weinaromen √ľberhaupt sein? Geschmacksforscher am ttz Bremerhaven trieb genau diese Frage um. Was also k√∂nnen Experten und Konsumenten schmecken und riechen, und sind diese Eindr√ľcke tats√§chlich analytisch als Inhaltsstoff im Wein nachweisbar?

Mit Hilfe des am ttz Bremerhaven erarbeiteten Analyseverfahrens expersens k√∂nnen Geschmacks- und Geruchswahrnehmungen nun tats√§chlich messbar gemacht, und auf Inhaltsstoffe zur√ľckgef√ľhrt werden. Jeder Wein hat eine Art chemischen Fingerabdruck. Er kann aus bis zu 800 verschiedenen organischen Komponenten bestehen, von denen etwa einhundert den Geschmack und Geruch pr√§gen. Das vom ttz entwickelte Verfahren erm√∂glicht einen analytischen Abgleich mit den sensorischen Eindr√ľcken, um Unterschiede zwischen maschineller und menschlicher Wahrnehmung deutlich zu machen, was durch Einbindung einer zu diesem Zweck entwickelten Geschmacksdatenbank eine enorme Hilfestellung bei der Bewertung von Weinen bieten kann.
(weiterlesen…)

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Donnerstag, 15. April 2010

Rodenstocks Rarit√§tenrumoren: Stern erscheint heute mit neuen Enth√ľllungen

Seit M√§rz 2007 hat die Redaktion des Stern die Gesch√§ftspraktiken des deutschen Weinsammlers und weltber√ľhmten Rarit√§tenh√§ndlers Hardy Rodenstock im Visier (der kompottsurfer berichtete hier, hier und hier), der den Vorw√ľrfen mit Gegendarstellungen begegnete, zu deren Abdruck Redaktionen in der Regel allerdings verpflichtet sind, wenn sie formal richtig sind. Nun bringt eine neue Klage, die der US-Millard√§r William Koch Ende M√§rz in New York einreichte (AZ laut stern 10 CIV 2804) nicht nur Hardy Rodenstock in Bedr√§ngnis sondern auch den legend√§ren Weinauktionator Michael Broadbent vom Aktionshaus Christie’s.

Koch klagt gegen das Auktionshaus, weil er sich betrogen f√ľhlt. Die vier Flaschen, die er dort als √ľber 200 Jahre alte Rarit√§ten aus dem Keller des dritten Pr√§sidenten der USA, Thomas Jefferson, f√ľr √ľber 300.000 Dollar ersteigerte, sollen zuvor gef√§lscht worden sein. Mit Akribie ging der Stern den neuen Spuren nach, die unter anderem in den Westerwald f√ľhren, zu Glasgraveuren, durch deren H√§nde m√∂glicherweise die ein oder andere dieser Flaschen gegangen ist – zur entsprechenden Bearbeitung. In Verbindung mit den fr√ľheren Enth√ľllungen des stern, wo es um den Nachdruck von Weinetiketten ging, ergibt sich aus Sicht des Kompottsurfers f√ľr Rodenstock eine immer bedrohlichere Indizienlage. Die Recherchen machen jedenfalls einen sehr soliden Eindruck. Aber ich will hier gar nicht zu viel vorweg nehmen, denn die √ľber sieben Seiten laufende Geschichte lohnt auf jeden Fall einen Blick ins Heft.

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Mittwoch, 03. März 2010

Ruhr 2010: Wein und Sekt mit Kulturhauptstadtetikett

Ruhr 2010: Denkmäler mit Umdrehungen

Auf Iniative der Vereinigung Essen Geniessen e.V. wurden zum Kulturhauptstadtjahr Ruhr 2010 ein Rotwein, ein Wei√üwein und zwei Kellereisekte abgef√ľllt, die mit entsprechendem Etikett versehen und nur direkt beim Verein Essen Geniessen e.V. zu beziehen sind. Beim Wei√üwein handelt es sich um einen Wei√üburgunder aus der Pfalz von Reichsrat von Buhl (Deidesheim), beim Roten um einen badischen Sp√§tburgunder vom Weingut Roy Blankenhorn. Der Sekt (Trocken sowie Extra Trocken als Flascheng√§rung) stammt von der W√ľrttemberger Sektkellerei Schloss Affaltrach. Das besondere an den Flaschen ist weniger der Inhalt, sondern das Etikett, das Sehensw√ľrdigkeiten aus dem Ruhrgebiet wie Gasometer, Tetraeder und Zeche Zollverein abbildet. Mit von Buhl und Roy Blankenhorn hat man allerdings namhafte Winzer eingebunden, die f√ľr Qualit√§t b√ľrgen. Zur Sektkellerei Schloss Affaltrach kann ich mir kein Urteil erlauben, da ich deren Produkte schlichtweg noch nicht probiert habe. Roy Blankenhorn machte im letzten Jahr von sich reden, weil sie mit einem ihrer Weine kurzzeitig bei ALDI-S√ľd vertreten war, ein Schritt, den bisher nur wenige Winzer aus dem Kreis des Verbandes Deutscher Pr√§dikatsweing√ľter (VDP) wagten.

Ich h√§tte mir allerdings gew√ľnscht, dass die Produkte mehr als nur auf dem Etikett einen Bezug zum Ruhrgebiet h√§tten. So w√§re es vermutlich kein Problem gewesen, beispielsweise die in Sachen Versektung durchaus versierte Recklingh√§user Weinhandlung Molitor in das Projekt einzubeziehen, die auch den Secco Perlwein A 43 Recklinghausen herstellen.

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Dienstag, 05. Januar 2010

Experiment “Lampe an”: Welche Beleuchtung den Riesling besser schmecken l√§sst

WeinFarbeMich erstaunt immer wieder, was Wissenschaftler so alles untersuchen. So gingen¬†Heiko Hecht und Daniel Oberfeld vom Psychologischen Institut der Johannes-Gutenberg-Universit√§t in Mainz gemeinsam mit ihrem Kollegen Florian Wickelmaier vom Psychologischen Institut der Universit√§t T√ľbingen der Frage nach, inwieweit die Raumbeleuchtung Einfluss auf die Wahrnehmung von Aromen hat. Zu diesem Zweck kooperierten sie mit dem Weingut Fritz Allendorf in Oestrich-Winkel, wo eine Probandengruppe, bestehend aus Kunden des Hauses, vor Ort Riesling unter wechselnden Farb- und Lichtsituationen im Raum verkosteten. Eine Kontrollgruppe testete die Weine im Labor. Ergebnis: Die Raumfarbe ‚Äď beeinflusst durch Lichtinstallation ‚Äď ver√§ndert die subjektive Wahrnehmung der Aromen im Wein. Blau und Rot lie√üen den Riesling geschmacklich besser wirken als Gr√ľn und Wei√ü. Die Probanden haben den Wein als wertiger wahrgenommen. Zudem betone Rot Fruchtigkeit und S√ľ√üe. Wodurch sich mir wiederum Schlussfolgerungen in Bezug auf Qualit√§t und Geschmackstyp aufdr√§ngen. Aber das ist eine andere Geschichte. Die Untersuchung ist dokumentiert in der aktuellen Ausgabe des Journal of Sensory Studies. Im neusten Technology Review (1/2010) wird das Thema ebenfalls beleuchtet. (weiterlesen…)

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Donnerstag, 29. Oktober 2009

Rotwein und Fisch: Ein großes Missverständnis bekommt neue Nahrung

Also doch, Rotwein passt nicht zu Fisch titelte der Schweizer Tagesanzeiger und die S√ľddeutsche Zeitung schrieb Rotwein passt wegen des hohen Eisengehalts nicht zu Fisch. Es geht um eine Untersuchung von¬† Takayuki¬†Tamura et. al. , aus der Produktentwicklungsabteilung der Mercian Corporation im japanischen Fujisawa. Die Mercian Corporation ist ein Unternehmen, das sowohl Gesch√§ftsfelder im pharmazeutischen Segment als auch in der Wein- und Spirituosenherstellung unterh√§lt. Chateau Mercian ist eines der Unternehmen aus der Gruppe. Wie auch Mario Scheuermann in seinem drink tank blog feststellt, wurden die Informationen aus der Studie nicht richtig weiterverarbeitet und auf falsche Schlagzeilen und Aussagen gebracht. (weiterlesen…)

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